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Das wohlstrukturierte Mittelalter - das Buch
13 Jahre 11 Monate her #6861
von Allrych
Mit Konradin lässt sich das von M. Arndt erkannte System mit den 113 Jahr-Intervallen bis ins Spätmittelalter fortführen:
1152 Friedrich I. Barbarossa
1165/66 (ungefähr 113 Jahre später): Konradin von Hohenstaufen
1378 (ungefähr 113 Jahre später): Tod von Karl IV.
www.dillum.ch/html/mario_arndt_das_wohls...lalter_rezension.htm
1152 Friedrich I. Barbarossa
1165/66 (ungefähr 113 Jahre später): Konradin von Hohenstaufen
1378 (ungefähr 113 Jahre später): Tod von Karl IV.
www.dillum.ch/html/mario_arndt_das_wohls...lalter_rezension.htm
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13 Jahre 11 Monate her - 13 Jahre 11 Monate her #6863
von Basileus
Basileus antwortete auf Aw: Das wohlstrukturierte Mittelalter - das Buch
@Allrych, Tuisto:
Die beiden sizilianischen Könige Konradin und Manfred gehören als Staufer natürlich "irgendwie dazu", wenn es um die Deutschen geht. Daher ist Allrychs Vorschlag mit noch anderen 113-Jahres-Intervallen (Friedrich I. => Konradin => Karl IV.) interessant.
Und vom ersten Nicht-Karolinger als ostfränkischem König (911) bis zum vorletzten staufischen König von Sizilien Konradin, der aber als letzter stirbt (1268) vergehen in der Tat 355+2 Jahre. Auch Tuistos 355-Jahres-Kreislauf von Konrad I. bis Konradin dem Letzten ist daher nachvollziehbar.
Zu Konradin und Süditalien, und warum sie bei mir fehlen:
Ich hatte bei der Analyse der mittelalterlichen Herrschernamen die einzelnen Reiche getrennt behandelt. Konradin war kein römisch-deutscher König, sondern König von Sizilien (außerdem natürlich König von Jerusalem und Herzog von Schwaben). Daher gehört er auch nicht in die Liste aller römisch-deutschen Könige (31 Könige x 13 Namen = 403 Jahre).
Natürlich gibt es neben den Strukturen in der Abfolge der Könige eines Landes wie von mir beschrieben noch weitere Zusammenhänge, wie Allrych und Tuisto deutlich gemacht haben. Das hätte aber den Rahmen der behandelten Thematik in meinem Buch gesprengt.
Und warum gibt es in Süditalien kein "wohlstrukturiertes Mittelalter" ? Nun, die Königreiche Sizilien und Neapel waren laut offizieller Geschichte seit Anfang des 15. Jh. endgültig nicht mehr selbständig, und wurden bis ins 19.Jh. abwechselnd von mehreren europäischen Dynastien aus verschiedenen Ländern regiert, quasi halbkolonial. Aber auch schon zuvor war dieses Gebiet zumeist von ausländischen Regenten beherrscht und nur zeitweise unabhängig.
Laut offizieller Geschichte existierte das normannische Königreich Sizilien im 12.Jh. für ca. 100 Jahre. Nach den Staufern und einem kurzen Intermezzo mit dem Anjou-König Karl I. übernahm 1282 dann auf der Insel das Königreich Aragon die Herrschaft. Das festländische Süditalien (Königreich Neapel) war dann noch ca. 150 Jahre weiter in der Hand des Hauses Anjou, bis auch dort Aragon 1442 die Macht übernahm. Z.B. war ab 1505/06 Ferdinand II., "der Katholische" in einer Person König von Aragon, von Kastilien und Leon, von Sizilien und Sardinien, und von Neapel.
Daher sind die Namen der Könige von Neapel/Sizilien weitgehend abhängig von den jeweiligen Königsnamen in den Heimatländern der wechselnden Herrscherdynastien.
Die beiden sizilianischen Könige Konradin und Manfred gehören als Staufer natürlich "irgendwie dazu", wenn es um die Deutschen geht. Daher ist Allrychs Vorschlag mit noch anderen 113-Jahres-Intervallen (Friedrich I. => Konradin => Karl IV.) interessant.
Und vom ersten Nicht-Karolinger als ostfränkischem König (911) bis zum vorletzten staufischen König von Sizilien Konradin, der aber als letzter stirbt (1268) vergehen in der Tat 355+2 Jahre. Auch Tuistos 355-Jahres-Kreislauf von Konrad I. bis Konradin dem Letzten ist daher nachvollziehbar.
Zu Konradin und Süditalien, und warum sie bei mir fehlen:
Ich hatte bei der Analyse der mittelalterlichen Herrschernamen die einzelnen Reiche getrennt behandelt. Konradin war kein römisch-deutscher König, sondern König von Sizilien (außerdem natürlich König von Jerusalem und Herzog von Schwaben). Daher gehört er auch nicht in die Liste aller römisch-deutschen Könige (31 Könige x 13 Namen = 403 Jahre).
Natürlich gibt es neben den Strukturen in der Abfolge der Könige eines Landes wie von mir beschrieben noch weitere Zusammenhänge, wie Allrych und Tuisto deutlich gemacht haben. Das hätte aber den Rahmen der behandelten Thematik in meinem Buch gesprengt.
Und warum gibt es in Süditalien kein "wohlstrukturiertes Mittelalter" ? Nun, die Königreiche Sizilien und Neapel waren laut offizieller Geschichte seit Anfang des 15. Jh. endgültig nicht mehr selbständig, und wurden bis ins 19.Jh. abwechselnd von mehreren europäischen Dynastien aus verschiedenen Ländern regiert, quasi halbkolonial. Aber auch schon zuvor war dieses Gebiet zumeist von ausländischen Regenten beherrscht und nur zeitweise unabhängig.
Laut offizieller Geschichte existierte das normannische Königreich Sizilien im 12.Jh. für ca. 100 Jahre. Nach den Staufern und einem kurzen Intermezzo mit dem Anjou-König Karl I. übernahm 1282 dann auf der Insel das Königreich Aragon die Herrschaft. Das festländische Süditalien (Königreich Neapel) war dann noch ca. 150 Jahre weiter in der Hand des Hauses Anjou, bis auch dort Aragon 1442 die Macht übernahm. Z.B. war ab 1505/06 Ferdinand II., "der Katholische" in einer Person König von Aragon, von Kastilien und Leon, von Sizilien und Sardinien, und von Neapel.
Daher sind die Namen der Könige von Neapel/Sizilien weitgehend abhängig von den jeweiligen Königsnamen in den Heimatländern der wechselnden Herrscherdynastien.
Letzte Änderung: 13 Jahre 11 Monate her von Basileus.
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13 Jahre 11 Monate her #6864
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Das wohlstrukturierte Mittelalter - das Buch
Dass die Geschichte ab dem Beginn des Spätmittelalters weniger stringent strukturiert ist,
hat auch einen anderen Grund:
Dieser Teil der Geschichte wurde erst im Verlauf der Geschichtserfindung voll ausgearbeitet.
Man erkennt das an verschiedenen Charakteristika, z.B.:
Friedrich Barbarossa und Friedrich II. waren zuerst eine Person.
Heinrich VI. als Vater von Friedrich II. wurde erst später eingefügt und ist eigentlich unlogisch.
Und allgemein sind die dt. Kaiser des Spätmittelalters fein säuberlich nach Regionen und Häusern (Luxemburg, Habsburg, Baysern, Pfalz, Böhmen) verteilt. - Die Herrscher haben auch teilweise überlange Regierungszeiten bei vollkommener politischer Bedeutungslosigkeit.
hat auch einen anderen Grund:
Dieser Teil der Geschichte wurde erst im Verlauf der Geschichtserfindung voll ausgearbeitet.
Man erkennt das an verschiedenen Charakteristika, z.B.:
Friedrich Barbarossa und Friedrich II. waren zuerst eine Person.
Heinrich VI. als Vater von Friedrich II. wurde erst später eingefügt und ist eigentlich unlogisch.
Und allgemein sind die dt. Kaiser des Spätmittelalters fein säuberlich nach Regionen und Häusern (Luxemburg, Habsburg, Baysern, Pfalz, Böhmen) verteilt. - Die Herrscher haben auch teilweise überlange Regierungszeiten bei vollkommener politischer Bedeutungslosigkeit.
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13 Jahre 11 Monate her #6868
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Re:Aw: Das wohlstrukturierte Mittelalter - das Buch
Wie Joachim Heller konstruierte, zeige ich im separaten Thread über ihn.
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13 Jahre 11 Monate her #6870
von Allrych
Allrych antwortete auf Barbaren in Rom: 412 AD - 1212 AD
M. Arndt sagt in seinem kleinen Buch, dass Friedrich II. 1212 AD in Rom zum König gekrönt wurde, also ziemlich genau 800 Jahre nach der Eroberung Roms durch Alarich.
Das ist nicht ein ungefähres, sondern ein exaktes Intervall von 800 Jahren.
Denn die älteste mir bekannte Chronik (Johannes Stumpf) datiert die Eroberung Roms durch den Barbarenkönig Alarich auf 412 AD.
Und Friedrich II. war auch ein Barbar, ein Gote:
Erstens wurden Barbarossa und Friedrich II. zuerst nicht auseinandergehalten.
Dann trägt Friedrich II. den merkwürdigen Beinamen GATTIN = Gote. - Sowohl Alarich wie Friedrich waren also Goten = Barbaren.
www.dillum.ch/html/mario_arndt_das_wohls...lalter_rezension.htm
Das ist nicht ein ungefähres, sondern ein exaktes Intervall von 800 Jahren.
Denn die älteste mir bekannte Chronik (Johannes Stumpf) datiert die Eroberung Roms durch den Barbarenkönig Alarich auf 412 AD.
Und Friedrich II. war auch ein Barbar, ein Gote:
Erstens wurden Barbarossa und Friedrich II. zuerst nicht auseinandergehalten.
Dann trägt Friedrich II. den merkwürdigen Beinamen GATTIN = Gote. - Sowohl Alarich wie Friedrich waren also Goten = Barbaren.
www.dillum.ch/html/mario_arndt_das_wohls...lalter_rezension.htm
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13 Jahre 11 Monate her #6871
von Allrych
Allrych antwortete auf Die Rätsel des Nostradamus
Eben habe ich die Rezension, bzw. die Zusammenfassung des äusserst interessanten Werkes von Christoph Däppen: Nostradamus und das Rätsel der Weltzeitalter (2004) wieder durchgesehen und auf den heutigen Stand gebracht.
Die Fülle der Inhalte bei Nostradamus, bzw. bei Däppen, ist wirklich erstaunlich.
Beispielsweise ergibt die Quersumme des Todesjahrs von Nostradamus (1566) die bekannte Zahl 666, die sowohl im Alten wie im Neuen Testament vorkommt. Zufall? Sicher nicht!
www.dillum.ch/html/daeppen_nostradamus_zusammenfassung.htm
Die Fülle der Inhalte bei Nostradamus, bzw. bei Däppen, ist wirklich erstaunlich.
Beispielsweise ergibt die Quersumme des Todesjahrs von Nostradamus (1566) die bekannte Zahl 666, die sowohl im Alten wie im Neuen Testament vorkommt. Zufall? Sicher nicht!
www.dillum.ch/html/daeppen_nostradamus_zusammenfassung.htm
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