Das wohlstrukturierte Mittelalter - das Buch
Ja, in der Tat. Die Linguistik und Sprachgeschichte ist sicher ein weites Feld für Forschungen zur Chronologiekritik. Auch hier wird ja von den Linguisten die völlig überdehnte Chronologie ungeprüft vorausgesetzt.
Auffallend ist hier u.a. das Griechische, von dem ja Überlieferungen vorliegen, die angeblich einen Zeitraum von über 2500 Jahren umfassen. Erstaunlicherweise ist nun das Altgriechische dem Neugriechischen in etwa so ähnlich wie Althochdeutsch (das man vor ca. 1000 Jahren gesprochen haben soll) zu unserem Neuhochdeutsch. Die Struktur altgriechischer Namen und althochdeutscher Namen (sowie altenglischer und altnordischer) ist sehr ähnlich. Auch soll sich das Griechische während der Zeit des sogenannten Byzantinischen Reiches (6.-15.Jh.) kaum weiterentwickelt haben, während griechische Autoren dieser Zeit angeblich gern "antikisierend", also in älteren Sprachformen, geschrieben haben. Heutige griechische Sprachinseln außerhalb Griechenlands, die aber im Mittelalter zum Byzantinischen Reich gehörten (Pontisch im Nordosten der Türkei und Griko in Süditalien) sind strukturell und vom Vokabular her dem Altgriechischen nahe.
Oder z.B. Russisch: Kann das heute gesprochene Russisch älter als ca. 300 Jahre sein ? Vor ca. 300 Jahren wurde laut offizieller Geschichte durch Zar Peter I. als offizielle Sprache das Kirchenslawische abgelöst und dafür das Russische eingeführt. Dieses Russische soll man nun in älteren Sprachformen bereits über viele Jahrhunderte gesprochen haben. Es gibt aber im heutigen Russischen in dem weiten bäuerlich und lange analphabetisch geprägten Gebiet kaum ausgeprägte Dialekte, die sich zwangsläufig bei einer langen Sprachgeschichte entwickeln würden wie auch woanders.
Vielleicht gibt es dazu ja auch schon Erkenntnisse russischer Chronologiekritiker ?
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Interessant und doch evtl. nicht ganz richtig.Es gibt aber im heutigen Russischen in dem weiten bäuerlich und lange analphabetisch geprägten Gebiet kaum ausgeprägte Dialekte, die sich zwangsläufig bei einer langen Sprachgeschichte entwickeln würden wie auch woanders.
Zuerst sollten dies die Russischsprachler selbst beantworten.
Allerdings habe ich mittlerweile weit über zwanzig Jahre mit Menschen aus dem russischchen
Sprachraum zu tun. Und für mich ist es schon sicher: Man kann an der Aussprache schon
manchmal auf die Region schliessen. Das ist aber kein Automatismus.
Und viele Kirchen in Russland tragen noch den Halbmond unter Kreuz!
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Die Aussprache des Russischen variiert IMHO nicht viel stärker als im Englischen zwischen verschiedenen Regionen der USA, wo ja definitiv die Entwicklung erst vor etwas mehr als 200 Jahren einsetzte.
Ich bin sicher nicht der Erste der das russische Dialektproblem thematisiert. Auf einer Website für Russischlerner versucht man das Ganze so zu erklären:
www.russian-online.net/de_start/box/boxt...ahl=russisch_dialektIm Gegensatz zu den deutschen Dialekten sind die russischen Dialekte untereinander verständlich. Diese Dialekte sind regionale sprachliche Varianten, wie etwa Unterschiede in der Satzmelodie oder der Betonung.
[...]
Man stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass in einem so großen Land wie Russland die Dialekte sich so wenig voneinander unterscheiden. Die Gründe findet man in der Geschichte. Einer der Hauptgründe ist, dass Russland schon seit mindestens fünf Jahrhunderten als ungeteiltes Land existiert, was man z.B. von Deutschland oder Frankreich nicht sagen kann. Zentralisierung war immer typisch für Russland.
Interessanterweise war der Urgroßvater des Begründers der modernen russischen Literatur, Alexander Puschkin (1799-1837), ein schwarzafrikanischer Sklave namens Abraham (!) Hannibal (!). Und als ob das noch nicht genug wäre, wurde er auch noch vom russischen Zaren Peter I. höchstpersönlich als Taufpaten getauft, und mit der polnischen Königin als Taufpatin. Selbstverständlich erhielt Abraham Hannibal später in Paris seine Bildung und wurde auch Offizier der französischen Armee. usw. ...
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Müller S. 82, Urkunde von Leo für das Stift St. Emmeram:
books.google.de/books?ei=N8S2TvinIdHDtAb...ppet&q=blaue&f=false
Dieses Datum muß man im Zusammenhang sehen mit "De elementis et orbibus coelestibus, liber antiquus ac eruditus Messahalae ... von al Misri Ma Sha Allah von Joachim Heller, Mathematiker in Nürnberg und Freund Melanchthons, vorletzte Seite. Zu dem dort genannten Datum in den JK umgerechnet 21.12.939 AD komme ich noch zu sprechen. Dahinter verbirgt sich nämlich das Millenium 999/1000 AD, 529 AD (Differenz 470) und 131 Jahre.
books.google.de/books?id=W3p_j79pnl8C&pg...#v=onepage&q&f=false
Zudem hat Müller in seiner Ursprache längst die Grundlagen gelegt, die hier von Topper eingefordert werden. Vorschlag: Lesen!
books.google.de/books?id=3TcLAAAAQAAJ&pr...#v=onepage&q&f=false
Mir ist übrigens nicht bekannt, dass Fomenko ihn erwähnt hat.
Aber von ihm stammt der Hinweis, dass Kreuzüge und Trojanischer Krieg zusammenhängen.
Shift von mindesten 2400 Jahren.
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Müller berichtet aber auch, dass gefälscht wurde! ...Dieses Datum muß man im Zusammenhang sehen mit "De elementis et orbibus coelestibus, liber antiquus ac eruditus Messahalae ... von al Misri Ma Sha Allah von Joachim Heller, Mathematiker in Nürnberg und Freund Melanchthons, vorletzte Seite. Zu dem dort genannten Datum in den JK umgerechnet 21.12.939 AD komme ich noch zu sprechen. Dahinter verbirgt sich nämlich das Millenium 999/1000 AD, 529 AD (Differenz 470) und 131 Jahre.
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Müller berichtet aber auch, dass gefälscht wurde! ...Dieses Datum muß man im Zusammenhang sehen mit "De elementis et orbibus coelestibus, liber antiquus ac eruditus Messahalae ... von al Misri Ma Sha Allah von Joachim Heller, Mathematiker in Nürnberg und Freund Melanchthons, vorletzte Seite. Zu dem dort genannten Datum in den JK umgerechnet 21.12.939 AD komme ich noch zu sprechen. Dahinter verbirgt sich nämlich das Millenium 999/1000 AD, 529 AD (Differenz 470) und 131 Jahre.
Natürlich, darum geht es ja!
Heller (nicht Müller) veröffentlichte im 16. Jahrhundert die Werke eines der berühmtesten jüdisch-islamischen Astrologen des 8./9. Jahrhunderts: Messahallah
Dieser wählte mit anderen Astrologen den besten Stadtgründungszeitpunkt von Bagdad aus, das war angeblich 762.
Speziell in Nürnberger Kreisen war er anscheinend sehr beliebt: Dürer, Weissenburger,Heller etc.
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