De septem secundeis ...
14 Jahre 7 Monate her - 14 Jahre 7 Monate her #5003
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Nun, so sind sie eben, die Feigeister.
Sie hören die Sphärenmusik.
Unabhängig davon kennt auch die Kabbala 72-jährige = 1 Grad-Präzessions-Rhythmen.
Ich erinnere nur an die 72 Namen Gottes, der doch nur 1er ist.
Auch Aitsingeri kennt 72-jährige Zyklen, die er aufbauscht zu 792-jährigen Herrschaftsdauern.
Sie hören die Sphärenmusik.
Unabhängig davon kennt auch die Kabbala 72-jährige = 1 Grad-Präzessions-Rhythmen.
Ich erinnere nur an die 72 Namen Gottes, der doch nur 1er ist.
Auch Aitsingeri kennt 72-jährige Zyklen, die er aufbauscht zu 792-jährigen Herrschaftsdauern.
Letzte Änderung: 14 Jahre 7 Monate her von Tuisto.
Dieses Thema wurde gesperrt.
- UlrichM
- Neues Mitglied
-
Weniger
Mehr
- Dank erhalten: 0
14 Jahre 7 Monate her - 14 Jahre 7 Monate her #5004
von UlrichM
UlrichM antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Tuisto schrieb:
Freigeisterei ist eine Notwendigkeit, um andere Wege als die dogmatischen beschreiten zu können. Dass diese auch sehr fragwürdige Obsessionen zeitigen kann, zeigt sich an solchen Beispielen wie Emil Pales. Es ist dabei völlig unerheblich, dass seine Theorien auch an Universitäten erörtert wurden. Der Hintergrund dafür ist höchtswahrscheinlich die Tatsache, dass er über die richtigen connections verfügte, um "seine Erzengel" salonfähig zu machen.
Er erwähnte jedoch mit keinem einzigen Wort den mutmasslichen jüdischen Urheber der secundeis, sondern nimmt ausschliesslich Bezug auf den erzkatholischen Trithemius; aber auch Pietro d'Abano lässt er aussen vor. Dies reicht aus, um zu konstantieren, dass er eben einfach mehr oder weniger intelligent covert und sich damit auch noch an eine der schimpflichsten kriminellen Organisationen anbiedert.
Um was zu erreichen? Etwa die Grundsteinlegung für die zukünftige Geschichtslüge, die "septem secundeis" wären christlichen Ursprungs?
Indiskutabel der Emil, weil zu schnell durchschaubar...!
Goetheanum
Nun. so sind sie eben, die Feigeister.
Sie hören die Sphärenmusik.
Unabhängig davon kennt auch die Kabbala 72-jährige = 1 Grad-Präzessions-Rhythmen.
Ich erinnere nur an die 72 Namen Gottes, der doch nur 1 ist.
Auch Aitsingeri kennt 72-Jährige Zyklen, die er aufbauscht zu 792-jährigen Herrschaftsdauern.
Freigeisterei ist eine Notwendigkeit, um andere Wege als die dogmatischen beschreiten zu können. Dass diese auch sehr fragwürdige Obsessionen zeitigen kann, zeigt sich an solchen Beispielen wie Emil Pales. Es ist dabei völlig unerheblich, dass seine Theorien auch an Universitäten erörtert wurden. Der Hintergrund dafür ist höchtswahrscheinlich die Tatsache, dass er über die richtigen connections verfügte, um "seine Erzengel" salonfähig zu machen.
Er erwähnte jedoch mit keinem einzigen Wort den mutmasslichen jüdischen Urheber der secundeis, sondern nimmt ausschliesslich Bezug auf den erzkatholischen Trithemius; aber auch Pietro d'Abano lässt er aussen vor. Dies reicht aus, um zu konstantieren, dass er eben einfach mehr oder weniger intelligent covert und sich damit auch noch an eine der schimpflichsten kriminellen Organisationen anbiedert.
Um was zu erreichen? Etwa die Grundsteinlegung für die zukünftige Geschichtslüge, die "septem secundeis" wären christlichen Ursprungs?
Indiskutabel der Emil, weil zu schnell durchschaubar...!
Goetheanum
Letzte Änderung: 14 Jahre 7 Monate her von UlrichM.
Dieses Thema wurde gesperrt.
14 Jahre 7 Monate her #5005
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Dass er sich der schändlichsten kriminellen Organisation anbiedert ist in der Tat verabscheuungswürdig. Der Brief ist eigentlich schockierend.
Allerdings muß ich zu seiner "Ehrenrettung" sagen, dass er Ibn Ezra und Abano in seinem Buch erwähnt. Ich habe mir dieses vor einiger Zeit Interesse halber besorgt und beim Lesen natürlich genau diese Stelle markiert.
Ich stelle morgen mal die Kopie der Seite als Beleg hier ein.
Dennoch bin ich ganz bei Ihnen. Es riecht nach Usurpation der septem secundeis für die katholische (nicht nur christliche) Kirche. Comenius, auf den er sich doch beruft, wäre empört darüber!
Allerdings muß ich zu seiner "Ehrenrettung" sagen, dass er Ibn Ezra und Abano in seinem Buch erwähnt. Ich habe mir dieses vor einiger Zeit Interesse halber besorgt und beim Lesen natürlich genau diese Stelle markiert.
Ich stelle morgen mal die Kopie der Seite als Beleg hier ein.
Dennoch bin ich ganz bei Ihnen. Es riecht nach Usurpation der septem secundeis für die katholische (nicht nur christliche) Kirche. Comenius, auf den er sich doch beruft, wäre empört darüber!
Dieses Thema wurde gesperrt.
- UlrichM
- Neues Mitglied
-
Weniger
Mehr
- Dank erhalten: 0
14 Jahre 7 Monate her - 14 Jahre 7 Monate her #5006
von UlrichM
UlrichM antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Ok, er erwähnte ibn Ezra und d'Abano. Aber lieferte er auch eine Begründung dafür, weshalb wir uns gegenwärtig ausgerechnet in einem Jupiter-Zachariel-Zeitalter befinden sollen? (1989 - 2061)
Hat er die Wechsel der Zeitalter tabellarisch zusammengefasst? Ich würde seine Daten nämlich gerne mal anhand von Redshift überprüfen. Denn Emil Pales Grundbedingung für seine Thesen, dass sich die Wechsel der Zeitalter nach 1 Grad Präzession vollziehen, kann nicht als erfüllt gelten!
12:00 GMT +1
21.3.1917
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 358°32'
21.3.1989
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 358°59'
20.3.2061
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 0°26'
An den obigen Daten lässt sich sehr gut erkennen, dass die Präzession des Frühlingspunktes in einem postulierten Zeitraum von 72 Jahren nicht mal annähernd gleichbleibend vonstatten geht. Die Angabe, dass sich der Frühlingspunkt alle 72 Jahre um ein Grad verschiebt, ist als falsch zu werten.
Hier wurde lediglich ein Zeitraum von 144 Jahre einer Überprüfuung unterzogen.
Aber das Verfahren lässt sich über sehr lange Zeiträume anwenden, was Emil Pales mit Sicherheit nicht glücklich machen dürfte. Zumal er sehr stolz darauf ist, dass seine Theorien angeblich von unterschiedlichen Fachrichtungen bestätigt wurden.
Dies nochmals als konkretes Beispiel dafür, mit welch einfachen Mitteln heutzutage Behauptungen mit astronomischen Bezug zu widerlegen sind!
Hat er die Wechsel der Zeitalter tabellarisch zusammengefasst? Ich würde seine Daten nämlich gerne mal anhand von Redshift überprüfen. Denn Emil Pales Grundbedingung für seine Thesen, dass sich die Wechsel der Zeitalter nach 1 Grad Präzession vollziehen, kann nicht als erfüllt gelten!
12:00 GMT +1
21.3.1917
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 358°32'
21.3.1989
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 358°59'
20.3.2061
Ekliptikaler Frühlingspunkt bei 0°26'
An den obigen Daten lässt sich sehr gut erkennen, dass die Präzession des Frühlingspunktes in einem postulierten Zeitraum von 72 Jahren nicht mal annähernd gleichbleibend vonstatten geht. Die Angabe, dass sich der Frühlingspunkt alle 72 Jahre um ein Grad verschiebt, ist als falsch zu werten.
Hier wurde lediglich ein Zeitraum von 144 Jahre einer Überprüfuung unterzogen.
Aber das Verfahren lässt sich über sehr lange Zeiträume anwenden, was Emil Pales mit Sicherheit nicht glücklich machen dürfte. Zumal er sehr stolz darauf ist, dass seine Theorien angeblich von unterschiedlichen Fachrichtungen bestätigt wurden.
Dies nochmals als konkretes Beispiel dafür, mit welch einfachen Mitteln heutzutage Behauptungen mit astronomischen Bezug zu widerlegen sind!
Letzte Änderung: 14 Jahre 7 Monate her von UlrichM.
Dieses Thema wurde gesperrt.
14 Jahre 7 Monate her - 14 Jahre 7 Monate her #5007
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Ich kenne natürlich nicht das bislang noch nicht übersetzte 1000 Seiten umfassende Originalwerk von Pales, indem er die statistischen Analysen bringt und möglicherweise auch erklärt, wie er den 72-jährigen Rhythmus verstanden wissen will.
Fakt ist, dass der Startpunkt der 26.2.-747 = 1.1.0 der Ära Nabonassar ist.
Zur Ära Nabonassar existiert ein sehr guter Beitrag von Stecchini im Zuge der Velikovsky Affaire:
www.grazian-archive.com/quantavolution/V..._DE/stecchini2c.html
Es liegt auf der Hand, dass der 72-jährige Rhythmus kalibriert ist, wie die tropische Astrologie, oder falls siderisch, dennoch auf 1 Grad je 72 Jahre fixiert, unabhängig von den Schwankungen des tatsächlichen Frühlingspunktes im Längengrad auf je 72 Jahre.
de.wikipedia.org/wiki/Siderische_Astrologie
Fakt ist, dass -747, falls es den 72-jährigen kleineren Erzengel-Rhythmus überhaupt gibt, Michael ans Ruder kam.
Fakt wäre dann ebenfalls, dass sich die Herrscher nach dem Siebenstern-Prinzip abwechseln, also in dieser Reihenfolge:
So, Di, Do, Sa, Mo, Mi, Fr
Nach Pales fällt von -27 bis +45 der Zykus dem Saturn zu.
Gleiches gilt für Trithemius von -245 (-238) bis +109 (116)
Ein ungelöstes Problem liegt nun darin, dass Aitsingeri seinen 72- und 792-jährigen Zyklus über das Jahr 0 eicht und nicht über -27. Aber auch bei ihm beginnt 0 oder 1 AD der Saturn erneut seine Regentsschaft im 72-jährigen Zyklus, wenn man -3960 start.
Das ist wichtig, weil Jesus (komputistisch-konstruktiv) am 25.12.1 AD im Sternbild Ziegenfisch/Steinbock unter der Herrschaft des Saturn geboren wurde.
Im Grunde ging es aber sowieso nur darum, siebenfältige Rhythmen zu 72, 286, 354 und 1000 Jahren zu finden, die in die Jahre 1260, 1656/1658, 2242/2244, 2061 verweisen, mit dem eigentlichen Ziel 2016/2018.
So verweisen beispielsweise des öfteren prophetische Bücher des 19. Jahrhunderts auf den Zusammenhang der Zahl 1260 des Daniel/Johannes mit 1260 Mondjahren = 1222 ganzjährig gerechnete Sonnenjahren.
books.google.de/books?id=B5KjYLGiWZsC&pg...epage&q=1260&f=false
1222 aber ist 2 x 611, das ist 2 mal die Gematrie von Torah (400,6,200,5=611).
Es geht also darum, dass sich in der Ziffernfolge 1,2,6,0 oder einer Permutation davon, die Torah durch den Messias erfüllt. Christlich betrachtet geschieht das durch den 2. Messias = 2 x Torah = 1222/1260. So kam auch Fiore ganz offensichtlich zu seinem Weltuntergangsdatum 1260.
Dies lässt auch erkennen, weshalb Ibn Ezra den 354-jährigen Mondzyklus wählte, eben wegen des Zusammenhangs 1260 solar - 1222 lunar - 2016 lunissolar
Warum wählte man nicht 7 x 365 = 2555 oder 7 x 365,25 = 2556,75 Sonnenjahre für die Erzengelperiode? Weil man dann zu leicht das Spiel durchschaut hätte.
Es gilt: 2555 - 2017 = 538.
538 kabbalistisch im Kreis angeordnet liest sich als 358 (Moshiach) und 385 (Shekinah).
2556 - 540 (Startdatum XK) = 2016. Alternativ 2557 - 540 = 2017 (5777 jüdisch)
Fakt ist, dass der Startpunkt der 26.2.-747 = 1.1.0 der Ära Nabonassar ist.
Zur Ära Nabonassar existiert ein sehr guter Beitrag von Stecchini im Zuge der Velikovsky Affaire:
www.grazian-archive.com/quantavolution/V..._DE/stecchini2c.html
Es liegt auf der Hand, dass der 72-jährige Rhythmus kalibriert ist, wie die tropische Astrologie, oder falls siderisch, dennoch auf 1 Grad je 72 Jahre fixiert, unabhängig von den Schwankungen des tatsächlichen Frühlingspunktes im Längengrad auf je 72 Jahre.
de.wikipedia.org/wiki/Siderische_Astrologie
Fakt ist, dass -747, falls es den 72-jährigen kleineren Erzengel-Rhythmus überhaupt gibt, Michael ans Ruder kam.
Fakt wäre dann ebenfalls, dass sich die Herrscher nach dem Siebenstern-Prinzip abwechseln, also in dieser Reihenfolge:
So, Di, Do, Sa, Mo, Mi, Fr
Nach Pales fällt von -27 bis +45 der Zykus dem Saturn zu.
Gleiches gilt für Trithemius von -245 (-238) bis +109 (116)
Ein ungelöstes Problem liegt nun darin, dass Aitsingeri seinen 72- und 792-jährigen Zyklus über das Jahr 0 eicht und nicht über -27. Aber auch bei ihm beginnt 0 oder 1 AD der Saturn erneut seine Regentsschaft im 72-jährigen Zyklus, wenn man -3960 start.
Das ist wichtig, weil Jesus (komputistisch-konstruktiv) am 25.12.1 AD im Sternbild Ziegenfisch/Steinbock unter der Herrschaft des Saturn geboren wurde.
Im Grunde ging es aber sowieso nur darum, siebenfältige Rhythmen zu 72, 286, 354 und 1000 Jahren zu finden, die in die Jahre 1260, 1656/1658, 2242/2244, 2061 verweisen, mit dem eigentlichen Ziel 2016/2018.
So verweisen beispielsweise des öfteren prophetische Bücher des 19. Jahrhunderts auf den Zusammenhang der Zahl 1260 des Daniel/Johannes mit 1260 Mondjahren = 1222 ganzjährig gerechnete Sonnenjahren.
books.google.de/books?id=B5KjYLGiWZsC&pg...epage&q=1260&f=false
1222 aber ist 2 x 611, das ist 2 mal die Gematrie von Torah (400,6,200,5=611).
Es geht also darum, dass sich in der Ziffernfolge 1,2,6,0 oder einer Permutation davon, die Torah durch den Messias erfüllt. Christlich betrachtet geschieht das durch den 2. Messias = 2 x Torah = 1222/1260. So kam auch Fiore ganz offensichtlich zu seinem Weltuntergangsdatum 1260.
Dies lässt auch erkennen, weshalb Ibn Ezra den 354-jährigen Mondzyklus wählte, eben wegen des Zusammenhangs 1260 solar - 1222 lunar - 2016 lunissolar
Warum wählte man nicht 7 x 365 = 2555 oder 7 x 365,25 = 2556,75 Sonnenjahre für die Erzengelperiode? Weil man dann zu leicht das Spiel durchschaut hätte.
Es gilt: 2555 - 2017 = 538.
538 kabbalistisch im Kreis angeordnet liest sich als 358 (Moshiach) und 385 (Shekinah).
2556 - 540 (Startdatum XK) = 2016. Alternativ 2557 - 540 = 2017 (5777 jüdisch)
Letzte Änderung: 14 Jahre 7 Monate her von Tuisto.
Dieses Thema wurde gesperrt.
- UlrichM
- Neues Mitglied
-
Weniger
Mehr
- Dank erhalten: 0
14 Jahre 7 Monate her - 14 Jahre 7 Monate her #5008
von UlrichM
UlrichM antwortete auf Aw: De septem secundeis ...
Tuisto schrieb:
Muss man auch nicht kennen wenn man das hier gelesen hat:
Auf S. 1 schreibt Emil Pales:
Trithemius selber übernahm dies von Peter Abano, einem Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert, und der weiter aus noch älteren Quellen, die man zurück bis zu den Gnostikern verfolgen kann.
Dies suggeriert dem Leser, dass er über weitaus ältere Quellen zu den "septem secundeis" verfügt, als wir ermitteln konnten. Aber er gibt diese nicht an!
Weiter schreibt er auf S.2 zum 72-jährigen Zyklus:
Es ist nicht bekannt in der Anthroposophie, dass es noch einen 72-jährigen Rhythmus gibt. Nach der babylonischen Astrologie beherrschen die sieben Erzengel zyklisch auch je einen Bogengrad des Himmelsgewölbes, dessen Ablauf in der Präzessionsbewegung der Erde 72 Jahre dauert.
Er hätte an dieser Stelle die babylonische Astrologie eingehend erläutern müssen, mit der er den 72-jährigen Zyklus herleitet. Aber auch hier Fehlanzeige...
Quelle
Weshalb diese Kritik, mal abgesehen von seinem widerlichen Rumgeschleime gegenüber dem Vatikan? Emil Pales beansprucht nicht geringeres als wissenschaftliche Exaktheit, die von anderen bestätigt worden sein soll. Aber in der exakten Wissenschaft ist ein derartiges Vorgehen ein absolutes no go!
Zur Präzession empfiehlt sich dieser Artikel:
Zyklus der Präzession
Dort heisst es:
Der Zyklus der Präzession ist die Zeit, nach der man genau ein tropisches Jahr mehr zählt als siderische Jahre. Die Länge dieser beiden Jahre unterliegt – für so lange Zeiträume – trotz prinzipiell exakter Definition solchen Ungenauigkeiten, dass eine exaktere Angabe als auf ein Jahrhundert genau nicht sinnvoll erscheint. (Die zahlreichen Gründe für diesen Sachverhalt sind ausführlich dargelegt in den beiden Artikeln Tropisches Jahr, Siderisches Jahr). Darüber hinaus sind die Geschwindigkeit der Präzession selbst und sogar der Öffnungswinkel des Präzessionskegels (die Schiefe der Ekliptik) über so lange Zeiträume deutlichen Änderungen unterworfen.
Ich kenne natürlich nicht das bislang noch nicht übersetzte 1000 Seiten umfassende Originalwerk von Pales, indem er die statistischen Analysen bringt und möglicherweise auch erklärt, wie er den 72-jährigen Rhythmus verstanden wissen will.
Muss man auch nicht kennen wenn man das hier gelesen hat:
Auf S. 1 schreibt Emil Pales:
Trithemius selber übernahm dies von Peter Abano, einem Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert, und der weiter aus noch älteren Quellen, die man zurück bis zu den Gnostikern verfolgen kann.
Dies suggeriert dem Leser, dass er über weitaus ältere Quellen zu den "septem secundeis" verfügt, als wir ermitteln konnten. Aber er gibt diese nicht an!
Weiter schreibt er auf S.2 zum 72-jährigen Zyklus:
Es ist nicht bekannt in der Anthroposophie, dass es noch einen 72-jährigen Rhythmus gibt. Nach der babylonischen Astrologie beherrschen die sieben Erzengel zyklisch auch je einen Bogengrad des Himmelsgewölbes, dessen Ablauf in der Präzessionsbewegung der Erde 72 Jahre dauert.
Er hätte an dieser Stelle die babylonische Astrologie eingehend erläutern müssen, mit der er den 72-jährigen Zyklus herleitet. Aber auch hier Fehlanzeige...
Quelle
Weshalb diese Kritik, mal abgesehen von seinem widerlichen Rumgeschleime gegenüber dem Vatikan? Emil Pales beansprucht nicht geringeres als wissenschaftliche Exaktheit, die von anderen bestätigt worden sein soll. Aber in der exakten Wissenschaft ist ein derartiges Vorgehen ein absolutes no go!
Zur Präzession empfiehlt sich dieser Artikel:
Zyklus der Präzession
Dort heisst es:
Der Zyklus der Präzession ist die Zeit, nach der man genau ein tropisches Jahr mehr zählt als siderische Jahre. Die Länge dieser beiden Jahre unterliegt – für so lange Zeiträume – trotz prinzipiell exakter Definition solchen Ungenauigkeiten, dass eine exaktere Angabe als auf ein Jahrhundert genau nicht sinnvoll erscheint. (Die zahlreichen Gründe für diesen Sachverhalt sind ausführlich dargelegt in den beiden Artikeln Tropisches Jahr, Siderisches Jahr). Darüber hinaus sind die Geschwindigkeit der Präzession selbst und sogar der Öffnungswinkel des Präzessionskegels (die Schiefe der Ekliptik) über so lange Zeiträume deutlichen Änderungen unterworfen.
Letzte Änderung: 14 Jahre 7 Monate her von UlrichM.
Dieses Thema wurde gesperrt.
Ladezeit der Seite: 0.493 Sekunden