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Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel.

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16 Jahre 2 Wochen her #2359 von *CD
Ich muss meine Meinung insofern relativieren, als ich noch keinen Blick in die Erstausgaben der entscheidenden Werke werfen konnte. Vielleicht gäbe es da und dort den einen oder anderen Hinweis, der eine andere Reihenfolge der Publikationen vermuten liesse. Die mir vorliegenden Ausgaben sind ja alle irgendwie "emendiert" ...

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16 Jahre 2 Wochen her #2360 von Allrych
Sethus Calvisius = Seth Kallwitz soll die Lebensdaten 1556 - 1615 haben. Er wäre also in der Steinzeit oder sonst einer unbekannten Vorzeit geboren.

Sein Hauptwerk, das Opus Chronologicum soll 1605 zum ersten Mal in Frankfurt und 1685 in Leipzig in der sechsten Auflage erschienen sein.

Die Ausgabe, die ich benutze, trägt das Datum 1650 und soll in Emden (!) erschienen sein.

Aber vor 1750 kann dieser Kallwitz nichts geschrieben haben. Die Details in seinem Zeitbuch verraten es.

Frühere und spätere Ausgaben bestimmen zu wollen, ist ein heisses oder besser gesagt ein nutzloses Unterfangen.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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16 Jahre 1 Woche her - 16 Jahre 1 Woche her #2361 von Tuisto
"emendiert"... die Juden sprechen von "tikkun".

Mir ging es nicht anders. Die Reihenfolge des Erscheinens objektiv bestimmen zu wollen, ist äußerst problematisch. Entweder wurden die Werke vor "genehmigter" Drucklegung noch "verbessert" oder alles stammt von einer gemeinsam operierenden Gruppe, die nur nach außen durch scheinbar selbständig agierende Gelehrte auftrat.
Letzte Änderung: 16 Jahre 1 Woche her von Tuisto.

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16 Jahre 1 Woche her #2362 von prusak
Vielleicht ist Calvisius auch eigentlich der Kahlbutz:

de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_von_Kahlbutz

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16 Jahre 1 Woche her #2369 von *CD
Hederich nennt in seiner "Anleitung zu den fürnehmsten historischen Wissenschaften", Wittenberg 1711, Scaliger, Petavius und Calvisius (nebst anderen) als wichtigste Quellen zum Studium der Chronologie. Gut 100 Jahre später jedoch spielte Calvisius für Ideler ("Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie", Berlin 1825-26) absolut keine Rolle mehr, jedoch werden dort Scaliger und Petavius für ihre Verdienste um die Chronologie gelobt... Diese Tatsache scheint mir sehr bemerkenswert zu sein, weil sie die chronologische Diskussion bis heute prägt, obwohl sie den geschichtlichen Tatsachen widerspricht.

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16 Jahre 1 Woche her #2376 von Allrych
"CD" hat in seinen Beiträgen eine wichtige Erkenntnis der Quellenkritik erwähnt: Die alten Druckdaten sind ausnahmslos gefälscht, also rückdatiert oder falsch datiert.

Wenn ein gedrucktes Buch frühestens "um 1730" erschienen sein kann, ist jedes frühere Datum gefälscht.

Und ein Buch, welches als Druckdatum z.B. "1736" trägt, ist vom Inhalt her häufig erst 15 bis 20 Jahre später plausibel.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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