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Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen

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16 Jahre 5 Monate her #1204 von prusak
Potztausend...

Dennoch haben wir es mit einer These zu tun,
die den Bogen überspannt, ohne dass bislang
irgendeine Art Beleg geliefert worden wäre:

Die "Spätbarockzeit" ist von Catania bis Karlsruhe,
Mannheim und zur Dresdner Frauenkirche
viel zu dicht mit handfesten katholischen
Jesuiten-Bauten belegt,als dass sie einfach
so mal verschoben werden kann.

Überhaupt: Catania.

Hier wurde viel über den Vesuv geredet
und wenig über den Ätna-Ausbruch von 1669.
Womöglich stehen die beiden Ereignisse
in einem engen zeitlichen Zusammenhang,
weil Vulkanausbrüche staffettenartig erfolgen.

Im Gegensatz zu Pompeji wurde Catania halb
verschont, dank des Einsatzes der Heiligen Agatha.
Zum Dank errichteten die Bewohner einen
Elefanten aus Lavagestein ("u liotru",Typhon),
der den Isisobelisken schleppen muss.
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16 Jahre 5 Monate her #1205 von Allrych
Ich werde bald einmal einen Beitrag stellen, der sich mit der Zeitsetzung des Barock befasst.

Schon heute: jener Baustil folgte der Gotik und dauerte bis zur Französischen Revolution.

Begonnen hat der Barock schätzungsweise um 1760.

Typisch an jenem Kunststil ist, dass viele gotische Kirchen barockisiert worden sind.

Besonders in Süditalien, auf das "Prusak" anspielt, ist der Barock übermächtig. Weshalb?
Ganz einfach weil Vulkanausbrüche und besonders Erdbeben ("1683") einen Grossteil der vorherigen Bauten zerstört haben.

www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
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16 Jahre 5 Monate her #1219 von *CD
prusak schrieb:

Dennoch haben wir es mit einer These zu tun,
die den Bogen überspannt, ohne dass bislang
irgendeine Art Beleg geliefert worden wäre:


Wir sollten uns der Zeit von 1500 bis 1800 sehr vorsichtig nähern... nicht alles umstürzen (wollen), aber doch auch offen für saftige Überraschungen sein! Dieses Zeitalter ist uns so nahe und in zahllosen Bauwerken überliefert, dass wir es zu kennen glauben. Gleichwohl ist es ideell fast so weit entfernt wie die Antike (also salopp gesagt: alles vor 1500 ;-).
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16 Jahre 5 Monate her #1220 von Allrych
"CD" erkennt die Sache richtig:

Von der Antike wissen wir eine ganze Menge, wir kennen die feinsten Details und haben sagenhaft genaue Zeitangaben: Kaiser Augustus starb in Nola (Provincia di Napoli) am 19. August 14 AD, zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags.

Vom Mittelalter wissen wir auch sehr viel, allerdings oft nicht so genau: Nach Lothar von Supplinburgs Tod (1137 oder 1138?) brach der Vesuv aus (1138 oder 1139?).

Die "Neuzeit zwischen 1500 AD und 1800 AD" hingegen ist - nach der Reformation "um 1530" eine eigentliche Terra Incognita. - Wer im Archiv forscht stellt das mühelos fest.

Erst 1789 kommt wieder Bewegung in die Weltgeschichte.

Also ist das Ende der Antike, das Mittelalter und die Neuzeit im 18. Jahrhundert anzusiedeln.

Bei dieser Gelegenheit:

Ein Danke allen Lesern, der 1000. Zugriff auf den Thread "Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen" ist erreicht!

www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
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16 Jahre 5 Monate her - 16 Jahre 5 Monate her #1223 von Tuisto
Dennoch muß die Frage beantwortet werden:

"wer hat zu welchem Zweck abertausend Bücher und steinerne Inschriften mit Jahrezahlen zwischen 1430 und 1700 verfasst und weshalb hat das niemand gestört?"

Die Dateure wähnten sich eindeutig im xK und nicht in einer anderen Epoche.

Innerhalb des xk ist ein zeitlicher Shift nur im Zusammenhang mit der JK/GK Fixierung über das Jahr 200 oder über die Gleichung von Jesus 0 = 220 bzw. 1 = 221 möglich.

Mit anderen Worten:
Es sind nur 2 Shifts denkbar: 200 oder 220 Jahre.

Den 200-Jahreshift kennen wir im 16. Jahrhundert von den Anno Mundi Rechnungen, die allessamt auf 3960 (+/- wenige Jahre wegen der Mondläufe und der Fixierung auf den 5.4. oder 7.4.) datieren, während die Juden etwa seit dieser Zeit mit 3760 in Bezug auf das Jahr 0 datieren.

Wenn also beispielsweise die gotische Kirche in Kürnbach einen gotisch geschriebenen Gründungsstein "1499" hat, entspräche dieses Datum tatsächlich 1699 oder 1719.

Das würde zum Jahr 1700 passen, wo möglicherweise die Protestanten erstmals den Kalender reformierten. Passt eigentlich auch besser zu den Reformierten, zumal die großen Observatorien alle in protestantischen Gebieten lagen, vor allem an der Ostsee.

Nur, wo bleiben die handgreiflichen Hinweise und Belege dazu?
Kunsthistorische Untersuchungen oder allgemeine Annahmen, wie "Mode ändert sich schnell" sind zwar wichtig, reichen aber dennoch nicht aus.

Die Gotik könnte nämlich tatsächlich aus dem Norden (Schweden/Ostsee) im Zuge des 30-jährigen Krieges, sprich im Zuge der eigentlichen Reformationskrise und -kriege eingeführt worden sein.

Dann wären auch Langobarden/Goten-Juden oder Normannen in diese Eroberungs-Zeit zu setzen.

Dafür spricht, dass dieser Baustil eher von Bürgern als von der römischen Kirche gefördert wurde. Renaissance wäre dann eher der zeitgleiche römisch-katholische Stil und Barock der gegen die Reformation und Gotik folgende römische Gegenentwurf.
Letzte Änderung: 16 Jahre 5 Monate her von Tuisto.
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16 Jahre 5 Monate her #1225 von prusak
Natürlich könnte ich auch gleich Beispiele liefern,
die Allrychs radikale Auffassung direkt bestätigen:

Bei Brandenburg gibt es ein eingemeindetes Kaff
namens Plaue, das soll über 800 Jahre alt sein.
Dort gab es umfangreiche Straßenbauarbeiten,
die archäologisch begleitet wurden.

Dabei stellte sich heraus, dass nur ein einziges Haus dort
älter ist als 18. Jahrhundert – nämlich die „gotische“ Kirche.

Setzt man also die Gotik ins 18. Jh., ist das Bild richtig stimmig.

Auch die Vermessung scheint mir damit zu harmonieren,
weil die Akzisetore des 18. Jahrhunderts so gut
eingepasst wurden, dass es scheint,
sie wären bereits Teil der Erstvermessung gewesen.

Jetzt kommt das erbärmliche Gegenargument:
Der Knüppeldamm ganz unten soll 500 Jahre alt sein,
also aus der Zeit eines vollkommen mythischen
Brückenwächters namens Georg von Waldenfels stammen.
Das ist dendrochronologisch bewiesen, also nur behauptet
und rettet auf keinen Fall das „urkundliche Alter“ von 800 Jahren.

Wenn ich trotzdem gegen Allrychs These bin,
dann wegen Versailles, Catania, Karlsruhe und pipapo
was alles wohl doch nach Notre Dame de Paris errichtet wurde,
also genau in Allrychs Gotikzeit.

Witzig wäre es wirklich, wenn es umgekehrt wäre:
dann müsste auch die Backsteingotik älter sein
als die nordfranzösische.
Dann wird die Nuss aber noch härter
und die Furche noch tiefer.
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