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Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
16 Jahre 5 Monate her #1175
von prusak
prusak antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
"absurd"
Mit diesem Begriff operierte neulich Jan Beaufort
im Zusammenhang mit jeglicher Kürzung, die über
Illigs Phantomzeit hinausgeht.
Insofern ist also vieles "absurd".
Die Wahrheit wird sich aber finden,
wenn es sie gibt.
Mit diesem Begriff operierte neulich Jan Beaufort
im Zusammenhang mit jeglicher Kürzung, die über
Illigs Phantomzeit hinausgeht.
Insofern ist also vieles "absurd".
Die Wahrheit wird sich aber finden,
wenn es sie gibt.
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16 Jahre 5 Monate her #1177
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
Fakt ist, 24.8.79 ist illusionär, aber zugleich eine fantastische Kosntruktion.
Romanik und Gotik sind nach wie vor ein unentwirrbares Rätsel.
Das 19. Jahrhundert hat beide Baustile erneut aufgegriffen und tolle Bauwerke erschaffen: Neue Kirchen, Rathäuser, vor allem aber gotische Türme den Domen/Kathedralen/Münstern angebaut oder aufgestockt.
Viele zerstörte Burgen wurden restauriert oder wieder neu aufgebaut, z.B. die Marienburg an der Nogat, die drittgrößte aller Burgen oder die Haute Königsbourg im Elsaß.
Die Marienburg mit ihrer gotischen Substanz wurde von 1817 bis etwa 1933 restauriert.
Wie alt könnte der gotische Teil sein?
Wurden im 19 Jahrhundert auch Barockgebäude in einem Neobarocken Stil neu errichtet (nicht restauriert), z.B. Kirchen? Ist mir bislang nichts bekannt.
Erstaunlich ist, dass Deutschland, von dem nahezu alle Erfindungen kamen, in allen Stilen 100 bis 200 Jahre hinterhinken soll: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock!
Romanik und Gotik sind nach wie vor ein unentwirrbares Rätsel.
Das 19. Jahrhundert hat beide Baustile erneut aufgegriffen und tolle Bauwerke erschaffen: Neue Kirchen, Rathäuser, vor allem aber gotische Türme den Domen/Kathedralen/Münstern angebaut oder aufgestockt.
Viele zerstörte Burgen wurden restauriert oder wieder neu aufgebaut, z.B. die Marienburg an der Nogat, die drittgrößte aller Burgen oder die Haute Königsbourg im Elsaß.
Die Marienburg mit ihrer gotischen Substanz wurde von 1817 bis etwa 1933 restauriert.
Wie alt könnte der gotische Teil sein?
Wurden im 19 Jahrhundert auch Barockgebäude in einem Neobarocken Stil neu errichtet (nicht restauriert), z.B. Kirchen? Ist mir bislang nichts bekannt.
Erstaunlich ist, dass Deutschland, von dem nahezu alle Erfindungen kamen, in allen Stilen 100 bis 200 Jahre hinterhinken soll: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock!
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16 Jahre 5 Monate her #1178
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
Nicht vorweg mit Gemeinplätzen hantieren: Romanik und Gotik stellen keine "unentwirrbaren Rätsel" dar.
Die Romanik ist die Fortsetzung des spätrömischen Stils. Die romanische wurde von der gotischen Architektur abgelöst. Nachher kam der Barock, der Rokoko und vor und nach der Frz. Revolution der Klassizismus.
Die Neuromanik und die Neugotik des 19. Jahrhunderts stehen inhaltlich und chronologisch auf einem anderen Blatt.
www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
www.dillum.ch/html/inhalt.html
Die Romanik ist die Fortsetzung des spätrömischen Stils. Die romanische wurde von der gotischen Architektur abgelöst. Nachher kam der Barock, der Rokoko und vor und nach der Frz. Revolution der Klassizismus.
Die Neuromanik und die Neugotik des 19. Jahrhunderts stehen inhaltlich und chronologisch auf einem anderen Blatt.
www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
www.dillum.ch/html/inhalt.html
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16 Jahre 5 Monate her #1197
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Forum-Leser:
Mein Artikel über die zeitliche Ansetzung der gotischen Baukunst hat innert vierzehn Tagen
rund 880 Zugriffe gezählt.
Damit gehört er zum meistgelesenen Thread seit der Neueinrichtung des Forums.
Es besteht also ein Bedürfnis nach qualitätsvollen Beiträgen und Denkansätzen.
www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
Mein Artikel über die zeitliche Ansetzung der gotischen Baukunst hat innert vierzehn Tagen
rund 880 Zugriffe gezählt.
Damit gehört er zum meistgelesenen Thread seit der Neueinrichtung des Forums.
Es besteht also ein Bedürfnis nach qualitätsvollen Beiträgen und Denkansätzen.
www.dillum.ch/html/bern_muenster_baugeschichte_neu.htm
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16 Jahre 5 Monate her - 16 Jahre 5 Monate her #1199
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
Das ist sehr erfreulich.
Übrigens haben wir keine Dissonanz zwischen der Abfolge der Stile: römisch, romanisch, gotisch, barock etc.
Hinsichtlich der Datierung schon!
Da das 19. Jahrhundert eine Renaissance der Gotik und Romanik war, haben wir hiermit einen Beweis für die Möglichkeit, dass auch die Renaissance tatsächlich die Renaissance der römisch-griechischen Kultur war und dass es ebenso im alten Ägypten, wie von den Historikern gelehrt, Renaissancen gegeben hat.
Die architektonische Entwicklung der Stile mit den vorhandenen, nicht weg zu diskutierenden XK-Daten an Bauwerken verweisen den Beginn der Romanik spätestens ins 15 Jht. und die Gotik spätestens ins beginnende 16. Jht.
Daran ist auch mit "Ich glaube...oder das spricht gegen die Vernunft..." nicht zu rütteln!
Wer hier eine jüngere zeitliche Zuordnung vornehmen will, muß schon mit Hilfe der technischen Chronologie beweisen, dass alle noch vorhandenen Datierungen einem anderen Kalendersystem, d.h. einer anderen Epoche, Ära oder Synoche geschuldet sind und muß ebenso beweisen, wann der Umbruch stattfand.
Beispielsweise gibt es eine, wenn auch nicht allzu umfangreiche Literatur aus dem Ende des 16. und Beginn des 17. Jhdts. über die Kalenderreform von 1582.
Hier wurde seitens der Kirche so getan, als ob die Kalenderreform unbedingt notwendig gewesen sei, weil sich der FP bereits um 10 bis 11 Tage verschoben habe, was aber lt. Petavius erstmals ein griechischer Mönch namens Argyros (soll man dem argywöhnischen Adlerspieß trauen?) 1372 feststellte. Offensichtlich wurde die Jahreslänge seit 325 nicht mehr gemessen, sonst wäre man früher drauf gekommen! Angeblich konnte Ostern nicht mehr richtig, wie vor 1200 Jahren in Nicäa definiert, gefeiert werden. Auch die lieben Bauern hätten so ihre Problem mit dem aus dem Ruder gelaufenen julianischen Kalender gehabt.
Wäre dies wahr, hätten viele Herrscher wohl kaum bis ins 19 Jh. hinein mit der Übernahme dieses wunderbaren neuen Kalenders gewartet und die Ostkirche müsste wegen ihres Festhaltens am julianischen Kalender bis in alle Zeiten wegen falscher Osterfeste verdammt werden.
Dies ist ein rationaler Beleg dafür, dass alle Schriften nachträglich getürkt worden sein könnten und dass JK und GK möglicherweise kurz hintereinander eingeführt wurden!
(Beispielsweise 1248 JK, 1372 wird der Fehler bemerkt, 1582 GK. Falls diese überlieferte Zeitstellung falsch ist, welche Synoche führt in den xK?))
Eine vergleichbare Beweisführung fehlt mir für die massive Zeitkürzung bei Romanik und Gotik. Was nicht bedeutet, dass Allrych nicht auf der richtigen Spur sein könnte!
Übrigens haben wir keine Dissonanz zwischen der Abfolge der Stile: römisch, romanisch, gotisch, barock etc.
Hinsichtlich der Datierung schon!
Da das 19. Jahrhundert eine Renaissance der Gotik und Romanik war, haben wir hiermit einen Beweis für die Möglichkeit, dass auch die Renaissance tatsächlich die Renaissance der römisch-griechischen Kultur war und dass es ebenso im alten Ägypten, wie von den Historikern gelehrt, Renaissancen gegeben hat.
Die architektonische Entwicklung der Stile mit den vorhandenen, nicht weg zu diskutierenden XK-Daten an Bauwerken verweisen den Beginn der Romanik spätestens ins 15 Jht. und die Gotik spätestens ins beginnende 16. Jht.
Daran ist auch mit "Ich glaube...oder das spricht gegen die Vernunft..." nicht zu rütteln!
Wer hier eine jüngere zeitliche Zuordnung vornehmen will, muß schon mit Hilfe der technischen Chronologie beweisen, dass alle noch vorhandenen Datierungen einem anderen Kalendersystem, d.h. einer anderen Epoche, Ära oder Synoche geschuldet sind und muß ebenso beweisen, wann der Umbruch stattfand.
Beispielsweise gibt es eine, wenn auch nicht allzu umfangreiche Literatur aus dem Ende des 16. und Beginn des 17. Jhdts. über die Kalenderreform von 1582.
Hier wurde seitens der Kirche so getan, als ob die Kalenderreform unbedingt notwendig gewesen sei, weil sich der FP bereits um 10 bis 11 Tage verschoben habe, was aber lt. Petavius erstmals ein griechischer Mönch namens Argyros (soll man dem argywöhnischen Adlerspieß trauen?) 1372 feststellte. Offensichtlich wurde die Jahreslänge seit 325 nicht mehr gemessen, sonst wäre man früher drauf gekommen! Angeblich konnte Ostern nicht mehr richtig, wie vor 1200 Jahren in Nicäa definiert, gefeiert werden. Auch die lieben Bauern hätten so ihre Problem mit dem aus dem Ruder gelaufenen julianischen Kalender gehabt.
Wäre dies wahr, hätten viele Herrscher wohl kaum bis ins 19 Jh. hinein mit der Übernahme dieses wunderbaren neuen Kalenders gewartet und die Ostkirche müsste wegen ihres Festhaltens am julianischen Kalender bis in alle Zeiten wegen falscher Osterfeste verdammt werden.
Dies ist ein rationaler Beleg dafür, dass alle Schriften nachträglich getürkt worden sein könnten und dass JK und GK möglicherweise kurz hintereinander eingeführt wurden!
(Beispielsweise 1248 JK, 1372 wird der Fehler bemerkt, 1582 GK. Falls diese überlieferte Zeitstellung falsch ist, welche Synoche führt in den xK?))
Eine vergleichbare Beweisführung fehlt mir für die massive Zeitkürzung bei Romanik und Gotik. Was nicht bedeutet, dass Allrych nicht auf der richtigen Spur sein könnte!
Letzte Änderung: 16 Jahre 5 Monate her von Tuisto.
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16 Jahre 5 Monate her #1203
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Die Gotik dauerte ca. zwei Generationen
Erstaunlich: Wir wollen die Epochen verkürzen und einige im Forum halten immer noch an irrealen Daten ("Ende 15., anfangs 16. Jh.")fest.
Aber immer klarer wird: Unsere so hochgeschätzte christlich-abendländische Kultur ist vor knapp 300 Jahren entstanden. Also müssen alle Stile und Entwicklungen in diesen engen Zeiträumen gesehen werden.
Und Daten vor der Französischen Revolution sind Schrott. Also ist die angebliche Kalenderreform von "1582" nur eine katholische Entgegnung auf die protestantische Kalenderreform von "1700". - Und auch letztere ist kaum vor 1750 erfunden worden.
Der Thread über die Gotik nähert sich langsam dem 1000. Zugriff!
www.dillum.ch/html/inhalt.html
Aber immer klarer wird: Unsere so hochgeschätzte christlich-abendländische Kultur ist vor knapp 300 Jahren entstanden. Also müssen alle Stile und Entwicklungen in diesen engen Zeiträumen gesehen werden.
Und Daten vor der Französischen Revolution sind Schrott. Also ist die angebliche Kalenderreform von "1582" nur eine katholische Entgegnung auf die protestantische Kalenderreform von "1700". - Und auch letztere ist kaum vor 1750 erfunden worden.
Der Thread über die Gotik nähert sich langsam dem 1000. Zugriff!
www.dillum.ch/html/inhalt.html
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