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Siebenjähriger Krieg
Beziehungsweise 7JK als Episode der Koalitionskriege?
Mein Blick fällt dabei auf Magdeburg, dass (~1666~!) von einem gewissen Otto Christoph von Sparr mit 15.000 Mann belagert wird. Die Stadt kapituliert am 08. November 1806 im 4. Koalitionskrieg. Demnach hätte die Belagerung 140 Jahre gedauert – phänomenal!
(einfach prüfbar: siehe Artikel WP „Magdeburg“ 19.08.2015)
Eines der vielen Holpersteine/ Zeitensprünge im Geschichtskonstrukt.
Weshalb ich diese Diskussion hier mit Interesse lese.
Dies führt mich zu dem Gedanken; „Liegen Westphälischer Friede, Edikt von Potsdam und Wiener Kongress vielleicht im gleichen Zeitfenster?“ Demnach wäre Schiller ein Zeitzeuge des Geschehens! Und es würde erklären, warum seine Schilderungen im „Wallenstein“ so lebendig klingen.
Zugegeben reine Spekulation und eben Quergedacht.
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- rengel
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Heinrich77 schrieb: ...
Es kamen doch längst die Nachweise dafür, dass die Karten und Erzählungen über die Schlacht bei Torgau jüngeren Datums sind.
Seid ihr blind?
Nachweise? Welche Nachweise? Nur Andeutungen und Vermutungen...
Die einzigen konkreten und nachprüfbaren Hinweise haben Tuisto (#9943) und ich (#9953) geliefert. Danach ist der Bericht samt Karte 1776 erschienen und 1796 in einer Bibliografie erwähnt worden. Dies zwar kein Beweis für die Echtheit und korrekte zeitliche Einordnung dieser Dokumente. Aber die fehlenden Zeitangaben im Buch und auf der Karte sprechen solange nicht gegen deren Echtheit, solange nicht zusätzlich konkrete und nachprüfbare Indizien geliefert werden, welche die Hypothese einer späteren Erstellung stützen.
Wer ist hier blind?
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- rengel
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Heinrich77 schrieb: html2-f.scribdassets.com/4bl9hxatmo2twlx...es/39-78b6cbfa9a.jpg
Ich sehe da nur eine Europakarte mit zahreichen rot markierten Stellen.
Die Website mit dem zugehörigen Kontext selbst kann nicht aufgerufen werden.
Geht es etwas genauer?
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Demnach hätte die Belagerung 140 Jahre gedauert – phänomenal!
Dies ist sicher ein ansatzfähiger Gedanke!
Querdenker sind hier willkommen! Querulanten wohl eher nicht!
So noch einmal zur Skizze der angeblichen Schlacht von Torgau →
Interessant sind die eingezeichneten Hinweise in Bezug des Siebenjährigen Krieges.
Kriege enden stets an alten Grenzen!
Wie sich dann die Ereignisse gleichen:
Als 1945 die Besucher aus West und Ost in seltsamer Bekleidung symbolisch
in Torgau trafen, hielt die Front um einige Stunden inne, um am 8. 5. das
oft gezeigte Foto zu dokumentieren: Hier
Im siebenjährigen Krieg wird die Schlacht von Torgau als letzte Schlacht bezeichnet.
In der Grafik weist das Tor zur Elbe.
Aber auch die Schlacht von Freiberg wird im Siebenjährigen Krieg als letzte Schlacht bezeichnet.
Fast zeitgleich blieb ein Korridor im Erzgebirge für 42 Tage unbesetzt.
Schwarzenberg wurde zum Freiberg / Freigebiet und blieb ohne Besucher.
Die Gründe kann man selbst erlesen.
Die angeblichen Schlachten von Torgau und Freiberg liegen 42 Monate auseinander!
Die Parallelen zum Siebenjährigen Krieg sind unverkennbar.
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- Altfrid
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Heinrich77 schrieb: Es kamen doch längst die Nachweise dafür, dass die Karten und Erzählungen über die Schlacht bei Torgau jüngeren Datums sind.
Seid ihr blind?
1. siehe rengels Antwort und 2.ging es nicht um die Schlacht von Torgau oder die Karten davon , sondern um rengels Aussage:
womit er deine Frage beantwortete, warum Allrych konsequenter Weise Friedrich II. als einen erfundener solchen bezeichnen müsse. Und um das zu beweisen, müssten alle Quellen der Zeit als gefälscht nachgewiesen werden. Und solange das nicht gelingt, sind Allrychs Thesen genauso für den Eimer wie die des Heribert Illig. Jetzt kapiert?"Weil laut Allrych die gesamte Geschichte vor dem Ende des 18. Jh. erfunden ist."
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Sie existieren wohl auch nicht, weil die große Schlacht wohl doch eher nur ein (bezahlbares) Scharmützel war.
Immerhin bin ich auf folgenden Bericht aus der Torgauer Zeitung gestoßen:
"Grüfte und Gewölbe, in den Kirchenbüchern genannt, aber nicht erforscht, dienten vielfach als letzte Ruhestätte. Mehrere Gruftbeisetzungen von Adligen und Offizieren, die im Ort gestorben sind, gab es 1760, nach der Schlacht bei Torgau. Über einen von ihnen steht in den Sterberegistern: „An der Bataille der Königlichen Armee, zwischen Sübtiz und Neiden, gegen Torgau zu, nahm auch ein Printz aus dem Anhalt-Dessauer Fürstenhaus teil. Dieser Prinz, ein Graf von Anhalt Dessau, wurde bei der Schlacht verwundet und starb daran. Für seine Beisetzung wurde schnellstens in der Dommitzscher Stadtkirche Maria Sacra, ein neu apartes gemachtes Gewölbe errichtet.“ In ihm wurde er beigesetzt."
www.torgauerzeitung.com/Default.aspx?t=NewsDetailModus(77977)
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