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Calvisius: Opus Chronologicum
14 Jahre 8 Monate her - 14 Jahre 8 Monate her #4665
von *CD
*CD antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
@Tuisto: LESEN SIE BITTE NOCHMALS MEINEN EINFÜHRENDEN BEITRAG sorgfältig durch, --einige Worte vom Moderator gelöscht--
Gute Nacht!
Gute Nacht!
Letzte Änderung: 14 Jahre 8 Monate her von Ron++.
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14 Jahre 8 Monate her - 14 Jahre 8 Monate her #4668
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
--einige Worte vom Moderator gelöscht--
Ich habe sehr genau gelesen und verstanden was sie geschrieben haben und sage ihnen deshalb: Das ist höchst unbefriedigend! Das Gefasel kommt daher von ihnen, so wie man es eben von Geschichtchenschreibern und Märchenerzählern kennt.
Erklären Sie sich zuerst, ob Sie Calvisius für eine reale Person halten, die in der angegebenen AD-Zeit lebte oder ob sie ihn in eine andere Synoche schieben wollen und wenn ja, in welche und warum.
Vorher ist leider kein sinnvoller Dialog möglich, das werden sie wohl hoffentlich noch einsehen. Erklären Sie auch mal aus ihrer Sicht, wie die tabellarisch-chronologischen Geschichtsschreiber sich untereinander in der gegebenen Schnelle austauschten und abstimmten. Scaliger hat zwar vor Calvisius veröffentlicht, aber kurz vor ihm waren schon andere und zwar meist deutsche protestantische Chronologen am Werk. Wie und zwischen wem funktionierte der Wissens-, Forschungs- und Datenaustausch nach ihrem Kenntnisstand? Haben Scaliger und Calvisius nun zussammengearbeitet oder nicht und wenn ja, wie? Nur durch 2 bis 3 Briefchen? Hat jeder von jedem abgeschrieben und dabei doch im stillen Kämmerlein vor sich hin gewurstelt? Luther war ja auch so einer! Uni hin oder her!
Hier der Auszug aus Bernays Biographie, leider textlich unsauber:
49. Calyisius.
(Zu S. 64.)
Calvisias' opus ehronologicum fuhrt, so wie Scaliger am
Schluss der Prolegomena su de emsnd, temp, sd. sec es verlangt
hatte, in der Form universalhistoiischer Zeittafeln dessen chro«
nologische Theorie durch. Als Scaliger Ejide 1505 ein Exem-
plar von Oalvisius zugesandt erhielt, theilte er gleich die frohe
Nachricht an Gasaubonus mit, hohe Befriedigung von dem In-
halt des Werics und ein fl^iSt kindliches Behagen sogar an dem
Einband äussernd (qtp. p. 303); Soku desiit nugari ignoraius
hactenus Sethus CalvismSf homö Germanus^ qui accurctHssimum ChrO"
nican edidity nostrarum raiionum mtminientis insistens^ ut ite laium
quidem unguem ab Ulis discedat, Eum lihrum prfßpterea qitod ad
nWtdinas delaius non est videre non potuisti; quem vero ego habeo
ipekis auctoris Itberalitate ad me missus est^ eleganter , ut captus
Germanorum est^ compactus^ deaurcUus^ pumicahts. Tamdiu ego
misellus in, sterquilinio delitui, donee repertus est iste honus et do-
ctus vir, qui rationes nostras in lucem pro/erret^ earumque /ructum
hfiic seculo ßaQßaQl^ovti proponeret, Vivet ille liber* Noch leb-
hafter zeigt sich seine Freude, endlich nach so langem- Pre-
digen in der WQste doch wenigstens Einen Apostel gefunden
zu haben, in dem Danksagungsschreiben an Calvisius selbst
(epp. p. 610—614) und den Prolegomena zu den Canones ha-
gogici gegen Ende: Qutim viderem doctrinam .nostram a propheüs
interpolar iy ab imperüis negligi, a scurris derideri^ a simiolis^ dissp-
mulariy tarnen lahorum praemium satis id magnum fore constitue-
ham^ si vd unus tantum reperiri possety qui nostra legeret^ inteUi-
gerety intdlecta in lucem proferret, Deum opt misertum est tarn
nostri, qui tarn ingrato saeculo studuimus, quam illorum qui in^
scitia poHus quam malitia a nostrorum lihrorum lectione deterrentur,
et hominem e mediis invidiae ßammis^ ex ipso obtrectationum sire-
pitu exdtavit probissimumy doctissimum^ accuratissimum Ssthvm
Calvjsivm virum priscae ülius Germanorum ingenuitatis et fideiy
quarum virtuium notae hodie in maiori parte hominum, qui istic
litteras tractanty qhsoluerunt Is ex docirina nostra luculentissimas
praeceptiones Chronologicas et eximium Chronicon instruxity quod
non solum superioHim Chronologiarum lumtnUms obstr^uit sed' et
quod eiusmodi est ut praeter ülud nüUum vere Chronicon dici pos*
Sit. — Eine zweite Ausgabe des Calvisius'schen Werkes, wel-
chem der im' Jahre 1615 verstorbene Verfasser die Ergebnisse
des Scaligerschen Eusebius noch hatte einverleiben können, er-
schien 1620, und eine dritte aus dem Jahre 1629 (Francfurt, 4)
liegt mir vor. Dass die erste Ausgabe bald vergriffen sein
werde, hatte Scaliger (epp. p. 613) vorhergesagt.
CD schrieb:
"An der Reihenfolge Scaliger-Calvisius-Petavius sollte man - meine bescheidene Meinung - nicht ohne triftigen Grund zweifeln: Calvisius lobt Scaliger, Petavius lästert über Scaliger und Calvisius. Aufgrund der Texte und Quellen in den Hauptwerken sehe ich hier keine andere Reihenfolge. Die absolute Datierung - zumal der gedruckten Werke - darf man aber durchaus hinterfragen!"
"Ich muss meine Meinung insofern relativieren, als ich noch keinen Blick in die Erstausgaben der entscheidenden Werke werfen konnte. Vielleicht gäbe es da und dort den einen oder anderen Hinweis, der eine andere Reihenfolge der Publikationen vermuten liesse. Die mir vorliegenden Ausgaben sind ja alle irgendwie "emendiert" ..."
Alles reines, dämliches, kryptisches Geschwätz, ohne Substanz, weil bislang ohne jegliche Beweisführung!
Herwig Brätz, dessen großes Talent Sie bislang mit keinem Satz würdigten, gab damals schon im "280 Jahres Schriftlichkeit"-Thread die richtige Antwort:
Vielleicht ist Calvisius auch eigentlich der Kahlbutz:
de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_von_Kahlbutz
Und zu der Zeit hatte Fischer noch richtig erkannt:
"herr pfister
der idealfall ist eingetreten
sie haben das forum für sich allein"
Also CD, mir geht es nicht darum, mich mit ihnen dauernd zu streiten, obwohl ich damit auch kein Problem habe. Man erwartet hier aber schon "Butter bei de Fische", die sie bislang nicht ausgepackt haben. Auch im Kühlschrank wird sie vergammeln!
Weitere Beispiele:
books.google.com/books?id=9UUP6jOQ2oQC&p...#v=onepage&q&f=false
books.google.com/books?id=QnEXAAAAYAAJ&p...#v=onepage&q&f=false
Bereits auf S. 11 erfahren wir bei Petavius den wichtigsten Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr, wobei Petavius locker die 6732 Tage ins Spiel bringt, die wir schon als mondige "Sonnenjahre" von Trithemius kennen.
19 x 354,33 sind ganzzahlig 6732 Tage oder 228 Mondynoden, während 19 x 365,25 logischerweise 6939,75 Tage ergeben. Wie schön, dass zwischen Nicäa 325 und 1582 etwas mehr als 66 Metonzyklen liegen: 19 x 66 = 1254 + 325 = 1579.
Wo bleiben denn ihre Mond- und Sonnenberechnungen, auf Tag und Stunde genau, wie sie Exiguus, Scaliger, Calvisius, Petavius und ich ablieferten? Sie bewegen sich immer großzügig im unverbindlicheren Zahlenraum. Dafür schieben Sie aber die Geschichten synochisch schneller hin und her als ein Schachspieler seine Figuren beim 5 Minuten Zeitschach.
Wahrscheinlich ist Ihnen vor lauter Calvisius immer noch nicht bei Petavius aufgefallen, dass dieser die Julianische Periode 4714 beginnen läßt.
Ich erinnere: -4714 AD = -5500 Islam.
Und wo führen uns dann die auf S.36 beschriebenen victorianischen 532-jährigen Zyklen hin? Natürlich in das Jahr 4788 (9 x 532) = 74 nach Christus (73 ohne 0). Schon wieder die 74.
Und natürlich haben Sie mit ihrem hellwachen Geist nicht den Zahlendreher am Ende bemerkt:
Richtig ist 3267 (3267 + 4713 = 7980) und nicht 3276!
Aber die 3276 wurden mit Absicht verdreht an diese Stelle geschrieben. Das können Sie aber als Kabbala-Leugner nicht erkennen. Ich schon! Denn 3276 + 4714 = 7990 = 170 x 47! Schon wieder die 47.
Und 7980 - 3276 = 4704. Schon wieder die 47-74. Der Grund?
4704 : 2 = 2352, das kabbalistische Mond-Jesusdatum!
Tja, und 4058 - 75 = 3983, aber wegen des "fehlerhaften" Beginns natürlich 3982. Präziser: Petavius stellt seine Berechnungnen auf das Geburtsjahr 1 AD ab. Aber da waren wir ja schon: 6000 - 3982 = 2018 oder 6000 - 3983 = 2017 = 5777 jüdisch!
Ich habe sehr genau gelesen und verstanden was sie geschrieben haben und sage ihnen deshalb: Das ist höchst unbefriedigend! Das Gefasel kommt daher von ihnen, so wie man es eben von Geschichtchenschreibern und Märchenerzählern kennt.
Erklären Sie sich zuerst, ob Sie Calvisius für eine reale Person halten, die in der angegebenen AD-Zeit lebte oder ob sie ihn in eine andere Synoche schieben wollen und wenn ja, in welche und warum.
Vorher ist leider kein sinnvoller Dialog möglich, das werden sie wohl hoffentlich noch einsehen. Erklären Sie auch mal aus ihrer Sicht, wie die tabellarisch-chronologischen Geschichtsschreiber sich untereinander in der gegebenen Schnelle austauschten und abstimmten. Scaliger hat zwar vor Calvisius veröffentlicht, aber kurz vor ihm waren schon andere und zwar meist deutsche protestantische Chronologen am Werk. Wie und zwischen wem funktionierte der Wissens-, Forschungs- und Datenaustausch nach ihrem Kenntnisstand? Haben Scaliger und Calvisius nun zussammengearbeitet oder nicht und wenn ja, wie? Nur durch 2 bis 3 Briefchen? Hat jeder von jedem abgeschrieben und dabei doch im stillen Kämmerlein vor sich hin gewurstelt? Luther war ja auch so einer! Uni hin oder her!
Hier der Auszug aus Bernays Biographie, leider textlich unsauber:
49. Calyisius.
(Zu S. 64.)
Calvisias' opus ehronologicum fuhrt, so wie Scaliger am
Schluss der Prolegomena su de emsnd, temp, sd. sec es verlangt
hatte, in der Form universalhistoiischer Zeittafeln dessen chro«
nologische Theorie durch. Als Scaliger Ejide 1505 ein Exem-
plar von Oalvisius zugesandt erhielt, theilte er gleich die frohe
Nachricht an Gasaubonus mit, hohe Befriedigung von dem In-
halt des Werics und ein fl^iSt kindliches Behagen sogar an dem
Einband äussernd (qtp. p. 303); Soku desiit nugari ignoraius
hactenus Sethus CalvismSf homö Germanus^ qui accurctHssimum ChrO"
nican edidity nostrarum raiionum mtminientis insistens^ ut ite laium
quidem unguem ab Ulis discedat, Eum lihrum prfßpterea qitod ad
nWtdinas delaius non est videre non potuisti; quem vero ego habeo
ipekis auctoris Itberalitate ad me missus est^ eleganter , ut captus
Germanorum est^ compactus^ deaurcUus^ pumicahts. Tamdiu ego
misellus in, sterquilinio delitui, donee repertus est iste honus et do-
ctus vir, qui rationes nostras in lucem pro/erret^ earumque /ructum
hfiic seculo ßaQßaQl^ovti proponeret, Vivet ille liber* Noch leb-
hafter zeigt sich seine Freude, endlich nach so langem- Pre-
digen in der WQste doch wenigstens Einen Apostel gefunden
zu haben, in dem Danksagungsschreiben an Calvisius selbst
(epp. p. 610—614) und den Prolegomena zu den Canones ha-
gogici gegen Ende: Qutim viderem doctrinam .nostram a propheüs
interpolar iy ab imperüis negligi, a scurris derideri^ a simiolis^ dissp-
mulariy tarnen lahorum praemium satis id magnum fore constitue-
ham^ si vd unus tantum reperiri possety qui nostra legeret^ inteUi-
gerety intdlecta in lucem proferret, Deum opt misertum est tarn
nostri, qui tarn ingrato saeculo studuimus, quam illorum qui in^
scitia poHus quam malitia a nostrorum lihrorum lectione deterrentur,
et hominem e mediis invidiae ßammis^ ex ipso obtrectationum sire-
pitu exdtavit probissimumy doctissimum^ accuratissimum Ssthvm
Calvjsivm virum priscae ülius Germanorum ingenuitatis et fideiy
quarum virtuium notae hodie in maiori parte hominum, qui istic
litteras tractanty qhsoluerunt Is ex docirina nostra luculentissimas
praeceptiones Chronologicas et eximium Chronicon instruxity quod
non solum superioHim Chronologiarum lumtnUms obstr^uit sed' et
quod eiusmodi est ut praeter ülud nüUum vere Chronicon dici pos*
Sit. — Eine zweite Ausgabe des Calvisius'schen Werkes, wel-
chem der im' Jahre 1615 verstorbene Verfasser die Ergebnisse
des Scaligerschen Eusebius noch hatte einverleiben können, er-
schien 1620, und eine dritte aus dem Jahre 1629 (Francfurt, 4)
liegt mir vor. Dass die erste Ausgabe bald vergriffen sein
werde, hatte Scaliger (epp. p. 613) vorhergesagt.
CD schrieb:
"An der Reihenfolge Scaliger-Calvisius-Petavius sollte man - meine bescheidene Meinung - nicht ohne triftigen Grund zweifeln: Calvisius lobt Scaliger, Petavius lästert über Scaliger und Calvisius. Aufgrund der Texte und Quellen in den Hauptwerken sehe ich hier keine andere Reihenfolge. Die absolute Datierung - zumal der gedruckten Werke - darf man aber durchaus hinterfragen!"
"Ich muss meine Meinung insofern relativieren, als ich noch keinen Blick in die Erstausgaben der entscheidenden Werke werfen konnte. Vielleicht gäbe es da und dort den einen oder anderen Hinweis, der eine andere Reihenfolge der Publikationen vermuten liesse. Die mir vorliegenden Ausgaben sind ja alle irgendwie "emendiert" ..."
Alles reines, dämliches, kryptisches Geschwätz, ohne Substanz, weil bislang ohne jegliche Beweisführung!
Herwig Brätz, dessen großes Talent Sie bislang mit keinem Satz würdigten, gab damals schon im "280 Jahres Schriftlichkeit"-Thread die richtige Antwort:
Vielleicht ist Calvisius auch eigentlich der Kahlbutz:
de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_von_Kahlbutz
Und zu der Zeit hatte Fischer noch richtig erkannt:
"herr pfister
der idealfall ist eingetreten
sie haben das forum für sich allein"
Also CD, mir geht es nicht darum, mich mit ihnen dauernd zu streiten, obwohl ich damit auch kein Problem habe. Man erwartet hier aber schon "Butter bei de Fische", die sie bislang nicht ausgepackt haben. Auch im Kühlschrank wird sie vergammeln!
Weitere Beispiele:
books.google.com/books?id=9UUP6jOQ2oQC&p...#v=onepage&q&f=false
books.google.com/books?id=QnEXAAAAYAAJ&p...#v=onepage&q&f=false
Bereits auf S. 11 erfahren wir bei Petavius den wichtigsten Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr, wobei Petavius locker die 6732 Tage ins Spiel bringt, die wir schon als mondige "Sonnenjahre" von Trithemius kennen.
19 x 354,33 sind ganzzahlig 6732 Tage oder 228 Mondynoden, während 19 x 365,25 logischerweise 6939,75 Tage ergeben. Wie schön, dass zwischen Nicäa 325 und 1582 etwas mehr als 66 Metonzyklen liegen: 19 x 66 = 1254 + 325 = 1579.
Wo bleiben denn ihre Mond- und Sonnenberechnungen, auf Tag und Stunde genau, wie sie Exiguus, Scaliger, Calvisius, Petavius und ich ablieferten? Sie bewegen sich immer großzügig im unverbindlicheren Zahlenraum. Dafür schieben Sie aber die Geschichten synochisch schneller hin und her als ein Schachspieler seine Figuren beim 5 Minuten Zeitschach.
Wahrscheinlich ist Ihnen vor lauter Calvisius immer noch nicht bei Petavius aufgefallen, dass dieser die Julianische Periode 4714 beginnen läßt.
Ich erinnere: -4714 AD = -5500 Islam.
Und wo führen uns dann die auf S.36 beschriebenen victorianischen 532-jährigen Zyklen hin? Natürlich in das Jahr 4788 (9 x 532) = 74 nach Christus (73 ohne 0). Schon wieder die 74.
Und natürlich haben Sie mit ihrem hellwachen Geist nicht den Zahlendreher am Ende bemerkt:
Richtig ist 3267 (3267 + 4713 = 7980) und nicht 3276!
Aber die 3276 wurden mit Absicht verdreht an diese Stelle geschrieben. Das können Sie aber als Kabbala-Leugner nicht erkennen. Ich schon! Denn 3276 + 4714 = 7990 = 170 x 47! Schon wieder die 47.
Und 7980 - 3276 = 4704. Schon wieder die 47-74. Der Grund?
4704 : 2 = 2352, das kabbalistische Mond-Jesusdatum!
Tja, und 4058 - 75 = 3983, aber wegen des "fehlerhaften" Beginns natürlich 3982. Präziser: Petavius stellt seine Berechnungnen auf das Geburtsjahr 1 AD ab. Aber da waren wir ja schon: 6000 - 3982 = 2018 oder 6000 - 3983 = 2017 = 5777 jüdisch!
Letzte Änderung: 14 Jahre 8 Monate her von Ron++.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
14 Jahre 8 Monate her #4820
von *CD
*CD antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
Zurück zum Thema:
Die Chronologen jener Zeit standen vor der enormen Aufgabe, die vielfältigen Stimmen aus der Vergangenheit, aus verschiedenen Zeiten und Kulturen, in ein einheitliches und chronologisch stimmiges System zusammenzuführen. Calvisius präsentiert uns ein fertiges Resultat, das sich dann auch im wesentlichen durchgesetzt hat. Wie er dazu gekommen ist, erfahren wir nicht. Die Methode der Kompilation bleibt undurchsichtig, abgesehen von der Tatsache, dass er sich nicht auf Primärquellen stützte, sondern wiederum auf gedruckte Chroniken älteren Datums.
Bei anderen Chronologen ist jedoch die Methode noch teilweise erkennbar, da sie die Kompilation nicht konsequent zu Ende führten; sie bleiben quasi auf einem Zwischenresultat stehen. Ein gutes Beispiel dazu liefert Emmius mit seinem Opus Chronologicum Novum (1620). Zunächst fällt auf, dass er seinen „Canon chronicus“ mit bizarrer Konsequenz präsentiert: Um die wahren Zeitstrecken zu abzubilden, lässt er die Seiten, die jene Zeiten abdecken, aus denen es praktisch nichts zu berichten gab, einfach leer. Man sieht dann nur die Zeitachsen abgedruckt, und all paar Seiten mal einen knappen Text, allerdings zumeist auch nur die Nachricht über den Hinschied eines Patriarchen. So blättert man Seite um Seite und erfährt, dass man aus diesen fernen Zeiten nichts weiss... Insofern eindrücklich!
Im Laufe der Zeit wird dann die Ereignisdichte allmählich grösser, und man erkennt auch, dass Emmius die Ereignisse und Namen bestimmten Überlieferungssträngen zuordnet. Zuletzt kristallisieren sich drei solcher Stränge heraus, die geografisch-kulturell voneinander unterscheidbar sind:
- ein östlicher Strang, der von Geschehnissen vom Balkan und östlich davon berichtet;
- ein mittlerer Strang, der „Mitteleuropa“ zum Thema hat, aber eigentlich die Geschichte des HRR erzählt;
- ein westlicher Strang, der den ganzen Rest enthält, aber hauptsächlich das „atlantische Europa“ abdeckt, also die westlichen Ränder von der iberischen Halbinsel bis hinauf nach Skandinavien.
Interessant ist nun, welchem Datierungsschema diese Stränge zugeordnet sind: der Ost-Strang unterliegt der Zeitrechnung der Olympiaden, der HRR-Strang logischerweise der christlichen Epoche und der West-Strang wird in Jahren ab urbe condita bzw. ab Nabonassar datiert. Rein kulturelle Geschichtsstränge - wie etwa die Kirchengeschichte - sind nicht eindeutig zugeordnet, sondern mäandrieren zwischen den Hauptsträngen.
In nachchristlicher Zeit gibt es nur wenige Ereignisse bzw. Namen, die in mehr als einem Strang erscheinen. Es scheint also, dass Emmius seine Quellen - die er nicht nennt - nach Herkunft (geografisch-kulturell) klassifiziert und jeweils einem der Stränge zugeordnet hat. Er ging wohl davon aus, dass die Quellen mehr oder weniger ihrer Leitepoche gehorchten, womit ihm deren chronologische Einordnung innerhalb des zugehörigen Strangs leichter fiel.
Da es zwischen den Strängen nur wenig Anknüpfungspunkte gibt, stellt sich natürlich die Frage, wie gut denn die Stränge zueinander synchronisiert sind. Letztlich stützt sich Emmius hierbei auf das System von Scaliger, aber die Zuordnung der Ereignisse zu den Strängen musste er wohl selbst vornehmen.
Eine genauere Analyse dieser „Angelpunkte“ könnte aufschlussreiche Hinweise zu den Konstruktionsprinzipien der ersten Chronologen geben... (Fortsetzung folgt).
Die Chronologen jener Zeit standen vor der enormen Aufgabe, die vielfältigen Stimmen aus der Vergangenheit, aus verschiedenen Zeiten und Kulturen, in ein einheitliches und chronologisch stimmiges System zusammenzuführen. Calvisius präsentiert uns ein fertiges Resultat, das sich dann auch im wesentlichen durchgesetzt hat. Wie er dazu gekommen ist, erfahren wir nicht. Die Methode der Kompilation bleibt undurchsichtig, abgesehen von der Tatsache, dass er sich nicht auf Primärquellen stützte, sondern wiederum auf gedruckte Chroniken älteren Datums.
Bei anderen Chronologen ist jedoch die Methode noch teilweise erkennbar, da sie die Kompilation nicht konsequent zu Ende führten; sie bleiben quasi auf einem Zwischenresultat stehen. Ein gutes Beispiel dazu liefert Emmius mit seinem Opus Chronologicum Novum (1620). Zunächst fällt auf, dass er seinen „Canon chronicus“ mit bizarrer Konsequenz präsentiert: Um die wahren Zeitstrecken zu abzubilden, lässt er die Seiten, die jene Zeiten abdecken, aus denen es praktisch nichts zu berichten gab, einfach leer. Man sieht dann nur die Zeitachsen abgedruckt, und all paar Seiten mal einen knappen Text, allerdings zumeist auch nur die Nachricht über den Hinschied eines Patriarchen. So blättert man Seite um Seite und erfährt, dass man aus diesen fernen Zeiten nichts weiss... Insofern eindrücklich!
Im Laufe der Zeit wird dann die Ereignisdichte allmählich grösser, und man erkennt auch, dass Emmius die Ereignisse und Namen bestimmten Überlieferungssträngen zuordnet. Zuletzt kristallisieren sich drei solcher Stränge heraus, die geografisch-kulturell voneinander unterscheidbar sind:
- ein östlicher Strang, der von Geschehnissen vom Balkan und östlich davon berichtet;
- ein mittlerer Strang, der „Mitteleuropa“ zum Thema hat, aber eigentlich die Geschichte des HRR erzählt;
- ein westlicher Strang, der den ganzen Rest enthält, aber hauptsächlich das „atlantische Europa“ abdeckt, also die westlichen Ränder von der iberischen Halbinsel bis hinauf nach Skandinavien.
Interessant ist nun, welchem Datierungsschema diese Stränge zugeordnet sind: der Ost-Strang unterliegt der Zeitrechnung der Olympiaden, der HRR-Strang logischerweise der christlichen Epoche und der West-Strang wird in Jahren ab urbe condita bzw. ab Nabonassar datiert. Rein kulturelle Geschichtsstränge - wie etwa die Kirchengeschichte - sind nicht eindeutig zugeordnet, sondern mäandrieren zwischen den Hauptsträngen.
In nachchristlicher Zeit gibt es nur wenige Ereignisse bzw. Namen, die in mehr als einem Strang erscheinen. Es scheint also, dass Emmius seine Quellen - die er nicht nennt - nach Herkunft (geografisch-kulturell) klassifiziert und jeweils einem der Stränge zugeordnet hat. Er ging wohl davon aus, dass die Quellen mehr oder weniger ihrer Leitepoche gehorchten, womit ihm deren chronologische Einordnung innerhalb des zugehörigen Strangs leichter fiel.
Da es zwischen den Strängen nur wenig Anknüpfungspunkte gibt, stellt sich natürlich die Frage, wie gut denn die Stränge zueinander synchronisiert sind. Letztlich stützt sich Emmius hierbei auf das System von Scaliger, aber die Zuordnung der Ereignisse zu den Strängen musste er wohl selbst vornehmen.
Eine genauere Analyse dieser „Angelpunkte“ könnte aufschlussreiche Hinweise zu den Konstruktionsprinzipien der ersten Chronologen geben... (Fortsetzung folgt).
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14 Jahre 8 Monate her #4828
von Tuisto
Es ist bereits alles genau analysiert.
Die ersten Chronologen haben ihre Angelpunkte kabbalistisch gesetzt, nach himmlischen Zeichen.
Entmannte Männer der Kybele, entmythologisierte Mythen, enthistorisierte Geschichte führt nur zu den weißen Blättern eines Emmius oder Däppen.
Das sind unleugbare Tatsachen und keine Märchen.
Tuisto antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
Eine genauere Analyse dieser „Angelpunkte“ könnte aufschlussreiche Hinweise zu den Konstruktionsprinzipien der ersten Chronologen geben... (Fortsetzung folgt).
Es ist bereits alles genau analysiert.
Die ersten Chronologen haben ihre Angelpunkte kabbalistisch gesetzt, nach himmlischen Zeichen.
Entmannte Männer der Kybele, entmythologisierte Mythen, enthistorisierte Geschichte führt nur zu den weißen Blättern eines Emmius oder Däppen.
Das sind unleugbare Tatsachen und keine Märchen.
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14 Jahre 8 Monate her #4829
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
Entmannte Männer der Kybele, entmythologisierte Mythen, enthistorisierte Geschichte führt nur zu den weißen Blättern eines Emmius oder Däppen.
Das sind unleugbare Tatsachen und keine Märchen.
Tuisto
Was soll solcher Tiefschwatz? Weisse Blätter eines Emmius (wer ist das?) und eines Däppen (von ihm habe ich noch keine weisse Blätter gesehn).
Die obigen Aussagen von "Tuisto" sind kompletter Nonsense.
Das sind unleugbare Tatsachen und keine Märchen.
Tuisto
Was soll solcher Tiefschwatz? Weisse Blätter eines Emmius (wer ist das?) und eines Däppen (von ihm habe ich noch keine weisse Blätter gesehn).
Die obigen Aussagen von "Tuisto" sind kompletter Nonsense.
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- Legoland
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14 Jahre 8 Monate her #4830
von Legoland
Legoland antwortete auf Aw: Calvisius: Opus Chronologicum
Allrych schrieb:
digital.ub.uni-duesseldorf.de/urn/urn:nbn:de:hbz:061:1-5179
Kurz für Sie einmal Google gespielt:Emmius (wer ist das?)
digital.ub.uni-duesseldorf.de/urn/urn:nbn:de:hbz:061:1-5179
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