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Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel.

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15 Jahre 11 Monate her #2482 von Tuisto
Genau die gleiche Frage stelle ich mir schon seit Jahren.

Nicht einmal Google hat bislang diese wichtigsten chronologischen Werke der Menschheit für alle digitalisiert. Ich vermute: Verschwörung! Oder absolute Ignoranz der Historikermafia!

Was diesbezüglich abläuft, ist einfach unglaublich!

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15 Jahre 11 Monate her #2483 von *CD
Warum so pessimistisch?
Auf e-rara ist immerhin schon mal Calvisius eingestellt und auch einige andere hochinteressante Werke!

Und weshalb diese Werke nicht mehr neu aufgelegt und auch nicht übersetzt wurden, erklärt sich aus den Mechanismen des Wissenschaftsbetriebs und auch dem Kalkül der Verleger: Latein als Wissenschaftssprache wurde innerhalb 1-2 Generationen durch die Nationalsprachen abgelöst (ca. 1700-1750). Durch diesen schnellen Wechsel ging auch die Fähigkeit der Übersetzung rasch verloren, zumal sich die Generation der Aufklärer auch gerne im Licht der "eigenen" Erkenntnis sonnte; d.h. die lateinischen Werke wurden wohl von jenen, die sie noch lesen konnten, intellektuell geplündert, und jede fremde Feder war gut genug, um sich damit in der Volkssprache zu schmücken. Sicherheitshalber verschwanden jene Werke, die man am meisten ausgeschlachtet hatte (z.B . der in vielen Auflagen überall verfügbare Calvisius!) aus den Quellenverzeichnissen, während kaum aufzutreibende Exoten wie Scaliger gerne und oft "zitiert" wurden.

Man braucht sich nur heute umzuschauen, um zu wissen, wie es damals gelaufen ist!

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15 Jahre 11 Monate her #2485 von Allrych
In der Diskussion über die Chronologie der Schriftlichkeit, besser dem Datum des Beginns der gedruckten und handschriftlichen Überlieferung ist immer ein gewisses Wunschdenken festzustellen.

Wenn ich sage, dass vor ca. 1730 - 1740 nichts bestanden hat, was heute in den Archiven und Bibliotheken liegt, wünscht man sich dennoch immer ältere Überlieferungen. - Aber ausser einigen Inschriften ist nichts vorhanden.

Auch wünscht man sich unter der Masse der gefälschten Überlieferung "authentische" Bestandteile.

Aber es gibt keine chronologisch und inhaltlich authentsche Überlieferung.

Die Kreuzzüge z.B. sind wohl im Grundgehalt authentisch. Aber ihre Chronologie und ihr Inhalt ist total verstellt.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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15 Jahre 11 Monate her - 15 Jahre 11 Monate her #2486 von Tuisto
@Allrych,

was Sie sagen, ist ganz einfach falsch. Es existieren zigtausend Dokumente jeglicher Art, datiert ab ca. 1430.

Weshalb sollten kirchliche Geburts- und Sterberegister, Biefe jeglicher Art, Universitätslisten von eingeschriebenen Studenten etc. im Datum alle rückdatiert sein?

Das ist doch Schmarren!

Diese Dokumente sind alle vollkommen unabhängig von irgendwelchen historischen Wunschkonstruktionen entstanden und datiert worden. Das sind Fakten!

Es gibt definitiv nur eine einzige Möglichkeit, diese Dokumente in eine jüngere Geschichte zu transportieren und zwar über eine unbemerkte Synoche. Doch wie sollte man unbemerkt in unserem Kuturkreis nach ca. 1430 einen 220-Jahressprung bewerkstelligt haben? Eine andere Synoche erscheint innerhalb des christlichen Rahmens in Mitteleuropa nahezu unmöglich.

Nachweisbar ist dieser Sprung beispielsweise auf Grabsteinen. Es gibt in Aussehen und Gestaltung völlig gleichartige Grabsteine, die sowohl z. B. 1260 und 1480 datiert sein können. Eine Reihe solcher Grabsteine habe ich in Erfurt persönlich untersucht. Gleiches gilt für Glockeninschriften. Nun konnte man auch 1720 z.B. auf 1500 rückdatieren, wenn es um einzelne Artefakte ging. Nicht aber die oben genannten Dokumente!

Ich selbst habe datierte Originaldokumente von Paracelsus und Thurneisser in Basel gesehen!

Beispiel einer digitalisierten Ausgabe seines Werkes "Vel Magna Alchmia", gedruckt in Berlin 1583 mit handschriftlich beigefügten 2 Seiten, auf S.2 ist z.B. das Datum 1547 vermerkt.

imgbase-scd-ulp.u-strasbg.fr/displayimage.php?album=763&pos=1

Nun beweisen sie mal, dass dieses Buch erst um 1800 gedruckt wurde!

Hier wären sie gefordert, wenn ihre Theorie der bislang vollkommen unbewiesenen Zeitkürzung der plausibel geschriebenen Geschichte in Richtung 1750 etwas anderes sein soll als ein schweizer Faschingsscherz.
Letzte Änderung: 15 Jahre 11 Monate her von Tuisto.

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15 Jahre 11 Monate her #2488 von Ingwer

Weshalb sollten kirchliche Geburts- und Sterberegister, Biefe jeglicher Art, Universitätslisten von eingeschreibenen Studenten etc. im Datum alle rückdatiert sein?

Das ist doch Schmarren!


Sterberegister vor 1750 sind schon selten!

Sterberegister

Sicher wissen wir aber von erfundenen Stammbäumen!

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15 Jahre 11 Monate her #2490 von Tuisto
Kirchenbücher gab es nicht nur in Deutschland, wo der dreißigjährige Krieg enorme Verwüstungen anrichtete. In der Schweiz, Italien oder Frankreich sieht das ab 1500 schon etwas besser aus.

Aber es spielt auch keine Rolle. Es existieren tausende Bücher mit Druckdaten ab 1500.
Wer glaubt, diese seien alle rückdatiert, ist in der Beweispflicht!

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