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De septem secundeis, Teil II
Sie schrieben:
Ingwer schrieb:
Im Druck erscheint "leuant" und nicht "levant".
Ein derartig infantiler Einwurf kann doch nur von jemandem stammen, der sich noch nie die Mühe gemacht hat, in mittelalterliche Handschriften oder Druckwerke der Renaissance zu schauen. Es war in damaligen Zeiten generell üblich, daß der Buchstabe V als U dargestellt wurde.
Wer solche einfache Tatsachen nur aus dem einen Grund zur Seite schiebt, um das Diskussionsniveau zu senken, der hat auch keine Beachtung verdient.
Wer so wie Sie, herablassend auf Andere schaut, hat es nicht verdient, Nostradamus-Forscher
genannt zu werden!
Das ist so nicht richtig! Zudem sind wir hier bei Nostradamus!generell üblich, daß der Buchstabe V als U dargestellt wurde.
Dort wurden willkürlich mit jedem Druck Buchstaben und Worte verändert und dargestellt!
Z. B. kann man dies auf der Seite des Herrn Zannoth (welchen ich respektiere), sehen!
Dort wird z. B. auf einer eingescannten Seite das "v" nicht als "u" gedruckt!
Die Ausgabe von 1562 zeigt auf Seite 7 in der Zeile 6 ganz klar das "v" in verde!
Ausgabe 1562, Seite 7
Weiter auf Seite 12 das Wort "vend" - ganze eindeutig in der 2. Zeile von Unten.
Ausgabe 1562, Seite 12
Weiter Seite 3, Zeile 10 im gleichen Druck, nur zufällig genommen:
Ausgabe 1562, Seite 3
Quelle und Webseite: Wilhelm Zannoth
Das sollte reichen!
Schon mehrfach haben Sie explizit Dinge bestritten, welche für Jedermann / frau sichtbar ist!
Welch ein Vergnügen ist es, sich mit anderen Forschern auszutauschen! Dort trifft man auf offene Ohren!
Die ganze Mythologie Griechenlands und Roms sowie Asiens ist voll von
der Geschichte und den Taten Noahs, und dies kann unmöglich mißverstanden
werden. In Indien ist die Geschichte Noahs nicht nur mit der Legende des Gottes
Vishnu, des »Bewahrers«, verwoben, der dafür gefeiert wird, daß er auf wunderbare
Weise eine gerechte Familie zu der Zeit bewahrt hat, als die Welt überschwemmt
wurde, sondern er trägt auch seinen Namen. Vishnu ist nur die Sanskrit-Form des
chaldäischen »Ish-nuh«, was »der Mensch Noah« oder der »Mensch der Ruhe«
heißt. Im Falle von Indra, dem »König der Götter« und dem Gott des Regens, der
offensichtlich nur eine andere Form desselben Gottes ist, finden wir den Namen
in der klaren Form Ishnu.
Bei dem großen und feierlichen Fest mit der Bezeichnung »das Verschwinden des
Osiris« wird deutlich, daß Noah selbst derjenige ist, der zu der Zeit verlorengegangen
sein soll. Die Zeit, als Osiris »in seinem Sarg eingeschlossen« und dieser Sarg
auf dem Wasser ausgesetzt wurde, wie Plutarch es schreibt, stimmt genau mit der
Zeit überein, als Noah in die Arche ging.
Wo auch immer Noah gefeiert wird, sei es unter dem Namen Saturn, »der Verborgene« (denn dieser Name wurde sowohl auf ihn als auch auf Nimrod angewendet, weil er an dem »Tag des heftigen Zorns des Herrn« in der Arche »verborgen« war), oder »Oannes« oder »Janus«, der »Mensch des Meeres«, so wird er allgemein so beschrieben, daß dadurch deutlich wird, daß
er als Diphues betrachtet wurde, d. i. »von neuem geboren« oder »wiedergeboren«.
Die »von neuem geborenen« Brahmanen, die alle durch den Titel, den sie für sich
beanspruchen, Götter auf Erden sind, zeigen, daß der Gott, den sie repräsentieren
und dessen Vorrechte sie in Anspruch nehmen, als der »von neuem geborene« Gott
bekannt gewesen war.
www.clv-server.de/pdf/255377.pdf
Ich glaube, dass Zannoth irrt, wenn er D.M. nur dem "Größten Gott" zuordnet.
Schließlich schreibt Nostradamus im Auftrag der septem secundeis, der Erzengel und diese sind Diis Manibus:
Doch bei "D. M." sieht die Sache ganz anders aus, denn das heisst - nach den "Gelehrten" - "Diis manibus" = "Den heidnischen Göttern", oder auf einer christlichen Seite (New Advent) steht als Erklärung :
One of the most common of the latter, "D. M." (i. e. Diis Manibus, to the protecting Deities of the Lower World), was stripped of its pagan meaning, and adopted in a rather mechanical way among the formulæ of the early Christians.
www.zannoth.de/neuigkeiten/grabtafel.html
Die Differenzem beim Tag: 7, 10 oder 17 scheinen wohl der gregorianischen Kalenderreform zu verdanken zu sein.
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Schliesslich sind Nostradamus, Trithemius und Zeitgenossen in diesem Metier nicht
der Hauptfaktor meiner Freizeit. Da sind Ulrich M., Zannoth und Andere doch wohl besser im Stoff verankert.
- UlrichM
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Sagt Ihnen der Name Yehuda ben Barzelai etwas?
Und ist Ihnen auch schon aufgefallen, daß sich Pietro d'Abano gar nicht auf Abraham ibn Ezra bezieht, als dieser von "intelligentia est septenaria" berichtet? Sondern auf Averroes und seiner "De substantia orbis", in der aber von den Planetenengeln kein einziges Sterbenswörtchen fällt!!! Die Quellensuche entwickelt mehr und mehr Potential zu einem spätmittelalterlichen Krimi, dessen Geschichte noch nicht einmal im Ansatz erzählt wurde.
Das ist das Level, das meine Neugierde reizt. Nicht die Weisen aus Safed und auch nicht neuzeitliche Endzeit-Messias-Faschisten, deren perverse Phantasien ich schon aus Prinzip jegliche Aufmerksamkeit verweigere. Deren Schicksal ist ohnehin schon besiegelt, denn Nostradamus spricht nicht umsonst von "der sterilen Synagoge ohne jede Frucht".
"Rabbi Menachem Schneerson sprach bereits in seiner ersten veröffentlichten Tora-Interpretation (Maamar Bati Le-Gani, Jud Schwat 5710) davon, dass es Aufgabe seiner Generation sei, die Ankunft des Messias zu erwirken".
Ein Zitat aus Wikipedia sollte man im übrigen auch als solches kennzeichnen!
Siehe
Tuisto schrieb
Wir müssen davon ausgehen, dass die septem secundeis persönlich Informationen den meditierenden Kabbalisten übermittelten. (Dazu gehörten sehr wahrscheinlich auch Mönche in Europa, Indien oder China. Trithemius beschreibt schließlich das System, wie mit Hilfe von "Geistern" verschlüsselte Informationen an jeden Platz der Welt gebracht werden konnten, er erklärt auch Systeme der Telepathie).
So ist die Frage nach den Quellen mit Sicherheit nicht zu beantworten.
So ist die Frage nach den Quellen mit Sicherheit nicht zu beantworten.
Natürlich nicht.
Aber wir dürfen auch nicht davon ausgehen, dass die alten, magisch operierenden Philosophen ausschließlich Schaumschläger waren. Da sie unisono schrieben, dass sie Botschaften, ähnlich wie wir heute, per Funk Übertragen konnten, ist das ein wichtiger Aspekt für die inhaltliche Beurteilung und für die Geschwindigkeit, mit der manche Ideen sich verbreiteten.
Wichtig ist die Internationalität der Ideen und der beteiligten Philosophen.
Averroes ist mir bekannt. Seltsamerweise wird dieser große muslimische Geist von den orthodexen Muslimen nicht anerkannt. Ich erachte jedoch Maimonides für die wichtigere Person.
Auf ihn bezieht sich nämlich Nostradamus, wenn er sagt, er sei ein Seher und kein Prophet.
Glücklicherweise gibt es eine gute englische Übersetzung von Maimonides "The Laws and Basic Principles of the Torah"
In der Mitte schreibt er von den Engelhierarchien und Gegen Ende davon, dass Propheten nicht irren können, Seher hingegen schon, weil Gott auch in das Geschehen eingreifen kann. Deshalb dürfen Seher, die mit ihren Horrorbotschaften falsch liegen, nicht gleich als Scharlatane verurteilt werden.
www.fordham.edu/halsall/source/rambam-yesodei-hatorah.txt
Der jüdische Übersetzter der Werke von Averroes namens Jacob Anatolio wirkte gemeinsam mit dem berühmten Michael Scotus (und da wären wir dann auch bei Francis Bacon) im Umfeld von Kaiser Friedrich II., wo arabische, jüdische und christliche Philosophen, Magier und Kabbalisten zusammentrafen. Wir sind nun 300 Jahre vor der Hoch-Renaissance wieder in einem internationalen Club berühmter Persönlichkeiten.
Ich habe übrigens nicht behauptet, dass die Weisen aus Safed aus dem Nichts heraus operierten. Die Basis ihres Know Hows waren natürlich die heiligen Schriften und die "antiken" sowie mittealterlichen Kommentare dazu. Aber nur sie konnten unmittelbar Nostradamus Infos zukommen lassen. Tote konnten das nicht. Schriften hin oder her.
Trithemius war übrigens unmittelbar von der mathematisch-logischen Maschinerie = ars magna des Ramon Lull beeinflußt.
de.wikipedia.org/wiki/Ramon_Llull
Nebenbei ist es mir jetzt gelungen, das von Nostradamus veränderte zeitliche Schema der septem secundeis heraus zu finden. Davon in Kürze mehr.