Siebenjähriger Krieg

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10 Jahre 6 Monate her - 10 Jahre 6 Monate her #9937 von Heinrich77

rengel schrieb: DIE Geschichtsanalyse ist mir nicht bekannt,


Das merkt man förmlich.

Allrych hat vollkommen recht.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es noch nicht einmal Kartenmaterial, so dass eine Beschreibung einer solchen Schlacht so jedenfalls nicht überliefert worden sein kann.
Erst mit dem sogenannten "Schmettau'schen Kartenwerk" um 1780 und dem Werk der "Preußischen Urmeßtischblätter" in der Mitte des 19. Jahrhunderts setzt diese Form der Landvermessung ein.
Die detaillierten Lebensereignisse Friedrichs des "Großen" hat man sich in Zeiten der aufblühenden nationalistischen Geschichtsschreibung zusammengereimt, nämlich als er als historische Person interessant wurde.
Nicht einmal von seinem berühmten Portrait kann man sicher sagen, ob es denn überhaupt den Preussenkönig zeigt. Auch die Gemälde von Menzel oder die vielen Reiterstandbilder sind durchweg Fantasieprodukte geschichtsverliebter jüngerer Generationen. Die können keine Wahrheiten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts beinhalten, geschweige denn, jede Einzelheit seiner Scharmützel.
Letzte Änderung: 10 Jahre 6 Monate her von Heinrich77. Begründung: überflüssigen Satz gelöscht
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10 Jahre 6 Monate her #9938 von rengel
rengel antwortete auf Siebenjähriger Krieg

Heinrich77 schrieb:

rengel schrieb: DIE Geschichtsanalyse ist mir nicht bekannt,


Das merkt man förmlich.



Ich lerne ja gerne dazu. Wo und/oder bei wem kann ich denn etwas über DIE Geschichtsanalyse (im Gegensatz zu EINER Geschichtsanalyse) lernen? Ich bin zwar auf viele Autoren gestoßen, die alle Geschichtsanalyse nach ihrer jeweils eigenen Auffassung betreiben, aber noch nie auf DIE Geschichtsanalyse, auf die sich alle geeinigt hätten.

Im übrigen habe ich weder für noch gegen die Existenz bestimmter historischer Fakten Partei ergriffen, sondern nur versucht die Frage zu beanworten, wie man denn 'eine' Geschichte beweisen könne.

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10 Jahre 6 Monate her #9939 von Heinrich77

rengel schrieb: Ich bin zwar auf viele Autoren gestoßen, die alle Geschichtsanalyse nach ihrer jeweils eigenen Auffassung betreiben,


Da hat sich Allrych dann wohl auf seine eigene Analyse bezogen.

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10 Jahre 6 Monate her - 10 Jahre 6 Monate her #9940 von rengel
rengel antwortete auf Siebenjähriger Krieg

Heinrich77 schrieb: Da hat sich Allrych dann wohl auf seine eigene Analyse bezogen.


OK, nehmen wir also an, Allrych hätte geschrieben: "Meine Geschichtsanalyse hat ergeben...".
Damit kann man schon mehr anfangen. Wenn man diskutieren will, stellen sich dann allerdings weitere Fragen: "Was, welches Detail haben Sie denn analysiert? Zu welchen Schluss sind Sie aufgrund welcher Fakten/Indizien gekommen?"

So untermauert etwa Illig seine Thesen über Karl den Großen mit zahlreichen Diskussionen über (im Prinzip von jedem Willigen nachprüfbaren) bau- oder kunstgeschichtlichen Details. Man muss seinen Schlüssen und Thesen darüber nicht folgen, aber zumindest versteht man, warum er schreibt, was er schreibt.

Das vermisse ich (bisher).
Letzte Änderung: 10 Jahre 6 Monate her von rengel. Begründung: Rechtschreibkorrektur

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10 Jahre 6 Monate her #9941 von rengel
rengel antwortete auf Siebenjähriger Krieg

Heinrich77 schrieb: In der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es noch nicht einmal Kartenmaterial,...


Ich nehme an, dass mit 'Kartenmaterial' Messtischblätter gemeint sind. Denn Kartenmaterial unterschiedlichster Qualität gibt es bereits sehr viel länger (siehe z.B. www.press.uchicago.edu/books/HOC )

... so dass eine Beschreibung einer solchen Schlacht so jedenfalls nicht überliefert worden sein kann.


Ich glaube nicht, dass die Abbildung diesen Anspruch erhebt. Sie stammt aus der 4. Auflage von Meyers Konversationslexikon (1885-1890) und ist wohl der Versuch einer Rekonstruktion der Schlacht aufgrund älterer Quellen, aber eben mit den Mitteln des 19ten Jahrhunderts. Das ist m.E. legitim. Denn wir vermessen ja auch z.B. archäologische Fundstätten mit den modernsten Methoden.

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10 Jahre 6 Monate her #9942 von Allrych
Wochenlang läuft nichts in diesem Forum.

Und dann plötzlich melden sich Querulanten, welche von der Sache, die hier vertreten wird, nichts verstehen.

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