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Die Sonnenfinsternis von 585 AC

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10 Jahre 11 Monate her #9790 von Allrych
Nicht nur Sonnenfinsternisse, auch viele Kirchenväter (z.B. Basilius von Caesarea und Gregor von Nazianz) wurden von der Geschichtserfindung in Kleinasien angesiedelt: Wer geht schon in das Land der Ungläubigen nachfragen, ob dort was gewesen ist?

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10 Jahre 11 Monate her #9791 von *CD

Allrych schrieb: Wer geht schon in das Land der Ungläubigen nachfragen, ob dort was gewesen ist?


Das ist natürlich ein interessanter Punkt! Für die Türkei lässt sich sagen, dass das Land und die Fundstätten relativ frei zugänglich sind. Es gibt (noch) keine Religionspolizei. Übrigens sind die Türken östlich des Bosporus deutlich kulturtoleranter als jene westlich davon... Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die Westtürken eigentlich Griechen sind... (ok, andere Geschichte!)

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10 Jahre 11 Monate her #9792 von Ingwer
@CD,

Für die Türkei lässt sich sagen, dass das Land und die Fundstätten relativ frei zugänglich sind.


Gilt nicht für die gesamte Türkei. Im Osten und Südosten wird man sehr wohl Probleme bekommen!

Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die Westtürken eigentlich Griechen sind


Nicht nur die Westtürken. Griechenland findet man auf alten Karten auf dem Gebiet der heutigen
Türkei. Was auch immer dies bedeutet.

Und vergesst Amerika nicht!

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10 Jahre 11 Monate her #9793 von *CD

Ingwer schrieb: Griechenland findet man auf alten Karten auf dem Gebiet der heutigen
Türkei. Was auch immer dies bedeutet.


Was das bedeutet? Verordnete Völkerwanderung: "1923 wurde im Vertrag von Lausanne im Einvernehmen beider Regierungen ein Austausch der Bevölkerungen beschlossen. Die Zwangsumsiedlung betraf ca. 1,25 Millionen Griechen und 500.000 Türken. Als ausschlaggebendes Kriterium der Volkszugehörigkeit wurde die Religion festgelegt (orthodox = griechisch, muslimisch = türkisch), die nicht immer der ethnischen Zugehörigkeit entsprach." (wikipedia)

Natürlich war Westanatolien einst "griechisch"! Aber wie man sieht, wurden ethnische Grenzen immer wieder mal religiös definiert. Da entsteht zwangsläufig ein Durcheinander der Begriffe! Einfach mal die Leute anschauen hilft...

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10 Jahre 11 Monate her #9794 von Allrych
"CD" bringt ein zentrales Thema aufs Tapet:

Volks-, Sprach- und Religionszugehörigkeit waren früher austauscbar. Wir dürfen nicht die alten Zeiten mit unseren heutigen Begriffen verstehen wollen.

Die Römer: Das war ein Volk oder besser gesagt eine Kultur, welche die Bautechnik des Mörtels, des Zements anwendete.

Die Griechen: Das waren Leute, welche die griechische = christliche Religion nach Europa brachten.

Die Türken: Das waren die alten Thraker (TRC) oder Etrusker (TRC). Diese waren in Südosteuropa beheimatet und eroberten Rom (Konstantinopel).

Sowohl die Römer wie die Griechen und die Türken haben eigene Formen des Christentums ausgebildet.

Noch heute wird zwischen römisch-katholisch und griechisch-orthodox unterschieden. - Und die alten Arianer wurden Mohammedaner.

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10 Jahre 11 Monate her #9795 von Ingwer

Die Türken:


Die "Türken" als Pauschalbegriff ist überhaupt nicht hilfreich!
Die Menschen in der heutigen Türkei bilden einen Vielvölkerstaat.

Vielleicht beantwortet Allrych sich die Frage im Selbststudium, was
viele Türken mit amerikanischen Indianern zu tun haben!

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