- Beiträge: 67
- Dank erhalten: 0
Pompeji - das Buch
- genographic
- Autor
- Offline
- Senior Mitglied
-
Die Frage, wann Pompeji spätestens in der Vulkanasche unterging, lässt sich anhand einer einzigen Frage beantworten: "Wann endeten Gladiatorenspiele?".
Es steht außer Zweifel, dass Pompeji zu einem Zeipunkt verschüttet wurde, als Gladiatorenspiele in der Arena noch aufgeführt wurden. Davon kann sich jeder selbst überzeugen.
Es steht ebenso außer Frage, dass die im Mittelalter gegründeten Backsteinstädte im Nordosten Deutschlands keine Arenen mehr hatten. Die durch die Katastrophenserien in Schutt und Asche gelegten und seither versunkenen römischen Städte Westdeutschlands hingegen waren noch mit Arenen ausgestattet. Alle diese Stätten sind zerstört, die nörd-östlichen jüngeren Städte hingegen nicht.
Dies sind untrügliche Indizien für die Richtigkeit der alten Überlieferungen von den mittelalterlichen Wanderungsbewegungen von Asien nach Deutschland/Mitteleuropa. Von dort brachte man die Kunst des Backsteinbaus erneut mit, da sie hier durch die gigantische Katastrophen und den Untergang Roms möglicherweise vorübergehend verloren ging.
Offiziell wurden die Gladiatorenspiele von Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert um 325 AD beendet, aber dennoch bis zum endgültigen Verbot durch Kaiser Honorius bis ins 5. Jahrhundert weitergeführt.
Nimmt man nun einen realistischen 700-Jahresshift, so kommt man ins 12. Jahrhundert, bei einem 1000-Jahresshift von 325 aus ins 14. Jahrhundert. Nur in diesem Zeitraum kann Pompeji zerstört worden sein, denn es existieren keinerlei Berichte mehr seit dieser Zeit von irgendwelchen Gladiatorenkämpfen in Amphitheatern oder sonstigen Arenen.
Wir besitzen die seltsame Schilderung eines Stiergefechts, welches der römische Adel am 3. September 1332 im Colosseum gegeben haben soll. Es heißt darin, daß man die Sitzreihen des Amphitheaters mit Holzwerk wiederherstellte und wie in antiken Zeiten dem Range gemäß verteilte. Die Edelfrauen saßen auf rotbedeckten Balkonen, von drei Damen regionenweise geführt. Die ritterlichen Kämpfer trugen die Farben ihrer Damen und Mottos an den Helmen wie folgende: »Ich allein, wie Horatius; ich bin Aeneas für Lavinia; ich bin der Sklave der römischen Lucrezia.« Sie traten zu Fuß in die Arena, ungepanzert, mit Degen und Speer. Ein jeder griff seinen Stier an. Die schönen Frauen konnten den törichten Heldenmut ihrer Anbeter bewundern und achtzehn edle Jünglinge beweinen, die von Stierhörnern durchbohrt auf der Arena lagen. Man bestattete sie feierlich in S. Maria Maggiore und im Lateran. Indes dieser Bericht trägt alle Spuren der Unechtheit an sich und mag eine Erfindung der Renaissance des XV. Jahrhunderts sein, als unter den Nepoten Sixtus' IV. vom Haus Rovere Stierjagden und Turniere in Rom gehalten wurden. Wir bezweifeln, daß im Jahr 1332 die Sitzreihen des Colosseum noch herstellbar waren und daß die mit Schutt und Trümmern überfüllte Arena für einen solchen Kampf gebraucht werden konnte. Kampfspiele anderer Art wurden in Rom jährlich aufgeführt, wie in Italien überhaupt. Man gab in derselben Zeit vor den Augen des Hofs in Neapel blutige Gladiatorenkämpfe, welche Petrarca mit Abscheu sah und schilderte.
Ferdinand Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter - Kapitel 335
gutenberg.spiegel.de/buch/2408/335
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Der Zeit(en)schnitt im 15. Jahrhundert ist aber eindeutig!
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
- berlinersalon
-
- Offline
- Platinum Mitglied
-
- Beiträge: 1334
- Dank erhalten: 12
dazuDie Frage, wann Pompeji spätestens in der Vulkanasche unterging, lässt sich anhand einer einzigen Frage beantworten: "Wann endeten Gladiatorenspiele?".
müßte angenommen werden
daß das überall gleichzeitig geschah
und keine regionalen theatralischen formen eine zeitlang überlebten
tui
das sind eine ganze anzahl von möglichkeitenEs steht ebenso außer Frage, dass die im Mittelalter gegründeten Backsteinstädte im Nordosten Deutschlands keine Arenen mehr hatten. Die durch die Katastrophenserien in Schutt und Asche gelegten und seither versunkenen römischen Städte Westdeutschlands hingegen waren noch mit Arenen ausgestattet. Alle diese Stätten sind zerstört, die nörd-östlichen jüngeren Städte hingegen nicht.
Dies sind untrügliche Indizien für die Richtigkeit der alten Überlieferungen von den mittelalterlichen Wanderungsbewegungen von Asien nach Deutschland/Mitteleuropa. Von dort brachte man die Kunst des Backsteinbaus erneut mit, da sie hier durch die gigantische Katastrophen und den Untergang Roms möglicherweise vorübergehend verloren ging.
allerdings sollte auch bedacht werden, daß ein kulturell-technischer austausch
auch ohne naturkatastrofe und regionale verschüttungen möglicherweise der regelfall war und ist
zum ziegelstein ein interessanter hinweis
Ziegel
Der Ziegel ist das älteste vorgefertigte Bauelement, er wird aus tonhaltigem Lehm geformt und in Öfen gebrannt. Die Bezeichnung Ziegelstein ist weit verbreitet, aber insofern laienhaft, da Stein das Naturprodukt (Naturstein) bezeichnet, während der Ziegel ein von Menschenhand geschaffenes Baumaterial ist. Im übertragenen Sinn wird der Begriff Ziegel für sonstige quaderförmige Materialien benutzt. So auch für Lehmziegel oder Adobe, die durch Trocknen von geformtem Lehm gewonnen werden.
hier wird besserwisserisch
laienhaftigkeit für den begriff ziegelstein vorausgesetzt
ohne auch diesem hinweis auf "natursteinherstellung" aufmerksamkeit zu schenken
die landesweite einführung der ziegeltechnik ist wohl
erst in einer zentralisierten gesellschaft
mit festen technischen standards sinnvoll
ansonsten bleiben es regionale episoden
wobei die "natursteintechnologie" nur ungefähre richtwerte nötig hat
siehe "findlingstechnologie", kopfsteinpflaster und bildsteinkunst
noch ein interessanter zusammenhang zwischen natur-und ziegelstein
sind die buchstabenziegel
hier wird parallel zur bildsteinkunst
der moderne stein mit ähnlichen zeichen versehen
interessant auch
daß es genau die zeichen sind die auf einige meßwerte
von poppaubezogenen landvermessungen in stadt und land hinweisen
trotz kuntabuffa-, traditions- und sonstigen erinnerungsverlusten
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Wenn man Pompeji vor 1750 (dem angeblichen Datum der "Wiederentdeckung") untergehen lässt, hat man einen guten zeitlichen Anhaltspunkt.
Pompeji hatte ein Amphitheater.
Rom hatte ein älteres (Amphitheatrum Castrense) und ein jüngeres, das Kolosseum.
Aber vielleicht wurde letzteres noch von den frühen Päpsten benutzt.
Man denke an die Papstresidenz Avignon. In ihrer Nähe finden sich zwei Städte (Nîmes und Arles), die beide Amphitheater besitzen und heute noch oder wieder gebraucht werden.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Man denke an die Papstresidenz Avignon. In ihrer Nähe finden sich zwei Städte (Nîmes und Arles), die beide Amphitheater besitzen und heute noch oder wieder gebraucht werden.
Die Frage lautet:
"Wann endeten die Gladiatorenspiele?"
Eine Antwort lautet:
Sie endeten sicher vor dem Bau der nordischen Backsteinstädte.
Das "antike" römische Reich wurde zweifelsfrei und archäologisch belegt vor dem Bau dieser Städte zerstört.
Eine andere Antwort lautet:
Die Gladiatorenspiele endeten ziemlich sicher innerhalb kürzester Zeit im gesamten "antiken" römischen Reich. Dies belegen archäologische Ausgrabungen ebenso wie die aufgezeichneten Erinnerungen.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Kundabuffer im "interessanten Hinweis" von Wolfgang zum Backsteinbau des Mittelalters:
"Mittelalter
Während die Tradition des Backsteinbaus in Italien seit den Römern ungebrochen fortgesetzt wurde, verschwand der Backstein in Nordeuropa mit dem Ende des Römischen Reichs völlig. Er wurde im 12. Jahrhundert durch Mönche wieder eingeführt und verbreitete sich wegen der besseren Maßhaltigkeit gegenüber Naturstein im Präsentalbau. Der Dom zu Roskilde und die um 1160 begonnene Marienkirche in Kalundborg in Dänemark sind frühe Beispiele."
de.wikipedia.org/wiki/Backstein
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.