Robert Baldauf ist ein Alias von Friedrich Nietzsche
17 Nov. 2013 12:38 - 17 Nov. 2013 12:57 #8934
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Ich korrigiere: Erschienen ist das Buch im Verlag "Dyksche Buchandlung, Leipzig"
Gedruckt wurde es in der damals sehr bekannten Firma Oskar Bonde in Altenburg.
www.amazon.de/Schriftproben-Oskar-Bonde-...enburg/dp/1286439833
www.zeno.org/Schmidt-1902/A/Bonde,+Oskar
Da kommt nun noch eine andere Person ins Spiel, die sich in diesem Thema sehr gut auskannte, dann aber, aus unbekannten Gründen das Studium abbrach: Ernst Daube!
"1891 begann Ernst Daube in Jena und Leipzig ein Studium in Recht, Geschichte und Literatur. Sein hauptsächliches Interesse galt dabei der althochdeutschen, griechischen und lateinischen Literatur.
Er verfasst mit einer Übersetzung des Nibelungenlieds aus dem Althochdeutschen ins Hochdeutsche sein erstes größeres Werk. Daube führte eine intensive Korrespondenz mit Wilhelm Raabe bis dieser 1910 starb.
Aus unbekannten Gründen brach Daube 1894 dieses Studium ab und begann seinen Dienst bei der preußischen Zollverwaltung.
Am 31. Juli 1897 heiratete er die aus Leipzig stammende Elisabeth Hinze. Aus der Ehe ging 1900 sein einziges Kind Otto hervor.
Daube diente dem Zoll in Effeld, Köln, Mainz, Halle (Saale), Halberstadt, Magdeburg (1902–1920) und Gotha. In Gotha versah er als Oberzollinspektor bis zu seiner Pensionierung 1934 seinen Dienst. Über Daubes Dienstzeit ist wenig bekannt. Er zog bald danach in die Heimat nach Meuselwitz um.
Daube wurde in Meuselwitz begraben, wo – auch als Würdigung seines Werkes – sein Grab bis heute gepflegt wird."
de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Daube
Gedruckt wurde es in der damals sehr bekannten Firma Oskar Bonde in Altenburg.
www.amazon.de/Schriftproben-Oskar-Bonde-...enburg/dp/1286439833
www.zeno.org/Schmidt-1902/A/Bonde,+Oskar
Da kommt nun noch eine andere Person ins Spiel, die sich in diesem Thema sehr gut auskannte, dann aber, aus unbekannten Gründen das Studium abbrach: Ernst Daube!
"1891 begann Ernst Daube in Jena und Leipzig ein Studium in Recht, Geschichte und Literatur. Sein hauptsächliches Interesse galt dabei der althochdeutschen, griechischen und lateinischen Literatur.
Er verfasst mit einer Übersetzung des Nibelungenlieds aus dem Althochdeutschen ins Hochdeutsche sein erstes größeres Werk. Daube führte eine intensive Korrespondenz mit Wilhelm Raabe bis dieser 1910 starb.
Aus unbekannten Gründen brach Daube 1894 dieses Studium ab und begann seinen Dienst bei der preußischen Zollverwaltung.
Am 31. Juli 1897 heiratete er die aus Leipzig stammende Elisabeth Hinze. Aus der Ehe ging 1900 sein einziges Kind Otto hervor.
Daube diente dem Zoll in Effeld, Köln, Mainz, Halle (Saale), Halberstadt, Magdeburg (1902–1920) und Gotha. In Gotha versah er als Oberzollinspektor bis zu seiner Pensionierung 1934 seinen Dienst. Über Daubes Dienstzeit ist wenig bekannt. Er zog bald danach in die Heimat nach Meuselwitz um.
Daube wurde in Meuselwitz begraben, wo – auch als Würdigung seines Werkes – sein Grab bis heute gepflegt wird."
de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Daube
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17 Nov. 2013 12:55 - 17 Nov. 2013 12:55 #8935
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Seltsam ist auch das Vorwort Band I, Der Mönsch von St. Gallen:
"die hier mitgeteilten Bemerkungen über den "mönch von ST. Gallen" eröffnen ein reihe von aufsätzen, deren gesamt-resultat gezogen ist in "Historie und Kritik". IV. das altertum.
F. Reinhardt, Basel 1902
der verfasser.
Ich dachte, der Verfasser heißt Robert Baldauf?
Wer ist "F. Reinhardt"?
Wer hat damals alles klein geschrieben?
"die hier mitgeteilten Bemerkungen über den "mönch von ST. Gallen" eröffnen ein reihe von aufsätzen, deren gesamt-resultat gezogen ist in "Historie und Kritik". IV. das altertum.
F. Reinhardt, Basel 1902
der verfasser.
Ich dachte, der Verfasser heißt Robert Baldauf?
Wer ist "F. Reinhardt"?
Wer hat damals alles klein geschrieben?
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17 Nov. 2013 13:08 #8936
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Tuisto schrieb: Seltsam ist auch das Vorwort Band I, Der Mönsch von St. Gallen:
"die hier mitgeteilten Bemerkungen über den "mönch von ST. Gallen" eröffnen ein reihe von aufsätzen, deren gesamt-resultat gezogen ist in "Historie und Kritik". IV. das altertum.
F. Reinhardt, Basel 1902
der verfasser.
Ich dachte, der Verfasser heißt Robert Baldauf?
Wer ist "F. Reinhardt"?
Wer hat damals alles klein geschrieben?
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17 Nov. 2013 13:19 #8937
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Ich hab mal eben auf die Schnelle recherchiert.
"Es gab ja schon einmal einen großangelegten Versuch in dieser Richtung, das war um 1900, ausgehend von dem berühmten Münchner "George-Kreis" um den Dichter Stefan George, den Geisteswissenschaftler Friedrich Gundolf; nahestehend war auch Hofmannsthal, der Dichter des "Jedermann". Aber sie haben sich nicht durchgesetzt."
Aus dem Forum für Groß und Kleinschreibung:
www.latein.at/phpBB/viewtopic.php?f=25&t=39427
In einem weiteren Beitrag steht:
"Wenn nämlich jemand konsequent kleinschreibt, der ansonsten sehr sorgfältig und fehlerlos schreibt, und auch eine gewisse Reputation genießt, wie Grimm z. B., dann kann man es nicht als Liederlichkeit auslegen: es wird als sachlich-motiviert akzeptabel."
Ich wusste nicht, dass Grimms auch klein geschrieben haben.
"Bereits Jacob Grimm äußerte sich 1854: „den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heiszen kann, habe ich [...] abgeschüttelt.” Der Gebrauch der Kleinschreibung durch einige Autoren des 19. Jahrhunderts ging stets mit der Verwendung der Antiqua-Schrift als Zeichen der Modernität einher."
de.wikipedia.org/wiki/Kleinschreibung
Jedenfalls ist die gemäßigte Kleinschreibung bei Baldauf auch ein Indiz auf den wahren Autor.
"Es gab ja schon einmal einen großangelegten Versuch in dieser Richtung, das war um 1900, ausgehend von dem berühmten Münchner "George-Kreis" um den Dichter Stefan George, den Geisteswissenschaftler Friedrich Gundolf; nahestehend war auch Hofmannsthal, der Dichter des "Jedermann". Aber sie haben sich nicht durchgesetzt."
Aus dem Forum für Groß und Kleinschreibung:
www.latein.at/phpBB/viewtopic.php?f=25&t=39427
In einem weiteren Beitrag steht:
"Wenn nämlich jemand konsequent kleinschreibt, der ansonsten sehr sorgfältig und fehlerlos schreibt, und auch eine gewisse Reputation genießt, wie Grimm z. B., dann kann man es nicht als Liederlichkeit auslegen: es wird als sachlich-motiviert akzeptabel."
Ich wusste nicht, dass Grimms auch klein geschrieben haben.
"Bereits Jacob Grimm äußerte sich 1854: „den gleichverwerflichen misbrauch groszer buchstaben für das substantivum, der unserer pedantischen unart gipfel heiszen kann, habe ich [...] abgeschüttelt.” Der Gebrauch der Kleinschreibung durch einige Autoren des 19. Jahrhunderts ging stets mit der Verwendung der Antiqua-Schrift als Zeichen der Modernität einher."
de.wikipedia.org/wiki/Kleinschreibung
Jedenfalls ist die gemäßigte Kleinschreibung bei Baldauf auch ein Indiz auf den wahren Autor.
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15 Dez. 2013 21:03 #8986
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Ich habe mittlerweile die beiden Bände von Baldauf neu auf meiner Homepage eingestellt und sein Profil nach den aktuellen Erkenntnissen angepasst.
Darüber hinaus habe ich die erhaltenen Dokumente zu Baldauf ebenfalls veröffentlicht.
Dank an Andreas Volkart, der hier die Recherchen betrieb.
www.sinossevis.de/berichte_anz.php?zaehl=31
Darüber hinaus habe ich die erhaltenen Dokumente zu Baldauf ebenfalls veröffentlicht.
Dank an Andreas Volkart, der hier die Recherchen betrieb.
www.sinossevis.de/berichte_anz.php?zaehl=31
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19 Dez. 2013 08:15 #8987
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Neues zu Robert Baldauf
Weiterer Schriftwechsel, die Druckerei Reinhardt betreffend, die Band IV gedruckt hat:
Am 15.12.2013 um 13:16 schrieb Volker Dübbers:
Bin gespannt, was bei Baldauf noch rauskommt.
Da es offensichtlich einfach war, sich in dem Basler Stadtteil Niederdorf einzubürgern, ohne Wohnsitz zu haben, kann er sehr wohl ein Deutscher mit getürktem Pass gewesen sein.
Daube war Beamter bei der Zollverwaltung. Er hätte das leicht für einen eingeweihten jungen Studenten managen können.
Anfrage an Druckerei Reinhardt:
Ursprüngliche Nachricht
Von: Andreas Volkart [mailto:andreas.volkart@gmx.ch]
Gesendet: Dienstag, 26. November 2013 00:55
An: verlag@reinhardt.ch
Betreff: Anfrage betreffend Manuskripten Robert Baldauf, 1902
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe Ihnen schon eine Anfrage mit Datum vom 9.11.2013 zum Thema "Robert
Baldauf"
zukommen lassen. Nun sind neue Erkenntnisse dazu gekommen, dass dieser Autor
auf den ersten Seiten seines Werkes Ihre Druckerei nennt, aber seine anderen
Bücher bei der Dykschen Buchhandlung erschienen sind.
Es scheint ganz den Anschein zu machen, dass die Nennung der Druckerei
Reinhardt in Basel nur eine Finte oder eine Falschangabe ist.
Bitte geben Sie mir doch noch Antwort, ob tatsächlich keine Manuskripte oder
Unterlagen von einem Robert Baldauf bei Ihnen im Firmenarchiv zu finden sind.
Freundliche Grüsse
Andreas Volkart
Antwort der Druckerei:
Von: Beatrice Rubin <b.rubin@reinhardt.ch>
Betreff: Re: WG: Anfrage betreffend Manuskripten Robert Baldauf, 1902
Datum: 18. Dezember 2013 16:02:04 MEZ
An: <andreas.volkart@gmx.ch>
Sehr geehrter Herr Volkart
Ich bin Ihnen noch die schriftliche Antwort auf Ihre Anfrage "schuldig".
Leider habe ich bei uns keinerlei Unterlagen zu einem Werk von Robert
Baldauf gefunden. Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht weiterhelfen konnte.
Freundliche Grüsse, Beatrice Rubin
Friedrich Reinhardt Verlag
Missionsstrasse 36, 4012 Basel
T 0041 (0)61 264 64 60
F 0041 (0)61 264 64 88
www.reinhardt.ch
Mein Kommentar:
Hallo Andreas,
wie Du siehst, wurde die Figur „Robert Baldauf“ nebst seinen beiden Werken perfekt arrangiert.
Selbst die Angabe der Druckerei Reinhardt mit dem Vorwort von Reinhardt ist offensichtlich gefälscht!
Denkbar ist auch, dass die Druckerei auf Anweisung damals die Druckfahnen, Rechnungen etc. sofort vernichtet hat.
Oder das Buch wurde von vorneherein “schwarz“ gedruckt.
Möglich ist alles.
Grüße
Volker
Am 15.12.2013 um 13:16 schrieb Volker Dübbers:
Bin gespannt, was bei Baldauf noch rauskommt.
Da es offensichtlich einfach war, sich in dem Basler Stadtteil Niederdorf einzubürgern, ohne Wohnsitz zu haben, kann er sehr wohl ein Deutscher mit getürktem Pass gewesen sein.
Daube war Beamter bei der Zollverwaltung. Er hätte das leicht für einen eingeweihten jungen Studenten managen können.
Anfrage an Druckerei Reinhardt:
Ursprüngliche Nachricht
Von: Andreas Volkart [mailto:andreas.volkart@gmx.ch]
Gesendet: Dienstag, 26. November 2013 00:55
An: verlag@reinhardt.ch
Betreff: Anfrage betreffend Manuskripten Robert Baldauf, 1902
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe Ihnen schon eine Anfrage mit Datum vom 9.11.2013 zum Thema "Robert
Baldauf"
zukommen lassen. Nun sind neue Erkenntnisse dazu gekommen, dass dieser Autor
auf den ersten Seiten seines Werkes Ihre Druckerei nennt, aber seine anderen
Bücher bei der Dykschen Buchhandlung erschienen sind.
Es scheint ganz den Anschein zu machen, dass die Nennung der Druckerei
Reinhardt in Basel nur eine Finte oder eine Falschangabe ist.
Bitte geben Sie mir doch noch Antwort, ob tatsächlich keine Manuskripte oder
Unterlagen von einem Robert Baldauf bei Ihnen im Firmenarchiv zu finden sind.
Freundliche Grüsse
Andreas Volkart
Antwort der Druckerei:
Von: Beatrice Rubin <b.rubin@reinhardt.ch>
Betreff: Re: WG: Anfrage betreffend Manuskripten Robert Baldauf, 1902
Datum: 18. Dezember 2013 16:02:04 MEZ
An: <andreas.volkart@gmx.ch>
Sehr geehrter Herr Volkart
Ich bin Ihnen noch die schriftliche Antwort auf Ihre Anfrage "schuldig".
Leider habe ich bei uns keinerlei Unterlagen zu einem Werk von Robert
Baldauf gefunden. Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht weiterhelfen konnte.
Freundliche Grüsse, Beatrice Rubin
Friedrich Reinhardt Verlag
Missionsstrasse 36, 4012 Basel
T 0041 (0)61 264 64 60
F 0041 (0)61 264 64 88
www.reinhardt.ch
Mein Kommentar:
Hallo Andreas,
wie Du siehst, wurde die Figur „Robert Baldauf“ nebst seinen beiden Werken perfekt arrangiert.
Selbst die Angabe der Druckerei Reinhardt mit dem Vorwort von Reinhardt ist offensichtlich gefälscht!
Denkbar ist auch, dass die Druckerei auf Anweisung damals die Druckfahnen, Rechnungen etc. sofort vernichtet hat.
Oder das Buch wurde von vorneherein “schwarz“ gedruckt.
Möglich ist alles.
Grüße
Volker
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