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14 Jahre 4 Monate her #5936
von Berlichinger
Berlichinger antwortete auf kurze kritische Zitate
ein Beispiel meist viel jüngerer Grabmäler in Gernrode am Harz:
"Das merkwürdigste Gebäude ist die alte Stiftskirche St. Cyriaci, eine der ältesten Kirchen in Anhalt, doch nicht eben groß, etwas schmal und mit einer flachen Decke versehen. In derselben sind die Denkmäler mehrerer hier beigesetzten Äbtissinnen, aber das in der Mitte befindliche Denkmal des Markgrafen Gero hat erst Fürst August als Senior (+ 1653) in alterthümlichem Geschmack errichten lassen." (S. 500, Heinrich Lindner, Geschichte und Beschreibung des Landes Anhalt, Dessau 1833)
dieses von besagtem Fürsten durch eine "mittelalterliche" latein. Umschrift mehr oder weniger gefälschte Monument wird heutzutage trotzdem als 100 Jahre älter ausgegeben:
de.wikipedia.org/wiki/Stiftskirche_St._C..._des_Markgrafen_Gero
"Das merkwürdigste Gebäude ist die alte Stiftskirche St. Cyriaci, eine der ältesten Kirchen in Anhalt, doch nicht eben groß, etwas schmal und mit einer flachen Decke versehen. In derselben sind die Denkmäler mehrerer hier beigesetzten Äbtissinnen, aber das in der Mitte befindliche Denkmal des Markgrafen Gero hat erst Fürst August als Senior (+ 1653) in alterthümlichem Geschmack errichten lassen." (S. 500, Heinrich Lindner, Geschichte und Beschreibung des Landes Anhalt, Dessau 1833)
dieses von besagtem Fürsten durch eine "mittelalterliche" latein. Umschrift mehr oder weniger gefälschte Monument wird heutzutage trotzdem als 100 Jahre älter ausgegeben:
de.wikipedia.org/wiki/Stiftskirche_St._C..._des_Markgrafen_Gero
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14 Jahre 4 Monate her #6015
von Berlichinger
Berlichinger antwortete auf Aw: kurze kritische Zitate
doch zurück zu Reinhard von Gemmingen 1630:
"Der älteste Adeliche Grabstein oder Epithaphium. so ich gesehen hab, ist Gerhardt Kemmerers von Worms (welche man nun von Dalberg nennet) der ligt zu worms zu St. Martin, lautet wie folgt. Anno M. CCXCVII. VI. Mens. Janu. obiit Gerhard Camerarius, miles." (S. 552)
und S. 553:
"Jch weiß kein Geschlecht, so in richtiger Succession sein Genealogi weiter zuruck bringen, als die Colben von Wartenburg, nehmlich biß aufs Jahr 1190. ni fallor, sonst seynd über diejenige. so ich droben im 5. Capitul dieses Buchs gesetzet, daß die ältestemir bekandte Adeliche Geschlechter, so ich in authentischen Documenten, und glaubwürdigen Brieffen, mit dem Geschlechts-Nahmen benennt gefunden, Jch habe die Wort Authentischen &c. nicht umsonst dazugesetzet, dannoch dißmahl von den gedruckten Turnier-Büchern, als welche vielen Gelehrten Männern, und fürnehmsten antiquariis gantz verdächtig und ohnglaubt seynd, nicht rede." (S. 553, Bibliotheca Equestris, herausg. v. J. St. Burgermeister, Ulm 1720)
"Der älteste Adeliche Grabstein oder Epithaphium. so ich gesehen hab, ist Gerhardt Kemmerers von Worms (welche man nun von Dalberg nennet) der ligt zu worms zu St. Martin, lautet wie folgt. Anno M. CCXCVII. VI. Mens. Janu. obiit Gerhard Camerarius, miles." (S. 552)
und S. 553:
"Jch weiß kein Geschlecht, so in richtiger Succession sein Genealogi weiter zuruck bringen, als die Colben von Wartenburg, nehmlich biß aufs Jahr 1190. ni fallor, sonst seynd über diejenige. so ich droben im 5. Capitul dieses Buchs gesetzet, daß die ältestemir bekandte Adeliche Geschlechter, so ich in authentischen Documenten, und glaubwürdigen Brieffen, mit dem Geschlechts-Nahmen benennt gefunden, Jch habe die Wort Authentischen &c. nicht umsonst dazugesetzet, dannoch dißmahl von den gedruckten Turnier-Büchern, als welche vielen Gelehrten Männern, und fürnehmsten antiquariis gantz verdächtig und ohnglaubt seynd, nicht rede." (S. 553, Bibliotheca Equestris, herausg. v. J. St. Burgermeister, Ulm 1720)
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14 Jahre 4 Monate her #6024
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Re:Aw: kurze kritische Zitate
Übrigens existieren die Gemminger noch immer und noch immer gehört ihnen die Burg des alten Götz von Berlichingen. Ich kenne alle Burgen und Schlösser gut, wohne ich doch ganz in der Nähe.
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14 Jahre 4 Monate her #6026
von Berlichinger
Berlichinger antwortete auf kurze kritische Zitate
Nun gut, um den alten Rittern aber nicht zu viel Raum zu geben, hier das wohl wichtigste Zitat vom berühmtesten Zeitgenossen Götz von Berlichingens, Dr. Martinus Luther:
"Hie sind nu die zwey thier, Eins, ist das Keiserthum, Das ander mit den zweien hörnern, das Bapstum, welchs nu auch ein weltlich Reich worden ist, doch mit dem schein des namens Christi, Denn der Bapst hat das gefallen Römisch Reich, widder auffgericht, vnd von den Griechen zu den Deudschen bracht, Vnd ist doch mehr ein Bilde vom Römischen Reich, denn des Reichs cörper selbs, wie es gewesen ist, Dennoch gibt er solchem bilde geist vnd leben, das es dennoch seine stende, rechte, glieder vnd Emptte hat, vnd gehet etlicher masse im schwang, Das ist das bilde, das wund gewesen, vnd widder heil worden ist."
(Luther, Vorrede zur Offenbarung Johannis, Das Newe Testament, Wittenberg 1534)
"Hie sind nu die zwey thier, Eins, ist das Keiserthum, Das ander mit den zweien hörnern, das Bapstum, welchs nu auch ein weltlich Reich worden ist, doch mit dem schein des namens Christi, Denn der Bapst hat das gefallen Römisch Reich, widder auffgericht, vnd von den Griechen zu den Deudschen bracht, Vnd ist doch mehr ein Bilde vom Römischen Reich, denn des Reichs cörper selbs, wie es gewesen ist, Dennoch gibt er solchem bilde geist vnd leben, das es dennoch seine stende, rechte, glieder vnd Emptte hat, vnd gehet etlicher masse im schwang, Das ist das bilde, das wund gewesen, vnd widder heil worden ist."
(Luther, Vorrede zur Offenbarung Johannis, Das Newe Testament, Wittenberg 1534)
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