Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA:

Aw: Gardelegen 11 Jan 2010 17:10 #61

Was greift sich der Vogel da?

Viel ist da wirklich nicht zu holen. Außer vielleicht für einen Vogel.
Die Schnabelspitze berührt das Wasser der Milde (alter Flußlauf) - heute ist dort immerhin noch ein Teich. Der Blick des Vogels geht (wohl sehnsüchtig) zur alten Mühle (in der Karte ist dort ein Anschlussgleis der Bahn zu erahnen). Allerdings sind es bis zum Korn noch 200 Meter.
Direkt unter des Schnabels Spitze befinden sich die Vogelgehäge des städtischen Tiergartens. Diese zu füttern, könnte er nicht besser sitzen :-)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 11 Jan 2010 18:24 #62

Dann erklärt sich auch der Eizahn(Mühle konnte ich nicht entziffern) des jungen Adlers:

Nun lese ich "andauernd" was von Gleisanschluss? Was für eine Bahn soll denn da entlang gefahren sein? Und wo ist sie geblieben? Ausserdem, ein Tiergarten in Gardelegen? Steh ich auf dem Schlauch?
Fragen über Fragen

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 11 Jan 2010 19:21 #63

Steh ich auf dem Schlauch?

Der Fluss fließt schon lange nicht mehr in diesem Bett.
Und die Mühle brauchte ihn nicht mehr. Die "Eizahn-Mühle" war nämlich eine Walzen-Mühle, bis sie 1990 den Betrieb einstellte und ende der Neunziger abbrannte. Mühlen wurden auch zu DDR-Zeiten nicht mehr mit Wasser betrieben.
Der schwarze Strich auf der von Ihnen verwendeten Karte, und zwar der von unten Mitte nach rechts Oben stellt ein Bahngleis dar. Ursprünglich über Kalbe nach Salzwedel führend, endete es seit den 60ern an der Mühle. Jetzt stehen dort Eigenheime. Mit der Bahn gelangt man nicht mehr dorthin.

"Tiergarten" meint nur einen kleinen Vorgarten. Die Anzahl der Gehege wird so gegen ein Dutzend zählen. Ein paar Rehe und etwas Kleinvieh, die Vögel halt am Schnabel.
Vor zwölf Jahren zog ich weg, aber einige Vögel sollten geblieben sein.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von ron.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 12:29 #64

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 13:53 #65

Vielen Dank auch!

In den Jahren 2001 bis 2004 - als u.a. die Texte
über Gardelegen und Werben entstanden -
waren wir uns noch nicht über die Komplexität
der einzelnen Stadtplanungen im Klaren.

Vielmehr wollten wir wissen, ob das Phänomen
wirklich flächendeckend war und gaben uns
oft mit dem ersten gefundenen Bild zufrieden.
Jeder graste zudem andere Gegenden ab.

Da wir immer öfter in derselben Stadt unterschiedliche
Bilder fanden (z.B. Eberswalde - in Axels Buch
sind weder der Schweinekopf noch das Lamm enthalten,
in Rostock fand Axel hingegen den von mir übersehenen Wal)
wurde klar, dass es sich um Vexier- und Mehrfachbilder handelt.

Was die Sache reizvoller, aber noch schwieriger zu vermitteln macht.

Z.B. fand Uwe Topper - als ich ihm mal das Lamm zeigte,
nachdem er schon den Löwen nicht erkannte -
dass das alles x-beliebig sei.
Es ist daher immer ratsam, die Kontrollstrukturen
zu beachten, wenn man auf Figurensuche ist:
die Kirchenkonstellationen, Legenden, Denkmäler, Wappen usw.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 17:19 #66

Läßt sich spiegelbildlich (gegenläufig) auch ein Adler (Gegenadler) in die Urbanoglype einfügen?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 17:39 #67

ein schwein hätte ich noch
mit ringelschwanz

Anhänge:

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 20:26 #68

Läßt sich spiegelbildlich (gegenläufig) auch ein Adler (Gegenadler) in die Urbanoglype einfügen?

Ein junger(?) Gegenadler schaut mit dem gleichen Auge, nur eben anders herum.
Die Strasse in seinem Schnabel heisst Baderstraße.

@ Ron, was sitzt da auf seinem Schnabel?
Die Straße die das (gemeinsame) Auge markiert heisst übrigens Goldener Ring!
Finden konnte ich auf die Schnelle nur dies;
de.wikisource.org/wiki/Der_wunderbare_Ri...ilie_von_Alvensleben
Vielleicht kann uns Ron erzählen, was der 1970 abgerissene Goldene Ring war?
Oder ist das das besagte fehlende Stück? Der Strassenname scheint sich nur auf einen Teil des
Auges zu beziehen, also kein geschlossener Ring zu sein?
Auch das Pferd ist in der anderen Richtung unterwegs. Es hat ja die Stadt vor seinem Sturz fast komplett umrundet:


Interessant noch dies:
de.wikisource.org/wiki/Die_alte_und_die_neue_Stadt_Gardelegen

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 22:02 #69

was der 1970 abgerissene Goldene Ring war?

Der goldene Ring war ein einfaches Wohnquatier in etwa dreieckiger Form.
Der Gardelegener Helmut Friedrichs gibt einen Stadtspiegel heraus.
Auf seiner Internetseite
Stadtspiegel
hat er viele Bilder. Unter der Rubrik "Stadtgeschichte / Straßen und Gebäude" gibt es eine Reihe alter Fotos. Ist leider Flash, so dass man keinen Link setzten kann.
Das 35. Foto dieser Serie zeigt den "Goldenen Ring". Auf dem Foto ist die Aufschrift Möbelhaus zu sehen. Ich glaube, das war kurz vor dem Abriss.
Morgen stelle ich das Bild mal ein.

An der Schnabelspitze des lingsblickenden Adlers befindet sich das ehemalige Landratsamt. Darüber (gegenüber der Marienkirche) das alte Krankenhaus, nach dem Krieg ebenfalls Verwaltungsgebäude des Landkreises.
Die gestrichelte Linie im unteren Pferdekopf ist heute tatsächlich ein Weg. Eine Tür in der Stadtmauer wurde geöffnet und so eine Verbindung von dem vor der Mauer befindlichen Parkplatz zur Innenstadt geschaffen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 12 Jan 2010 22:26 #70

Gardelegen wird von Mal zu Mal interessanter!

Was sagt denn ggf. der Bürgermeister dazu, Ron, den Du gut kennst.
Kann man ihm und evt. der Loge so etwas näher bringen, vielleicht zunächst unter dem Aspekt: "Fantasy und freie Assoziationen zu einer bedeutenden mittelalterlichen Stadt", um verborgenen Ängsten und Widerständen vorzubeugen?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 13 Jan 2010 09:38 #71

"Fantasy und freie Assoziationen zu einer bedeutenden mittelalterlichen Stadt"

Der Titel gefällt mir.
Ich hatte schon überlegt, die Texte hier zu einem Vortrag zusammen zu fassen.
Unter der Überschrift "Die wahre Geschichte der Stadt Gardelgen" vorzutragen fand ich dann aber doch zu vermessen.
Zur Loge habe ich gute Kontakte. Deren Gästeabende sind auch ein gutes Podium, um die "Fantasy" zur allgemeinen Erbauung vorzutragen.
Und den Bürgermeister hole ich dann dazu.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gardelegen - Goldener Ring 13 Jan 2010 10:04 #72

Hier das avisierte Bild vom "Goldenen Ring"

Die Ring-Geschichte von Alvensleben muss ich erst noch lesen.
Ring_in_der_Familie_von_Alvensleben

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen - Goldener Ring 13 Jan 2010 12:56 #73

Unweit des Goldenen Ringes mündet - von der Nikolaikirche kommend - die Heldenstraße.
Helden von Gardelegen sind mir nicht bekannt.
Vor Jahren hatte ich einmal gehört, dass diese eigentlich "Hellen"-Straße heißt.
Eine "Helle" kann nun ein Abhang oder abschüssiges Gelände sein oder ein Abfluss.
Natürlich wurde dort auch Helles Bier gebraut.
Helle und Hellen gibt es aber auch bei den Griechen.
Phrixos und Helle

Weiter assoziiert:
Hell ist das Gegenteil von dunkel.
Hell = galizisch Hölle
Hall = Sonne/Salz
Aber den Bezug zu Gardelgen finde ich nicht.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von ron.

Aw: Gardelegen - Goldener Ring 16 Jan 2010 14:08 #74

@ron,

Hell ist die Hölle, wie es Tuisto ja schon geschrieben hat.

Gardelegen besitzt ja einen Roland.

Wo aber kommen die Rolande her?

Da ist schon interessant zu wissen, dass auch Napoli einen 1734 am Hafen besass.

Zu sehen: Hier

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Ingwer. Begründung: Link

Aw: Gardelegen - Goldener Ring 16 Jan 2010 14:59 #75

Der Name Roland geht auf einen zweigliedrigen germanischen Rufnamen Hruodland zurück, der sich aus den Gliedern "hruod" (Ruhm) und "land" (Land) zusammensetzt. Bekannt ist der Name auch durch die Rolandsage.
Varianten:
Rolan
Rolando
Orlando
Lorant

Ruhmland wäre auch Rhum oder Rom-Land.
Or-lando ist das Goldland (Der goldene Ring?)

Ro oder Ru ist die Blume des Lebens, die Vesica Pisces, die Mandorla, Fischblase und das Böse
Re oder Ra oder ray ist der Sonnenstrahl zur Erde (Lay die Linie)
Aar oder Ar ist der Adler oder Strahl von der Erde nach oben
Ir/r ist das Verrückte, Umgekehrte, Weibliche (Ir-Min-Sul = Weib-Mann-Säule oder Minus-Plus-Säule)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen - Goldener Ring 17 Jan 2010 10:20 #76

Hell ist die Hölle , wie es Tuisto ja schon geschrieben hat.

Von der Hell enstraße gelangt man auf kurzem Wege - durch das Salzwedeler Tor aus der Stadt heraus. Richtung Salzwedel gelangt man dann über das Dorf Berge nach etwa einer Meile in die "Hell berge". Deren drei "Gipfel" überragen Gardelegen (48 m üM) um 100 Meter.
Der Starkenberg erinnert auch wieder an den Helden. Weiter nördlich gibt es auch einige schroffe Felsen, weshalb auch "Altmärkische Schweiz" dazu gesagt wird.
Diese höchste Erhebung Deutschlands nördlich des Harzes ist aber doch eher ein Hügel und will mir so gar nichts mit einer Hölle zu tun haben.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 17 Jan 2010 13:21 #77

Hallo Ron,, Hast du das Buch von Gernot Geise:

Das keltische Nachrichtensystem
Gernot L. Geise


"Warum hat Karl der Große vierzig Jahre lang vergeblich versucht, die Sachsen zu überfallen? Wann und woher er auch anrückte, immer waren sie rechtzeitig vorgewarnt, so daß sie seine Angriffe zurückschlagen konnten. Das war nur durch ein überregionales Nachrichtensystem möglich. Die europäische Gesellschaft für Frühgeschichtliche Technologie und Randgebiete der Wissenschaft EFODON e.V. hat in ihren Forschungen das ehemalige keltische Nachrichtensystem entdeckt und rekonstruiert, von dem die Schulwissenschaft noch nicht einmal weiß, daß es ein solches gab! Fünf Jahre Forschungen des EFODON e.V. erbrachten ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann - die Entdeckung und Rekonstruktion des ehemaligen keltischen Nachrichtennetzes, von dem die Schulwissenschaft noch nicht einmal weiß, dass es ein solches gab! Doch es war sogar sehr ausgefeilt: im Alarmfall wurden haushohe Feuersignale gegeben, und die reine Nachrichtenübermittlung funktionierte mit Hilfe wassergefüllter Glaskugeln. Überall auf den Landkarten eingezeichnet sind die Hellwege, die Hellberge und die Teufelsplätze. Die Schulwissenschaft schiebt sie in die Mythologie, doch weit gefehlt! Wo Hellberge waren, dort stand einst eine Nachrichtenstation. Und der Teufel? Das war der Hellmann, dessen Aufgaben die Nachrichtenübermittlung und mehr waren."

Wenn nicht, solltest Du es Dir unbedingt besorgen. Hier haben Geise und andere Efodon-Mitglieder herausragende Grundlagenforschung betrieben!

Ich möchte aber noch hinzufügen, dass Hell = Hall = Salz, Halle, hallen bedeutet.
Die unteridschen Salzstöckhallen waren sehr wahrscheinlich Ursache für die erste Assoziation der keltischen Bergleute zwischen Hell und Hölle. Der Terminus wurde später auf die Mannschaften, die für die Licht-Kommnukation entlang der Hellwege, für die Totenverbrennung und wahrscheinlich für das Köhlerhandwerk (Die Teufel) zuständig waren, übertragen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 17 Jan 2010 14:33 #78

unbedingt besorgen

mache ich

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 13:41 #79

Wo aber kommen die Rolande her?


Meiner Ansicht nach ist die Rolandsfigur eine heidnische Parallele zum Messias, angepasst an ritterliche Helden im Mittelalter.

Das Rolandslied verweist auf die wahre Quelle:

1.) Das Tal von Ronceval als "Schlachtort" ist schon in Verdaguers Atlantis-Poem genannt.

Da sah er wie die schnee’gen Pyrenäen In glühend roten Feuerflammen standen. Ins Tal von Ronceval und nach Asturien Wälzt sich die Glut auf Wirbelwindes Rücken. Sie kam von Ost, wo Morgensonnengold Die Wälder streift. Die Lavawogen zischen, Nicht Gletschers Höhen noch des Abgrunds Tiefen Noch Wasserfalles Tosen hält sie auf. Die rotgeschuppte Riesenschlange trägt Von einem Meer zum andern das Entsetzen, Durcheilt Europa; Rauch und Flammen speit sie, Und ihrem Haupt entsprühen Feuergarben. Sie brüllt und heult, verengt mit ihrem Hauch Der Nebelwolken dichten weißen Schleier: Für solche Glut sind sie nur Spinngewebe. Die wilde Flamme springt von Berg zu Berg Und wirft ins Tal des Höllenkraters Schein. Vom steilen Abhang rollt sie Felsenmassen, Entwurzelt Bäume, türmt zum Berg sie auf; Wie Äste knickt sie krachend Buchen, Eschen. Von Rauchgewölk und Flammen überdeckt, Zerfällt der Hirten Heim in Staub und Trümmer. Der Tränenstrom der Hartbedrängten löscht Die Flamme nicht. Sie fliehn nach allen Seiten Mit wild zerrauftem Haar, und hinter ihnen Läuft ihre Lämmerschar mit lautem Blöken; Als Freunde neben ihnen Wolf und Bär.


Obiges Zitat stammt aus dem Beginn des Poems. Wie die Schlacht ausging, steht am Ende:

Dort war es, so erzählt die fromme Sage, Wo Herakles die Stimme wieder hörte, Die ihn im Donner rief auf Calpes Felsen – Und ihn erzittern ließ in heil’ger Furcht. Am Abend war es, nach dem Sturm des Tages, Wo sie im sanften Säuseln zu ihm sprach: „Ich bin es, der geleitet deine Hand, Wie man sie einem zarten Kinde führt, Als du des Westens Babylon zerstörtest. Ich bin es, der den Flammenblitz gesendet, da es im Stolz sich gegen mich erhob und eine Leiter in die Wolken baute, ich bin es, der vernichtet, seine Berge, Der dir zu Füßen legte die Titanen; Ich gab den Sieg dir über Ungeheuer. Ich bin’s, der Welten schafft und sie zerstört. Und was in deiner Hand die Keule ist, Bist du, o Mensch, für meine Gottesmacht


Vor dem tapferen Ritter mit dem Schwert war also Herakles mit der Keule. Dass die Keule nur eine Metapher ist für eine Waffe, die mit einem Blitz eine ganze Stadt zerstört, erfährt man auch am Rande. Der Bezug zum Turm zu Babel ist offenkundig und auch Sodom und Gomorrha lassen grüßen.

2.) Was im Rolandlied aber noch auf den Erlöser hinweist, ist der Bezug zum Buch Josua und dem gleichnamigen Helden sowie der Bedeutung seines Namens. Wie im Buch Josua wird auch im Rolandslied der Tag verlängert, damit die Feinde geschlagen werden können.

Bleibt die Frage, warum die Rolandsfigur immer so übermenschlich groß dargestellt ist?

Nach meinen Erkenntnissen weist die Tageszeitverlängerung im Buch Josua auf die Mondentstehung, in deren Folge es zur Tageszeitverlängerung kam. Diese Tageszeitverlängerung ist das sichtbare Anzeichen einer Erdrotationsverlangsamung, in deren Folge sich die Gewichtskraft auf der Erde änderte. Vor der Katastrophe waren Menschen (Riesen) und Tiere (Dinosaurier, Mammut, Mastodon usw.) größer. Damit war auch der Erlöser ein Riese und seine heutige heidnische Metapher, der Roland, ist es deshalb ebenfalls.

Dem Betreiber der Rolandseite habe ich schon mitgeteilt, dass die "Butterjungfer" wohl eher für die Mutter des Erlösers steht und sie dessen Waffe (die mit dem Blitz) schon bereithält. Hier ein Gang durch das Bodemuseum mit dem Blickwinkel auf die Erlösermutter, den Erlöser und die Waffe des Erlösers: www.forumromanum.de/member/forum/entry_u...rstoerung_kunst.html

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 14:38 #80

Man kann - in aller Bescheidenheit -
den Roland auch im wahren Asturien
- am Sternenhimmel - finden:
Orion ist dort sein Name.

Die Rolandsfiguren sind so was
wie Platzhalter für den Goldjungen,
wenn er sich in der Welt herumtreibt:
gewissermaßen:
Verweile doch, du bist so schön!

Die Butterjungfer ist ja in Zerbst zu sehen
und wurde früher in Magdeburg rumgeführt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 19:19 #81

Der Roland von Zerbst:

www.roland-apotheke-hannover.de/roland-zerbst.html

"Es fehlt aber wie dem Quedlinger Roland der Mantel. Sein rechtes Bein ist etwas angezogen, seinen Fuß setzt er auf einen Hund. Diese Besonderheit konnte bislang nicht gedeutet werden."

Diese Besonderheit ist sehr einfach zu erklären und beweist, dass es sich beim Roland um Orion und nicht etwa um Herkules handelt.

Orion hat auf den Himmelatlanten sein bein leicht angezogen. Seine Begleiter sind seine beiden Jagdhunde (wie beim alten Fritz). Er steht auf dem Hasen Lepus (=Lupus Wolf), den er jagt.

Die Butterjungrauen werden auch mit mittelalterlichen Asylsteinen in Verbindung gebracht.

Ich empfehle diesbezüglich neben den Erkenntnissen von Prusak auch immer wieder gerne Dr. Werner Papke zu studieren:

images.google.de/imgres?imgurl=https://ww...6start%3D90%26um%3D1

Wichtig ist, dass Phaeton in den Eridanus (= auch Jordan, totes Meer?) fiel.
Da auch Herkules ähnlich wie Orion dargestellt wurde und es eine Verbindung beider in dem von Bremer geposteten Text über Babylon gibt, kann schon sein, dass beid in der Mythologie z.T. verschmolzen wurden. Der Roland scheint mir aber grundsätzlch der Orion zu sein, der Christusträger, des selbst Christus/Osiris sein sollte.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto. Begründung: Erweiterungen

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 21:41 #82

Der Roland scheint mir aber grundsätzlch der Orion zu sein, der Christusträger, des selbst Christus/Osiris sein sollte.


Da widerspreche ich nicht.

Auch bei mir steht Herakles für Christus.

Herakles, der felltragende Erlöser (von vielem) = Enkidu, der felltragende Erlöser von Chumbaba.

Enkidu wurde im Gilgamesch-Epos gesalbt = Christus.

Die Salbung wurde aus dem Gilgamesch-Epos in ähnlichem Text in 2Henoch übernommen --> Henoch = Christus

Jesus predigte diese alten Überlieferungen, bis man sie auf ihn selbst bezog.

Der wahre Gesalbte in den biblischen Überlieferungen ist aber Henoch, denn der wurde AUF BEFEHL Gottes von Ernengel Michael gesalbt, kein Vergleich mit der Salbung eines Jesus OHNE Befehl Gottes durch Maria-Magdalena.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 22:21 #83

Auf alten Atlanten heißt Herkules auch Engonali, was eine gewisse Ähnlichkeit mit Enkidu ausweist. En ist Herr, Kule oder Gonali die Keule. Ki-du bedeutet aber m.E. "über die Erde gehen", also entweder Nomade oder Ackermann. Das wäre wieder eher der große Jäger Orion.

Papke vertritt m.E. aber zu recht die Ansicht, dass Gilgamesch Orion und damit für uns der Roland ist:

Abb. 5 Der hinter dem Stier kniende Rinderhirte DUMU.ZI (Tammuz) - im Gilgamesch-Epos Enkidu, „Herr (EN) des fruchtbaren Ackerfeldes (KI.DU)“, genannt - und der vor dem Stier stehende Schafhirte Gilgamesch (Hirtenstab weggelassen) am Himmel von Sinear um 2340 v.Chr. Die beiden Helden waren ursprünglich vor der Sintflut als Abbilder des Ackerbauern Kain und des Schafhirten Abel, der Söhne Adam´s, in die Sterne gesetzt worden. Kain-DUMU.ZI (Tammuz) wurde im Mithraismus zum Rinderhirten Mithras. Im 6. Jahrhundert v.Chr. änderten die Babylonier den Rinderhirten in einen Widder ab. Der Schafhirte wurde bei den Griechen zum Orion.
Aus: Papke, Werner: Die geheime Botschaft des Gilgamesch,

Wir sehen aber eines: Enkidu und Gilgamesch sind die Zwillinge, wie Christ und Antichrist.
Keiner von uns ist in der Lage zu unterscheiden, wer der wahre Gesalbte ist, war oder sein wird. Es ist halt ein Himmelspiel!

Zu den Keulenträgern gesellt sich noch Boötes mit seinen 2 Jagdhunden, als Schäfer vielleicht noch eher das Vorbild des alten Fritz.

Boötes ist bei Papke: Adam, Noah, Dionysos, Ikarios und Joseph.

Joseph deutet m. E. Herwig Brätz besser als Cepheus (z.B. Brandenburg, S.36)

Es ist natürlich sehr schwierig, Sternbilder und deren Mythen mit einem ggf. realen Raumschiffabsturz (für mich eher Planetennahbegegnung mit Kometenabsturz auf die Erde in historischer Zeit, das gilt auch für eine mögliche Entreissung des Mondes aus der Erde) in Verbindung zu bringen. Allerdings könnten die Sternbilder den erinnerten Hintergrund für die Chaosszenerie am Himmel gewesen sein.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: Gardelegen 19 Jan 2010 23:13 #84

Es ist wirklich schwierig und derzeit wohl nicht mit Sicherheit festzuhalten, wer zu wem gehört.

Für mich hat sich jedoch herauskristallisiert, dass es einerseits zwei (und mehr, bis zu sieben) Erlöser gab und die Rollen teils wechseln: Enkidu und Gilgamesch, Arjuna und Krishna, Hanuman und Rama, Thor und Loki, Siegfrid und König Gunter, Achilles und Odysseus, Herakles und Hylas bzw. Iolaos usw.

Andererseits gibt es häufig das (Zwillings)Paar, von dem einer der Erlöser, der sich opfert und stirbt und der andere der Führer des überlebenden Volkes in ein neues Zeitalter ist: Abel und Kain, Esau und Jakob, Haran und Abraham, Henoch (der Bruder Noahs) und Noah, daraus abgeleitet Enkidu und Utnapischtim, Helle und Prixos, Agamemnon und Menelaos usw.

Viele der Überlieferungen sind allerdings verstümmelt. So kann man die Bedeutung des felltragenden Esau aus der Bibel nicht erkennen, erst das Buch Jaschar bringt die nötigen Informationen.

Insofern sehe ich in Mithras eher den pimeren Erlöser, also den felltragenden Enkidu, Esau, Arjuna oder Hanuman.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 07:27 #85

Ich habe gestern wieder mal ganz
begeistert in Dieter Bremers Buch gelesen.

Vielleicht wurden die Sternbilder erfunden,
als der Himmel leer war
und die Erinnerungen konkrete Orte
am Himmel brauchten.

Der "wahre Roland" mag ein anderer gewesen sein,
Orion ist aber ein würdiger Vertreter.

Die spannende Frage ist ja, ob sich
der Marxsche Letzte Große Ruck um 1350
mit Bremers Atlantiskatastrophe um -10000 deckt?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 08:15 #86

Die spannende Frage ist ja, ob sich
der Marxsche Letzte Große Ruck um 1350
mit Bremers Atlantiskatastrophe um -10000 deckt?

also
eine vision mit der anderen -
das sollte doch zu schaffen sein

zumal
es ja schon als erwiesen betrachtet wird
das der mensch nach katastrofen sterne erinnert

oder
alternativ als 08/15 - kollektiv einfach mal
schnell alles vergißt

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von berlinersalon.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 09:39 #87

Zu den Sternbildern:

Der Himmel war natürlich nicht leer. Wie nach kosmischen Katastrophen üblich aber sehr lange verdeckt (und damit quasi temporär leer). Noch entscheidender wird aber gewesen sein, dass - so sehe ich es jedenfalls - die Erdachse danach eine andere Ausrichtung hatte. Nicht nur im Timaios gibt es deutliche Hinweise darauf, dass sich die Sterne am Himmel verändert haben. NACH dieser Veränderung wurden die Sternbilder neu interpretiert oder neuen Gegenden zugeordnet. Sehr schön erkennbar beim - je nach Überlieferung von Zeus oder Hera ausgesprochenen - Badeverbot für die Bären am Himmel. Da passt es doch zu einem vorhergehenden Beitrag von mir, dass Alexander von Humbold 1827 noch erwähnte, dass überliefert ist, dass der Mond früher nicht existiert haben soll und erst nach dem Kampf der Olympier - natürlich u.a. mit Zeus, Hera UND Herakles - gegen die Giganten erstmals erschienen sei.

Was den Zeitpunkt der Atlantiskatastrophe betrifft, so ist Platons Datierung für mich DERZEIT im Bereich der Wahrscheinlicheren. Es gibt aber Hinweise, die diese Datirung sowohl einige Jahrtausende nach vorne als auch nach hinten verschieben könnten. Mit dem LETZTEN großen Ruck hat das nichts zu tun. Was ist diesbezüglich "groß"? Wenn Herkules die Kontinente trennte - wie ich es in einem Zitat hörte, dessen historische Quelle ich noch nicht recherchieren konnte - dann war auch das Erdbeben in Haiti noch nicht der letzte (große?) Ruck.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 10:23 #88

Wie nach kosmischen Katastrophen üblich..
Noch entscheidender wird aber gewesen sein,
dass - so sehe ich es jedenfalls - die Erdachse danach
eine andere Ausrichtung hatte.

& wie erklären sie es,
daß berg, - fels, - und großsteinmonumente
auch heute ihre kosmischen ausrichtungen
noch nicht verloren haben ?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 11:55 #89

& wie erklären sie es,
daß berg, - fels, - und großsteinmonumente
auch heute ihre kosmischen ausrichtungen
noch nicht verloren haben ?


Ich schließe nicht aus, dass die beiden großen Pyramiden vorsintflutlich sind und die Katastrophe überstanden haben. Fraglich, was sonst noch aus dieser Zeit stammt. Muss man von Fall zu Fall am Objekt konkret hinterfragen.

Um welche Berg-, Fels- oder Großsteinmonumente soll es sich handeln?

Übrigens: Ich hatte mich zur Rolandfigur geäußert, di ehier mehrfach besprochen wurde. Jetzt sind wir ziemlich vom Thema abgekommen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Aw: Gardelegen 20 Jan 2010 15:29 #90

Wenn Herkules die Kontinente trennte - wie ich es in einem Zitat hörte, dessen historische Quelle ich noch nicht recherchieren konnte - dann war auch das Erdbeben in Haiti noch nicht der letzte (große?) Ruck.


Herkules trennt die Kontinente auch noch Heute und dies nicht zu knapp!

Ein Sprung zu Haiti! Haiti (Heidi) > Hitai > Gitay. Da sind wir schon fast am Ursprung
angelangt.
Nicht am Ursprung des Bebens, auch nicht des Gebens, sondern des Nehmens.

Wie klein doch die Welt ist!

Noch entscheidender wird aber gewesen sein,
dass - so sehe ich es jedenfalls - die Erdachse danach
eine andere Ausrichtung hatte.

& wie erklären sie es,
daß berg, - fels, - und großsteinmonumente
auch heute ihre kosmischen ausrichtungen
noch nicht verloren haben ?


Das bin ich mit dem berlinersalon einig! Es hat sich nicht viel verändert,
weil der Zeitsprung zu diesen Monumenten zurück kürzer ist, wie die Lehre
uns dies verkaufen möchte!

Was Vorher war, dies weiss nun wirklich Niemand!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.