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15 Jahre 8 Monate her #2742 von ron
ron antwortete auf Aw: Nach Gutdünken

es läßt sich doch die ganze vergangenheit
nicht nur auf ritter und sch - weden
eindampfen

Die Vergangenheit war so vielfältig wie die Gegenwart. Jeder hat seine Brille auf und sieht Teile davon deutlicher als andere. Darum ist es gut, dass es das Forum gibt und der Blick geweitet wird.


3 km von wendemark entfernt

Was ist für Dich eine Mark??
Mark ist für mich eine Markierung.
Marken, wie die Altmark oder die Mark Brandenburg sind markierte Gebiete. Also Gebiete mit einer exakt bestimmten Außengrenze (keie Grenzlande). Die "Mark" hatte immer eine bekannte Bedeutung. Als Gewicht ebenso, wie als Geldstück oder Markenprodukt heute.
Ein Markgraf war mithin kein Grenzgraf sondern ein Territorialherr.
Territorialherrschaft war nämlich keinesfalls etwas gewöhnliches - wie es uns aus Sicht des 20./21. Jh. vorkommt. Ein Reich hatte i.d.R. keines Schlagbäume, an denen der König erkennen konnte wo es aufhört. Es war mal größer mal kleiner, je nach seinem oder seiner Vasallen Kriegs- Diplomaten- oder Heiratsglück.
Die Mark allerdings blieb die Mark. Erwarb der Markgraf eine Herrschaft hinzu, wurde auch sein Titel länger.
Erst mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges hatte sich m.E. Territorialherrschaft als Prinzip durchgesetzt.
Der König ´in´ Preußen (terr. begrenzt) wollte gerne König ´von´ Preußen werden. Als er König "von" war, sagte dies aber nichts darüber, wo er etwas zu sagen hatte.
Drum nannte er sich:
König von Preußen, Markgraf zu Brandenburg, souveräner und oberster Herzog von Schlesien, Großherzog vom Niederrhein und Posen, Herzog zu Sachsen, Westphalen und Pommern, zu Lüneburg und Bremen, zu Holstein, Schleswig und Lauenburg, Burggraf zu Nürnberg, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Ostfriesland, Osnabrück und Hildesheim, zu Nassau und Fulda, Graf zu Hohenzollern, Herr von Frankfurt. Erst als das keiner mehr in Frage stellte machte er es kurz und nannte sich "König von Preußen etc. etc. etc."

Mark deutet immer auf etwas abgeschlossenes, allgemein bekanntes und akzeptiertes hin.
Die Gemarkung war und ist bis heute etwas Festes. Dabei ist es egal, ob sie eine Allmende, bäuerliches Separateigentum oder adlige Grundherrschaft umschloss. Auch bei heutigen Gemeindegebietsreformen bleiben die Gemarkungen unberührt.

Das -lieber Wolfgang- fällt mir (mal eben so hingeworfen) zum Thema Mark ein.
Du hast andere und sicherlich interessante Assoziationen. Markierungen innerhalb eines großflächigen Vermessungssystems sind auch ein interessantes Thema.

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15 Jahre 8 Monate her #2743 von berlinersalon
zu werben / wenden wieder kein wort
soviel zum geweiteten blick

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15 Jahre 8 Monate her #2744 von ron
ron antwortete auf Aw: Nach Gutdünken

zu werben / wenden wieder kein wort

Allein das Wort: WENDEN
kann wohl nicht zur Diskussion anregen. Dazu gehört auch eine gute oder provokante Theorie.

Zu Wenden, Venetern, Vandalen, Slaven ... ist hier und auch Anderswo schon viel geschrieben worden. Eine plausible Erklärung zu diesem Themenkreis fehlt aber m.E.
Hast Du einen Vorschlag?

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15 Jahre 8 Monate her #2745 von berlinersalon
auch
werben - wenden im umkreis von berlin
sind ortsgründungen der wenden
also vorfeudal-klerikal

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