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Fomenko in der NZZ

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9 Jahre 2 Monate her - 9 Jahre 2 Monate her #11214 von Tuisto
Tuisto antwortete auf Fomenko in der NZZ
Hierzu ergänzend ein Statement des klarsichtigen Rudolf Steiner, vor knapp 100 Jahren angesichts des ersten Weltkriegs, der erstunkenen und erlogenen Geschichte und der ahrimansichen Kräfte, an unsere Zeit gerichtet:

"An unsere physische Welt grenzt ja unmittelbar eine andere, eine übersinnliche. Niemals war das Hereinwirken dieser an unsere physische Welt angrenzenden metaphysischen Welt so intensiv wie in dieser Zeit. Nur merken es die Menschen nicht; sie merken es noch nicht einmal, wenn es furchtbar, schauerlich wird, wenn es einem die Seele umdreht. Es gehen heute Worte durch die Welt von so intensiv aufklärendem Charakter, daß eigentlich unzählige Menschen stutzig werden müßten. Sie werden es in der Regel nicht, wenigstens lassen sie sich nichts davon anmerken, daß sie es tun.

Einige Freunde werden sich erinnern, daß ich im Laufe der letzten drei Jahre öfter auf eines aufmerksam gemacht habe, daß, wenn man einmal in der Zukunft - gegenwärtige Kritiker taten das leider nicht, obwohl man es ganz gut könnte - die Geschichte dieses sogenannten Krieges schreibt, man nicht die gleiche Methode wird einschlagen können, durch die jenes Märchen, jene Legende, wie soll man es nennen, zustande gekommen ist, die man gegenwärtig als Geschichte bezeichnet. Zustande gekommen ist dasjenige, was da ist, dadurch, daß gelehrte Herren - so nennt es die Welt - monate-, jahrelang, jahrzehntelang sich in die Bibliotheken gesetzt haben, diplomatische Dokumente studiert haben, um Geschichte zu schreiben.

Es wird die Zeit kommen müssen, wo von dieser Geschichte, die auf solche Weise zustande gekommen ist, der größte Teil Makulatur sein wird.

Aber man wird die Geschichte der letzten Jahre gar nicht nach derselben Methode schreiben können, wenn man nicht geradezu verrückt ist. Denn diejenigen Dinge, die zu diesem Chaos geführt haben, die werden sich nicht ergeben für jene Menschen, die bisher Geschichte geschrieben haben, sondern für solche Menschen, die eine lebhafte Empfindung dafür haben, was es heißt, wenn einmal ein bedauernswerter Mensch der Gegenwart vor das Gericht gestellt wird und vor die Welt hinschleudern muß das traurige Wort als Zusammenfassung seines Zustandes:

Da geschah dies, da geschah das, und in diesem Augenblick verlor ich den Verstand! - Suchomlinow, der bedauernswerte Mensch, hat diese Worte selbst gestanden: Da verlor ich den Verstand.

Es haben mehr Leute in derselben Zeit den Verstand verloren, nicht er allein. Und was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe, die nur angedeutet werden können dadurch, daß Menschen gestehen müssen, sie haben den Verstand verloren, was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe?

Das sind Augenblicke, wo Ahriman mit seinen Scharen den Zugang findet zum Menschengeschlechte und zum Menschengeschehen. Wenn der Mensch wacht über sein Bewußtsein, wenn dieses Bewußtsein in keiner Weise getrübt und herabgelähmt ist, dann können weder Ahriman noch Luzifer an dieses Bewußtsein heran.

Wenn es aber herabgedämpft ist, wenn man nötig hat, für dieses Bewußtsein die Formel zu gebrauchen: Ich habe den Verstand verloren -, da betritt in diesem Moment Ahriman mit seinen Scharen das Weltengeschehen.

Da geschehen Dinge, die nicht in diplomatische Dokumente geschrieben werden, in welche - das sei nur in Parenthese angeführt - in den letzten Jahrzehnten in der ganzen Welt wirklich recht wenig Vernünftiges hineingeschrieben worden ist.

Aber abgesehen davon, was geschehen ist in unserer Zeit und was zu diesem Chaos geführt hat, das sind ja nicht Menschentaten allein, das sind vor allen Dingen Taten ahrimanischer Wesenheiten, die den Zugang versuchen durch Herabdämpfung des Bewußtseins der Menschen. Ich weiß, daß hier manche sitzen, die genau wissen, daß sie bald, nachdem die jetzige Weltkatastrophe hereingebrochen ist, von mir als Erklärung den Hinweis bekommen haben, daß, wenn man einmal darüber wird reden wollen, was diese Katastrophe herbeigeführt hat, man nicht wird reden dürfen aus Dokumenten heraus, sondern daß man wird nötig haben, diesen Weltenereignissen gegenüber auf solche Tatsachen hinzuweisen, durch die Geistig-Ahrimanisches den Zugang fand zum Menschengeschehen.

Notwendig ist es nur, daß man diese Dinge mit dem gehörigen Ernst nimmt, daß man sich nicht bloß formelhaft abstrakt, sondern wirklich konkret darauf einläßt, diese Dinge als Realitäten zu nehmen. Mögen die Menschen, die von solchen Dingen nichts wissen, heute noch so sehr darüber spotten, daß gesagt wird: Ahriman fand den Zugang zu der Menschheitsentwickelung. - Wenn sich diese Menschen heute lustig machen über diejenigen, die so sprechen, wird aber die Weltgeschichte hohnlachen denjenigen, die sich heute darüber lustig machen!"

fvn-archiv.net/PDF/GA/GA177.pdf
Letzte Änderung: 9 Jahre 2 Monate her von Tuisto.

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9 Jahre 2 Monate her #11220 von *CD
*CD antwortete auf Fomenko in der NZZ

Tuisto schrieb: Der Logos und die Alphabetaren,
...
Christus halt auf allen Basaren!


"and all the lousy little poets" (Cohen)

SCNR

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9 Jahre 2 Monate her #11221 von Tuisto
Tuisto antwortete auf Fomenko in der NZZ
Oh, da bin ich ganz bei Dir.
Es sind lausig dahingedichtete Zeilen.

Aber darin steckt mehr historische Wahrheit
als in den 1000 Seiten, in denen Fomenko von Jesus und Russland faselt.

Wir sind hier ja auch nicht auf der Wartburg.
Auch nicht in der Weimarer "Fruchtbringenden Gesellschaft"

Sieh es so:
Leonhard Cohen hatte als großer Literat und Barde beides:
Für Dich die Poesie und den Gedichtband
Für mich die Klarsicht und den Verstand.

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9 Jahre 2 Monate her #11222 von Tuisto
Tuisto antwortete auf Fomenko in der NZZ
@CD: Ich will es nochmal klarer und eleganter ausdrücken:

Nimm Du gerne den güldenen Becher mit honigsüsser Lüge darin.
Ich trinke lieber die bittere Wahrheit aus dem unscheinbaren Gral.

Übrigens fehlt mir noch Dein Kommentar zum geschichtskritischen Ansatz
des luciden Rudolf Steiner.

Ich möchte zugleich an die Beleidigungen erinnern,
die Pfister ihm gegenüber ausgestoßen hat.

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9 Jahre 2 Monate her #11231 von Basileus
Basileus antwortete auf Fomenko in der NZZ
Fomenkos "nationalist turn" begann, als er von der astronomisch begründeten Jesusgeburt im Jahre 1053 (Nova)
zu der in der erfundenen Geschichte beschriebenen Kaiserfigur Andronikus II. (angeblich Kaiser in Konstantinopel)
ein Jahrhundert offizieller Geschichte später wechselte.

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9 Jahre 1 Monat her - 9 Jahre 1 Monat her #11241 von lemur++
lemur++ antwortete auf Fomenko in der NZZ
Um dieser Artikel nicht für uns verloren gehen würde, kopiere ich den Text auf unserer Webseite, da er eines der wenigen im deutschsprachigen öffentlichen Raum ist, in dem Theorie von Fomenko und Nosovsky irgendwie diskutiert wird.

Da es keine Gestattung für diese Veröffentlichung bei dem Autor und der Zeitung angefragt wurde, heißt das, dass dieser Artikel auf berechtigte Forderungen sofort entfernt wird.

Also, " Die Krim wird zur «heiligen Erde» stilisiert (Fomenko in der NZZ )".

Einige Bemerkungen zum Artikel..
1. "Neue Chronologie" ist in Russland keine offizielle (und um so mehr, unterstützte) Theorie. Die Geschichte mit den Wurzeln der Jungfrau Maria in der Krim wird für die Werbe- und politischen Zwecke benutzt, ebenso wie die Geburtskirche in Palästina.
2. Dementsprechend gibt es keine finanzielle Unterstützung für Fomenko und Nosovsky (F&N) vom Staat. Die Tatsache ist, dass Sie in der Wirklicklichkeit relativ reiche Menschen sind, aber ausschließlich aufgrund ihrer wissenschaftlichen und literarischen Fruchtbarkeit, und vor allem, weil ihre Forschung von großem Interesse ist.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.
GChK = Geschistschronologiekritik.
CHRONOLOGIEKRITIK ist auch die Kritik der Traditionellen Geschichte.
Letzte Änderung: 9 Jahre 1 Monat her von lemur++.

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