Katastrophismus
"Kronos" beklagt sich darüber, dass Themen wie hier der Katastrophismus regelmässig und ziemlich schnell in der Gegenwart oder Zeitgeschichte landen.
Eigentlich plädiere ich nur für eine saubere Trennung der Themen.
Und dass die 'meisten' nichts von Geschichte, geschweige denn Katastrophen wissen, ist geschenkt. Wir sind hier ein kleiner Haufen, der sich mit einem ziemlich exotischen Hobby beschäftigt, das für den Lauf der Welt doch eher unbedeutend ist.
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Ein eigener Post für Katastrophen, die durch Krieg, Flucht und Vertreibung ausgelöst wurden, der auch die nähere Vergangenheit oder die Jetztzeit umfasst, macht sicher Sinn.
Es gibt auch nicht wenige Vertreter, die glauben, die Spät-Antike und davor andere, ältere Kulturen seien nicht durch wahrscheinlich weltweite, kosmisch induzierte Katastrophen vernichtet worden, obwohl genau dies von unseren Vorfahren überliefert wurde. Auch diese These wäre einen eigenen Thread wert.
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Und die Folgen sind diskutabel. - War diese Eruption ein Auslöser der Französischen Revolution?
Und? War sie?
Die Zeit sagt dazu:
Manche Forscher gingen sogar so weit, die Französische Revolution im Jahr 1789 auf den Laki-Ausbruch zurückzuführen. Ein Mythos, der heute noch unter Geologen und Touristenführern auf Island verbreitet ist. Die These: Eine Missernte im Jahr 1788, verursacht durch den Klimawandel nach den Vulkanausbruch, soll Hungersnöte ausgelöst, die Menschen in Aufruhr versetzt und schließlich die Revolution ausgelöst haben. Tatsächlich gab es diese Hungersnot – doch liegen zwischen den Ereignissen immerhin sechs Jahre.
www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-04/vu...bruch-island/seite-2
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So ein Hungerjahr ist nicht so schnell verdaut, um es mal salopp zu sagen. Die sozialen Konsequenzen können noch lange nachwirken. Die Unterprivilegierten auf dem flachen Land werden noch lange zu wenig zu essen gehabt haben...
Kann man übrigens schön bei Behringer über die sozialen und politischen Auswirkungen der Tambora-Krise nachlesen!
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Bei dieser Recherche lasse ich dir sehr gerne den Vortritt...
Hier müsste man fündig werden:
www.wienerzeitung.at/themen_channel/zeit...s&cal=v&t=1816-01-01
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Da wird der Versuch gemacht, die großen Tötungsbewegungen der Geschichte auf die verdrängte Erinnerung an die kataklystische Vergangenheit zurückzuführen: Die Totalitaristen waren getrieben von Katastrophenvisionen, der Überzeugung, dass das Unheil über sie hereinbreche und ein Endzeitdrama bevorstünde, das man nur durch ein – möglichst weltweit exekutiertes – reinigendes Blutbad überstehen könne, wodurch sich der unbewusste Drang im Menschen offenbare, die ihn traumatisierenden Großkatastrophen zu wiederholen, wie es Velikovsky in „Menschheit im Gedächtnisschwund“ vermutet hat.
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Wer ist Tom Fleischer?
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Tuisto schrieb: Danke für den Tipp.
Wer ist Tom Fleischer?
Bislang unbekannt, im Buch steht nichts zur Person; scheint ein weiterer katastrophistischer Hobbyforscher zu sein – wie das in dem Metier so ist …
die Betrachtungen, die er anstellt, sind jedenfalls gut durchdacht; an einigen Stellen vielleicht zu ausführlich, aber am Ende eine runde Sache
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www.nzz.ch/feuilleton/buecher/die-geschi...-ld.13341#kommentare
Ich habe in der Buchhandlung lange darin geblättert - und hab's dann doch nicht gekauft... (ich war wohl gerade nicht in einer Weltuntergangsstimmung).
Vielleicht kann es ja jemand hier empfehlen....
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