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Wer wusste was wann?
@Volker
Wenn Du Dir sicher bist, dass die Geschichte, welche an die Kette des rückwärts
konstruierten Kalenders stimmt, warum bist Du hier im Forum?
Tuisto kann natürlich für sich selbst am besten argumentieren. Ich erinnere nur an seine Aussage weiter vorne:
Die Fälschung der Chronologie gelingt hingegen nicht so ohne Weiteres. Sie ist bis etwa 1500 zigtausendfach redundant. Von 1200 bis 1500 zumindest in Teilen plausibel, von 1000 bis 1200 sehr problematisch und von da zurück bis zur verschütteten Spät-Antike Fantasy.
Selbst wenn bis 1500 alles ziemlich sicher ist, bleibt doch genug zu diskutieren übrig, oder?
Mich beschäftigt da z.B. der LGR (Letzt Große Ruck) von Christoph Marx, den er vor ca. 700 Jahren ansetzt ( www.paf.li/lgr.htm ):
Dannzumal, vor rund 700 Jahren, gelangten also Venus und Merkur auf ihre heutigen Umlaufbahnen, Erde und Mars passten sich den neuen elektrischen Umgebungsverhältnissen an und auch das Jupitersystem, zwischen Saturn und Sonne wohl nach wie vor eine energetisch vorherrschende Rolle spielend, wird sich seit dann dem allgemeinen Gleichgewicht eingefügt haben.
Die Klimaforscher sind nun eingeladen, anstelle der geliebten Treibhaus- und Ozonlochmodelle zu rekonstruieren, wie nach diesem Achsenkippen Grünland [15] recht schnell seine kilometerdicke Eisdecke akquirieren konnte, inwiefern der Permafrost Sibirien zu dieser Zeit heimsuchte, andererseits grosse Teile des nordamerikanischen Kontinentes vom Eis befreit wurden. Von den Geo- und Archäologen wiederum hätten wir jetzt gerne eine brauchbare Schichtenabfolge zwischen Hellenismus und heute gültig für ganz Eurasien.
Da wird doch zeitlich einiges (absolut und relativ) durcheinander geworfen (LGR vor 700 Jahren, Ende der Eiszeit in Nordamerika, Permafrost in Sibirien), sodass genügend Klärungsarbeit für Chronologiekritiker übrigbleibt.
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Da wird doch zeitlich einiges (absolut und relativ) durcheinander geworfen (LGR vor 700 Jahren, Ende der Eiszeit in Nordamerika, Permafrost in Sibirien), sodass genügend Klärungsarbeit für Chronologiekritiker übrigbleibt.
Klärungsbedarf gibt es sicher immer! Das steht ausser Frage.
Eiszeit und Permfrost lassen sich nicht genau zeitlich einordnen.
Versuche gab es immer schon. Allein was dazu vom Stapel gelassen wird →
Nee, nicht wirklich.
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Wie die menschliche Geschichte, so ist die Vergangenheit des Klimas auf verlässliche Daten angewiesen. Und diese gibt es nirgends.
Deshalb setzen die Geologen auch Jahrtausende und Millionen von Jahren in ihre Betrachtungen ein. So umgeht man den lästigen Einwand, dass viele Ereignisse katastrophisch sind und nicht evolutionär.
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Insgesamt liefert die Earth Impact Database eine umfangreiche Aufstellung der verifizierten Krater, also Impaktkastrophen ( www.passc.net/EarthImpactDatabase/Agesort.html ), darunter auch den Nördlinger Ries-Impakt ( de.wikipedia.org/wiki/Ries-Ereignis ).
Interessanter wird die Geschichte, wenn wir uns dem Holozän nähern (der absoluten Neuzeit, deren Beginn vor ca. 11.700 bis 12.800 BP angesetzt wird) und die nach herkömmlicher Lehre mit dem Abschmelzen der Eiskappe in Nordamerika, dem Aussterben der amerikanischen Megafauna und der Entstehung der Carolina-Bays in Amerika beginnt ( en.wikipedia.org/wiki/Younger_Dryas_impact_hypothesis ). Auch diese Katastrophe wird recht 'zivil' diskutiert. In diesen vorgeschichtlichen Zeitraum fallen auch die von den Tollmanns postulierten Impakte ( en.wikipedia.org/wiki/Tollmann%27s_hypothetical_bolide ).
Und auch für die Antike gibt es seitens der herrschenden Lehre bereits Bereitschaft, Katastrophen zu diskutieren, z.B. Holger Sonnabend, Naturkatastrophen in der Antike ( www.wbg-verlage.de/shop/de/wbv/katastrop...ntike-z004601-001--3 ). Angesprochen werden u.A. die Explosion von Santorin, der Helike-Tsunami (373 BC), der Vesuvausbruch (79 AC, ich weiß!), die Zerstörung von Alexandria durch einen Tsunami (365 AC).
Woran es allerdings immer noch hapert, ist die Bereitschaft, kosmisch induzierte Katastrophen durch Beinahekollisionen mit großen Himmelskörpern (à la Velikovsky) auch nur in Betracht zu ziehen, obwohl auch hier die Verfechter des Electric Universe, also Leute mit einer ganz anderen Interessenrichtung ( www.thunderbolts.info/wp/ ) wesentliche Beiträge liefern. So wird etwa das Valles Marineris (der Riesencanyon auf dem Mars) durch einen Blitzschlag erklärt, der beim Vorbeizug eines anderen Planeten den Canyon aus dem Mars herausgesprengt hat (sehr schön auf Youtube: ).
Also ich sehe das mit der Akzeptanz von Katastrophen nicht ganz so pessimistisch.
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Die universitären Wissenschaften blockieren vielmehr bei dem Umstand, dass jedes katastrophische Ereignis die überlangen Zeiten in Frage stellt.
War das Ende der "Eiszeit" wirklich vor 12'000 Jahren? - Es könnte auch nur vor 1000 Jahren gewesen sein.
Und den Meteoritenkrater von Nördlingen vor 20 Mio. Jahren zu datieren, ist katastrophaler Unfug.
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Tuisto schrieb: 666 ist eben 2016 und nicht z.B. 1666, wo die Juden (noch nicht die Muslims) Sabbatai Zwi als Messias feierten.
Wo hast du denn das wieder her, Tuisto?
Deine erste Erwähnung Zwis hier im Forum datiert vom 26 Mai 2009 22:07.
Mein unsägliches Buch, das die beinahe vergessene Geschichte Zwis auf Seite 301 kurz beschreibt, wurde Ende 2004 publiziert...
PS: Ich finde die Suchfunktion hier im Forum ganz gut.
Danke an die Betreiber!
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