Peter Franz Joseph Müller: Meine Ansicht der Geschichte, 1814

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11 Jahre 3 Monate her #9611 von Ingwer

Aus seinen Darlegungen wird Yehudas These belegt, dass Hebräisch ein maskiertes Griechisch ist.


Ist es nicht umgekehrt richtig?

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11 Jahre 3 Monate her #9612 von Allrych
Ingwer,

Die Frage, welche Sprache zuerst war und umgekehrt, darf gestellt werden.

Beim Hebräischen halte ich aber dafür, dass dieses nach dem Griechisch und nach dem Latein entstanden ist.

Anderseits muss man annehmen, dass sich die Ausformung der alten Sprachen in kurzer Zeit, vielleicht in einer Generation, vollzogen hat. - Und während diesem Ausformungsprozess gab es sicher Quereinflüsse von der einen
zur anderen Sprache.

Bei der Sprachentwicklung können wir nie die genauen "Schaltkreise" nachzeichnen. - In der dunklen Vorzeit gibt es bekanntlich nur Annahmen und Mutmassungen und höchstens eine relative Genauigkeit.

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11 Jahre 3 Monate her #9613 von Ingwer

Die Frage, welche Sprache zuerst war und umgekehrt, darf gestellt werden.


Diese Frage ist ein "Muss" für Forscher oder zumindest Interessierte in dieser Sache.

In der Chronologiekritik werden gelegentlich auch unbequeme Fragen gestellt.

Hebräisch ist vielleicht doch nicht so jung, wie gemeint.
Dessen Nähe zu Sanskrit bleibt unbestritten.

Zum Thema Griechisch und Hebräisch muss man schon eine Reihe Bücher verschlingen.

Und ja - Yehuda hat richtig artikuliert (auch sein Buch gehört zu meiner bescheidenen Bibliothek).
Hebräisch ist Griechisch.

Er hat aber vergessen zu erwähnen, dass es auch umgekehrt sein kann.

Es geht in der Tat um alte Sprachen und hier stehen wir vor einer Nebelwand.

Aramäisch, Urdu, Sanskrit, Hebräisch usw. und das Phoenizische nicht zu vergessen, spielen
hier schon eine Rolle.

Anderseits muss man annehmen, dass sich die Ausformung der alten Sprachen in kurzer Zeit, vielleicht in einer Generation, vollzogen hat. - Und während diesem Ausformungsprozess gab es sicher Quereinflüsse von der einen
zur anderen Sprache.


Eine Generation? Dies hat sicher länger gedauert.

Bei der Sprachentwicklung können wir nie die genauen "Schaltkreise" nachzeichnen. - In der dunklen Vorzeit gibt es bekanntlich nur Annahmen und Mutmassungen und höchstens eine relative Genauigkeit.


Dem stimme ich vorbehaltlos zu!

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11 Jahre 3 Monate her #9626 von Allrych
Wadlers Buch ist verdienstvoll. Aber sein Ansatz ist ahistorisch. Also erklärt er nicht den geographischen Ursprung der einen Weltsprache und die Ursache ihrer weltweiten Verbreitung.

Da is P.F.J. Müller vor 200 Jahren viel weiter gekommen. Er sieht den Ursprung der ersten Sprachschöpfung in Zentraleuropa und deutet damit auch deren Ausstrahlung über den ganzen Erdball an.

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11 Jahre 2 Monate her #9696 von Scharlmanje
Ich werde mich zuzeiten noch näher damit befassen, aber man muss das Entstehen des Werkes wohl im geschichtlichen Kontext der Jahrhundertwende vom 18. zum 19, Jahrhundert sehen. Gesellschaften wie der "deutsche Verein" oder aber auch die Refomen des Freiherrn von und zum Stein generierten eine erste Deutschtümelei, die kein bisschen weniger dumpf war als heutzutage. Dass Deutsch und Lateinisch der so genannten indogermanischen Sprachfamilie (korrekter: keltotrochaisch [oder gar skythisch??])zuzuordnen sind, ist ja so weit unbestritten. Die Formulierung des Gesetzes zur Tenuesverschiebung durch Jacob Grimm scheint mir auf dem Weg zu dieser Erkenntnis ein weit wichtigerer Beitrag im Sinne einer Rekonstruktion gewesen zu sein als die Spekulationen Herrn Müllers, vor allem in Bezug auf die stochastische Signifikanz.

Aber für einen Lacher ist das Buch sicher gut.

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11 Jahre 2 Monate her #9698 von Allrych
"Scharlmanje" kennt das Werk von P.F.J. Müller offenbar sehr gut. Und er analysiert auch die politische und wissenschaftliche Umgebung, in welcher das Buch entstanden ist.

Müllers These von der Entstehung der europäischen Sprachen ist natürlich sehr diskutabel, enthält aber einige brauchbare Ansätze. - Es ist ähnlich wie mit dem Buch von A. Wadler.

Doch vor allem ist P.F.J. Müller als früher und genialer Geschichtskritiker zu werten. - Man muss nochmals betonen: Das Werk ist vor 200 Jahren entstanden. Wie viele Irrwege hätte man vermeiden können, wenn die Geschichtswissenschaft diese Kritik beherzigt hätte!

www.dillum.ch/html/mueller-peter-franz-j....geschichte.1814.htm

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