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Mein Zeuge: Jean Bodin gibt endlich Klarheit darüber, das ich im Recht bin

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11 Jahre 6 Monate her #9463 von *CD

Tuisto schrieb: 437 erscheint mir wichtig, denn


Natürlich, siehe Fussnote 103 in meinem Cusanus-Buch :-)

Scherz beiseite! Tuisto hat das komputistisch ganz richtig erfasst... aber was hilft's?!

Wir haben keinen Anker, an dem wir diese flottierenden Jahreszahlen festbinden können.
Das ist alles hochgradig selbstreferentiell - deshalb auch diese Beliebigkeit der Synochen, die sich scheinbar endlos ineinander umrechnen lassen - zyklisch eben!

Ob Bodin Scaligers Befunde noch einpflegen konnte? Wohl eher nicht! Aber vielleicht seine anonymen postumen Verleger...
Damals war alles möglich!

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11 Jahre 6 Monate her - 11 Jahre 6 Monate her #9477 von Tuisto
Ich lese gerade nochmals in Deinem Cusanus Buch nach, auch wegen der 437 Jahre und komme noch darauf zurück. Den Zeit-Anker müssen wir suchen und vielleicht finden wir ihn auch.
Aktuell kann man nur evidenzorientiert chronologisch argumentieren, mit einem wahrscheinlichen Shift zwischen Antike und Renaissance von 700 bis 1000 Jahren. Danach können die Synochen nicht mehr in diesen Dimensionen ausfallen.

Schon beim ersten Lesen nach Erscheinen hatte ich mir die richtige Aussage notiert, dass die Handelsleute und wohl auch die Bauern eh schon "gregorianisch" rechneten und ihre Termine danach auslegten.

Spätestens seit der Veröffentlichung der Alfonsinsichen Tafeln mit den weitestgehend richtigen Frühlingspunktangaben konnte sich jeder daran halten.

Die Tafeln sind sicher vor offizieller Einführung des GK veröffentlich worden. Wann genau oder wie lange vorher, ist schwer zu sagen.

Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die 7-Tagesdifferenz künstlich erzeugt wurde, indem man im kurz zuvor entworfenen JK, den Jahresbeginn vom 1.1. auf den 25.12. verlegte, ohne die 7 Tage zu schalten, bzw. auszulassen. Dadurch fiel auch der 21.3. als FP real auf den 14.3., was natürlich bemerkt wurde.

Es dauerte dann rund 4 Jahrhunderte (+3 Tage = 10 Tage Differenz), bis der GK, nun mit Schaltung bzw. Auslassung der 10 Tage in Kraft trat.
Letzte Änderung: 11 Jahre 6 Monate her von Tuisto.

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11 Jahre 6 Monate her #9478 von Ingwer

Schon beim ersten Lesen nach Erscheinen hatte ich mir die richtige Aussage notiert, dass die Handelsleute und wohl auch die Bauern eh schon "gregorianisch" rechneten und ihre Termine danach auslegten.

Lesen und Schreiben konnten in der Vergangenheit (vor 200 Jahren) nur Wenige.
Bauern schon gar nicht und jenen war nur das Rechnen wichtig!
Es gab keine Schulpflicht und Schulbesuch konnte sich nur eine absolut geringe
Minderheit leisten.

Spätestens seit der Veröffentlichung der Alfonsinsichen Tafeln mit den weitestgehend richtigen Frühlingspunktangaben konnte sich jeder daran halten.

Auch das Wetter und der Frühling?
Dies denke ich nicht! Das Wetter braucht keine Tafeln vom Alfons und kommt so, wie es kommt.
Dazu hatten die Bauern ihre Bauernregeln und jene funktionierten mehr oder weniger recht gut.
Diese wurden mündlich weitergereicht.

Und Ostertafeln?
Die waren eine Glaubensangelegenheit!

Ostern ist Frühling und Ostara ist Jesus!

Ostern ist eine heidnische Angelegenheit (kommt von Haupt erheben) und Ostern wird
eigentlich das ganze Jahr begangen.
In Vorzeiten war Ostern Weihnachten und Weichnachten Ostern.

Und selbst in heutiger Zeit streitet man trefflich um die richtige Osterzeit
in den Kirchen.

Was sind die Ostertafeln wert?
Sie sind ein mathematisches Instrument - mehr nicht!

Ostern ist ein Fruchtbarkeitsritus, welchen man natürlich an festgelegten Tagen
begehen kann.
Doch braucht Fruchtbarkeit Zyklen oder festgelegte Termine?
Nein! Auferstanden wird um jede Tages- und Nachtzeit!
Zumindest bei Menschen und um diese belegen es.

Nebenbei (437):

184v: Sinossevis (wie der Name meiner davon abgeleiteten Homepage, "Wenn Du wissen willst" => wie man komputistisch rechnet)


1914/437 = 4,37

Natürlich weiss ich, dass die Sybille regiert! Doch es ist nicht verkehrt, auch zu sehen,
was im Schatten liegt!

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11 Jahre 6 Monate her - 11 Jahre 6 Monate her #9480 von Tuisto
@Ingwer

Dann ergänze ich meine Aussage gerne dahingehend, dass sie natürlich nur die Kaufleute und Bauern betrifft, die lesen und schreiben konnten.

Es geht nämlich um die Kaufleute, die europaweit zu Messen fuhren.
Diese konnten alle Lesen und Schreiben.

Gleiches gilt für die Bauern.
Ich spreche hier nicht von Leibeigenen, sondern von den freien Bauern mit großen Gehöften.
Auch diese konnten Lesen und Schreiben, wie auch die meisten Hoteliers in den Städten.

Alle anderen mussten und müssen noch heute so oder so das machen, was Ihnen vor diktiert wird.
Im Jahresverlauf sind das vor allem die kalendarisch fixierten Feste.

Die Aussaat bestimmte auch immer der, der Lesen und Schreiben konnte.
(Ich rede nicht vom kleinen Garten hinterm Haus, sondern von den großen Anwesen)
Unabhängig davon konnte natürlich auch der Klerus und der Adel Lesen und Schreiben.
Viele begabte Kinder wurden zudem in Klosterschulen erzogen.

Ganz so doof waren die Leute also offensichtlich nicht.
Sonst hätten sie auch keine Kathedralen bauen können.
Auch keine riesigen Fachwerkhäuser.
Und Unis gab es nebst Klosterschulen in jeder größeren Stadt.

Noch einmal: Ich spreche hier niemals über die Ungebildeten.
Sie sind und waren auch niemals Akteure im dem Geschehen, das Schriftlichkeit benötigt.

Auch wenn sich Kirchen über das richtige Osterdatum streiten mögen, so geht es doch immer und ausschließlich um das kalendarisch-komputistisch nach religiösen Regeln bestimmte Osterfest.

Es gibt kein Osterfest, das nach Lust und Laune daher kommt und vögelt.
Ostertafeln sind keine Glaubensangelegenheit sondern damals die schwierigste Mathematik.
Nur die allerbesten durften sich daran versuchen.
Alle anderen erhielten die Breviere.

Für uns sind sie von unschätzbarem Wert.
Denn nur durch sie werden wir, wenn überhaupt, in der Lage sein, selbstreferenzielle chronologische Systeme auf ihren zeitlichen Ursprung hin zu analysieren und zu durchschauen.
Und genau darum geht es in diesem Forum u.a.

Übrigens kennen die Ethnologen viele Völker, wo auch das Vögeln klaren komputistischen Spielregeln unterworfen war.

Also nix mit der großen Freiheit, von der heute so viele träumen, mit Ausnahme natürlich der Kriegerkaste, die alle anderen vor vollendete Tatsachen stellt.
Letzte Änderung: 11 Jahre 6 Monate her von Tuisto.

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