A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch

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30 Dez. 2017 19:25 #11387 von prusak2

Allrych schrieb: vermutlich


Na, wer wird über Vermutungen streiten.

Vermutlich ist morgen Sylvester (oder Silvester?)
Was ebenso vermutlich kein Beweis ist.
"Vermutlich" ist ein halbes Jahrhundert für alle Texte vor 1800
doch ziemlich knapp. Andererseits: vor nur 10 Jahren stand in
gewissen Schriften statt 1760 noch 1300. Dass ging rasant.
Übrigens soll Mussolini mal gesagt haben,
dass 500 Jahre Schweiz verschenkte Zeit waren,
weil da rein gar nichts passiert ist.
Vielleicht sind also Allrychs Ansichten "volkspsychologisch" begründet,
wie auch die Fomenkos, oder meine, der ich nur ein Zoni aus der terra desperata bin.
Vermutlich, vermutlich aber auch nicht.
Auch bei einem Sieg des Konsumismus (Freudscher Verschreiber)
wäre vermutlich die Geschichtsschreibung nicht anders geworden,
denn die Strippenzieher waren ja dieselben wie immer.
Na, geschenkt.
Schade dass das so hoffnungslos ist.

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30 Dez. 2017 23:44 #11388 von Allrych
Vor 1800 gilt in der Geechichte die Heisenbergsche Unschärferelation: Man weiss weder den genauen Ort, noch die genaue Zeit.

Nur die universitäre Geschichte und Archäologie weiss alles ganz genau: Also ist "Julius Caesar" genau "am 15. März 44 AC" ermordet worden (in "Rom" natürlich).

Aber Geschichts- und Datenschrott bringt uns nicht weiter und erhellt unsere Vergangenheit nicht im geringsten, sondern vernebelt sie sogar.

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31 Dez. 2017 10:47 #11389 von chronos
< Jahr 0 AD und dem Jahr 220 AD >

ich hatte 222 AD bevorzugt, weil das zu Alexander Severus paßt, der liegt mit seiner alexandrinischen Ära genau 532 Jahre (Osterzyklus) vor der (klassischen) Alexander-Ära (Seleukidenzählung), die die Araber weiterbenützten. (Jahrkreuz S. 413)

< in Frankreich auch rund 200 Jahre früher >

auch die französ. Astronomen datierten so, wie die "frühen" Italiener. (Jahrkreuz S. 415-17).

< 1413/1414 begann erst das Fischzeitalter. >

Diese Berechnungen beruhen auf der heutigen Präzessionsrate, sind also frühestens im 15. Jh. erfolgt. Durch die Sprünge verkürzen sich die Zeiträume für die Durchgänge durch die Sternzeichen. Die Berechnung für Widder wird um 700 Jahre verkürzt.

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31 Dez. 2017 19:32 - 31 Dez. 2017 20:27 #11390 von Willem
Allrych:

Vor 1800 gilt in der Geechichte die Heisenbergsche Unschärferelation: Man weiss weder den genauen Ort, noch die genaue Zeit.


Die Grenze geht weit über 1800 u. Z. hinaus.

Ich frage gezielt:

Gründung des deutschen Kaiserreiches

Kaiserproklamation von Wilhelm I. von Preussen
zum deutschen Kaiser am 18. 1. 1871 in Versailles

Frage:

Wo sind die fotografischen Aufnahmen diese Begebenheit?

Die Wichtigkeit eines solchen Ereignisses in Priorität ist absolut.

Bereits um 1860 und vorher gab es die Technik der Fotografie
nicht nur in den USA.

Über dieses Ereignis gibt es nur malerische Darstellungen.

Die damaligen und heutigen Paparazzi würden dies garantiert nicht auslassen!

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01 Jan. 2018 14:24 #11391 von Allrych
Ich würde sagen, dass es bis 1815, also dem Ende der Napoleonischen Zeit, weisse Flecken im Geschichtsbild gibt. - Sogar die Person des Überkaisers Napoleon darf in Frage gestellt werden.

Willem greift allerdings eine interessante Frage auf: Weshalb wollte Preussen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 keine Fotografen?

Dabei gab es doch schon im Krimkrieg (um 1855) photographische Bilder, und erst recht im amerikanischen Sezessionskrieg 1861 - 1865.

Aber 1870/71 ist fundiert. Noch heute werden in Frankreich Granaten von jenem Krieg ausgegraben.

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01 Jan. 2018 16:45 #11392 von Tuisto

Aber 1870/71 ist fundiert. Noch heute werden in Frankreich Granaten von jenem Krieg ausgegraben.


So wie von jesuszeitlichen Augustus der Meridian in Rom.
Nur lag der 8 m tiefer!

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01 Jan. 2018 18:10 #11395 von Allrych
Was hat 1870 mit dem Meridian von Rom, " 8 Meter tiefer" zu tun?

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01 Jan. 2018 18:13 #11396 von Tuisto

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02 Jan. 2018 21:29 #11398 von *CD
Die Zeit um 1870 hat den Charakter einer neuen Epoche: Damals konnte der Klerus endlich schon mit der Eisenbahn zum Konzil reisen (dem ersten...)...

Der Römer Hauptbahnhof war ja gerade erst eröffnet worden. Auch Kleriker lieben's bequem.

Wie mühsam musste die Anreise zu den früheren Konzilien gewesen sein!
Vor allem in der Zeit der "Konzilienlücke"...
Rechne!

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02 Jan. 2018 22:01 #11399 von Allrych
"CD" spricht etwas Wesentliches an: die erfundene Konzilsgeschichte.

Das Vatikanische Konzil von 1870 war die erste historisch belegte Kirchenversammlung.

Die anderen Konzilien (Nikäa, Chalkedon, Ephesus) fanden in altchristlicher Zeit statt.

Dann soll es im Spätmittelalter wieder eine ganze Anzahl Reform-Konzilien gegeben haben. Aber alle diese hangen vollkommen in der Luft.

Interessant ist die Konzilsliste von PETAVIUS:

Dieser nennt folgende letzte Konzilien:

1585 in Mexiko (!) über die Bekehrung der Indios.

Und noch besser:

1639 und 1642 in Konstantinopel (!) gegen die Häresie des Calvinismus.

Man überlege: Ein christliches Konzil in einer mohammedanischen Stadt. Und die Verdammung des Calvin ganze 100 Jahre nach dem Beginn seiner Wirksamkeit.

Also ist die ganze alte Kirchengeschichte bis 1800 erfunden.

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