A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch

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15 Okt. 2017 22:04 - 18 Okt. 2017 11:12 #11321 von lemur++
A. Fomenko hat ein neues Buch veröffentlicht - eine Autobiographie "Каждая история желает быть рассказанной" -
"Jede Geschichte will erzählt werden". (Oder: " Jede Geschichte wünscht sich erzählt zu werden"?)
Verlag АСТ, Moskau, 2017, 764 Seiten.



Auf zwei Seiten wird die deutsche Geschichtsanalytik erwähnt.
(Unten - meine Übersetzung)


(S. 435)
Seit 1996 wurden unsere Werke zum Thema "Neue Chronologie" im Internet auf einer Reihe von Webseiten veröffentlicht. (Die Zahl solcher Webseiten nimmt ständig zu.) Es wurden ziemlich schnell in Russland mehr als zehn und mindestens eine in Deutschland erstanden.
Ich will eine herausragende Rolle in der Organisation der deutschen Webseite von Professor(?-lr) Eugen Gabowitsch (1938-2009) bemerken, Abb. 3.151. Er lebte lang in Deutschland. Ein wunderbarer Mensch, vielseitig und freundlich. Von Anfang an unterstützte er unsere Neue Chronologie und propagierte sie aktiv in Deutschland. Wir haben viel mit ihm und seiner Familie kontaktiert und ganz verschiedene Themen besprochen. Ich bot ihm an, seine Überlegungen und Beobachtungen im Bereich der Chronologie in Form eines Buches vorzuweisen, was er auch tat. Mir gelang es, die Veröffentlichkeit dieses Buches in Russland zu organisieren, und es kam unter dem Titel «Geschichte unter dem Fragezeichen", mit meinem Vorwort.



(S. 438)
Seit 1996, unter unserem Einfluss und auf der Welle unserer Publikationen, welche viele Jahre zuvor erschienen, wurden in Deutschland nach und nach Bücher von deutschen Wissenschaftlern veröffentlicht, zum Beispiel, von Heribert Illig, in denen die Fehlbarkeit der westeuropäischen mittelalterlichen Chronologie erklärt wird. Doch wird in diesen deutschen Werken die authentische Maßstab der chronologischen Probleme nicht erkannt. Ihre Autoren meinen irrtümlich, es könnte nur mit lokalen änderungen von der Skaliger's Chronologie auskommen, wenn diese nur leicht in einem oder anderen bestimmten Ort ändern. Das ist ein prinzipieller Fehler. Es gehört auch zur Veröffentlichungen von H. Illig.
Dennoch sind kritische Aspekte in einigen deutschen Veröffentlichungen sehr interessant. Zum Beispiel, beachten wir das Buch von Uwe Topper «Grosse Aktion. Europas erfundene Geschichte», sowie das Buch von C. Blöss und H.-U. Niemitz «Crash-C14», das der Kritik der Radiokarbon-Datierung gewidmet wird.
Übrigens, einige der deutschen Autoren (aber nicht alle) handeln unnachgiebig so, als ob unsere Forschungen der Chronologie ihnen nicht bekannt wären. Obwohl wir ihnen unsere Bücher und Links auf unsere Veröffentlichungen geschickt haben. Einige machen sich auf Schritt und Tritt unsere Ergebnisse zunutze. Ohne Erwähnungen bzw. Links.

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GChK = Geschistschronologiekritik.
CHRONOLOGIEKRITIK ist auch die Kritik der Traditionellen Geschichte.
Anhänge:
Letzte Änderung: 18 Okt. 2017 11:12 von lemur++.

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24 Dez. 2017 14:38 #11348 von chronos
Ein wunderschönes Foto, das viele Erinnerungen auslöst: Fomenko eingerahmt von den beiden Pionieren Christoph Marx und Eugen Gabowitsch!
Die "Autobiographie" von Fomenko, sein neues Werk, wäre natürlich für alle interessant, aber Russisch kann ich nicht. Erfreulich, daß Uwe Topper neben den beiden Freunden Blöss und Niemitz genannt wird, dazu sein Buch "Die Große Aktion, das auch in Russisch erschien. In Deutsch ist inzwischen auch die zweite Auflage vergriffen, sogar antiquarisch ist es selten geworden. Nun, an einigen Stellen mag es auch veraltet sein, es erschien vor zwanzig Jahren. Das 12. Jahrhundert griff ich damals noch nicht an, heute ist es so zweifelhaft wie alle anderen Jahrhunderte vor dem Letzten Großen Ruck (Ausdruck von Chris Marx), vor 650 Jahren also.
Da alles zweifelhaft wurde, blieb nur noch die Astronomie als letzter Anker: "Das Jahrkreuz" (2016). Eine russische Übersetzung wäre wünschenswert. Eine englische und eine französische Kurzfassung ist auf der chrono-Webseite zu lesen: ilya.it/chrono

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24 Dez. 2017 19:54 #11349 von Allrych
Fomenko erwähnt Topper und Marx, aber offenbar nicht mich. - Irgenwo ist er in den Weiten Russlands stehen geblieben.

Was Fomenko in den letzten ca. 15 Jahren geschrieben hat, ist der seriösen Geschichts- und Chronologiekritik auch nicht förderlich.

Der historische Revisionismus ist eben leider eine versprengte Gruppe, die keine gemeinsame Linie hervorbringt.

Wikipedia fällt es daher leicht, Fomenko zu diffamieren: Seine Werke werden unterteilt in "mathematical" und "pseudohistorical".

Der Weg der Geschichts- und Chronologiekritik bleibt steinig.

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25 Dez. 2017 16:29 #11350 von chronos
"seriöse Geschichts- und Chronologiekritik"

-- das gibt es, aber wer bestimmt die Grenzen? nicht witzipedya.

"Der Weg der Geschichts- und Chronologiekritik bleibt steinig"

das ist uns allen klar, witzi macht es uns nicht leichter.
Aber Fomenko auch nicht. Er hat Politik und Weltanschauung in die Arbeit gemischt, wo es gar nicht nötig war. Das hätte sich von selbst ergeben, bei ehrlicher Forschung.
Die Tannenbäume, die Fomenko erfand, hatten etwas verblüffend Rationales an sich, aber bei näherem Hinsehen lösten sie sich auf wie die Weihnachtsbäume nach dem Erscheinungsfest.
Das mußte Eugen sich von mir zeigen lassen, aber er war da schwer zu bewegen. Es stehen immer noch ganz andere Dinge gegen uns als nur die unerforschliche Vergangenheit.

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26 Dez. 2017 21:17 #11352 von *CD

Allrych schrieb: Seine Werke werden unterteilt in "mathematical" und "pseudohistorical".


Will nichts heissen - könnte man auch auf Newton münzen!

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26 Dez. 2017 21:30 #11353 von *CD

chronos schrieb: Die Tannenbäume, die Fomenko erfand, ...


waren nicht nur überlieferte Chronologie, sondern auch Rekonstruktionsversuche - hätte man erkennen können, wenn man die dazugehörenden Texte gelesen und verstanden hätte...

Das diesbezügliche Unverständnis fällt ausnahmslos auf die Rezipienten zurück.

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27 Dez. 2017 10:38 #11354 von Allrych
Auch ich habe in meiner "Matrix der alten Geschichte" einige von Fomenkos "Tannenbäumen" naachgezeichnet. Diese sind genial. Wer die nicht verstehen will, soll sich nicht mit Geschichtskritik beschäftigen.

www.dillum.ch/html/1_matrix_of_ancient_h...christopher_2016.htm

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27 Dez. 2017 14:01 #11355 von Tuisto
Das Jahrkreuz von Uwe ist in der Tat für die GCK von größtem Nutzen und sollte unbedingt gelesen werden.
Auch wenn es ein paar kleine Unzulänglichkeiten hat und das Bild auf dem Einband nicht jedermanns Geschmack ist, hat hier Uwe doch sein Opus Magnum vorgelegt: Mein Urteil: Fünf Sterne *****!

Unabhängig davon können auch geniale Statistiken wie Tannenbäumchen ins Nirvana führen.

Gleichwohl kann man viel aus ihnen lernen. Fomenko hat hier Großartiges geleistet, durch seinen Nationalismus aber wieder in Teilen zerstört.

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27 Dez. 2017 14:59 #11356 von chronos
Um Mißverständnissen vorzubeugen, will ich diesen Punkt klarstellen: Fomenko hat großartig gearbeitet und vermutlich die wichtigste Leistung in diesem neuen Feld der Chronologiekritik vollbracht. Das schließt nicht aus, daß man daran auch Kritik üben darf und einzelne Punkte angreifen kann. Das gehört zur wissenschaftlichen Vorgehensweise.
Zu den Tannenbäumen: Es kommen ja ganz konkrete Überspringungsintervalle heraus, genaue Zahlen als Abstandwiederholungen. Und da fällt einem Mitdenker auf, daß auch von anderen Chronologiekritikern entsprechende (aber andere) Intervalle gefunden wurden. Ich habe in den letzten Jahrzehnten mindestens fünf verschiedene Systeme kennengelernt (und sogar selbst eins aufgestellt). Sie sind allesamt mit höchster Sorgfalt erarbeitet worden und in sich schlüssig, und unterscheiden sich dennoch meilenweit. Wie kann das angehen?
Wenn dann bei Fomenko herauskommt, welche Person in Byzanz vor 800 Jahren das Vorbild für den Welterlöser Jesus Christus gegeben haben soll, dann wird die Inkonsequenz und Absurdität des Unterfangens deutlich.
Hier muß etwas an der Methode falsch sein. Nicht die Statistik der historischen Zahlen sondern deren Verwendung für eine neue Struktur der Geschichtsschreibung.
Auch Newton und Hardouin erlagen diesem Fehlschluß. Das mindert nicht ihr großes Verdienst, die Kritik in Bewegung gebracht zu haben. Aber übernehmen möchte ich ihre Ergebnisse keineswegs.

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27 Dez. 2017 17:50 #11357 von Allrych
Je mehr ich von "Chronos" lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck, dass er Fomenko nicht verstanden hat.
Er spricht von "Inkonsequenz und Absurdität" in den Bemühungen des Autors. - Ein merkwürdiges Urteil!

Und wenn er die Jesus-Parallelität Andronikos I. Komnenos in Byzanz nicht versteht, dann hat "Chronos" nichts begriffen. Es gibt Dutzende von Parallelen zum Erlöser, von Isis über Julius Caesar und Aurelian bis zu Hildebrand.

www.dillum.ch/html/1_matrix_of_ancient_h...christopher_2016.htm

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