- Beiträge: 289
- Dank erhalten: 29
Katastrophismus
Katastrophen tauchen in der offiziellen, staatlich manipulierten, Geschichtswissenschaft
("Historiker-Mafia" - ein sehr treffender Begriff des Gründers dieses Forums E. Gabowitsch!)
immer da auf, wo sie in Wirklichkeit gar nicht existieren.
Das Paradebeispiel ist die angebliche Katastrophe in Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg.
(Die tatsächliche Katastrophe in den seit Jahrhunderten durch Deutsche besiedelten Gebieten Osteuropas
wurde lange Zeit von der deutschen Historiker-Mafia totgeschwiegen.)
Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, dafür einen neuen Thread aufzumachen. Bei allem Verständnis für die Legitimität des angesprochenen Themas, hat es doch nichts mit der Bedeutung von 'Katastrophismus' zu tun, die ich hier - mich in einem Konsens wähnend - stillschweigend vorausgesetzt habe, nämlich die Untersuchung, welchen Einfluss Naturkatastrophen (Tsunamis, Vulkanausbrüche, Impakte u.a) auf geschichtliche Ereignisse hatten und haben.
Natürlich hat auch die 'Historiker-Mafia' alles Recht, etwa die beiden Weltkriege oder andere Ereignisse als 'Katastrophen des 20. Jahrhunderts' zu bezeichnen. Wir haben die Deutungshoheit über Begriffe nicht gepachtet. Nur sollte man, wenn man über Katastrophen spricht, auch sagen, welche Art von Katastrophen gemeint ist. Sonst wird Kommunikation schwierig.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Natürlich fallen menschengemachte Katastrophen wie die Weltkriege nicht unter diese Rubrik. - Aber man muss wissen, dass die meisten von Geschichte wenig oder nichts wissen.
Und wenn es weiter als 200 Jahre zurückliegt, wird es ein heisser Lauf.
Vom Tambora-Ereignis 1815 haben wohl die meisten erst jetzt gehört.
Und der isländische Vulkan-Ausbruch in den 1780er Jahren ist noch weniger bekannt. - Und die Folgen sind diskutabel. - War diese Eruption ein Auslöser der Französischen Revolution?
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
"Kronos" beklagt sich darüber, dass Themen wie hier der Katastrophismus regelmässig und ziemlich schnell in der Gegenwart oder Zeitgeschichte landen.
Eigentlich plädiere ich nur für eine saubere Trennung der Themen.
Und dass die 'meisten' nichts von Geschichte, geschweige denn Katastrophen wissen, ist geschenkt. Wir sind hier ein kleiner Haufen, der sich mit einem ziemlich exotischen Hobby beschäftigt, das für den Lauf der Welt doch eher unbedeutend ist.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Ein eigener Post für Katastrophen, die durch Krieg, Flucht und Vertreibung ausgelöst wurden, der auch die nähere Vergangenheit oder die Jetztzeit umfasst, macht sicher Sinn.
Es gibt auch nicht wenige Vertreter, die glauben, die Spät-Antike und davor andere, ältere Kulturen seien nicht durch wahrscheinlich weltweite, kosmisch induzierte Katastrophen vernichtet worden, obwohl genau dies von unseren Vorfahren überliefert wurde. Auch diese These wäre einen eigenen Thread wert.
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
Und die Folgen sind diskutabel. - War diese Eruption ein Auslöser der Französischen Revolution?
Und? War sie?
Die Zeit sagt dazu:
Manche Forscher gingen sogar so weit, die Französische Revolution im Jahr 1789 auf den Laki-Ausbruch zurückzuführen. Ein Mythos, der heute noch unter Geologen und Touristenführern auf Island verbreitet ist. Die These: Eine Missernte im Jahr 1788, verursacht durch den Klimawandel nach den Vulkanausbruch, soll Hungersnöte ausgelöst, die Menschen in Aufruhr versetzt und schließlich die Revolution ausgelöst haben. Tatsächlich gab es diese Hungersnot – doch liegen zwischen den Ereignissen immerhin sechs Jahre.
www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-04/vu...bruch-island/seite-2
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.
So ein Hungerjahr ist nicht so schnell verdaut, um es mal salopp zu sagen. Die sozialen Konsequenzen können noch lange nachwirken. Die Unterprivilegierten auf dem flachen Land werden noch lange zu wenig zu essen gehabt haben...
Kann man übrigens schön bei Behringer über die sozialen und politischen Auswirkungen der Tambora-Krise nachlesen!
Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.