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Preußischer optischer Telegraf
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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5754
von berlinersalon
warum sollte er signaltürme mit information zeigen
ohne diese zu kennen ?
deine einsichten bitte ..
ansonsten schaffst du es nicht
mir deine eignung für kunst und forschung zu vermitteln
auch deine hochmütige tonlage
läßt wohl nichts vernünftiges erwarten
außer deine nervenden inhaltsleeren ankündigungen
berlinersalon antwortete auf Aw: Preußischer optischer Telegraf
& deutlich signaltürmeÜbrigens zeigt "Bosch" die Mühle, den Halbmond, den Stein und die Kanone.
warum sollte er signaltürme mit information zeigen
ohne diese zu kennen ?
deine einsichten bitte ..
ansonsten schaffst du es nicht
mir deine eignung für kunst und forschung zu vermitteln
auch deine hochmütige tonlage
läßt wohl nichts vernünftiges erwarten
außer deine nervenden inhaltsleeren ankündigungen
Letzte Änderung: 14 Jahre 4 Monate her von berlinersalon.
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14 Jahre 4 Monate her #5765
von berlinersalon
berlinersalon antwortete auf Aw: Preußischer optischer Telegraf
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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5766
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Re:Aw: Preußischer optischer Telegraf
Wie schnell funktionierte eigentlich die Übermittlung über die gesamte Strecke?
Letzte Änderung: 14 Jahre 4 Monate her von Tuisto.
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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5767
von berlinersalon
berlinersalon antwortete auf Aw: Re:Aw: Preußischer optischer Telegraf
hier viele interessante informationen
Durch die unterschiedlichen Stellungen der Indikatoren konnten insgesamt 4095 verschiedene Zeichen gebildet werden.
Der „entgegensehende Telegrafist“ („Spähtelegraphist“) beobachtete mit einem fest eingebauten Fernrohr (Vergrößerung 40- bis 60-fach, H.-J. PAECH nach Vortrag Arlt 2006) die Nachbarstationen, ungefähr 4 bis 5 Mal in der Minute, damit ihm von dort kein Signal entging. Wurde dort ein Signal eingestellt, diktierte der Beobachter dieses an den „Telegrafisten an der Steuerung“ („Kurbeltelegrafist“) weiter, der die Indikatoren dementsprechend einstellte. Anschließend wurde kontrolliert, ob die nächste Station richtig verstanden hatte. Jede Nachricht wurde protokolliert wodurch die Übertragungsgeschwindigkeit gemindert wurde (HJP nach Vortrag Arlt 2006).
„Die mittlere Übertragungsgeschwindigkeit betrug wohl eineinhalb Zeichen pro Minute. Bei gutem Wetter benötigte ein Signal von Berlin nach Koblenz etwa siebeneinhalb Minuten. Am 17.03.1848 war eine 30 Worte lange Depesche rund eineinhalb Stunden unterwegs.
Die beschränkte Übertragungskapazität – Schätzungen reichen von zwei bis zu freilich beachtlichen sechs Telegrammen pro Tag – mag ein Grund dafür gewesen sein, den Telegrafen ausschließlich der Staatskorrespondenz vorzubehalten. Ein Antrag der Berliner Kaufmannschaft um Freigabe der Linie für die Übermittlung von Börsenkursen und Handelsnachrichten wurde durch Kabinettsorder vom 15.04.1835 abgelehnt“ (Beyrer 1995: S. 184).
Zum Uhrenvergleich der 62 Stationen wurde alle 3 Tage einmal zu einer vollen Stunde ein Zeichen durchgegeben, das man eine Art Zeitzeichen nennen könnte. Es war die Armstellung B4, d. h. nur ein Arm war um den kleinstmöglichen Winkel (45°, aus der 180°-Position in die 135°-Position) zu schwenken.
Dieses Zeichen wurde in Berlin gegeben und lief in knapp einer Minute durch bis Koblenz. Die Berliner Zeit galt als Einheitszeit auf der Telegraphenlinie, weil alle Stationen zu diesem Zeitpunkt mit höchster Konzentration arbeiteten! Dies konnte man messen, da von Koblenz aus sofort die Kontrollmeldung zurück nach Berlin erfolgte. Die Berliner Zeit diente auf der Telegraphenlinie als Einheitszeit. Nach ihr wurden die in den Stationen genutzten Schwarzwälder Uhren mit Schlagwerk gestellt.
Bisher war die Tageszeit immer nach dem lokalen Mittagssonnenstand angegeben worden, weil beim gewöhnlichen Nachrichtenaustausch durch Boten der Zeitunterschied nicht fühlbar in Erscheinung getreten war. Nun konnte man von Berlin bis Koblenz eine kurze Meldung in wenigen Minuten durchgeben. Der Unterschied der lokalen Zeit (gemessen durch Sonnenuhren) beträgt von Ost nach West in diesem Fall aber etwa +26 Minuten. Der Schnellnachrichtenverkehr erforderte aber ein gleichzeitiges Zusammenarbeiten auf der ganzen Linie, damit z. B. die einzelnen Depeschen mit einem Zeitstempel versehen werden konnten. So kam es jetzt in Preußen zu der kulturgeschichtlichen Innovation, dass die "Berliner Zeit" als Einheitszeit auf der Linie Berlin – Koblenz eingeführt wurde (Sukkau 2010).
Eine Depesche von 30 Worten benötigte für die Durchgabe von Berlin nach Köln ~90 Minuten.
Eine Depesche von Paris nach Berlin war etwa 30 Stunden unterwegs. Sie gelangte über den französischen Telegraphen von Paris bis Metz, von dort mit Eilstafette über Saarbrücken nach Koblenz und von dort wiederum per Telegraph nach Berlin ( www.oeynhausen.com , 31.07.07).
Vermittelt wurden nur Nachrichten, die dienstlicher oder staatlicher Art waren. Sie konnten in Berlin, Köln oder Koblenz in dem Büro der Linie aufgegeben werden, aber nur von solchen Personen oder Behörden, die das Recht dazu vom König verliehen bekommen hatten.
Die Stationen konnten nur bei gutem Wetter Nachrichten weitergeben. Sie arbeiteten ca. 6 Stunden pro Tag. Versuche, auch nachts mit Hilfe von Lichtzeichen zu arbeiten, waren nicht erfolgreich genug ( www.oeynhausen.com , 31.07.07).
Durch die unterschiedlichen Stellungen der Indikatoren konnten insgesamt 4095 verschiedene Zeichen gebildet werden.
Der „entgegensehende Telegrafist“ („Spähtelegraphist“) beobachtete mit einem fest eingebauten Fernrohr (Vergrößerung 40- bis 60-fach, H.-J. PAECH nach Vortrag Arlt 2006) die Nachbarstationen, ungefähr 4 bis 5 Mal in der Minute, damit ihm von dort kein Signal entging. Wurde dort ein Signal eingestellt, diktierte der Beobachter dieses an den „Telegrafisten an der Steuerung“ („Kurbeltelegrafist“) weiter, der die Indikatoren dementsprechend einstellte. Anschließend wurde kontrolliert, ob die nächste Station richtig verstanden hatte. Jede Nachricht wurde protokolliert wodurch die Übertragungsgeschwindigkeit gemindert wurde (HJP nach Vortrag Arlt 2006).
„Die mittlere Übertragungsgeschwindigkeit betrug wohl eineinhalb Zeichen pro Minute. Bei gutem Wetter benötigte ein Signal von Berlin nach Koblenz etwa siebeneinhalb Minuten. Am 17.03.1848 war eine 30 Worte lange Depesche rund eineinhalb Stunden unterwegs.
Die beschränkte Übertragungskapazität – Schätzungen reichen von zwei bis zu freilich beachtlichen sechs Telegrammen pro Tag – mag ein Grund dafür gewesen sein, den Telegrafen ausschließlich der Staatskorrespondenz vorzubehalten. Ein Antrag der Berliner Kaufmannschaft um Freigabe der Linie für die Übermittlung von Börsenkursen und Handelsnachrichten wurde durch Kabinettsorder vom 15.04.1835 abgelehnt“ (Beyrer 1995: S. 184).
Zum Uhrenvergleich der 62 Stationen wurde alle 3 Tage einmal zu einer vollen Stunde ein Zeichen durchgegeben, das man eine Art Zeitzeichen nennen könnte. Es war die Armstellung B4, d. h. nur ein Arm war um den kleinstmöglichen Winkel (45°, aus der 180°-Position in die 135°-Position) zu schwenken.
Dieses Zeichen wurde in Berlin gegeben und lief in knapp einer Minute durch bis Koblenz. Die Berliner Zeit galt als Einheitszeit auf der Telegraphenlinie, weil alle Stationen zu diesem Zeitpunkt mit höchster Konzentration arbeiteten! Dies konnte man messen, da von Koblenz aus sofort die Kontrollmeldung zurück nach Berlin erfolgte. Die Berliner Zeit diente auf der Telegraphenlinie als Einheitszeit. Nach ihr wurden die in den Stationen genutzten Schwarzwälder Uhren mit Schlagwerk gestellt.
Bisher war die Tageszeit immer nach dem lokalen Mittagssonnenstand angegeben worden, weil beim gewöhnlichen Nachrichtenaustausch durch Boten der Zeitunterschied nicht fühlbar in Erscheinung getreten war. Nun konnte man von Berlin bis Koblenz eine kurze Meldung in wenigen Minuten durchgeben. Der Unterschied der lokalen Zeit (gemessen durch Sonnenuhren) beträgt von Ost nach West in diesem Fall aber etwa +26 Minuten. Der Schnellnachrichtenverkehr erforderte aber ein gleichzeitiges Zusammenarbeiten auf der ganzen Linie, damit z. B. die einzelnen Depeschen mit einem Zeitstempel versehen werden konnten. So kam es jetzt in Preußen zu der kulturgeschichtlichen Innovation, dass die "Berliner Zeit" als Einheitszeit auf der Linie Berlin – Koblenz eingeführt wurde (Sukkau 2010).
Eine Depesche von 30 Worten benötigte für die Durchgabe von Berlin nach Köln ~90 Minuten.
Eine Depesche von Paris nach Berlin war etwa 30 Stunden unterwegs. Sie gelangte über den französischen Telegraphen von Paris bis Metz, von dort mit Eilstafette über Saarbrücken nach Koblenz und von dort wiederum per Telegraph nach Berlin ( www.oeynhausen.com , 31.07.07).
Vermittelt wurden nur Nachrichten, die dienstlicher oder staatlicher Art waren. Sie konnten in Berlin, Köln oder Koblenz in dem Büro der Linie aufgegeben werden, aber nur von solchen Personen oder Behörden, die das Recht dazu vom König verliehen bekommen hatten.
Die Stationen konnten nur bei gutem Wetter Nachrichten weitergeben. Sie arbeiteten ca. 6 Stunden pro Tag. Versuche, auch nachts mit Hilfe von Lichtzeichen zu arbeiten, waren nicht erfolgreich genug ( www.oeynhausen.com , 31.07.07).
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14 Jahre 4 Monate her #5768
von Ingwer
Allerdings galt / gilt nicht die Berliner Zeit als Massstab. Dieser Massstab, welcher auch gleichzeitig die Zeit bestimmt, kommt Allzeit aus dem Nassauischen bzw. aus London.
Also in umgekehter Richtung.
Daran hat sich bis Heute nichts geändert! Berlin ist in dieser Frage nachgeordnet.
Ingwer antwortete auf Aw: Re:Aw: Preußischer optischer Telegraf
Ein durchaus interessanter Beitrag!Die Berliner Zeit galt als Einheitszeit
Allerdings galt / gilt nicht die Berliner Zeit als Massstab. Dieser Massstab, welcher auch gleichzeitig die Zeit bestimmt, kommt Allzeit aus dem Nassauischen bzw. aus London.
Also in umgekehter Richtung.
Daran hat sich bis Heute nichts geändert! Berlin ist in dieser Frage nachgeordnet.
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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5769
von berlinersalon
berlinersalon antwortete auf Aw: Preußischer optischer Telegraf
ing
Mitteleuropäische Zeit
Mit Inkrafttreten des Gesetzes betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung wurde am 1. April 1893 die Mitteleuropäische Zeit als Einheitszeit für das gesamte Deutsche Reich festgelegt. Zuvor galt dort die Berliner Zeit.
wo ist diese information zu finden ?Allerdings galt / gilt nicht die Berliner Zeit als Massstab. Dieser Massstab, welcher auch gleichzeitig die Zeit bestimmt, kommt Allzeit aus dem Nassauischen bzw. aus London.
Mitteleuropäische Zeit
Mit Inkrafttreten des Gesetzes betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung wurde am 1. April 1893 die Mitteleuropäische Zeit als Einheitszeit für das gesamte Deutsche Reich festgelegt. Zuvor galt dort die Berliner Zeit.
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