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Silber-Rätsel: Warum durfte Silber kein Geld mehr sein?
Erst relativ nah an uns kam auf, der Münze einen Wert beizugeben (10 Stück hiervon gleich ein Pfund Feinsilber). Die Mark war ja ursprünglich auch eine Gewichtseinheit (9 Taler gleich eine Mark Feinsilber - aus dem Gedächtnis).
Eine Sache fällt mir noch ein.
Wie das knechtende Geld in der Regel in die Welt kam
Es war wohl fast immer so, aber von den Engländern weiß man es:
Sie kamen in ein Land, dass kein richtiges Geld kannte (nur Muschelen, Nüsse etc. als Tauschmittel).
In diesem Land bauten sie ein Handelskontor. Dort konnte man die Errungenschaften der englischen Zivilisation erwerben. Besonders gefiel Kleidung, Waffen, Schaps und Opium. Diese hochbegehrten Artikel konnte man aber nur gegen eine Sache eintauschen, die es in der Kollonie überhaupt nicht gab - den englischen Pfund!! (bisweilen wurde für eine neue Kollonie auch eine eigene Währung erfunden). Den Eingeborenen wurde also erst mal aufgetragen englische Pfund zu erwerben, mit dem könnten sie dann kaufen wonach das Herz begehrt. Und die Engländer sagten den Eigeborenen, vor allem deren Kleinfürsten auch, wie sie am Besten an die englischen Pfund kämen: Sie hatten den Engländern das ins Kontor zu bringen, was diese aus dem Land zu exportieren wünschen - allerlei Kolonialwaren, wie insbesondere Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee. Später kamen auch Gefangene anderer Klans hinzu (Sklaven). Die Engländer mussten sich also anfgangs gar nicht heraus rühren aus der Festung "Handelskontor". Das machten dann erst die Abendteurer und "Freibeuter zu Lande", die noch viel mehr Reichtum und Ehre witterten.
Die Handelskontore betrieben quasi Terraforming. Die Besitznahme des Landes für die Krone betrieben Andere, wäre aber ohne Handelskompanie nie möglich gewesen.
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Man macht das zu Geld, das der auszubeutende Handelspartner gerade nicht hat.
(In dem Vorteil ist man natürlich nur dann, wenn man Waren anbieten kann, die dort selten sind. Das konnten die Spanier, später die Holländer, später die Engländer, später die Deutschen - aber die haben es wohl nicht begriffen.)
Will ich mir das Lateinamerikanische Silber und Gold holen, kann ich diese natürlich nicht mit diesen Edelmetallen bezahlen lassen.
Da böte sich sogar Papiergeld an - so sie sowas nicht kannten. In China war Opium das Geld etc.
Immer das Gleiche: Ihr bekommt etwas:
Aber nur über den Umweg des von uns (den Eroberern) bestimmten Geldes. Heute ist es der Dollar.
Geld kann alles sein. Gold und Silber war es nur, solange es opportun war.
Und das war geschichtlich gesehen nur eine kurze Zeit. Selbst in dieser Zeit war es dies oft nur innerstaatlich oder zwischen den aufkommenden Industriestaaten. Münzfuß ist das Stichwort, Konventionstaler wurde es beispielsweise genannt.
Aber das waren Episoden in der Geschichte.
Es gibt keine uralte Geschichte des Edelmetalls als Umlaufwährung.
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„Förderung neigen sie sich dem Ende entgegen“
So wie das Erdöl und Erdgas dem Ende entgegengeht. Der Mangel macht den Preis. Wir sollen das denken, sagen die Medien (oder die Lenker des Erdkreises).
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„Nach 6000[sic!] Jahren“
Oder 6 Millionen, die Zahl des Tieres 666.
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„Silber wurde durch das "Papier" und der Druckmaschine entmachtet!“
Die Menschen wollen echtes Geld (solches mit einem inneren Wert). Es war ein weiter Weg (damals gab es noch das Gold als Ausweichmöglichkeit) weg vom Metallgeld. Der innere Wert der Papiere ist gleich null. Jedes Geld ist bis jetzt dorthin zurückgekehrt. Wenn dies alle kapiert haben ist der Wert der Metalle oben angelangt.
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„Den gleichen Weg wird das Gold als Metall ebenfalls gehen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.“
Das ist zwischen 1980 und 2000 geschehen. Seit dem ist das Pendel wieder zurück.
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„Die Mächtigen interessiert Geld nicht in erster Linie.“
Ohne Geld keine Macht. In erster Linie muss Geld da sein, dann kann man an die Macht.
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„Davor gab es sowas gar nicht.“
Geld ist Tauschmittel. Es darf nicht beliebig vermehrbar sein. Gold und Silber haben diese Eigenschaften. Ob es Muscheln oder Metalle sind ist egal. Bei den Hochkulturen (mit Metallschmelze) schon immer (Werthaltig zeitlich und große Wertdichte).
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„Wer jetzt in Gold investiert ist, kann sagenhafte Gewinne einfahren,
wenn er vor dem Verschwinden von Gold als Geld wieder rausgeht.“
Genau auf das kommt es an. Ich empfehle die Kurse inflationsbereinigt anzusehen ( die richtige Infla. nicht die offizielle). Da ist noch viel Potential drinnen.
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„Letztlich sind eben auch Silber und Gold Fiat-Money wie das Papiergeld oder die virtuellen 'Geldguthaben', die elektronisch geschaffen und verschoben werden.“
NEIN. Hinter jedem Papier steht ein Partner (Schuldner, Staat, etc.). Ist der insolvent, ist das Papier nichts mehr wert. Die Metalle haben den Wert in sich. Sie wurden mit hohen Kosten gefördert.
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"Aber nur über den Umweg des von uns (den Eroberern) bestimmten Geldes. Heute ist es der Dollar. "
Papiergeld braucht eine Macht dahinter (offizielles Zahlungsmittel zum Steuerzahlen). Echtes Geld braucht keine Macht dahinter.
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Papiergelder sind Schuldscheine. Das ist schon richtig.Zu:
„Letztlich sind eben auch Silber und Gold Fiat-Money wie das Papiergeld oder die virtuellen 'Geldguthaben', die elektronisch geschaffen und verschoben werden.“
NEIN. Hinter jedem Papier steht ein Partner (Schuldner, Staat, etc.). Ist der insolvent, ist das Papier nichts mehr wert. Die Metalle haben den Wert in sich. Sie wurden mit hohen Kosten gefördert.
Metalle haben keinen Geldwert.
Es sind metallene Schuldscheine gegen die man, wenn der Schuldner nicht liefern ("zahlen") kann, gar nichts mehr erhält. Wie beim heutigen Papiergeld.
Fliegt dieser Glaube einmal auf, ist es auch mit Gold und Silber als Geld fertig aus.
Ingwer denkt da eben schon weiter.
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Nicht vergebens heisst es das perfide ALBION.Es war wohl fast immer so, aber von den Engländern weiß man es:
Sie kamen in ein Land, dass kein richtiges Geld kannte (nur Muschelen, Nüsse etc. als Tauschmittel).
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„Fliegt dieser Glaube einmal auf, ist es auch mit Gold und Silber als Geld fertig aus.“
Gold und Silber kann man nicht essen. Im Paradies braucht man so etwas nicht. In der arbeitsteiligen Wirtschaft bildet sich jedoch schnell ein passendes Tauschmittel heraus. Solange die Geldmenge der Leistungs- und Warenmenge entspricht, nimmt jeder das leichtere Geld. Leider wird die Geldmenge immer mehr oder weniger erhöht, ohne dass dem etwas gegenübersteht. Zur Zeit ist wieder stärkere Inflation angesagt. Ist dann das Vertrauen in eine Papierwährung dann weg, bleiben außer direktem Tauschhandel nur mehr die Metalle. Darum steigt auch deren Preis seit 2000 (in EURO ca. auf das 4 fache bis heute).
Der ehemalige FED Chef Greenspan hat gesagt. Gäbe es ein ideales Wertaufbewahrungsmittel (ohne Einfluss des Staates – Besteuerung, Inflationierung)) so müsste es sofort verboten werden. Deshalb bekämpfen auch alle Notenbanken das Gold.
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„Es sind metallene Schuldscheine“
Eben nicht, da kein Dritter (wie bei unserem Schuldgeldsystem) der Schuldner ist. Es ist das Zahlungsmittel der letzten Instanz (sofern es nicht verboten wird, wie von 1933 bis 1974 in den „freien“ USA).
Gold wird wie immer in solchen Zeiten so lange steigen, bis eine Währungsreform durchgezogen ist oder bis die Zinsen stark ansteigen.
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