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Wie alt ist der Mond und das Sonnenjahr?

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16 Jahre 8 Monate her #467 von Dieter-Bremer
Zu der Frage, wie alt das Sonnenjahr ist, hatte ich mich noch nicht geäußert.

Die Antwort: Ich weiß es nicht.

Jedenfalls nicht wirklich. Wie bei der Mondentstehung ist auf radiometrische Datierung kein Verlass.

Logischerweise entstand das Sonnenjahr mit der Kippung der Erdachse. Basierend auf derselben Katastrophe, die zur Mondentstehung führte.

Ovid sah das in den Metamorphosen so:

Ewig waltete Lenz, und mit lauem Gesäusel
Fächelten Zephyrus Hauche die saatlos keimenden Blumen.
Ohn’ Auffrischung ergraute die Flur von belasteter Ähre.
Rings nun Bäche von Milch, rings walleten Bäche von Nektar;
Rings auch tröpfelte gelb aus grünender Eiche der Honig.
Als Saturus versank in des Tataros Dunkel, und allherrschend
Jupiter lenkte nunmehr der Urwelt ewigen Frühling,
Sonderte Winter, und Gluten, und herbstliche Ungewitter
Vom kurzblühenden Lenz, und schuf vier Räume des Jahres,
Jetzo geschah, dass die Lüfte, von trockener Schwüle gesenkt,
Glüheten, und vor dem Winde das Eishartstarrend herabhing.


Nach einem ewigen Frühling mit gerade stehender Erdachse kam es zur Kippung derselben während einer großen Katastrophe. Sowohl im Atlantis-Mythos als auch in biblichen Überlieferungen (Buch der biblischen Altertümer, Viertes Buch Esra) wurde die "Himmelsneigung" erwähnt. Zeus bzw. Hera werden für das Badeverbot der himmlischen Bären verantwortlich gemacht, auch hier also der Hinweis auf eine Himmelsneigung und auch hier sind die Olympischen Götter verantwortlich, die schon A. v. Humboldt hinsichtlich der Mondentstehung in der Schlacht gegen die Giganten erwähnte. Also ein Hinweis auf dieselbe Katastrophe zu Mondentstehung und Erdachskippung. Auch der Demeter-Mythos weist auf die Erdachskippung / Einführung der Jahreszeiten hin.

Uwe Topper übersetzte in "Das Erbe der Giganten" aus dem Ovid-Fragment "Fasten":

Das silberne Zeitalter wurde von Jupiter regiert; es gab damals vier Jah-reszeiten – während im Goldenen ewiger Frühling geherrscht hatte – und die Menschen, die vorher groß und kräftig waren, degenerierten langsam.


Hier also zunächst derselbe Hinweis von Ovid wie in den "Metamorphosen" auf den ursprünglichen "Ewigen Frühling" und die spätere Einführung der Jahreszeiten. Die Degeneration der Menschen weist auf eine Veränderung der Schwerkraft (genauer der Gewichtskraft) hin, die durch die Mondentstehung bewirkt wurde: Die frühere deutlich schnellere Rotation der Erde führte somit zu einem geringeren Gewicht, das Riesen und Dinosaurier ermöglichte. Der Übergang von Ewigen Frühling zu den Jahreszeiten UND die gleichzeitige Degeneration des Menschen belegen also erneut DIE GEMEINSAME Katastrophe für die Erdachskippung und die Mondentstehung.

Wie lang das her ist, weiß ich nicht. Derzeit gehe ich von etwa 12.000 bis 13.000 Jahren aus. Diese Vermutung ist zwar nicht unbegründet aber alles andere als gesichert.

Ich denke, dass es nachvollziehbar ist, dass bei ewigem Frühling infolge gerade stehender Erdachse ein Sonnenjahr nicht gerade praxisrelevant war.

Nach der Katastrophe scheint es aber zu einer Umstellung von einem vorsintflutlichen Jahresbegriff zum Sonnenjahr gegeben zu haben. Zu erkennen an der deutlichen (erfassungstechnischen) Verminderung des Lebensalters von etwa 950 Jahren auf das heutige Lebensalter, wobei in der Übergangszeit sicher Äpfel und Birnen zusammengezählt wurden. Nach Apollodor entsprach ein nachsintflutliches Jahr etwa acht vorsintflutlichen Jahren.

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