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Rara
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15 Jahre 11 Monate her #2477
von berlinersalon
ist wie sie es äußern ein ungläubiger idiot
und gehört in der regel aus ihrer geistigen nähe entfernt
und wer ihren vorstellungen folgt verhält sich gläubig also klug
und darf sich in diesem sinne
frei, knapp und beliebig übereinstimmend äußern
herr pfister
was sind hier ihre aufgaben
sind sie bereit und in der lage forschungsergebnisse vorzustellen
oder möchten / sollen SIE
forschungen und gezielten meinungsaustausch unterbinden ?
unterliegt
ihre faktenarme verbohrtheit einem nichtidiotischen system
oder sind sie nur ein hochfahrender heimatforscher
mit gläubigen allmachtsvisionen
berlinersalon antwortete auf Aw: Rara
also wer das vorliegende historische material untersucht sehen möchteWer das glaubt
ist wie sie es äußern ein ungläubiger idiot
und gehört in der regel aus ihrer geistigen nähe entfernt
und wer ihren vorstellungen folgt verhält sich gläubig also klug
und darf sich in diesem sinne
frei, knapp und beliebig übereinstimmend äußern
herr pfister
was sind hier ihre aufgaben
sind sie bereit und in der lage forschungsergebnisse vorzustellen
oder möchten / sollen SIE
forschungen und gezielten meinungsaustausch unterbinden ?
unterliegt
ihre faktenarme verbohrtheit einem nichtidiotischen system
oder sind sie nur ein hochfahrender heimatforscher
mit gläubigen allmachtsvisionen
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15 Jahre 11 Monate her #2479
von Allrych
Was soll das heissen:
Es sei definitiv unmöglich, alle alten Bücher als rückdatiert zu betrachten.
Die Anno Domini-Jahrzählung wurde anfänglich (im zweiten Drittel des 18. Jhs.) ausschlieslich
zur Falsch- und Rückdatierung gebraucht.
Also sind alle alten Bücher falsch- oder rückdatiert.
Nur die Geschichtsgläubigen klammern sich an die falschen Jahrzahlen.
Dass man in der Vorgeschichte nicht datieren kann, ist für alle schmerzhaft, aber es ist einfach so.
Es sei definitiv unmöglich, alle alten Bücher als rückdatiert zu betrachten.
Die Anno Domini-Jahrzählung wurde anfänglich (im zweiten Drittel des 18. Jhs.) ausschlieslich
zur Falsch- und Rückdatierung gebraucht.
Also sind alle alten Bücher falsch- oder rückdatiert.
Nur die Geschichtsgläubigen klammern sich an die falschen Jahrzahlen.
Dass man in der Vorgeschichte nicht datieren kann, ist für alle schmerzhaft, aber es ist einfach so.
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15 Jahre 11 Monate her - 15 Jahre 11 Monate her #2480
von prusak
Ich bin kein Geschichtsgläubiger und war es nie.
Wohl gab es Vergangenheit die auch erkennbar
und zeitlich strukturierbar ist (meine ich),
und irgendwie gehört für mich auch dieses Forum
bereits dieser Vergangenheit an.
Wir scheinen am Ende zu sein:
die wichtigen Dinge sind gesagt.
Dass wir uns nicht einig wurden, macht nichts.
Wenn es eine Wahrheit gibt, wird sie sich wohl erweisen.
Wohl gab es Vergangenheit die auch erkennbar
und zeitlich strukturierbar ist (meine ich),
und irgendwie gehört für mich auch dieses Forum
bereits dieser Vergangenheit an.
Wir scheinen am Ende zu sein:
die wichtigen Dinge sind gesagt.
Dass wir uns nicht einig wurden, macht nichts.
Wenn es eine Wahrheit gibt, wird sie sich wohl erweisen.
Letzte Änderung: 15 Jahre 11 Monate her von prusak.
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15 Jahre 11 Monate her #2484
von *CD
Allrych schrieb:
Es ist gewiss so, dass viele Geschichtswerke vor ca. 1700 groteske Fälschungen sind. Allrych hat dies ja auch anhand der Schweizer und speziell der Berner Geschichte gezeigt. Wenn man bedenkt, dass es noch nicht lange her ist, dass man auch fast auf "Hitlers Tagebücher" hereinfiel... Die Motive waren damals nicht anders: Gewinnsucht gerissener Fälscher contra Eitelkeit geschichtsversessener Idioten mit zu dickem Geldbeutel. Damals kam noch etwas hinzu, was heute etwas weniger wichtig ist (zumindest hier in Europa, wo ja jedes Land und jede Stadt schon lange "ihre Geschichte" hat): nämlich der Ehrgeiz, auch eine Geschichte, eine Abstammung usw. wie die Konkurrenten zu haben. Damals in der Phase der Geschichts(er)findung (16.-18. Jh. konventionell), wo sich rasch neuer Reichtum auf wackligem geschichtlichem Fundament entwickelte (und vielleicht Fragen der Legitimation aufwarf), hat sich manch eine Familie, manch eine Stadt, manch ein Bistum auch eine würdige Geschichte schreiben lassen. Und wir wissen ja alle, dass das Leben des Schriftstellers ein hartes ist, und wer würde angesichts seines leeren Geldbeutels auf einen netten Auftrag verzichten. Selbst Geistesgrössen wie Leibniz waren sich hierfür nicht zu schade! Dabei wurde munter und fleissig ab- und umgeschrieben, Daten, Namen und Orte vertauscht, gestreckt und verbogen, bis es passte. Die meisten Leute wollen ganz einfach gute Geschichten hören und lesen, nur Kleingeister meckern nach der Wahrheit... (Vielleicht sollten wir uns ja mal psychiatrisch untersuchen lassen).
Man muss hier keine klerikale Verschwörung, keine grosse Aktion vermuten, allenfalls musste Kirchenrom bald mal Gegensteuer geben, nachdem die Kurie merkte, dass sich das gewöhnliche Volk allzu frech eine eigene Geschichte verpasste, die nicht mehr mit dem Heilsplan konform ging. So weit so klar! Man kann angesichts dieser Sachlage resigniert die Waffen strecken, weil man wie Allrych der Überzeugung ist, dass vor 17xx im Prinzip (fast) alle schriftliche Geschichte von diesen Fälschungen und Irrtümern derart verseucht ist, dass sich der Aufwand nicht lohnt, hier noch die Masse von Spreu vom dem bisschen Weizen zu trennen.
Mit Tuisto bin ich aber der Meinung, dass sich gerade dieser Aufwand lohnen könnte! Denn wenn es uns gelänge, jene Überlieferungen einzukreisen, die authentisch und unverfälscht wirken und es vermutlich auch sind, dann würde sich uns die Tür zum geistigen Erbe der Menschheit öffnen. Der Blick in dieses noch verborgene Zimmer wäre dann gewiss mit einem Gefühl tiefer Befriedigung verbunden, auch wenn sich sonst kein Nutzen daraus ergäbe. Jahreszahlen und dergleichen würden dann wohl auch keine Rolle mehr spielen...
Wir müssen uns einfach bewusst sein, dass der Weg dahin noch lange und mühsam und mit vielen Anfeindungen verbunden ist, und bei manchem mag die Hoffnung schwinden, dass er das Ziel der Reise noch selbst erlebt...
Also sind alle alten Bücher falsch- oder rückdatiert.
Nur die Geschichtsgläubigen klammern sich an die falschen Jahrzahlen.
Dass man in der Vorgeschichte nicht datieren kann, ist für alle schmerzhaft, aber es ist einfach so.
Es ist gewiss so, dass viele Geschichtswerke vor ca. 1700 groteske Fälschungen sind. Allrych hat dies ja auch anhand der Schweizer und speziell der Berner Geschichte gezeigt. Wenn man bedenkt, dass es noch nicht lange her ist, dass man auch fast auf "Hitlers Tagebücher" hereinfiel... Die Motive waren damals nicht anders: Gewinnsucht gerissener Fälscher contra Eitelkeit geschichtsversessener Idioten mit zu dickem Geldbeutel. Damals kam noch etwas hinzu, was heute etwas weniger wichtig ist (zumindest hier in Europa, wo ja jedes Land und jede Stadt schon lange "ihre Geschichte" hat): nämlich der Ehrgeiz, auch eine Geschichte, eine Abstammung usw. wie die Konkurrenten zu haben. Damals in der Phase der Geschichts(er)findung (16.-18. Jh. konventionell), wo sich rasch neuer Reichtum auf wackligem geschichtlichem Fundament entwickelte (und vielleicht Fragen der Legitimation aufwarf), hat sich manch eine Familie, manch eine Stadt, manch ein Bistum auch eine würdige Geschichte schreiben lassen. Und wir wissen ja alle, dass das Leben des Schriftstellers ein hartes ist, und wer würde angesichts seines leeren Geldbeutels auf einen netten Auftrag verzichten. Selbst Geistesgrössen wie Leibniz waren sich hierfür nicht zu schade! Dabei wurde munter und fleissig ab- und umgeschrieben, Daten, Namen und Orte vertauscht, gestreckt und verbogen, bis es passte. Die meisten Leute wollen ganz einfach gute Geschichten hören und lesen, nur Kleingeister meckern nach der Wahrheit... (Vielleicht sollten wir uns ja mal psychiatrisch untersuchen lassen).
Man muss hier keine klerikale Verschwörung, keine grosse Aktion vermuten, allenfalls musste Kirchenrom bald mal Gegensteuer geben, nachdem die Kurie merkte, dass sich das gewöhnliche Volk allzu frech eine eigene Geschichte verpasste, die nicht mehr mit dem Heilsplan konform ging. So weit so klar! Man kann angesichts dieser Sachlage resigniert die Waffen strecken, weil man wie Allrych der Überzeugung ist, dass vor 17xx im Prinzip (fast) alle schriftliche Geschichte von diesen Fälschungen und Irrtümern derart verseucht ist, dass sich der Aufwand nicht lohnt, hier noch die Masse von Spreu vom dem bisschen Weizen zu trennen.
Mit Tuisto bin ich aber der Meinung, dass sich gerade dieser Aufwand lohnen könnte! Denn wenn es uns gelänge, jene Überlieferungen einzukreisen, die authentisch und unverfälscht wirken und es vermutlich auch sind, dann würde sich uns die Tür zum geistigen Erbe der Menschheit öffnen. Der Blick in dieses noch verborgene Zimmer wäre dann gewiss mit einem Gefühl tiefer Befriedigung verbunden, auch wenn sich sonst kein Nutzen daraus ergäbe. Jahreszahlen und dergleichen würden dann wohl auch keine Rolle mehr spielen...
Wir müssen uns einfach bewusst sein, dass der Weg dahin noch lange und mühsam und mit vielen Anfeindungen verbunden ist, und bei manchem mag die Hoffnung schwinden, dass er das Ziel der Reise noch selbst erlebt...
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