Rara

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15 Jahre 11 Monate her #2470 von *CD
Rara wurde erstellt von *CD
Hier hat's sicher für jeden etwas:

www.e-rara.ch/

(Minimales Interesse an alten Büchern vorausgesetzt ;-)

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15 Jahre 11 Monate her #2471 von berlinersalon
berlinersalon antwortete auf Aw: Rara
und es gibt ja schon
unzählige solcher digitalisierungsprojekte

und wer soll das bitte alles und warum
ab 1730 verfaßt, gedruckt und auch noch gelesen haben ?

baurenklag über den neuen kalender

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15 Jahre 11 Monate her - 15 Jahre 11 Monate her #2472 von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: Rara
Und nun? Von wann stammen diese unzähligen alten Bücher? Aus dem 18. Jahrhundert? Alle rückdatiert? Falls nicht, wo wäre denn dann der chronologische Sprung, der zwingend 220 Jahre betragen müsste, wegen der Identität vom 5.4.0/5.4.220 bzw. 25.3.1/25.3.221?

Hier ein schönes Beispiel, wie Juden Christenbücher lobten:

Datum Zürich im Merzenn. M.D.XXXVII (= 1537).
Es grüßt dich únd dein liebes Hausfrauen / mein geliebter Bruder "Leo Jude" dein Vetter!

www.e-rara.ch/zuz/content/pageview/219139

Es ist an der Zeit, dass hier entweder Belege für Aussagen wie: "Alles aus dem 18. Jahrhundert" gebracht werden oder man rudere wieder dorthin zurück, wo der Verstand der Beweislage folgt.

Diese ist eindeutig:
Bauwerke, Bücher, Kulturabfolge etc. sind seit etwa 1450 hinreichend redundant dokumentiert.
Wer daran rütteln will, muß etwas mehr auf die Beine stellen, als das bisher Gebrachte, auch wenn zweifelsfrei feststeht, dass die gesamte Geschichte im 19. Jahrhundert neu strukturiert und geschrieben wurde.

Ein Buch wie "De septem secundeis" stammt garantiert nicht aus dem 18. Jahrhundert. Darin wird in in 354-jährigen Erzengel-Schritten in etwa die gleiche historische Abfolge der damals bekannten Hochkulturen und Herrscherabfolgen gelehrt, wie noch heute.
Letzte Änderung: 15 Jahre 11 Monate her von Tuisto.

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15 Jahre 11 Monate her #2474 von *CD
*CD antwortete auf Aw: Rara
Tuisto schrieb:

Hier ein schönes Beispiel, wie Juden Christenbücher lobten:

Datum Zürich im Merzenn. M.D.XXXVII (= 1537).
Es grüßt dich únd dein liebes Hausfrauen / mein geliebter Bruder "Leo Jude" dein Vetter!


Es gibt in der Schweiz Leute, die "Jud" heissen und trotzdem Christen sind, wobei zu fragen wäre, weshalb sie so heissen und seit wann sie Christen sind. Aus der angeführten Textstelle geht die Religion des Leo Jude übrigens nicht hervor, aber er ist ja auch nicht der Verfasser des Lobes auf Christus, sondern nur dessen Bruder, der auf diesem Weg den Adressaten des Briefes grüsst. Leo könnte also (noch/schon) Jude sein, und der Verfasser ist (schon/noch) Christ. Wir wissen es nicht.

Bauwerke, Bücher, Kulturabfolge etc. sind seit etwa 1450 hinreichend redundant dokumentiert.
Wer daran rütteln will, muß etwas mehr auf die Beine stellen, als das bisher Gebrachte, auch wenn zweifelsfrei feststeht, dass die gesamte Geschichte im 19. Jahrhundert neu strukturiert und geschrieben wurde.


Ich sehe das im Prinzip auch so; es ist aber nicht zu leugnen, dass es bis ca. 1800 (und eigentlich auch noch später...) seltsame Anachronismen gibt, die zumindest Fragen über die Reihenfolge der Ereignisse und ihren zeitlichen Abstand aufwerfen. Ich habe in meinem Nostradamus-Buch das Beispiel von Piranesi erwähnt, dessen Beschreibungen Roms aus dem 18. Jh. älter wirken als Reiseberichte aus dem 16. Jh. Nun kann man das so erklären, dass Piranesi einfach "auf antik" gemacht hat, und jedes Zeitalter hat ja seine Anachronismen, so etwa Leute, die nicht in den zeitgenössischen Mainstream passen. Nicht alle Menschen sind immer auf dem neuesten Stand der Technik und des Diskurses. Wer heute neu gedruckte Bücher auf ihren Inhalt und ihre Machart vergliche, würde auch leicht auf die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen schliessen.

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15 Jahre 11 Monate her #2475 von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Rara
"Tuisto" und "Prusak" sind Geschichtsgläubige: Damit ihre Konstruktionen stimmen,
müssen auch alle Vorbindungen erfüllt sein:

Also gäbe es ab dem 15. Jh. zuvelrässige Aufzeichungen, die zudem auch noch chronologisch untermauert wären.

Wer das glaubt, ist ein kompletter Idiot!

Noch welche Fragen?

So long

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15 Jahre 11 Monate her #2476 von Tuisto
Tuisto antwortete auf Aw: Rara
"Also gäbe es ab dem 15. Jh. zuvelrässige Aufzeichungen, die zudem auch noch chronologisch untermauert wären"

Es gäbe die Auzeichnungen nicht, es gibt sie!
Sie wären nicht chronologisch untermauert, sie sind es!

Wie CD richtig schreibt, kann es im Prinzip nur um die Aufdeckung von bewußt installierten Anachronismen gehen.

Solche Bücher und Werke wurde in der Tat rückdatiert, um irgendwelche Interessen durchzusetzen.

Das mag z.B. für Bücher von Scaliger, Nostradamus, Calvisius, Petavius u.a. zutreffen, auch für Bücher, die die gregorianische Kalenderreform betreffen. So gibt es diesbezügliche Notizen von Kepler, die erst lange nach seinem Tod veröffentlicht wurden. Ähnliches gilt für Kopernikus. Auch für Scaliger liegen Verdachtsmomento vor.

Es ist aber bislang definitiv unmöglich, alle Bücher als rückdatiert zu betrachten - ohne entsprechende Beweise einer chronologischen Korrektur seit 1450 vorzulegen. Ich jedenfalls kenne für unseren Kulturraum keine.

Im übrigen vertrete ich aufgrund meiner chronologischen Forschungen einen wohl begründeten 1050-Jahresshift von 532 nach 1582. Schließlich lässt sich die zerstörte Antike nicht wegdiskutieren.

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