FOREN DER WEBSITE "GESCHICHTE UND CHRONOLOGIE"

Krumme Türme: Gattungen, Verbreitung und Zweck

Mehr
16 Jahre 9 Monate her - 16 Jahre 9 Monate her #233 von Tuisto
@Prusak:

Tut mir leid, aber ich habe kein Wort verstanden.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass es den anderen Lesern besser geht.

Ich kenne aus der Sage eine Medusa, die die genannten Zwillinge gebiert, während ihr Perseus den Kopf abschlägt. Enif und Algol (Der Dämon) sind Sterne im Pegasus. Offensichtlich setzen Sie Medusa mit Barabara gleich, die wiederum die Borbeth der 3 Bethen ist.

Die Bethen sind aber eindeutig auch die Erdmütter, wie der Name Bethe belegt. Auch wird Perseus von den Planeten Athene und Merkur geholfen, wie aus der Geschichte klar hervorgeht:


"Perseus und Medusa

König Polydektes der Insel Seriphos begehrte Danae, die Mutter Perseus' zur Frau. Dabei war ihm der Sohn im Wege. Er ersann die List, ihm einen Auftrag zu geben, der den sicheren Tod bedeuten würde: Perseus sollte ihm das Haupt der Medusa bringen. Diese war eine der Gorgonen, schrecklichen Ungeheuern, die von Gaias Kindern mit Pontos, Phorkys und Keto, abstammten. Sie hatten Schlangen als Haare, schreckliche Zähne und Flügel. Medusa war die einzige sterbliche der Gorgonen.

Perseus konnte diesen Auftrag nur durch Beistand der Götter und mit List erfüllen. Die Göttin Athene und Gott Hermes waren auf seiner Seite. Sie schickten ihn zu den drei Graien, Schwestern der Medusa. Sie besaßen zusammen nur ein Auge und einen Zahn. Perseus nahm Auge und Zahn weg und gab diese erst zurück, als ihm verraten wurde, wie er den Weg zu den Nymphen finden würde. Diese schenkten dem Held eine Tarnkappe, Flügelschuhe und einen Ranzen. Mit diesen Wunderdingen suchte er die Gorgonen auf. Es war lebensgefährlich, die Medusa anzuschauen, denn danach versteinerte man sofort. Deshalb benutzte Perseus den Schild der Athene als Spiegel und schlug der schlafenden Medusa das Haupt ab. Aus dem Rumpf der verstümmelten Medusa entsprangen augenblicklich Pegasos, das geflügelte Pferd, und Chryasor, ein männliches Ungeheuer, das später Vater von dreiköpfigen Riesen werden sollte.

Sie wurden so genannt, der erste, weil er ein goldenes Schwert in den Händen hielt, der zweite, weil er am Ufer des Meeres geboren war. Pegasus und Chryasor, die Beide in voller Größe aus dem Leblosen Körper der enthaupteten Medusa entstanden, waren Söhne des Poseidon. Lange Zeit vorher hatte er Medusa im Tempel von Athen vergewaltigt. Pegasus und Chryasor entstanden aus dieser Verbindung.

(Athena ist Venus, folglich hat auch der Planet Neptun/Poseidon der Sage nach sich des schönen kämpferischen Fräuleins bedient. Oder war der Täter sein Sternbild, das Haus das im zugehört? Und wäre demnach der Tempel der Athene das Sternbild Stier? Tuisto)

Perseus verstaute das Medusenhaupt in seinem Ranzen, befreite in Äthiopien Andromeda und nahm sie zur Frau. Wieder auf die Insel Seriphos zurückgekehrt, rächte er sich an Polydektes, indem er ihm das Medusenhaupt zeigte, worauf dieser sofort versteinerte.

Später gab er die Wunderdinge den Nymphen zurück. Das Medusenhaupt schenkte er der Athene, die damit Ihren Schild, die Aigis, schmückte."

Es ist schön, dass Sie das alles schon einmal richtig gesehen haben und deshalb kein Theorienregister benötigen.

Ich benötige das für mein Forschungsgebiert auch nicht, weil ich darin bewandert bin. Deshalb gebe ich immer wieder erneut die Grundlage im Forum bekannt, weil ich mir ganz sicher bin, dass Viele den Zusammenhang noch immer nicht verstanden haben.

Vielleicht ganz einfach deshalb, weil sie keine Lust haben, sich Mondläufe durch die Jahrhunderte hindurch anzuschauen und auch sonst nicht viel damit anfangen können. Wer interessiert sich schon im Detail für Oster-, Aion- und daraus abgeleitete Chronologiekonstruktionen?

Andere benötigen daher die wiederholende Klarstellung der angenommenen Zusammenhänge. Vielleicht hört er zum ersten Mal davon, vielleicht hat er Weihnachtsabend schon mal in den Himmel geschaut,aber es hat immer geregnet, vielleicht verhinderten familiäre Verpflichtungen, vielleicht sahen sie sogar den Sternenlauf, hatten aber keine Ahnung welche griechischen, christlichen, asiatischen oder keltische-germanischen Mythen damit verbunden wurden.

Aber auch dann: Sie haben die Frage immer noch nicht beantwortet, was Ihre Geschichte mit schiefen Türmen oder schiefen Dächern auf Türmen zu tun haben könnte. Ein Rapunzelturm (was hat der übrigens mit der Medusa zu tun - bitte erklären!) muß nicht zwangsläufig schief sein, wie die meisten Märchenbilder bezeugen.
Letzte Änderung: 16 Jahre 9 Monate her von Tuisto.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
16 Jahre 9 Monate her #234 von prusak
Die Himmelsfigur ist grundsätzlich "schief"
bzw. gebogen, denn sie reicht vom Zenit,
wo Algol steht, bis zum Westhorizont,
wo sie in Enif=Fine endet.
Dazwischen liegen 10 sichtbare Sterne,
insgesamt also 12 - der "Rosenkranz".

Man kann sie - wie jeden Bogen - auch
gerade darstellen - je nach Perspektive.

MAn sieht es nicht auf einer allgemeinen
Himemlskarte, sondern nur auf einer solchen,
die den Himmel am Weihnachtsabend zeigt.

Ob sie eine von den "Bethen" ist, mag ich
nicht entscheiden.

Sie hat verschiedene Namen:
Gorgo, Barbara mit dem Turm, Rapunzel,
Galathae, Ganna, Athena...

sie mag "nur ein bauelement von vielen" sein -
was ihr aber nicht den tieferen Sinn nimmt,
den man natürlich unter Verweis auf
die Vielheit gut verschleiern kann.

die "zentralchristliche seite" war sich wohl
nicht immer einig über ihr Verhältnis zu der Figur.
Sie möchte natürlich das Christentum als
irdisch und nicht himmlisch verstanden wissen.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
16 Jahre 9 Monate her - 16 Jahre 9 Monate her #237 von prusak
Mal sehn, ob das klappt.

(Klappt natürlich nicht.

Wer weiß, wer einen da
vor Schaden bewahren möchte...)
Letzte Änderung: 16 Jahre 9 Monate her von prusak. Begründung: Schwamm drüber!

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
16 Jahre 9 Monate her - 16 Jahre 9 Monate her #238 von prusak
Wie auch immer:

man betrachte mal dieses Bild hier:



Diese Dame begegnet dem Wanderer auf dem Weg
von der Brandenburger Neustadt zum dortigen Dom.

Geht man ein paar Schritt weiter,
verdeckt sie den Turm und wird mit ihm eins.
Rechts neben ihr - hier nicht dargestellt -
spielt ihr Sohn mit einem Fisch.

Die Figurengruppe wird dort "Witwe Bollmann"
genannt, oder auch Galathea.

Astronomisch besteht die Frau aus:
Perseus (die Haare), Andromeda (der Oberkörper)
und Pegasus (der Unterkörper).
Der Sohn ist - je nach Blickrichtung -
der Schwan oder einer der Fische.

Wenn die Figuren samt Turm hier auch gerade
sind, dann nur wegen der Perspektive.

Insofern besteht zwischen einem schiefen
und einem geraden Turm kein gravierender
Unterschied.
Letzte Änderung: 16 Jahre 9 Monate her von prusak.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
16 Jahre 9 Monate her - 16 Jahre 9 Monate her #243 von berlinersalon
zum krummen, schrägen und schiefen läßt sich natürlich auch feststellen,
daß es das gerade in der natur eigentlich kaum gibt

auch in den religionen wird das gerade, aufrechte mehr beschworen als gelebt
auch dürfte das bedürfnis nach ästhetik - neben dem lauf der gestirne - viele quellen haben aus denen es sich bedient

interessant wären auch einmal die veränderungen der schatten
schräger und gebogener turmhelme im laufe der jahreszeiten
türme standen ja auch meist auf einem freien platz
Letzte Änderung: 16 Jahre 9 Monate her von berlinersalon.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
16 Jahre 9 Monate her #244 von Ingwer
@prusak,

die "zentralchristliche seite" war sich wohl
nicht immer einig über ihr Verhältnis zu der Figur.
Sie möchte natürlich das Christentum als
irdisch und nicht himmlisch verstanden wissen.
Ob Jene sich einig war?...wer weiss dies schon.
Aber sie wussten schon, was sie taten oder beauftragten.

Zum Verhältnis Unten so, wie Oben und umgekehrt, kann ich
folgen.

Zum grundsätzlichen Verständnis mal erklärt:

Die Türme (ob gerade oder schief) sind ja eine Art
Januskopf. Also Zwei in Einem. So, wie in der Vita Caroli
Magni.
Die Türme repräsentieren den Erlöser, wie auch die Barbara. Denn in ihnen ertönen ja die Glocken.
Schief gebaut wurden manche Türme, weil diese ja auf die Erde
gebaut, den idealen Stand (Winkel) ergaben.

Ich hoffe, dass es jetzt verständlicher ist!

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Powered by Kunena Forum