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Illig zum letzten
16 Jahre 3 Monate her #1428
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Illig zum letzten
Richtig, Illig ist ein historischer Fundamentalist, kein Analytiker.
Und vor allem ist er verbohrt. Deshalb hat er schon vor zehn Jahren
Fomenko abgelehnt: Er wollte den Karl ins Märchenland verschieben.
Aber alle Schiessbudenfiguren vor und danach sollten gefälligst
historisch bleiben: Gregor der Grosse und Otto der Grosse zum
Beispiel.
Interessant ist, dass in den Zeitensprüngen vor allem altorientalische
und aussereuropäische Geschichte analysiert wird: Das Illigsche Mittelalter
muss schliesslich intakt bleiben.
www.dillum.ch/html/anti_illig.htm
Und vor allem ist er verbohrt. Deshalb hat er schon vor zehn Jahren
Fomenko abgelehnt: Er wollte den Karl ins Märchenland verschieben.
Aber alle Schiessbudenfiguren vor und danach sollten gefälligst
historisch bleiben: Gregor der Grosse und Otto der Grosse zum
Beispiel.
Interessant ist, dass in den Zeitensprüngen vor allem altorientalische
und aussereuropäische Geschichte analysiert wird: Das Illigsche Mittelalter
muss schliesslich intakt bleiben.
www.dillum.ch/html/anti_illig.htm
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16 Jahre 3 Monate her - 16 Jahre 3 Monate her #1431
von Basileus
Basileus antwortete auf Aw: Illig zum letzten
Ich möchte mich einmal auf einen anderen Aspekt der Illig/Heinsohn-These konzentrieren.
Offensichtlich scheint es nach dem Beginn des "7. Jh." keine archäologischen Schichten zu geben,
die direkt danach liegen (Illig nimmt hier 297 Jahre an, die übersprungen wurden).
Wenn dem nämlich so wäre, so hätte man ja Illig einfach dadurch widerlegen können,
daß man direkt über Funden von z.B. aus dem Jahr "600" solche hätte,
die z.B. aus dem Jahr "800" stammen, und darüber z.B. solche aus dem Jahr "1000".
Anderserseits hätte Illig seine These ganz klar beweisen können,
wenn er archäologische Befunde dafür hätte,
daß auf Schichten aus dem "6./7. Jh." direkt solche aus dem "10. Jh." folgen
(Er belegt meines Wissens nur indirekt die Kontinuität, z.B. in der Architektur).
Keine der beiden Alternativen konnte nach meinem Kenntnisstand
von den Befürwortern und den Gegnern der Illig-These ins Feld geführt werden.
Dies beweist ganz einfach, daß über den Schichten der sogenannten Spätantike (oder Frühmittelalter) aus dem "6./7. Jh."
nichts mehr liegt, was einer entfernten Vergangenheit hätte zugeordnet werden können.
Die "Mittelalter"-Schichten ab dem "10. Jh." entsprechen dann anderen Fundorten.
Wann dieses "6./7. Jh." tatsächlich war, bleibt nun noch zu klären.
Also, ob es z.B. einfach das 16./17. Jh. war, oder ein etwas früherer Zeitraum.
Und natürlich darf nicht vergessen werden, daß die Einordnung archäologischer Funde in ein Zeitschema immer der Theorie,
also der vorhandenen Chronologie, folgt.
Eine andere Chronologie hätte u.U. auch für verschiedene Regionen andere Zuordnungen zur Folge.
Offensichtlich scheint es nach dem Beginn des "7. Jh." keine archäologischen Schichten zu geben,
die direkt danach liegen (Illig nimmt hier 297 Jahre an, die übersprungen wurden).
Wenn dem nämlich so wäre, so hätte man ja Illig einfach dadurch widerlegen können,
daß man direkt über Funden von z.B. aus dem Jahr "600" solche hätte,
die z.B. aus dem Jahr "800" stammen, und darüber z.B. solche aus dem Jahr "1000".
Anderserseits hätte Illig seine These ganz klar beweisen können,
wenn er archäologische Befunde dafür hätte,
daß auf Schichten aus dem "6./7. Jh." direkt solche aus dem "10. Jh." folgen
(Er belegt meines Wissens nur indirekt die Kontinuität, z.B. in der Architektur).
Keine der beiden Alternativen konnte nach meinem Kenntnisstand
von den Befürwortern und den Gegnern der Illig-These ins Feld geführt werden.
Dies beweist ganz einfach, daß über den Schichten der sogenannten Spätantike (oder Frühmittelalter) aus dem "6./7. Jh."
nichts mehr liegt, was einer entfernten Vergangenheit hätte zugeordnet werden können.
Die "Mittelalter"-Schichten ab dem "10. Jh." entsprechen dann anderen Fundorten.
Wann dieses "6./7. Jh." tatsächlich war, bleibt nun noch zu klären.
Also, ob es z.B. einfach das 16./17. Jh. war, oder ein etwas früherer Zeitraum.
Und natürlich darf nicht vergessen werden, daß die Einordnung archäologischer Funde in ein Zeitschema immer der Theorie,
also der vorhandenen Chronologie, folgt.
Eine andere Chronologie hätte u.U. auch für verschiedene Regionen andere Zuordnungen zur Folge.
Letzte Änderung: 16 Jahre 3 Monate her von Basileus.
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16 Jahre 3 Monate her #1432
von Allrych
Allrych antwortete auf Aw: Illig zum letzten
Illig ist genauso kurzgeschlossen und dogmatisch wie die anderen Archäologen und Althistoriker: Er glaubt an Fixpunkte in einer ferner Vergangenheit, also etwa die
"Gregorianische Kalenderreform 1582" oder noch besser: "Geburt Christi im Jahre 1
nach Christus".
Und wie bestimmt man die karolingische Leerzeit? Einfach indem man behauptet, eine
Schicht vom "7. Jh. AD" sei anders als eine Schicht des "10. Jhs. AD".
Welcher Erdschicht aber sieht man das Jahrhundert ihrer Entstehung an? - Und welcher
Fund hat ein AD-Datum eingeprägt?
Der ganze Daten- und Epochen-Mumpitz funktioniert auf Grund der simplen Tatsache,
dass es genug Leute gibt, die daran glauben und niemand etwas dagegen sagt.
"Gregorianische Kalenderreform 1582" oder noch besser: "Geburt Christi im Jahre 1
nach Christus".
Und wie bestimmt man die karolingische Leerzeit? Einfach indem man behauptet, eine
Schicht vom "7. Jh. AD" sei anders als eine Schicht des "10. Jhs. AD".
Welcher Erdschicht aber sieht man das Jahrhundert ihrer Entstehung an? - Und welcher
Fund hat ein AD-Datum eingeprägt?
Der ganze Daten- und Epochen-Mumpitz funktioniert auf Grund der simplen Tatsache,
dass es genug Leute gibt, die daran glauben und niemand etwas dagegen sagt.
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16 Jahre 3 Monate her #1433
von Basileus
Basileus antwortete auf Aw: Illig zum letzten
Natürlich kan man den Erdschichten nicht ansehen, wann irgendwelche Münzen oder Knochen darin verschwanden.
Aber die offizielle Geschichte tut dies, und Illig hält sich in weiten Teilen daran.
Obwohl natürlich seine und Heinsohns stratigraphische Methoden deutlich über das hinausgehen, was die offizielle Geschichte macht.
Allein die Tatsache, daß weder eine solche Beweisführung durch Illig erfolgen konnte,
noch eine Widerlegung von Seiten der offiziellen Geschichte, die ja an so etwas glaubt,
spricht doch Bände !
Das belegt meines Erachtens, daß nach dem "6.7. Jh." der offiziellen Geschichte NICHTS mehr folgt,
daß einer entfernten Vergangenheit zugeordnet werden könnte.
Die Spätantike wäre somit auch stratigraphisch gesehen, von den archäologischen Befunden her, weitgehend identisch mit der Renaissance.
Die Renaissance-Bauten sind dann einfach nur die "antiken" Bauten, die im 18. Jh.,
als das moderne Geschichtsbild entstand, nicht ausgegraben werden brauchten,
weil es in dieser Gegend keine Überschwemmungen gab, oder das Gebiet durchgehend bewohnt war usw..
Schichten, die die offizielle Geschichte dem "10. Jh." oder späteren Jahrhunderten des Mittelalters zuordnet,
entsprechen anderen Fundorten, und sind chronologisch falsch eingeordnet.
So, wie auch die Funde der griechischen "Antike", die 1777 Jahre zu früh in der Zeitskala eingeordnet werden.
Aber die offizielle Geschichte tut dies, und Illig hält sich in weiten Teilen daran.
Obwohl natürlich seine und Heinsohns stratigraphische Methoden deutlich über das hinausgehen, was die offizielle Geschichte macht.
Allein die Tatsache, daß weder eine solche Beweisführung durch Illig erfolgen konnte,
noch eine Widerlegung von Seiten der offiziellen Geschichte, die ja an so etwas glaubt,
spricht doch Bände !
Das belegt meines Erachtens, daß nach dem "6.7. Jh." der offiziellen Geschichte NICHTS mehr folgt,
daß einer entfernten Vergangenheit zugeordnet werden könnte.
Die Spätantike wäre somit auch stratigraphisch gesehen, von den archäologischen Befunden her, weitgehend identisch mit der Renaissance.
Die Renaissance-Bauten sind dann einfach nur die "antiken" Bauten, die im 18. Jh.,
als das moderne Geschichtsbild entstand, nicht ausgegraben werden brauchten,
weil es in dieser Gegend keine Überschwemmungen gab, oder das Gebiet durchgehend bewohnt war usw..
Schichten, die die offizielle Geschichte dem "10. Jh." oder späteren Jahrhunderten des Mittelalters zuordnet,
entsprechen anderen Fundorten, und sind chronologisch falsch eingeordnet.
So, wie auch die Funde der griechischen "Antike", die 1777 Jahre zu früh in der Zeitskala eingeordnet werden.
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