Das Käfernburger Gemälde

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13 Jahre 9 Monate her - 13 Jahre 9 Monate her #7007 von Kevernburger-Gemälde
Hier die Fast-food Version:

Trithemius erwähnt die Schwarzenburger als 'erste Wahl der Prinzen' und Usurpatoren gegen die Krone. Deren ursprünglicher Stammsitz ist die Käfernburg bei Arnstadt in deren Keller im 17.Jh. ein Gemälde gefunden worden sein soll, das deren Ahnen in Gewandung zeigt, die

"mehr morgenländisch (!) erscheint, wie sie gewöhnlich gemalt wird." (Boie) --- ja, genau mit dem 'Ausrufezeichen' im 'original' Text !!!

Die Käfernburg befindet sich an einem Ort, der auch bezüglich der (allgm. akzeptierten standard) Chronologie der Deutschen Geschichte durchaus mit dem Adjektiv 'ursprünglich' belegt werden kann.

Aber: "Nicht jeder kennt [die] Käfernburg...".
Letzte Änderung: 13 Jahre 9 Monate her von Kevernburger-Gemälde.

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13 Jahre 9 Monate her #7009 von Ingwer

Aber: "Nicht jeder kennt [die] Käfernburg...".

Vielleicht!

Aber auch nicht Jeder macht daraus das "Masterpiece"...
Interessante Lokalgeschichte zweifelsfrei!

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13 Jahre 9 Monate her #7010 von Kevernburger-Gemälde
Ich kredenze ein 'Menü', verkaufe es aber nicht als 'Masterpiece'.

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13 Jahre 9 Monate her #7011 von Ingwer

Ich kredenze ein 'Menü', verkaufe es aber nicht als 'Masterpiece'

Das ist schon in Ordnung. Ich kenne Arnstadt und Geschichte doch schon sehr lange.
Als Schulkinder hatte meine Generation noch andere Einsichten zur Geschichte, als es heute "kredenzt" wird.

Trithemius erwähnt die Schwarzenburger als 'erste Wahl der Prinzen' und Usurpatoren gegen die Krone. Deren ursprünglicher Stammsitz ist die Käfernburg bei Arnstadt in deren Keller im 17.Jh. ein Gemälde gefunden worden sein soll, das deren Ahnen in Gewandung zeigt, die

Genau bei dieser Formulierung "gefunden", wissen die meisten Forumleser, was ansteht:
Vor der Findung steht meist die Erfindung!
Arnstadt z. B. einer der ältesten deutschen Städte: Warum nicht - aber was haben
die Menschen dann in Süddeutschland oder Norddeutschland gemacht...
Da bleiben noch viele Fragen offen -
Der liebe Herr Bonifatius war sehr fleissig, dass wissen wir wohl.

"mehr morgenländisch (!) erscheint, wie sie gewöhnlich gemalt wird." (Boie)

Vielleicht lüftet sich hier der Dunst der Vergangenheit ein wenig...

Warum sieht man Online kein Bild des "neuen" Käfernburger Gemäldes?
Wir leben in einer digitalisierten Welt, sollte man meinen.
Zumindest ist beim Link zu erkennen, dass der Mann Absatzschuhe trägt!

Wir wissen aber auch, dass die alte Geschichte nicht ganz getilgt wurde. Wer Augen hat,
kann noch sehr viel finden!

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13 Jahre 9 Monate her - 13 Jahre 9 Monate her #7012 von Kevernburger-Gemälde
Ingwer schrieb:

... Zumindest ist beim Link zu erkennen, dass der Mann Absatzschuhe trägt!...


Ein mittelalterlicher Mann in 'high heels stilettos'?

Natürlich nicht. Die Perspektive täuscht.

Der 'Absatz' des Schuhs ist das Ende der Schwertscheide.

Abbildung aus dem oben verlinkten Aufsatz von Boie. (Seite 286)

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13 Jahre 9 Monate her - 13 Jahre 9 Monate her #7013 von Kevernburger-Gemälde
Chronologie des Absatzschuhs bis zum 17.Jh.:

Schon Felsmalereien aus der Zeit 12000 v. Chr. zeigen Menschen mit Stiefeln aus Tierhaut und Fell. Die Füße wurden mit Leder und Fellstücken umwickelt. Schuhfunde in Ägypten belegen den Gebrauch von Sandalen ab 3000 v. Chr. Damit hatten die Ägypter eine der einfachsten Basisformen des Schuhs überhaupt erfunden.

Die frühen Schuhformen blieben Jahrhunderte unverändert.
Ab dem 4. Jahrhundert brachten dann verschiedene Stile der Mittelmeerländer neue dekorative Abwandlungen der Grundformen mit sich. Aus dem Orient kam der Stiefel, der nur von Männern getragen wurde, obwohl Frauen- und Männerschuhe ansonsten gleich waren.

Im 12. und 13. Jhd. gab es bei Reitstiefeln zum ersten Mal Absätze. In erster Linie aus praktischen Gründen, da er verhindern sollte, daß der Stiefel aus den Bügeln rutscht. Seit dem 13. Jhd. gab es feste Kleiderordnungen, die regelmäßig verfasst wurden und vor allem die Privilegien des Adels aufrecht erhielten. Im 14. Jhd. war die Schönheit der äußeren Erscheinung ein wesentlicher Bestandteil des neuen Denkens. Die Fußbekleidung war prachtvoll verziert. Das 15 Jhd. brachte eine große modische Vielfalt hervor. Die Schuhe der Vornehmen waren aus weichem Leder , Samt und Seide. Um diese Schuhe vor Schmutz zu schützen, wurden hölzerne Schuhformen getragen (Trippen). Dem groben Schuhwerk des Volkes machte der Schmutz nichts aus.

Das 15. bzw. 16.Jhd. brachte auch verschiedenene Modeabsurditäten auf. So tauchte erst in Italien, später auch in Frankreich die Chopine auf, ein sehr hoher Plateauschuh, der ausschließlich von Frauen, oft Kurtisanen, getragen wurde.

Bis zum 17.Jhd. war die Fußbekleidung beider Geschlechter fast gleich. Doch nun gab der Stiefel seine Funktion als Zweckschuh auf. Er wurde zur glanzvollen Fußbekleidung der Männer. Frauen trugen verziertes Schuhwerk, dass die Bewegungsfreiheit einschränkte. In diesem Jahrhundert kam der Absatz in seiner heutigen Form auf. Er machte die Leute grösser, betonte den Oberkörper und war zunächst bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt.

www.schuhmuseum.de/01/index02.htm

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