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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch

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8 Jahre 2 Monate her #11370 von Basileus
Es gab nicht nur einen Augustus, sondern Tausende!
Nun ja, Tausende nicht ganz, aber wohl ein paar Dutzend.
Alle sogenannten römischen Kaiser (die mit den schönen Münzporträts) nannten sich Augustus!

Ein paar Münzen (die ohne andere Namen drauf) wurden dann einem fiktiven Kaiser Augustus zugesprochen
und dann wurden ein paar schöne Geschichten erfunden.
Oder andersherum.

Zur Konstruktion der julisch-claudischen Dynastie siehe hier:
de.geschichte-chronologie.de/index.php?o...-18-07-02&Itemid=115

Dass meine Wenigkeit oder der eine oder andere hier Mitdiskutierende von Fomenko nicht erwähnt wird, wundert mich nicht.
Und solange Tuisto sich nicht aufrafft und endlich ein Buch über seine wichtigen Erkenntnisse schreibt, kommt er bei Fomenko u.a. wohl auch nicht an.
Dass aber Allrych fehlt, der neben Gabowitsch im deutschsprachigen Raum wohl wichtigste Vertreter der Fomenkoschen Chronologiekritik, wundert mich schon.
Insbesondere da die erste Auflage seiner wichtigen "Matrix der alten Geschichte" aus dem Jahre 2002 stammt.

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8 Jahre 2 Monate her #11371 von *CD

Tuisto schrieb: Augustus hat definitiv gelebt!


Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...
Aber gewiss doch: auch Märchen sind ein Teil unserer kulturellen Behaglichkeit!

Doch genau dies war Fomenkos Leistung: die totale Dekonstruktion der überlieferten angeblichen Geschichte!
Eine plausible Rekonstruktion vermochte jedoch bis heute niemand zu leisten. Über die Gründe dafür darf spekuliert werden.

Die Vergangenheit zerfleddert wie ihre Quellen, aus der sie sich angeblich speist...

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8 Jahre 2 Monate her #11373 von Allrych
Augustus und seine Frau Livia kommen nicht nur im Geschichtsbuch, sondern auch in Grimms Märchen vor:

In letzteren ist es das Märchen von Hänsel und Gretel.

Also, einmal soll der gleiche Inhalt ein Märchen, ein andermal aber reale Geschichte sein? Wie geht das zusammen?

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8 Jahre 2 Monate her #11374 von lemur++

Allrych schrieb: ... für einen Geschichtsgläubigen ist Jesus natürlich eine reale Gestalt.


Für Fomenko ist Jesus auch eine reale Gestalt.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.
GChK = Geschistschronologiekritik.
CHRONOLOGIEKRITIK ist auch die Kritik der Traditionellen Geschichte.

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8 Jahre 2 Monate her #11375 von chronos
Lemur :
Für Fomenko ist Jesus auch eine reale Gestalt.

Genauso hatte ich Fomenko auch verstanden. Das war ja gerade die Vorgehensweise der Entmythifizierer: Auch Siegfried habe gelebt (nur sein Drachhen nicht), und Zarathustra und Buddha usw. – Es mag lebendige Vorbilder gegeben haben; aber die Mythengestalten, die daraus geformt wurden, sind erfunden. Wenn die erzählte Geschichte vom Byzanz des 11./12. Jh.s real sein soll, also nicht statistisch demontiert, sondern angefüllt mit Menschen aus Fleisch und Blut, dann haben wir eine interessante Neukonstruktion. Wenn aber reale Geschichtsabläufe erst im späten 18. Jh. zu finden sind (Allrych) oder erst bei Scaliger beginnen, vielleicht auch schon 1535 (Johnson), oder bei Trithemius auftreten (Tuisto) oder schon ab 1519 erste Festpunkte abgeben (Topper) oder ab 1443 mit Papst Eugen IV einsetzen oder 1350 ihre unterste Grenze haben (Chr. Marx) oder auch im 13. Jh. schon faßbar sind (Hardouin) oder ab dem späten 10. Jh. absolut sicher sind (Heinsohn) oder schon im frühen 10. Jh., nämlich ab 9-11 (Illig) ... oder
dann ist das höchstens ein Hinweis darauf, daß wir in einem virtuellen Meer herumtauchen und noch immer auf den Physiker warten, der uns naturwissenschaftlich zeigt, wie alt ein Gegenstand (Pergament, Topfscherbe, Baumsplitter usw.) in realen Jahren ist.

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8 Jahre 2 Monate her - 8 Jahre 2 Monate her #11376 von Tuisto
Ein reines Tohuwabohu haben wir nicht, weil archäologische Ausgrabungen auch aufgrund alter Text und Inschriften vorgenommen werden und häufig diese bestätigen.

Der Augustus, der im Zusammenhang mit Jesus erwähnt wird, ist entweder derjenige, der offiziell 14 AD starb oder es war ein Flavier, evt. Domitian.

Der Grund dafür ist die Ausgrabung des Meridians (fälschlich auch als Sonnenuhr des Augustus bezeichnet), der durch einen aus Ägypten nach Rom transportierten Obelisken festgelegt wurde.

Es dürfte wohl auch kein Zweifel bestehen, dass der Obelisk 1748 wieder ausgegraben wurde. Hierüber existieren ausreichend redundante Infos.

Die Inschrift ist ziemlich eindeutig in Bezug auf den "Jesuszeit"-Augustus.
Die Zahlen und Daten seiner im Sockel bestätigten Herrschaftsansprüche konkurrieren mit anderen Überlieferungen.

Zwischen Flaviern, die eh im Verdacht stehen, die Jesuslegende erfunden und über Josephus in Umlauf gebracht zu haben und dem "Jesuszeit"-Augustus, liegen eh nur rund 80 Jahre.

Wundern könnte man sich eher darüber, weshalb nach nur 80 Jahren das Marsfeld rund 1,60 m aufgeschüttet wurde, um einen neuen Meridian zu errichten! Lag eine Katastrophe dazwischen?

de.wikipedia.org/wiki/Solarium_Augusti

Das ändert nichts daran, dass die Geschichte konstruierte wurde, mit Verdoppelungen und Verdreifachungen von Herrschern. Irgend ein Herrscher mit der Titulatur Augustus hat den Meridian anlegen lassen und dafür einen Obelisken aus Ägypten nach Rom gebracht. Und der hat absolut sicher gelebt!!!

In diese Zeit fällt prinzipiell die Jesuslegende. Entweder ist sie zeitgleich entstanden oder sie wurde in diese Zeit bewusst und gewollt von den Schreibern integriert.
Letzte Änderung: 8 Jahre 2 Monate her von Tuisto.

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