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Das grosse Geschichts-Spektakel

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13 Jahre 8 Monate her #7406 von Allrych
Bei solchen Meldungen bleibt mir das Essen im Hals stecken:

Was ist bei dieser Meldung wichtiger: der Fund von Goldmünzen oder die Schlacht von Richard Löwenherz "1191"?

Wenn Gold gefunden wird, dann ist allergrösste Vorsicht angebracht: Seit Schliemanns "Schatz des Priamus" und seit dem goldenen Mark Aurel aus Avenches muss man annehmen, dass es sich hier um arrangierte Funde handelt.

Typisch bei dieser Notiz sind die genauen Datierungen und die Verbindung mit einer fiktiven Geschichte.

Aber die Israelis sind seit Qumran 1948 unbestrittene Weltmeister mit getürkten archäologischen Sensationen.

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13 Jahre 7 Monate her #7416 von Allrych
Gold glänzt, deshalb haben es goldene Funde in sich.

Wenn aber in diesem Arsuf ägyptische Goldmünzen gefunden wurden, die angeblich "um 1200 AD" schon 200 Jahre alt waren, dann fragt man sich, für wie dumm die Archäologen das Publikum verkaufen wollen. - Vor 1000 Jahren wurden im Niltal offenbar eine Menge Gold zu Münzen geprägt. Weshalb dort und warum?

Allein indem man kritische Einwände erhebt, fällt die sensationelle archäologische Entdeckung in sich zusammen.

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13 Jahre 7 Monate her - 13 Jahre 7 Monate her #7429 von Basileus
Solche Münzfunde sind oftmals der reinste Witz. Wenn die Münzdatierungen der Funde an einem Ort der offiziellen Geschichte entsprechen, so sagt man: Es ist ein Münzhort.

Wenn das nicht der Fall ist, also die Münzen zeitlich nach dem offiziellen Schema sehr weit auseinanderliegen, sagt man entweder
a) es müssen zwei Horte sein, da die Münzen zeitlich zu weit auseinanderliegen, oder
b) die späteren Münzen seien "Streufunde", oder
c) die nicht passenden Münzen seien "nicht identifizierbar".

Für die allermeisten alten Münzen, die gefunden wurde, ist aber nicht einmal der genaue Ort und die Art und Weise der Auffindung bekannt.
Letzte Änderung: 13 Jahre 7 Monate her von Basileus.

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13 Jahre 7 Monate her - 13 Jahre 7 Monate her #7431 von Legoland
Es gibt auch einige wenige Bilder dieses Goldschatzes.

Eine Fotomontage:



news.discovery.com/history/zooms/gold-co...-ancient-120711.html

Und ein weiterer Link zu einem Bericht mit Bild:

www.msnbc.msn.com/id/48154827/ns/technol...cience/#.UAMJx5Ha85M
Letzte Änderung: 13 Jahre 7 Monate her von Legoland.

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13 Jahre 7 Monate her #7433 von Ingwer
Grundsätzlich sollte man in alle Richtungen denken.
Solche Funde sind möglich, aber wirklich selten.

Wenn man ein Urteil fällen wollte, dann braucht man eine hochauflösende Ansicht einzelner Münzen.
Und das ist ja schon das Dilemma. Technik vorhanden, wird aber aus gutem Grunde nicht angewandt.
Welche Sprache(n) zeigen die Münzen?
Für eine so weit zurückliegende Periode waren die Grafiker wohl sehr versiert!

Die Erschaffer der Prägestöcke bzw. der Stempel waren wohl ausgemachte Künstler,
was die Ober- bzw. Unterseite der Auflage betrifft. Wie kann man auf solch gewellten,
schiefen und gebuckelten Flächen gerade Kreise schaffen?
Dies entlockt mir wohl ein Lächeln!

Den Leuten vor Ort sei dieser "Fund" gegönnt!

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13 Jahre 7 Monate her #7434 von Allrych
Natürlich sollte man bei Funden in alle Richtungen denken.

Aber Hortfunde von Goldmünzen - dazu in einer solchen Zahl - sind ausserordentlich selten. Und meistens langt schon eine technologische Analyse: Haben diese Prägungen einen standardisierten Goldgehalt - meistens 22 Karat - sind das auf alt gemachte Neu-Münzen.

Richtig wird auch gesagt, dass solche Funde meistens an eine irrelevante Geschichte ("Richard Löwenherz", "Saladin") angeklebt werden. Dann ist die Fälschung zentral, wenn auch einzelne Teile echt sein mögen.

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