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Die Zerstörung der Hellenistischen Chronologie

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3 Wochen 17 Stunden her - 3 Wochen 17 Stunden her #12864 von Basileus
Die Zerstörung der Hellenistischen Chronologie am Beispiel des Seleukidenreiches  

Diese Untersuchung analysiert die überlieferte Chronologie des hellenistischen Seleukidenreiches (311–63 v. Chr.) und qualifiziert diese nicht als organisch gewachsene Geschichtsschreibung, sondern als ein künstliches, nachträglich fabriziertes Konstrukt.  

Durch detaillierte Strukturanalysen wird nachgewiesen, dass die seleukidische Zeitachse einem strengen mathematischen, spiegelbildlichen und numismatischen Algorithmus folgt. Zentrales Element ist die Platzierung von Antiochos III. ("dem Großen") und Seleukos IV. als exakte chronologische Mitte (187 v. Chr.), flankiert von jeweils exakt 124 Jahren Abstand zu Reichsgründung und Zusammenbruch.  

Ein scheinbarer 59-Jahre-Rhythmus bei den Herrschaftswechseln von Königen namens Seleukos entpuppt sich durch die Anwendung der antiken babylonischen Inklusivzählung – die beide Endjahre zählt – als ein perfekter 60-Jahre-Algorithmus. Diese Taktung korrespondiert direkt mit dem babylonischen Sexagesimalsystem (Basis 60), das in Mesopotamien für Astronomie und Zeitrechnung maßgeblich war.

   

Weiterhin werden duplizierte Königsabfolgen ("Antiochos, Antiochos, Demetrios, Alexander") und spiegelbildliche Herrschaftsdauern in der Frühphase als redaktionelle Glättungen chaotischer Epochen identifiziert.  Das Ergebnis ist eine Zeitachse, die auf vier perfekten babylonischen Sexagesimal-Zyklen basiert. 

 
 

Die Untersuchung liefert damit einen signifikanten Beweis für eine großflächige, artifiziell strukturierte historische Chronologie im hellenistischen Raum, die Parallelen zu den Ptolemäern und Antigoniden aufweist.

Damit werden natürlich auch alle Versuche widerlegt, die angebliche Antike durch babylonische Keilschrifttafeln zu bestätigen, die ja die Seleukiden-Chronologie der offiziellen Geschichte voraussetzen.

Die angebliche Bestätigung der Seleukiden-Chronologie der offiziellen Geschichte in den
"Astronomical Diaries and Related Texts from Babylonia" (ADRT) von Abraham J. Sachs und Hermann Hunger und ähnlichen Machwerken ist damit widerlegt, zusammen mit der angeblichen Rekonstruktion von Delta T von Stephenson & Co., inkl. der hilflosen NASA-Versuche in dieser Richtung.

 
 
  drive.google.com/file/d/15tsTi8IAy1Gx5OU7yotyhdWkSHen7V0t/view
 
Letzte Änderung: 3 Wochen 17 Stunden her von Basileus.

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3 Wochen 14 Stunden her #12866 von Basileus

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2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage her #12867 von Basileus
Der auf der Inklusivzählung beruhende 60-Jahre-Algorithmus ist kein exklusives Merkmal der Seleukiden. Er spiegelt sich exakt in den Epochenzäsuren des ptolemäischen Ägyptens wider, nur nicht so offensichtlich mit Machtwechseln der Könige verbunden wie im Seleukidenreich.

Ausnahme 246 v. Chr.: In diesem Jahr bestiegen sowohl Seleukos II. (nach 59 bzw. 60 Jahren Inklusivzählung nach Seleukos I.) als auch Ptolemaios III. den Thron. Das ist schon äusserst bemerkenswert, wenn man an die sehr langen Regierungszeiten der Könige der Anfangszeit und damit seltene Machtwechsel denkt.

Die Phasen von der Reichsgründung durch Ptolemaios I. (306/305 v. Chr.) über den imperialen Höhepunkt (246 v. Chr.), die Niederschlagung der indigenen Aufstände (186 v. Chr.), das Ende des großen Bürgerkriegs (126 v. Chr.) bis zum definitiven Verlust der Souveränität an Rom (um 66/63 v. Chr.) bilden perfekte, synchron zu den Seleukiden verlaufende 60-Jahre-Blöcke. Das babylonische Basis-Zahlensystem diente als überregionales chronologisches Gliederungsprinzip. 



Für die makedonischen Antigoniden nutzte die Historiographie ein strukturelles Alternationsmuster in der Vergabe der Königsnamen (Antigonos und Demetrios) anstelle eines statischen zeitlichen Rhythmus (A-D-A-D-A). Diese Namen waren an literarisch überformte, spiegelbildliche Biographien gekoppelt: Die Könige mit Namen Antigonos (I. und III.) fungierten als Einiger Griechenlands und Gründer des Hellenischen Bundes.  

Die Spiegelungen zwischen den beiden Königen Demetrios I. und seinem Enkel Demetrios II., sind von geradezu tragischer Symmetrie geprägt. Beide Biographien weisen eine derart identische Grunddramaturgie von militärischer Überlastung, dynastischer Verstrickung und plötzlichem Untergang auf, dass von einer bewussten redaktionellen Angleichung der Lebensläufe ausgegangen werden muss. Hier erinnere man sich an die namensgleichen Könige Demetrios I. und Demetrios II. aus der Seleukiden-Dynastie, die ebenfalls als Duplikate in den Geschichtsbüchern stehen! 

Die Dynastie endete zudem in einer bewussten propagandistischen Inversion des Duos Philipp II. und Alexander durch die Verliererkönige Philipp V. und Perseus. 

 

Ein bisher in seiner zeitlichen Präzision noch nicht gewürdigtes Phänomen ist das Zeitfenster um die Jahre 223 bis 221 v. Chr. In diesen knappen drei Jahren erlebte die gesamte hellenistische Welt einen fast unglaublichen, gleichzeitigen Generationswechsel auf den Thronen aller drei Großmächte: 
  1. Seleukidenreich: Im Jahr 223 v. Chr. besteigt Antiochos III. (der später dem Reich seine ursprüngliche Großmachtstellung wiedergeben sollte und den Beinamen "der Große" annahm), im Alter von nur etwa 18 Jahren den Thron. 
  2. Ptolemäerreich: Nahezu zeitgleich, im Jahr 222 oder 221 v. Chr., stirbt in Ägypten Ptolemaios III. Euergetes, der das Reich auf den Höhepunkt seiner Macht geführt hatte. Ihm folgt sein Sohn, Ptolemaios IV. Philopator, ein 23 Jahre junger Herrscher. 
  3. Antigonidenreich: Wiederum exakt in diesem Zeitfenster, im Jahr 221 v. Chr., stirbt in Makedonien der erfahrene Regent Antigonos III. Ihm folgt der erst 17-jährige Philipp V. auf den Thron.
 Die alte Garde der Konsolidierer tritt fast taggleich ab, und drei blutjunge, unerfahrene Monarchen übernehmen die Kontrolle über den Mittelmeerraum. 

   

 
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2 Wochen 3 Tage her - 2 Wochen 3 Tage her #12868 von Basileus
Die Untersuchung der Symmetrieachsen und Zyklen weist das Jahr 168 v. Chr. als den absoluten Kulminationspunkt, das Omega der hellenistischen Geschichte aus. Dieses Jahr liegt exakt in der zeitlichen Mitte der ptolemäischen Dynastie (306 v. Chr. bis 30 v. Chr. = 276 Jahre; geteilt durch 2 = 138 Jahre; 306 minus 138 = 168 v. Chr.).

Doch die Synchronität der dramatischen Ereignisse, die sich in diesem einen Jahr auf dem gesamten Globus abspielten, übersteigt jegliche statistische Wahrscheinlichkeit organisch gewachsener Geschichte und zementiert den Konstruktcharakter der Überlieferung. In diesem einen Jahr verdichten sich die Schicksale aller drei Reiche zu einem kathartischen Endpunkt.

Dass
  1. der totale Untergang des einen Großreiches (Makedonien mit der Antigoniden-Dynastie),
  2. die geopolitische Kastration und innere Frakturierung des zweiten (Seleukiden) sowie
  3. die Reduktion des dritten zum Vasallenstaat (Ägypten),
in der Historiographie alle auf exakt dasselbe Jahr 168 v. Chr. verdichtet wurden,
ist der ultimative Beweis für die bewusste architektonische Strukturierung der antiken Geschichte. 



 Die Schockwellen des Jahres 168 v. Chr. setzten sich nach Osten fort. Auf dem Rückweg von seiner Demütigung in Ägypten wendete sich Antiochos IV. nach Jerusalem. Im Jahr 168/167 v. Chr. plünderte er den Zweiten Tempel, verbot den jüdischen Kult bei Todesstrafe und ließ einen Altar für den olympischen Zeus im Tempel errichten (den biblischen "Gräuel der Verwüstung"). Diese beispiellose Maßnahme löste unmittelbar den Aufstand der Makkabäer unter Mattatias und seinen Söhnen aus, der vielleicht vielen bekannter ist als die oben genannten Ereignisse.

 


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