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"Judensau"
7 Jahre 3 Monate her - 7 Jahre 3 Monate her #11628
von prusak2
"Judensau" wurde erstellt von prusak2
Vielleicht verfolgen ja einige hier dieses Thema:
www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/wittenb...ste-instanz-100.html
Als ob jetzt weltliche Gerichte für religiöse Streitigkeiten zuständig wären.
Da könnte man ja auch klagen, dass sämtliche Heiligen Bücher verbrannt werden,
mit samt ihrem Hass gegen Andersgläubige, Ungläubige zumal.
Aber nicht darum geht es mir jetzt.
Tuisto rekonstruiert die Jesusfigur ja im Prinzip aus Zahlen, Buchstaben und Kalenderdaten,
kabbalistisch, sozusagen.
Ich habe von Anfang an bedauert, dass dem großen Kino der Vergangenheit,
nämlich dem Sternenhimmel, so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Vor langer Zeit hielt ich deswegen mal einen völlig folgenlosen
Vortrag über "Jesus am Himmel", in Potsdam war es (oder Berlin?,
Gott, es ist so lange her...).
All die rührenden Szenen, wie der Judaskuss, oder die jungfräuliche Geburt,
sind da oben schön zu sehen.
Hat natürlich (!) selten jemand aufgegriffen oder gar begriffen.
Jetzt also mal die Judensau astronomisch:
wer sich auskennt oder belesen mag - als älteste ihrer Art
gilt die im Kreuzgang des Doms zu Brandenburg an der Havel.
Neuerdings steht dort - gemäß Anweisung von ganz oben -
ein Hinweisschild, wie arg man den Juden mitgespielt habe,
mit solchen anrüchigen Darstellungen. Das mag in Bezug
auf die Judensau an der Wittenberger Marienkirche sogar stimmen.
Aber das Urbild lässt sich astronomisch ganz glatt auflösen
und hat mit Juden überhaupt nichts zu tun.
Darum mal im Anhang die beiden Bilder:
1) in Brandenburg
2) am Himmel.
Der angewinkelte Arm ist also Cassiopeia,
der spitzhütige Kopf - Cepheus,
der Mann hinter dem Schweinekörper - Herkules
(dem fliegt der Hut vom Kopf, weil das Schwein furzt - ja die hatten Humor, damals),
das Tier ist der Drache mit aufgerichtetem Schwanz.
Die nuckelnden Ferkel sind im Schwan zu suchen und zu finden.
Jetzt noch ein bisschen Werbung in eigener Sache:
mehr dazu hier:
www.amazon.de/unverstandene-Dom-zu-Brandenburg/dp/374674217X
Na gut, 8 € ist schweineteuer, zumal die Benzin- und Dieselpreise schwanken.
www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/wittenb...ste-instanz-100.html
Als ob jetzt weltliche Gerichte für religiöse Streitigkeiten zuständig wären.
Da könnte man ja auch klagen, dass sämtliche Heiligen Bücher verbrannt werden,
mit samt ihrem Hass gegen Andersgläubige, Ungläubige zumal.
Aber nicht darum geht es mir jetzt.
Tuisto rekonstruiert die Jesusfigur ja im Prinzip aus Zahlen, Buchstaben und Kalenderdaten,
kabbalistisch, sozusagen.
Ich habe von Anfang an bedauert, dass dem großen Kino der Vergangenheit,
nämlich dem Sternenhimmel, so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Vor langer Zeit hielt ich deswegen mal einen völlig folgenlosen
Vortrag über "Jesus am Himmel", in Potsdam war es (oder Berlin?,
Gott, es ist so lange her...).
All die rührenden Szenen, wie der Judaskuss, oder die jungfräuliche Geburt,
sind da oben schön zu sehen.
Hat natürlich (!) selten jemand aufgegriffen oder gar begriffen.
Jetzt also mal die Judensau astronomisch:
wer sich auskennt oder belesen mag - als älteste ihrer Art
gilt die im Kreuzgang des Doms zu Brandenburg an der Havel.
Neuerdings steht dort - gemäß Anweisung von ganz oben -
ein Hinweisschild, wie arg man den Juden mitgespielt habe,
mit solchen anrüchigen Darstellungen. Das mag in Bezug
auf die Judensau an der Wittenberger Marienkirche sogar stimmen.
Aber das Urbild lässt sich astronomisch ganz glatt auflösen
und hat mit Juden überhaupt nichts zu tun.
Darum mal im Anhang die beiden Bilder:
1) in Brandenburg
2) am Himmel.
Der angewinkelte Arm ist also Cassiopeia,
der spitzhütige Kopf - Cepheus,
der Mann hinter dem Schweinekörper - Herkules
(dem fliegt der Hut vom Kopf, weil das Schwein furzt - ja die hatten Humor, damals),
das Tier ist der Drache mit aufgerichtetem Schwanz.
Die nuckelnden Ferkel sind im Schwan zu suchen und zu finden.
Jetzt noch ein bisschen Werbung in eigener Sache:
mehr dazu hier:
www.amazon.de/unverstandene-Dom-zu-Brandenburg/dp/374674217X
Na gut, 8 € ist schweineteuer, zumal die Benzin- und Dieselpreise schwanken.
Letzte Änderung: 7 Jahre 3 Monate her von prusak2.
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7 Jahre 3 Monate her - 7 Jahre 3 Monate her #11648
von Tuisto
Tuisto antwortete auf "Judensau"
Gerade lese ich, wie es der inexistente Zufall so will, einen Beitrag auf Philosophia Perennis, der 1 : 1 die von mir geschilderte Situation bezüglich 2018 und der zu erwartenden näheren Zukunft auf philosophischem Niveau wiedergibt.
Ich hätte ihn eigentlich auch im Thread 2018 eingestellt, wären Prusak2 und ich nicht zufälligerweise wegen der astronomisch-sternbildlichen, nebst inhärenter sprachlich-antagonistischer Bedeutung der Sau und dem Drachen in privatem Austausch auf Leviathan gekommen:
philosophia-perennis.com/2018/12/02/die-rueckkehr-des-behemoth/
Ich hätte ihn eigentlich auch im Thread 2018 eingestellt, wären Prusak2 und ich nicht zufälligerweise wegen der astronomisch-sternbildlichen, nebst inhärenter sprachlich-antagonistischer Bedeutung der Sau und dem Drachen in privatem Austausch auf Leviathan gekommen:
philosophia-perennis.com/2018/12/02/die-rueckkehr-des-behemoth/
Letzte Änderung: 7 Jahre 3 Monate her von Tuisto.
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- Heinrich77
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7 Jahre 3 Monate her #11652
von Heinrich77
Heinrich77 antwortete auf "Judensau"
Und ich hatte mich immer gefragt, warum auf dem Tierkreisrelief von Denderah an Stelle des Drachens so ein Nilpferd-ähnliches mythologisches Wesen zu sehen ist.
So ergibt das natürlich Sinn. Daher Danke schön.
In der Wikipedia gibt es eine Bilderserie zu den erhaltenen "Judensau"- Darstellungen.
Hier einer mit einer lustigen Mütze:
de.wikipedia.org/wiki/Judensau#/media/Fi...-_St_Marien_(08).jpg
Und hier hatte sich offenbar einer als keltischer Druide verkleidet:
commons.wikimedia.org/wiki/Judensau?usel...ftskirche-judens.jpg
Es ist doch interessant, dass ausgerechnet die Franzosen im Zuge des aufkommenden Archäologie- Interesses im 19. Jhd. solch Affinität zu den ägyptischen Altertümern erkennen ließen.
Ob die einfach nur ihre alten Hüte wiederhaben wollten?
So ergibt das natürlich Sinn. Daher Danke schön.
In der Wikipedia gibt es eine Bilderserie zu den erhaltenen "Judensau"- Darstellungen.
Hier einer mit einer lustigen Mütze:
de.wikipedia.org/wiki/Judensau#/media/Fi...-_St_Marien_(08).jpg
Und hier hatte sich offenbar einer als keltischer Druide verkleidet:
commons.wikimedia.org/wiki/Judensau?usel...ftskirche-judens.jpg
Es ist doch interessant, dass ausgerechnet die Franzosen im Zuge des aufkommenden Archäologie- Interesses im 19. Jhd. solch Affinität zu den ägyptischen Altertümern erkennen ließen.
Ob die einfach nur ihre alten Hüte wiederhaben wollten?
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7 Jahre 3 Monate her - 7 Jahre 3 Monate her #11660
von Tuisto
Tuisto antwortete auf "Judensau"
Das Nilpferdähnliche Wesen und der Fuß des Seth sind eindeutig die Merkmale des Behemoth, wodurch er sich als das Sternbild des großen Bären ausweist. Hoch im Norden ist "individuelle" Weisheit.
Warum lebt er dann in der Wüste?
Wegen der Doppeldeutigkeit und der Einsiedelei.
Leviathan hingegen ist die sumerische Wasserschlange Mush, bei uns Hydra genannt. Sie lebt unterhalb des Ekliptik und steht für das Kollektive, den Staat.
Manche meinen auch, dass die zirkumpolaren Bilder Großer Bär und Draco die beiden spiegeln.
de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_(Mytholo...a/File:Behemoth3.jpg
"Im babylonischen Schöpfungsepos Enūma eliš wird erzählt, dass Marduk die als gehörnte Seeschlange dargestellte Göttin der Salzwasser Tiamat besiegt, ihren Körper längs teilt, eine Hälfte biegt und so den Himmel formt. Aus der anderen Hälfte des Drachen erschafft er die Erde. Bei dieser Version spannt sich der Drache über den Himmel, wobei Kopf und Schwanz einander diametral gegenüberliegen.[1]"
Warum lebt er dann in der Wüste?
Wegen der Doppeldeutigkeit und der Einsiedelei.
Leviathan hingegen ist die sumerische Wasserschlange Mush, bei uns Hydra genannt. Sie lebt unterhalb des Ekliptik und steht für das Kollektive, den Staat.
Manche meinen auch, dass die zirkumpolaren Bilder Großer Bär und Draco die beiden spiegeln.
de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_(Mytholo...a/File:Behemoth3.jpg
"Im babylonischen Schöpfungsepos Enūma eliš wird erzählt, dass Marduk die als gehörnte Seeschlange dargestellte Göttin der Salzwasser Tiamat besiegt, ihren Körper längs teilt, eine Hälfte biegt und so den Himmel formt. Aus der anderen Hälfte des Drachen erschafft er die Erde. Bei dieser Version spannt sich der Drache über den Himmel, wobei Kopf und Schwanz einander diametral gegenüberliegen.[1]"
Letzte Änderung: 7 Jahre 3 Monate her von Tuisto. Begründung: Fehler berichtigt
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7 Jahre 3 Monate her #11674
von Tuisto
Tuisto antwortete auf "Judensau"
Im Zuge unserer Diskussion hat Prusak2 einen Beitrag über die Urbanoglyphe des mecklenburgischen Städtchens "Dargun" geschrieben.
Sehr lesenswert!
Den Beitrag habe ich soeben auf meiner Website aufgeschaltet:
sinossevis.de/dargun/
Sehr lesenswert!
Den Beitrag habe ich soeben auf meiner Website aufgeschaltet:
sinossevis.de/dargun/
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7 Jahre 3 Monate her #11683
von *CD
*CD antwortete auf "Judensau"
"8 € ist schweineteuer" - nun ja, "schweineteuer", also schon fast eine "Schweinesteuer" waren die Versandkosten in die Schweiz!
Und ganz ehrlich: "unter aller Sau" ist die allgemeine Qualität der Abbildungen, von der "besonderen" einiger (ich nenne nur "Das Domportal") ganz zu schweigen...
Und ganz ehrlich: "unter aller Sau" ist die allgemeine Qualität der Abbildungen, von der "besonderen" einiger (ich nenne nur "Das Domportal") ganz zu schweigen...
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