Die Trompeten von Jericho
10 Jahre 3 Monate her - 10 Jahre 3 Monate her #10241
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Die Trompeten von Jericho
Genau das meine ich ja:
In Jericho - das es tatschlich gibt - hat man leider keine Kanonenkugeln gefunden.
Das war anders im 30-jährigen Krieg, der nach neuesten Erkenntnissen zwischen den Katholischen in Goa, den Protestanten (= Hindus) in Vijayanagar und den auch noch mitmischenden Moslems aus Bijapur stattfand. Etwas früher datiert, aber auch das kennt man ja.
"Die Tuluvas: Machthöhepunkt und Scheitern
Nach inneren Zerfallserscheinungen wechselte Ende des 15. Jh. zweimal die Dynastie, indem jeweils ein General den Thron usurpierte.
"Unter dem König Krishnadeva Raya (reg. 1509-29) aus der Tuluva-Dynastie stieg Vijayanagara wieder auf: Der letzte Bahmani-Sultan wurde geschlagen und wieder in sein Amt eingesetzt (1509), die Dekkan-Sultanate wurden gegeneinander ausgespielt, es kam zu einer umfangreichen Bautätigkeit und zu einer Förderung der Dichtkunst. Handelskontakte wurden zu den Arabern und zu den Portugiesen in Goa unterhalten. Im Kernland sicherte Krishnadeva seine Autorität, indem er ein ganzes System königlicher Festungen aufbaute und mit Söldnern (u.a. Portugiesen und Moslems mit Feuerwaffen, dazu Fußsoldaten nichtbäuerlicher Herkunft) besetzte. Diese Soldatenhaushalte und ihre brahmanischen Befehlshaber und Agenten verschafften ihm eine bisher unerreichte Machtfülle."
de.wikipedia.org/wiki/Vijayanagar
1565 (= JHVH) war Schluß. Die Juden übernahmen. Aber das kennt man ja zur Genüge!
Ich habe übrigens Fomenko recht genau und oft gelesen.
Er hat ganz objektiv 3 Verdienste:
1. Seine statistischen, wenn auch manchmal leicht getürkten Analysen der Dynastien. Sie belegen, dass Geschichte konstruiert wurde.
2. Seine astronomischen Rückrechnungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit belegen, dass die Antike zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert eingeordnet werden könnte - Die Betonung liegt auf "könnte".
3. Seine vielen Abbildungen in seinem umfangreichen Werk, die man sonst mit großer Mühe zusammen suchen müsste.
Mehr aber gibt aber Werk definitiv nicht her. Der Rest ist, wie er selbst schreibt: "Fiction"
Wo andere zudem Recht haben, z.B. bezüglich auch der bei CD fehlenden archäologischen Argumente - da haben sie nun mal Recht.
In Jericho - das es tatschlich gibt - hat man leider keine Kanonenkugeln gefunden.
Das war anders im 30-jährigen Krieg, der nach neuesten Erkenntnissen zwischen den Katholischen in Goa, den Protestanten (= Hindus) in Vijayanagar und den auch noch mitmischenden Moslems aus Bijapur stattfand. Etwas früher datiert, aber auch das kennt man ja.
"Die Tuluvas: Machthöhepunkt und Scheitern
Nach inneren Zerfallserscheinungen wechselte Ende des 15. Jh. zweimal die Dynastie, indem jeweils ein General den Thron usurpierte.
"Unter dem König Krishnadeva Raya (reg. 1509-29) aus der Tuluva-Dynastie stieg Vijayanagara wieder auf: Der letzte Bahmani-Sultan wurde geschlagen und wieder in sein Amt eingesetzt (1509), die Dekkan-Sultanate wurden gegeneinander ausgespielt, es kam zu einer umfangreichen Bautätigkeit und zu einer Förderung der Dichtkunst. Handelskontakte wurden zu den Arabern und zu den Portugiesen in Goa unterhalten. Im Kernland sicherte Krishnadeva seine Autorität, indem er ein ganzes System königlicher Festungen aufbaute und mit Söldnern (u.a. Portugiesen und Moslems mit Feuerwaffen, dazu Fußsoldaten nichtbäuerlicher Herkunft) besetzte. Diese Soldatenhaushalte und ihre brahmanischen Befehlshaber und Agenten verschafften ihm eine bisher unerreichte Machtfülle."
de.wikipedia.org/wiki/Vijayanagar
1565 (= JHVH) war Schluß. Die Juden übernahmen. Aber das kennt man ja zur Genüge!
Ich habe übrigens Fomenko recht genau und oft gelesen.
Er hat ganz objektiv 3 Verdienste:
1. Seine statistischen, wenn auch manchmal leicht getürkten Analysen der Dynastien. Sie belegen, dass Geschichte konstruiert wurde.
2. Seine astronomischen Rückrechnungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit belegen, dass die Antike zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert eingeordnet werden könnte - Die Betonung liegt auf "könnte".
3. Seine vielen Abbildungen in seinem umfangreichen Werk, die man sonst mit großer Mühe zusammen suchen müsste.
Mehr aber gibt aber Werk definitiv nicht her. Der Rest ist, wie er selbst schreibt: "Fiction"
Wo andere zudem Recht haben, z.B. bezüglich auch der bei CD fehlenden archäologischen Argumente - da haben sie nun mal Recht.
Letzte Änderung: 10 Jahre 3 Monate her von Tuisto.
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10 Jahre 3 Monate her #10242
von Allrych
Allrych antwortete auf Die Trompeten von Jericho
Plötzlich kommen wieder ein Haufen Beiträge. - Weshalb das?
Wer mit Fomenko nicht einverstanden ist, der gehe zur Illig-Sekte. - Dort hört er garantiert nur was den meisten passt!
Wer mit Fomenko nicht einverstanden ist, der gehe zur Illig-Sekte. - Dort hört er garantiert nur was den meisten passt!
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10 Jahre 3 Monate her #10243
von *CD
*CD antwortete auf Die Trompeten von Jericho
"Seine statistischen, wenn auch manchmal leicht getürkten Analysen der Dynastien"...
Das meinte ich doch! Der Vorwurf der "leicht getürkten Analysen" ist einfach hanebüchen! Und alle fallen drauf rein, weil sie das methodische Konzept nicht begriffen haben...
Fomenko hat einige Daten bewusst und transparent angepasst im Sinne einer zur Hypothese "besser passenden" Rekonstruktion der Geschichte. Das sind die "conjectures", von denen er in der Einleitung spricht. Die Hypothese leitete sich aber aus der grundlegenden, mit komplexen statistischen Verfahren durchgeführten Textanalyse und deren Befunde ab. Im Grunde wollte er zeigen, dass es nicht viele solcher "conjectures" braucht, um die Hypothese zu stützen.
Aber kaum einer hat's kapiert, wie es scheint... (von den Böswilligen, die den Schuss vor den Bug durchaus wahrgenommen haben, einmal abgesehen).
Das meinte ich doch! Der Vorwurf der "leicht getürkten Analysen" ist einfach hanebüchen! Und alle fallen drauf rein, weil sie das methodische Konzept nicht begriffen haben...
Fomenko hat einige Daten bewusst und transparent angepasst im Sinne einer zur Hypothese "besser passenden" Rekonstruktion der Geschichte. Das sind die "conjectures", von denen er in der Einleitung spricht. Die Hypothese leitete sich aber aus der grundlegenden, mit komplexen statistischen Verfahren durchgeführten Textanalyse und deren Befunde ab. Im Grunde wollte er zeigen, dass es nicht viele solcher "conjectures" braucht, um die Hypothese zu stützen.
Aber kaum einer hat's kapiert, wie es scheint... (von den Böswilligen, die den Schuss vor den Bug durchaus wahrgenommen haben, einmal abgesehen).
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10 Jahre 3 Monate her - 10 Jahre 3 Monate her #10244
von Tuisto
Tuisto antwortete auf Die Trompeten von Jericho
@CD: Ich habe im Rahmen meines Studiums auch Statistik studiert und mit "Eins" abgeschlossen.
Du auch?
Natürlich kann man "conjectures" durchführen, um damit die zu untermauernde These besser darzustellen.
Dennoch sind es eben "leicht getürkte Analysen". Auch wenn man dies erwähnt!
So schreibe ich schließlich auch, dass er damit die Konstruktion der Herrscherdynastien belegt, trotz der
vorgenommenen Anpassungen.
Gleichwohl: Nur die Archäologie kann geschriebene Geschichte teilweise belegen, wenn auch nicht unbedingt die richtige Zeitstellung.
Zu Jesus: Schon im 19. Jahrhundert wurde klug belegt, dass es ihn nicht gegeben haben kann.
Das wurde bis heute nicht widerlegt, trotz des religiösen Wahns, der mittlerweile wieder um sich greift. Er ist wie Buddha eine Figur, die aus den antiken Theaterspielen um Dionysos und Apoll abgeleitet wurde.
Wenn ihn seine Erfinder und Konstrukteure nach Jerusalem versetzten oder den Buddha nach Kapilavastu, mögen sie ihre Gründe dafür gehabt haben.
Wenn die Juden, gleich ob sie jemals einen Heerführer Joshua hatten, der Jericho zerstörte oder auch nicht, mögen auch sie ihre Gründe dafür gehabt haben, die Geschichte in Palästina und nirgends sonst anzusiedeln.
Aber zu behaupten, das alles wäre im Großen und Ganzen real, hätte sich aber in anderer Region und Zeit abgespielt (genauer gesagt, in beliebig vielen anderen Regionen und Zeiten, denn Fomenko ist ja nicht der Einzige), ist wohl mehr als hahnebüchen.
Fomenko et.al. hätte besser daran getan zu erforschen, warum die genannten und auch tatsächlich existenten Stätten für die Schriften ausgewählt wurden.
Du auch?
Natürlich kann man "conjectures" durchführen, um damit die zu untermauernde These besser darzustellen.
Dennoch sind es eben "leicht getürkte Analysen". Auch wenn man dies erwähnt!
So schreibe ich schließlich auch, dass er damit die Konstruktion der Herrscherdynastien belegt, trotz der
vorgenommenen Anpassungen.
Gleichwohl: Nur die Archäologie kann geschriebene Geschichte teilweise belegen, wenn auch nicht unbedingt die richtige Zeitstellung.
Zu Jesus: Schon im 19. Jahrhundert wurde klug belegt, dass es ihn nicht gegeben haben kann.
Das wurde bis heute nicht widerlegt, trotz des religiösen Wahns, der mittlerweile wieder um sich greift. Er ist wie Buddha eine Figur, die aus den antiken Theaterspielen um Dionysos und Apoll abgeleitet wurde.
Wenn ihn seine Erfinder und Konstrukteure nach Jerusalem versetzten oder den Buddha nach Kapilavastu, mögen sie ihre Gründe dafür gehabt haben.
Wenn die Juden, gleich ob sie jemals einen Heerführer Joshua hatten, der Jericho zerstörte oder auch nicht, mögen auch sie ihre Gründe dafür gehabt haben, die Geschichte in Palästina und nirgends sonst anzusiedeln.
Aber zu behaupten, das alles wäre im Großen und Ganzen real, hätte sich aber in anderer Region und Zeit abgespielt (genauer gesagt, in beliebig vielen anderen Regionen und Zeiten, denn Fomenko ist ja nicht der Einzige), ist wohl mehr als hahnebüchen.
Fomenko et.al. hätte besser daran getan zu erforschen, warum die genannten und auch tatsächlich existenten Stätten für die Schriften ausgewählt wurden.
Letzte Änderung: 10 Jahre 3 Monate her von Tuisto.
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10 Jahre 3 Monate her #10245
von Allrych
Allrych antwortete auf Die Trompeten von Jericho
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Der hat nichts zum Thema zu sagen.
Der hat nichts zum Thema zu sagen.
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10 Jahre 3 Monate her #10246
von *CD
*CD antwortete auf Die Trompeten von Jericho
Fraglich, ob selbst die Höchstnote im Nebenfach "Statistik für Dummies" reicht, um Fomenkos neue chronologische Methode zu meistern - aber lassen wird das! Zumindest bleibt mein Verdacht, dass du den ersten Band nicht sehr genau gelesen hast, unwidersprochen bestehen. Das ist aber nicht schlimm - man sollte einfach nur dazu stehen! Ich selbst habe im Detail auch nicht alles kapiert, aber zumindest das Konzept habe ich verstanden. Letztlich geht es ja um die fundamentale Frage der Informatik: Wie unterscheide ich Signale von Rauschen? Je nach Informationsquelle müssen da verschiedene Methoden angewendet oder überhaupt erst neu entwickelt werden (wie es bei Fomenko der Fall war).
Und der nachtretende Vorwurf, Fomenko hätte seine Forschungsenergie besser in andere Problemstellungen lenken sollen, ist dann aber zu schlechter Letzt nur noch unsäglich kläglich...
Und der nachtretende Vorwurf, Fomenko hätte seine Forschungsenergie besser in andere Problemstellungen lenken sollen, ist dann aber zu schlechter Letzt nur noch unsäglich kläglich...
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