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Mario Arndt - Die wohlstrukturierte Geschichte - Kritik

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10 Jahre 5 Monate her #10123 von Allrych
Eben habe ich das neue Buch von Mario Arndt über Die wohlstrukturierte Geschichte bekommen.

Mein erster Eindruck ist: Das Werk begeistert nicht. - Arndts erstes Buch über das Thema, "Das wohlstrukturierte Mittelalter" von 2012 war zwar unvollständig, aber wenigstens folgerichtig in der Darstellung.

Das neue Buch zeigt die Strukturen in den Herrscherreihen aller wichtigen europäischen Länder des Mittelalters, inklusiv der Päpste und inklusiv Russland, ausführlich auf. Doch fallen sofort Mängel in der Darstellung auf. - Und auch der historische Hintergrund, den der Autor präsentiert, ist kritikwürdig.

Die Darstellung der Herrscherreihen erfordert Tabellen. Diese sind jedoch nicht einheitlich formatiert und nicht unbedingt illustrativ. - Gewisse Herrscherfolgen werden sogar ohne Tabelle wiedergegeben.

Die Verwendung von Farbe in den Tabellen trägt nicht zur Verdeutlichung bei. - Und die verstreuten s/w und farbigen Bilder und historischen Landkarten wirken nicht überzeugend.

Auf S. 27 werden zwei Gemälde von Caravaggio wiedergegeben. Dabei verrät der Autor seine merkwürdigen Ansichten über das "Mittelalter": "In der zweiten Hälfte des 14. Jhs." habe es einen geistigen Wechsel in Europa gegeben, verursacht durch Hungersnöte, Pest und Kälteeinbrüche.

Wo bleibt da die Geschichts- und Chronologiekritik?

Man bekommt bei Arndt folgenden Eindruck: Der Autor glaubt an das chronologische Gerüst, samt den alten Römern und einem Mittelalter. - Nur die Herrschergeschichte sei erfunden oder gefälscht.

Ist Arndt Illigianer? - Das sechseinhalbseitige (!) Literaturverzeichnis bestätigt die Vermutung. - Doch darüber später.

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10 Jahre 5 Monate her #10126 von Allrych
Im letzten Posting habe ich die Vermutung geäussert, dass M. Arndt der Illig-Sekte nahesteht. - Das sechseinhalbseitige (!) Literaturverzeichnis von Die wohlstrukturierte Geschichte bestätigt dies:

Illig ist mit 4 Titeln vertreten.

Illigs Mitstreiter G. Heinsohn ebenfalls mit 4 Titeln.

Auch von Uwe Topper werden 2 Werke aufgeführt.

Sogar V. Dübbers bringt es auf einen Eintrag

Meine Wenigkeit bringt es nur auf einen Titel Die Matrix der alten Geschichte. - Aber verzeichnet ist nur die alte Ausgabe von 2006 !

Überdies verzeichnet Arndt eine Menge konventioneller mediävistischer Literatur: O. Engels, J. Fried, H. Fuhrmann, R. Schieffer, H. Schneidmüller, usw. - Glaubt der Autor an ein tausendjähriges Mittelalter (abzüglich 300 Jahre Karl der Grosse)?

Arndts Werk hält nicht, das was es verspricht.

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10 Jahre 5 Monate her - 10 Jahre 5 Monate her #10127 von Ingwer
Illig und seine Gefolgsleute können ebenfalls einpacken.

Der Kalender wird neu erstellt.

Es dauert nur wenige Monate, dann gilt der islamische Kalender als alles erfassende Einheit.

Der 16. 7. 622 = AH gilt dann als das Maß der Dinge.

AH bedeutet im westlichen Verständnis "Anno Hegirae", welches im Jahre der
Hidschra (Auswanderung) bedeutet.

Vielleicht macht Berlin im Rahmen der wachsenden Zahl der Muslime in "D" mit dem
Bau einer Großmoschee für 50000 Menschen den Anfang!
Letzte Änderung: 10 Jahre 5 Monate her von Ingwer.

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10 Jahre 5 Monate her #10128 von Allrych
Richtig, lieber Ingwer, die Mohammedaner werden sich für die Schandtaten rächen, welche ihnen die Kreuzfahrer zugefügt haben.

Bei der Eroberung Jerusalems "1099" sollen die christlichen Kreuzritter nicht nur 30'000 Einwohner der Stadt umgebracht haben.

Die Kreuzfahrer töteten auch 10'000 Muslime, die auf dem Dach der al aksa-Moschee Zuflucht gesucht hatten.

Hoffentlich wird die künftige Gross-Moschee in Berlin eine ebenso stabile Dachkonstruktion aufweisen!

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10 Jahre 4 Monate her #10130 von Allrych
Um es kurz zu fassen:

Das Buch von Mario Arndt ist verdienstvoll in dem Sinne, als dass es fiktive, strukturierte Herrscherlisten entlarvt. - Die vielen KONRAD-Herrscher im deutschen Hochmittelalter sind ein schlagendes Beispiel dafür.

Inakzeptabel ist die Behauptung, im Spätmittelalter - für Arndt das 14. Jh. - weiche die Fiktion zenehmend der Realität. - Sogar die vielen LUDWIG-Herrscher vor der Französischen Revolution sind nicht zu fassen.

Und noch einmal: Die Formatierung des Buches ist schlecht. Die Tabellen und Illustrationen ohne Plan und in unterschiedlicher Qualität dargeboten.

Aber endgültig erledigt wird das Werk dadurch, dass Arndt sogar in den Vornamen der USA-Präsidenten eine Wohlstrukturiertheit erkennen will (S. 36 f.).

Und am Schluss finden sich sogar Strukturmerkmale bei den Siegern der Fussball-Weltmeisterschaften des 20. Jahrhunderts!

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10 Jahre 4 Monate her - 10 Jahre 4 Monate her #10131 von Ingwer

Aber endgültig erledigt wird das Werk


Dies sehe ich nicht so!
Über Buchaufbau lässt sich durchaus streiten. Die vermittelten Inhalte bleiben.

Bücher bleiben immer eine Quelle zur Information.

Aber endgültig erledigt wird das Werk dadurch, dass Arndt sogar in den Vornamen der USA-Präsidenten eine Wohlstrukturiertheit erkennen will (S. 36 f.).

Und am Schluss finden sich sogar Strukturmerkmale bei den Siegern der Fussball-Weltmeisterschaften des 20. Jahrhunderts!


Alles folgt einem Plan! Dies wird auch in Zukunft so bleiben!
Letzte Änderung: 10 Jahre 4 Monate her von Ingwer.

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