Das Käfernburger Gemälde

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20 Mai 2012 09:26 - 20 Mai 2012 09:41 #7012 von Kevernburger-Gemälde
Ingwer schrieb:

... Zumindest ist beim Link zu erkennen, dass der Mann Absatzschuhe trägt!...


Ein mittelalterlicher Mann in 'high heels stilettos'?

Natürlich nicht. Die Perspektive täuscht.

Der 'Absatz' des Schuhs ist das Ende der Schwertscheide.

Abbildung aus dem oben verlinkten Aufsatz von Boie. (Seite 286)

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20 Mai 2012 09:46 - 20 Mai 2012 09:49 #7013 von Kevernburger-Gemälde
Chronologie des Absatzschuhs bis zum 17.Jh.:

Schon Felsmalereien aus der Zeit 12000 v. Chr. zeigen Menschen mit Stiefeln aus Tierhaut und Fell. Die Füße wurden mit Leder und Fellstücken umwickelt. Schuhfunde in Ägypten belegen den Gebrauch von Sandalen ab 3000 v. Chr. Damit hatten die Ägypter eine der einfachsten Basisformen des Schuhs überhaupt erfunden.

Die frühen Schuhformen blieben Jahrhunderte unverändert.
Ab dem 4. Jahrhundert brachten dann verschiedene Stile der Mittelmeerländer neue dekorative Abwandlungen der Grundformen mit sich. Aus dem Orient kam der Stiefel, der nur von Männern getragen wurde, obwohl Frauen- und Männerschuhe ansonsten gleich waren.

Im 12. und 13. Jhd. gab es bei Reitstiefeln zum ersten Mal Absätze. In erster Linie aus praktischen Gründen, da er verhindern sollte, daß der Stiefel aus den Bügeln rutscht. Seit dem 13. Jhd. gab es feste Kleiderordnungen, die regelmäßig verfasst wurden und vor allem die Privilegien des Adels aufrecht erhielten. Im 14. Jhd. war die Schönheit der äußeren Erscheinung ein wesentlicher Bestandteil des neuen Denkens. Die Fußbekleidung war prachtvoll verziert. Das 15 Jhd. brachte eine große modische Vielfalt hervor. Die Schuhe der Vornehmen waren aus weichem Leder , Samt und Seide. Um diese Schuhe vor Schmutz zu schützen, wurden hölzerne Schuhformen getragen (Trippen). Dem groben Schuhwerk des Volkes machte der Schmutz nichts aus.

Das 15. bzw. 16.Jhd. brachte auch verschiedenene Modeabsurditäten auf. So tauchte erst in Italien, später auch in Frankreich die Chopine auf, ein sehr hoher Plateauschuh, der ausschließlich von Frauen, oft Kurtisanen, getragen wurde.

Bis zum 17.Jhd. war die Fußbekleidung beider Geschlechter fast gleich. Doch nun gab der Stiefel seine Funktion als Zweckschuh auf. Er wurde zur glanzvollen Fußbekleidung der Männer. Frauen trugen verziertes Schuhwerk, dass die Bewegungsfreiheit einschränkte. In diesem Jahrhundert kam der Absatz in seiner heutigen Form auf. Er machte die Leute grösser, betonte den Oberkörper und war zunächst bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt.

www.schuhmuseum.de/01/index02.htm

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20 Mai 2012 10:31 #7014 von Ingwer
Frage: Zu dieser Aufnahme gibt es doch evtl. eine bessere Qualität?

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20 Mai 2012 12:02 - 20 Mai 2012 12:08 #7015 von Kevernburger-Gemälde
Bin jetzt eben mal schnell ins Schlossmuseum von Arnstadt gehuscht. Auf die Frage ob das Käfernburger Gemälde hier zu besichtigen wäre, bekam ich erstmal verständnislose Blicke.

Diese Tafel war allerdings auffindbar, und auf Nachfrage, habe ich die Auskunft bekommen, daß sich besagtes Bild anscheinend tatsächlich im Besitzt des Museums befindet, dieses Jahr jedoch nicht in Ausstellung befindet.



Hier eine Nahaufnahme des Fotos des Gemäldes von der Tafel:


Das Käfernburger Gemälde
Darstellung der ersten Grafen von Schwarzburg-Käfernburg
Gundhar, Sigerius und Sizzo
Ende 15. Jahrhundert (mit vielfacher späterer Überarbeitung)


(Klick! zum vergrößern)

Sonstiges Bildmaterial wie z.B. ein Katalog mit Abbildungen etc. war nicht erhältlich.

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20 Mai 2012 12:30 #7016 von Ingwer
@Kevernburger Gemälde,
Danke derweil für die Info!
Bei der Bemerkung 'überarbeitet' werde ich schon mal hellhörig.
"Verständnislose Blicke" sagt ja auch Etwas aus.

Macht aber nichts! Wenn ich wieder in der Region bin, werde ich dort mal hineinschauen!
Bin gerade aus Gent zurück, wo ein interessantes Gespräch zum Altar stattfand!
Dies Nebenbei!

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20 Mai 2012 13:41 #7017 von Allrych
Noch immer ist mir nicht klar, was der Initiant dieses Threads mit seinen Dingen sagen will.

Da verstehen die meisten doch nur Bahnhof.

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20 Mai 2012 13:54 #7018 von Kevernburger-Gemälde
Sinn dieses "Freiplatz"-Threads ist es, Informationen bezüglich der von Thrithemius in nicht völlig banalen Zusammgenhängen erwähnten Schwarzenburger Grafen zusammenzutragen.

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21 Mai 2012 15:43 #7020 von Tuisto
Vielleicht stellst Du am Besten den betreffenden Text von Trithemius nebst Quellenangabe zum Nachlesen und als Diskussionsgrundlage hier ein.

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21 Mai 2012 15:49 - 21 Mai 2012 16:01 #7021 von Kevernburger-Gemälde
?

Aus der Chronologia mystica de septem secundeis des Johannes Trithemius:
(Quelle: Christoph Däppen: Die etwas andere Weltgeschichte des Johannes Trithemius; Zürich 2010)((Hervorhebungen von mir):


S.43: ...Im Jahr Christi 1244 grub ein gewisser Jude in der Erde bei Toledo in Spanien und fand ein Buch, worin geschrieben stand, daß in der dritten Welt Christus von der Jungfrau Maria geboren werde und leiden werde für die Errettung des Menschen. Sogleich wurde er gläubig und ließ sich taufen. Die dritte Welt, von der hier die Rede ist, ist der dritte Umlauf des Engels des Saturn, zu dessen Beginn Christus von einer Jungfrau geboren wurde.

Die Päpste von Rom entthronten Friedrich, und es wird gesagt, daß das Reich 28 Jahre ohne Herrschaft war bis zur Wahl von Rudolf, Graf von Habsburg, wobei während dieser Vakanz abwechselnd Könige eingesetzt wurden: zuerst Heinrich, Graf von Schwarzenburg in Thüringen durch Wahl der Prinzen; dann William, Graf von Holland, Konrad, der Sohn von Friedrich, Alfons, König von Kastilien, Richard, Graf von Cornwall, Bruder des Königs von England; und das Böse auf der Erde nahm zu.

[...]

S.44: ...Gunther, Graf von Schwarzenburg, ernannte sich selbst zum König und opponierte dem Herrscher Karl, doch konnte er sich nicht gegen ihn durchsetzen. [...]

...siehe erstes Zitat im OP.

Kapitel XIX, Absätze 13 und 21 (sind aber nicht nummeriert)

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21 Mai 2012 16:59 - 22 Mai 2012 00:27 #7024 von Tuisto
Danke.

In der konstruierten Chronologie ginge es wohl darum, die Menschenzahl 311 (=Aish), die zugleich zur Grundlage wichtigster Epochen gemacht wurde, wie -311 Ära der Kontrakte, +622 Islam, +933 fiktive Gründung des HRR - Heinrich I. Sieg gegen die Ungarn, +1555 Nostradamus und dazwischen 1244, Auffindung des Buches in Toledo durch einen Juden, in die Cheops- und Wurzel-aus-Phi-Zahl 1272 zu transferieren.

28 Jahre (= 1 Sonnenzyklus, analog 1 Mondmonat) keine offizielle Herrschaft ab 1244 im Reich. (Usurpatoren)

1272 Rudolf von Habsburg = 12 x 106
1378 = 13 x 106 Geburt von Christian Rosenkreuz (CR), der in Toledo erkennen musste, dass er gegen Windmühlen ankämpfte
1484 = 14 x 106 Tod von CR

Das Motto Habsburgs seit Friedrich III. ist auch das von CR: AEIOU

"Bekannt blieb Friedrichs geheimnisvolles Motto A.E.I.O.U., für das es eine Reihe von Deutungen gibt, etwa „Alles Erdreich ist Oesterreich untertan“, „Austriae est imperare omni universo“ oder auch die Deutung als Anagramm des Namens „Jehova“. Allem Anschein nach war AEIOU aber keine Staatsdevise, sondern ein persönliches mystisches Monogramm. Der eigentliche Wahlspruch des Herrschers lautete Felix oblivio, „das Glück liegt im Vergessen“, was freilich nur die Kurzform eines Spruches sein soll, welcher vollständig Rerum irrecuperabilium felix oblivio lautet – frei übersetzt: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“. Nach anderen Quellen lautet die Devise allerdings Hic regit, ille tuetur („dieses – die Weisheit – regiert, jenes – das Schwert – schützt“).

Nachdem sich Friedrich 1490 nach Linz zurückgezogen hatte, widmete er sich der Alchimie und Astrologie. Er ließ die Linzer Burg zur Festung ausbauen und zog sich am liebsten auf die Aussichtswarten zurück."

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