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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5846 von Berlichinger
Berlichinger antwortete auf Aw: Re:Aw: Bibliothek
Dass noch im 19. Jahrhundert literarisch gefalschmünzt wird, will keiner bestreiten. Man schaue sich nur dieses Machwerk an, welches vorgeblich von einem der Herausgeber "entdeckt" wurde:

books.google.de/books?id=jzcbAAAAYAAJ&pr...#v=onepage&q&f=false

Diese Minneregel ist teilweise mit so perfekten Schlussreimen abgefasst, wie man sie erst seit Goethe's Zeit in der deutschen Sprache kennt.

Dass man solche plumpen Anachronismen erkennt, setzt allerdings auch eine umfassende Kenntnis der deutschen Sprache und Literatur seit Luther voraus, vorallem die Werke des deutschen Barock im 17. Jahrhundert, dessen Autoren (Schottel, Opitz, Hoffmannswaldau) sich ja als erste gezielt um die Pflege des Hochdeutschen bemüht haben, wohingegen Luther und Melanchthon die Bibel nur ins Deutsche übersetzten, um den Herzögen von Sachsen und Landgrafen von Hessen zu schmeicheln ;-)
Letzte Änderung: 14 Jahre 4 Monate her von Berlichinger.

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14 Jahre 4 Monate her #5849 von Tuisto
Jedenfalls setzt Müller aus guten Gründen den trojanischen Krieg identisch mit den Kreuzzügen, die einen anderen Hintergrund hatten, als heute gelehrt. Die antiken griechischen Autoren siedelt er im 12. bis 14. Jahrhundert an. Damit bewegte er sich lange vor Fomenko auf der Ebene von Jahrtausendsprüngen und mehr, und führt ohne ausdrücklich darauf einzugehen, ein damals 1800-jähriges Christentum grundlegend ad absurdum.

Gleiches gelang mir, indem ich bewies, dass die Jesus-Christus Gestalt vom ersten Tag an nicht nur julianisch, sondern zwingend gregorianisch konstruiert war.

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14 Jahre 4 Monate her - 14 Jahre 4 Monate her #5850 von Berlichinger
Berlichinger antwortete auf Aw: Bibliothek
Was heißt denn Christus? Der Gesalbte! Von latein. Cresmen (franz. Creme)=Salbe. Salbe wiederum von latein. salvieren=heilen, daher "Heiland".

Wer aber ist oder wurde gesalbt? Der Kaiser! Man musste also die edelfreien Fürstensöhne des Mittelalters davon abbringen, dass sie allein ihren gemeinsamen germanischen Vorfahren namens "Gott", engl./niederländ. "God" als Ahnherrn verehren, sondern neben diesem Ahn-HERRN auch den Lehns-HERRN, den Kaiser, den Gesalbten.

Allerdings hielten mittelalterliche edelfreie Fürstensöhne nichts davon, irgend einen ge"kürten" oder er"kiesten", zum "Kaiser" gesalbten Eben-Bürtigen zu verehren (im Grunde ihresgleichen), sondern beschränkten ihren Kult und ihre Opferungen auf ihren gemeinsamen Ahn-HERRN namens Gott oder God.

Wer aber hatte ein Interesse am Kult des Gesalbten? Natürlich die Bürger in den Städten und alle die, die reichs-unmittelbar dem Kaiser unter(ge)tan und ihm ergeben waren, die verehrten lieber den Gesalbten und zusätzlich noch dessen Ahn-HERRN, der auch der Ahnherr aller ihm ebenbürtigen edelfreien Grafen, Herzöge und Fürsten im und über das Reich hinaus war.

Wieso z.B. waren die meisten alten Heiligen der katholischen Kirche Angehörige römischer oder deutscher Fürstenhäuser, oder aber Bischöfe und Märtyrer, die im Mittelalter ebenfalls ausschließlich dem Hochadel entstammten?

Weitere Aufschlüsse über diese alle mittelalterliche Macht verkörpernde edelfreie Menschen-Elite in Otto Freiherr von Dungerns genialem Buch "Adelsherrschaft im Mittelalter" von 1927

opac.regesta-imperii.de/lang_de/kurztite...chaft+im+Mittelalter
Letzte Änderung: 14 Jahre 4 Monate her von Berlichinger.

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14 Jahre 3 Monate her #6066 von Legoland
Legoland antwortete auf Aw: Bibliothek
Man sollte Constantin-François Volney im französischen Original lesen:
"Les ruines: ou, méditation sur les révolutions des empires", Paris 1822
(Erstauflage in Genf, 1791)

Links: books.google.com/books?id=oAEMAAAAIAAJ&p...#v=onepage&q&f=false

de.wikipedia.org/wiki/Constantin_Fran%C3%A7ois_Volney

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