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Geozentrismus 26 Aug 2014 20:29 #1

Nichts, nichts, absolut gar nichts führt an dieser im wahrsten Sinne des Wortes zentralen Frage vorbei!
Tycho hätte die Lösung gehabt - man wollte sie nicht mehr hören...

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Geozentrismus 27 Aug 2014 07:38 #2

Oh, seit Jahren liegt auf meinem Schreibtisch der Cellarius mit dem geo-heliozentrischen Modell von Brahe.

Aber dazu gehören für mich auch Andere, wie Roeslin (aus meiner Gegend, die "Rosenlinie")
Reimers, Riccioli, die z.T. ähnlich Modelle konstruierten, mal mit drehender, mal mit fest stationierter Erde.

Wichtig war mir dabei immer, dass der Chef der GK-Reform, Christopher Clavius, solchen Modellen anhing.

Wo aber siehst Du hier die zentrale Frage?

Für mich ist z.B. klar, dass die gesamte antike Welt die Sonne als Zentrum das Systems anbetete.
Da Jesus als Auferstandener ebenfalls die Sonne symbolisiert, ist schon damit das heliozentrische Weltbild im Verborgenen präsent. Elias ist auch kein Anderer als dieses System.

Für mich stellt sich eher die Frage, wieso man nach der Katastrophe vom heliozentrischen in das geozentrische Weltbild wider besseren Wissen umschwenkte und andere Meinungen schwer bestrafte.

Aber wer weiß?
Vielleicht ist die Sonne nicht im Zentrum unseres Systems.
Vielleicht ist auch die Erde hohl, wie manche glauben.
Ohne eigene Instrumente und Forschungsmöglichkeiten ist man immer auf andere angewiesen.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Geozentrismus 27 Aug 2014 18:50 #3

Nun, für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich da offenbar jahrelang gepennt habe. Ich war wahrscheinlich zu sehr naturwissenschaftlich indoktriniert, wie die meisten von uns.

Unterdessen habe ich die Bücher von Robert Sungenis und Gerardus Bouw gelesen und bin doch sehr ins Grübeln gekommen...

Ich habe mal bei einer Gelegenheit das tradierte Geschichtsbild mit dem Argument ins Lächerliche gezogen, dass es ja im Grunde auf der biblischen Chronologie beruhe... und auch hier wieder die Pointe: Im heutigen MSM-Konsens kommt die Behauptung des Geozentrismus oder der biblischen Chronologie einer Häresie gleich! Nein, noch mehr: es handelt sich um absolute Tabus!

In der chronologiekritischen Debatte ist das Buch von Robert Newton "The Crime of Claudius Ptolemy" ein Schlüsseltext. Auch Fomenko nahm darauf Bezug (siehe "Empirico-Statistical Analysis", Appendix 2). Jetzt stellt sich vermutlich heraus, dass die Verbrecher ganz andere Leute waren, nämlich die Aufgeklärten und "Erleuchteten", die die Wahrheit verdunkelten...

Der Geozentrismus erfordert eine neue Axiomatik hinsichtlich der Einordnung des historischen Fundus.
Nicht mehr, nicht weniger!

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Geozentrismus 27 Aug 2014 21:08 #4

Ich kann mich noch gut erinnern: ab S. 397 in meinem N-Buch habe ich mit den Weltmodellen gekämpft, um das Josua-Ereignis erklären zu können. Noch eher glaubte ich an eine taumelnde Erde als an das geozentrische Modell!
Diese Sachen müssen mit grosser Sorgfalt neu erwägt werden.

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Geozentrismus 28 Aug 2014 16:24 #5

Fakt ist zunächst, dass das Josua Ereignis stattgefunden hat.
Wann genau, wissen wir natürlich nicht, außer, dass es vielerorts beobachtet wurde.
Es kann aus vielerlei Gründen definitv keine Erfindung gewesen sein.

Hier der Spiegelbericht zum "Principle" Film, der demnächst auf den Markt kommen soll.
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/film-...rismus-a-965488.html

Ich kenne allerdings die genauen Thesen dieses Films bzw. seines Autors nicht.

Z.B. wurde definitiv mit dem Foucalt´schen Pendel bewiesen, dass sich die Erde um sich selbst dreht.

Das war im 16. Jahrhundert noch nicht sicher, weshalb es Modelle mit unbewegter Erde und mit sich drehender Erde gab.

Wie gesagt, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht, ist absolut sicher.

Die Formeln von Kepler sind die eleganteste und einfachste Methode, um beobachtete und berechnete Planetenbahnen miteinander in Einklang zu bringen. Sie fordern ein heliozentrisches Modell.

Ob es möglich ist, dass die Planeten um die Sonne fliegen, während gleichzeitig die sich um ihre eigene Achse drehende Erde im Zentrum des Systems stehen bleibt, ist sicher äußert schwierig zu beantworten.

Im Prinzip müsste man eine Sonde senkrecht zu den Planetenbahnen ins All schicken, um von einem polaren Ort aus zu beobachten, wie unser System tatsächlich funktioniert.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Geozentrismus 28 Aug 2014 19:32 #6

Tuisto schrieb: Z.B. wurde definitiv mit dem Foucalt´schen Pendel bewiesen, dass sich die Erde um sich selbst dreht.
Das war im 16. Jahrhundert noch nicht sicher, weshalb es Modelle mit unbewegter Erde und mit sich drehender Erde gab.
Wie gesagt, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht, ist absolut sicher.


Das würden wir alle gerne glauben...
Die Konsequenzen, wenn es denn anders wäre, wären haarsträubend!
Zum Glück habe ich nicht mehr so viele Haare :-)

Aber das ist natürlich der Knackpunkt: Wenn die Erde keine Eigenrotation hat, dann ist sie zwingend im Zentrum des sichtbaren Universums. Und die Leute, die so argumentieren, präsentieren Befunde und Argumente, die doch sehr verblüffen und überraschen...

Wer ein Minimum an naturwissenschaftlicher Bildung und intellektueller Redlichkeit hat, sollte bei dieser Gelegenheit eine Verschnaufpause einlegen und etwas Zeit in - leider nur englisch verfügbare - herausfordernde Lektüre investieren.
Leider gibt es hier keine Abkürzung: Man muss sich Kapitel für Kapitel, Satz für Satz an dieser Argumentation abarbeiten... Es geht nicht zuletzt um die Geschichte der Physik der letzten 200 Jahre. Hier bleibt kein Stein auf dem andern!

Der Film ist dann wohl eher was für das grössere unbedarfte Publikum.
Aber eben: Agitation und Propaganda ist alles - hüben wie drüben!

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Geozentrismus 28 Aug 2014 20:01 #7

Tuisto schrieb: Hier der Spiegelbericht zum "Principle" Film, der demnächst auf den Markt kommen soll.
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/film-...rismus-a-965488.html


SPON-Artikel kannst du in der Pfeife rauchen, egal was das Thema ist!

Wie gesagt: Ich habe mich in die Originalliteratur reingekniet und bin zurzeit daran, meine Position in dieser Frage zu überdenken...

Was natürlich auch stimmt: Diese Leute - Sungenis usw. - hatten und haben als strenggläubige Christen eine enorme Motivation, diesen Dingen auf den Grund zu gehen und die "aufgeklärte" - will heissen: bibelfeindliche - Wissenschaft zu widerlegen. Aber mir persönlich sind die Motive dieser Leute völlig egal! Ich sehe einfach die Ergebnisse und fühle mich ziemlich verarscht - nicht von den Bibelfreunden, sondern von den "fortschrittlichen" Aufgeklärten, die keinen Betrug und keine Fälschung scheuten, um ihre Sicht der Dinge durchzudrücken.

Manchmal ist ein "Fortschritt" eben einer zuviel - z.B. wenn man argumentativ am Abgrund steht...

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