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THEMA: De septem secundeis ...

Aw: De septem secundeis ... 09 Jul 2011 14:48 #271

Link wurde berichtigt.

Ja, Vergil, auch andere antike römische Schriftsteller sind ein Problem.
Sie kommen nämlich gerade im Bereich der Astrologie anachronistisch daher.
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Aw: De septem secundeis ... 09 Jul 2011 15:15 #272

  • UlrichM
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Tuisto schrieb:

Ja, Vergil, auch andere antike römische Schriftsteller sind ein Problem.
Sie kommen nämlich gerade im Bereich der Astrologie anachronistisch daher.


Vergil überlieferte in seiner vierten Ekloge ganze drei Sätze, die jedoch so eindeutig sind, dass man zur der Annahme neigt, die "secundeis" wären, wenn auch in einer anderen Form, so doch mit der gleichen Logik, schon zu seiner Zeit bekannt gewesen.
Von anderen römischen Schriftstellern ist mir ein identisches oder ähnliches Motiv zur Abfolge von Zeitaltern nichts bekannt.

Ultima Cumaei venit iam carminis aetas;
magnus ab integro saeclorum nascitur ordo.
iam redit et Virgo, redeunt Saturnia regna,

Das letzte Zeitalter des cumäischen Liedes ist schon gekommen.
Die große Reihe der Jahrhunderte wird von neuem geboren.
Schon kehrt auch die Jungfrau, kehrt Saturnus' Reich wieder,
Letzte Änderung: von UlrichM.
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Aw: De septem secundeis ... 09 Jul 2011 20:02 #273

Es ist schwierig zu beurteilen, weil der höchste Gott der Römer nicht Mars, sondern Saturn war.

Deshalb war das tatsächliche Geburtstag Roms Samstag, Saturntag, der 1. Januar.-755, Neumond und zugleich Dienstag, Marstag, 1.März.-755, Neumond.

Dies ist der komputistische Grund für die beiden Jahresbeginne in Rom:
Januar für die Konsuln und das Fiskaljahr (Saturn ist für das Gold/Geld zuständig) und März (Mars für den Krieg, an dem sich die Bürger beteiligen mussten)für den bürgerlichen Kalender.

Diese Konstellation wiederholt sich mit Beginn der Konsulherrschaft am 1.1.-508:
Samstag, 1.1.-508, Neumond, Dienstag 29.2. = 1.3. im proleptischen julianischen Kalender, Neumond.

Dazwischen liegen 247 Jahre oder 13 Metonzyklen zu 19 Jahren. Rom erfuhr eine Reduktion um 2 Jahre von -755 auf -753, damit der Metonzyklus im Jahr 0 wieder starten konnte und Rom so zugleich seine 1000-Jahrfeier in das Jahr 247 AD legen konnte. 247 wiederholen sich nämlich die Gründungstage für den christlichen Kalender:

Mittwoch, 7.4.0 = Mittwoch, 7.4.247, beides Mal Vollmond
Und:
Mittwoch, 5.4.-752 = Mittwoch 5.4.0 (GK), beides mal Vollmond

Alle Daten wurden von unbekannten Historikern im JK fixiert! Das ist enorm wichtig, um Trithemius in vollem Umfang zu verstehen. Er kannte diese komputistischen "Spielchen", denn Komputistik war den besten Mathematikern, zu denen er zählte, vorbehalten.

Aber eben diese Konstruktion riecht nach babylonisch-jüdischer und alexandrinisch-jüdischer Infiltration, denn Saturn ist zweifelsfrei Jahwe in seiner Funktion als Sabbath-Gott. Die Römer haben von den (babylonischen) Juden die Siebentagewoche übernommen, nicht umgekehrt. Der Sabbattag für den Saturntag lag damals schon seit langer Zeit fest. Er wurde logischerweise auch nie geändert!
Letzte Änderung: von Tuisto.
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Aw: De septem secundeis ... 10 Jul 2011 00:25 #274

düb - Chronologische Geschichtskonstruktion und Kabbala sind identisch.

fi - mit kabbalistisch - feudal - klerikaler geschichtsverfälschung -
daher nur ein schon durchaus bekannter teilaspekt der geschichtskritik


düb - Daher gibt es auch nichts anderes und nichts anderes kann in Bezug auf die Chronologie diskutiert werden.

fi - aber stop meine herren - es wäre schon von interesse
wie eine wirklichkeitsbezogene chronologie aussehen könnte


düb - Ob´s Euch passt oder nicht!
fi - ob es euch paßt oder nicht!

düb - Wenn ihr Scrabble spielen wollt oder Vulkanausbrüche simulieren, seid ihr hier definitiv falsch. Geht in Euer eigenes Forum.

fi - eigentlich müßte euch die methode des "scrabble" doch bekannt vorkommen -
aber wenn ihr einer vielzahl von informationen, themen & untersuchungen nicht folgen möchtet
so haltet euch einfach zurück - das kann auch als klugheit bewertet werden


düb - Und Allrych hat bezüglich der Themenwahl überhaupt nichts zu melden!

fi - also wenn der eindruck nicht täuscht
so haben sie zu vielen themen nichts wesentliches zu melden -
außer leider in der hauptsache zu streichende entgleisungen


düb - Der Mod Ron möge endlich darauf hinweisen. Das gilt auch und endgültig für den Berliner Salon!

fi - endgültiges haben sie hier bisher noch nicht zur sprache gebracht

düb - Diese Typen können jederzeit ihre eigene Themen hier abspulen.
Ich kann nichts dafür, wenn sich keiner dafür interessiert.

fi - vielen vielen dank herr dübbers für ihr aufschlußreich abgespultes desinteresse

düb - @UMaichle: Danke für den Link!

fi - wer oder was ist maichle
link

fi - in diesem kleinen kreis
könnte sich jeder mit seiner identität zu wort melden
das würde pseudoidentitäten verhindern
Letzte Änderung: von berlinersalon.
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Aw: De septem secundeis ... 11 Jul 2011 00:27 #275

Ein grosses Bravo an "Berlinersalon": --einige Worte vom Moderator gelöscht--

Wenn es nach Dübbers ginge, dann gäbe es hier nur einen, der berechtigt ist, seine unfehlbare Meinung zu äussern - nämlich der grosse Gott "Tuisto".
Letzte Änderung: von Ron++.
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Aw: De septem secundeis ... 11 Jul 2011 23:47 #276

  • UlrichM
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Tuisto schrieb:

Aber eben diese Konstruktion riecht nach babylonisch-jüdischer und alexandrinisch-jüdischer Infiltration, denn Saturn ist zweifelsfrei Jahwe in seiner Funktion als Sabbath-Gott. Die Römer haben von den (babylonischen) Juden die Siebentagewoche übernommen, nicht umgekehrt. Der Sabbattag für den Saturntag lag damals schon seit langer Zeit fest. Er wurde logischerweise auch nie geändert!


Das würde in der Konsequenz ja bedeuten, dass zumindest Vergil's vierte Ekloge literarisch von originär jüdischen Versatzstücken beeinflusst war. Wie aber wollen Sie diesen Nachweis führen?

Die römisch-griechische Mythologie hatte zu Vergil's Zeiten einen weit höheren Status als den einer Schriftfolklore; insbesondere deshalb, weil diesen ein überaus grundlegender, kultur - und identitätsstiftender Faktor zukam. (Aeneis!) Ausserdem kommt der jüdischen Kultur in seinen Tagen allenfalls eine provinzielle Bedeutung in der römschen Welt zu - sprich gar keine!
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Aw: De septem secundeis ... 12 Jul 2011 00:37 #277

@UlrichM

Ausserdem kommt der jüdischen Kultur in seinen Tagen allenfalls eine provinzielle Bedeutung in der römschen Welt zu - sprich gar keine!


Das habe ich früher auch gedacht, bis ich mich mit der Geschichtsschreibung aus jüdischer Sicht eingehender befasste.

Es ist zweifelsfrei Fakt, dass nur Juden durchweg seit der Antike lesen und schreiben konnten. Daher waren Sie auch im Mittelalter und in der Neuzeit Ärzte, Astronomen, Bankiers und oftmals Haushistoriker der herrschenden Schicht. Unabhängig davon, dass diese christlich war.

Hier als Beispiel ein Crash-Kurs in jüdischer Geschichte zur Römerzeit:

"Mass Conversion in the Roman World

The turbulence in the Jewish world at the time of the rise of Herod paralleled in many ways the turbulence in the Roman world. As people in the Jewish world turned more and more to the world of the spirit, the Roman world, too, experienced a type of soul searching that, first, manifested as disillusionment with paganism, and, then a wide-spread interest in Judaism.

The Jewish population in the world at the beginning of the reign of Herod was approximately four to six million. A century later, after the destruction of the Temple, there were almost ten million Jews, representing an enormous increase.[2] The reason was not simply related to an increased birth rate, but that hundreds of thousands – if not millions – converted to Judaism. It was a time of mass conversion in the Roman world.

Roman historians wrote that approximately one out of every ten people in the Roman Empire was Jewish. Today, Jews are about an eighth of one percent of the world population. One can imagine the influence Jews had when they were ten percent.

The main reason is simple: Roman paganism began to break down. It was a victim of its own success. The Romans had developed their own culture with their own provincial ways. As their empire expanded they came into contact with a great and wide world. Suddenly, belief in all of their superstitions and fairy tales began to seem petty and empty. People who were enlightened enough to impose the Pax Romana (“Roman Peace”) on the world suddenly found it very hard to swallow their own religion.

The Jews held almost a fatal attraction for the Romans. Much of the Roman upper class converted to Judaism. If the Jews would have waived the requirement of circumcision who knows how many Romans would have become Jewish. Later, Paul — one of the leaders of early Christianity — would capitalize on that to win adherents to his new religion. In effect, Paul told them that they could have all the benefits of Judaism without any of the pain and liability.

The Talmud discusses how non-Jews came to Hillel seeking conversion with outlandish conditions. Nevertheless, Hillel found ways of convincing them to convert. That does not mean he converted people at random or without requirements. But, it demonstrates how it was a time of mass conversion.

Even more remarkable is that it happened despite the fact that Judaism is not a proselytizing religion; it does not go out and look for non-Jews to become Jewish. Nevertheless, this was an exceptional period that lasted 100 to 150 years in which the Jewish population perhaps doubled. That was mainly because of converts.

Many Jewish commentators attribute it to the fact that Hillel himself had been a student of converts (Shamaya and Avtalyon) and was thus partial to converts. Hillel’s support of his teachers – his constant quoting of them and attributing his knowledge to them – strengthened this movement of converts throughout the Jewish people.

In either event, this infusion of outside blood in such a relatively short period of time remains one of the unique phenomena of Jewish history.

In times of terrible crisis, God provides singular people who enable the Jewish people to survive. Hillel was such a person. He arrived as a counter-balance to the madman Herod. His strength of character and nobility of spirit was the inspiration of the Jewish people not only of his generation, but of Jews even today 2,000 years later. It was Hillel, not Herod, who reestablished the true Kingdom of the Jews, which is the Kingdom of Torah, of goodness and kindness.
[1] The Talmud (Shabbos) mentions 18 exceptions.

[2] According to other estimates, there were three or four million Jews in the century before the destruction and six million afterward."

www.jewishhistory.org/hillel-and-shammai/

Wer hätte das gedacht! Oder. Wer schrieb die "wahre-re" Geschichte?

PS: Wir sollten uns noch intensiv über die anaragonische Umwäzung unterhalten, die Sie im Prinzip völlig richtig auf 2243 (2242 bis 2244) berechneten. Vor allem wie man zur Reduktion auf 2016 bis 2018 kommt.
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Aw: De septem secundeis ... 12 Jul 2011 17:58 #278

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Tuisto schrieb:

PS: Wir sollten uns noch intensiv über die anaragonische Umwäzung unterhalten, die Sie im Prinzip völlig richtig auf 2243 (2242 bis 2244) berechneten. Vor allem wie man zur Reduktion auf 2016 bis 2018 kommt.


Ja, gerne... aber eine Reduktion auf die Jahre 2016/2018 halte ich schon deshalb für falsch, weil der Vierzeiler II, 46 von einer "zweiten Erschütterung der Menschheit" spricht, der also eine "erste" vorausgegangen sein muss. Diese ist jedoch im Gegegsatz zur "zweiten" nur sehr bedingt datierbar.

Was die jüdische Geschichte aus der Sicht der Juden betrifft, so denke ich, dass die glorreiche Überhöhung der eigenen Vergangenheit keineswegs als objektive Darstellung zu werten ist. Aber was soll man von "Gott Auserwählten" auch anderes erwarten; diese schräge Attitüde ist im übrigen bei weitem keine ausschliesslich jüdische Angelegenheit.

Am Rande bemerkt: Die Perser kennen seit 2500 Jahren eine ununterbochene Schriftkultur, die die jüdische massgeblich mit formte.

Alexander Kohut, 1866
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Aw: De septem secundeis ... 12 Jul 2011 18:34 #279

Ja, das ist der alte Bibel-Babel Streit des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Was der jüdische Text zeigt, ist, dass wir, zumindest in diesem Zeitraum um die Zeitenwende, keiner Überlieferung trauen können. Tatsächlich könnte die jüdische Überlieferung aber schon deshalb authentischer sein, weil das Christentum anfangs schlichtweg jüdisch im römischen Umfeld war. Die konvertierten und machthungrigen (nichtjüdischen) Christen hatten daher ein sehr viel größeres Interesse an einer Geschichtsfälschung zu ihren Gunsten, um sich damit eindeutig von den Juden distanzieren zu können.

Unabhängig davon geht es tatsächlich um den Einfluß der babylonischen (= persichen und chaldäischen)Juden, weniger um jene aus Palästina. Mir ist zwar nicht bekannt, dass man eine Bibel in Keilschrift gefunden hätte, was für ein Volk, das so lange dort lebte und Einzelne in die höchsten Ränge aufstiegen (ws natürlich alles erfunden sein kann), doch sehr seltsam ist und die Vermutung nährt, dass die Bibel eben doch viel jünger ist, als ihr vermuteter schriftlicher Ursprung ab 500 BC.

Es ist auch recht wahrscheinlich, dass die chronologische Erzengellehre von der siebenstufigen Zikkurrat namens Esagila in Babylon ausging und von deren Priesterastronomen erfunden wurde. Das ganze Akitufest ist im Grunde ein Vorläufer des christlichen Osterfestes. Und Babylon war nunmal das Tor Gottes! Auch wenn dies alles nur Fiktion ist.
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Aw: De septem secundeis ... 12 Jul 2011 18:43 #280

"9) Es ist beachtenswert!], dase die Schwankung zwischen der Zahl sechs oder sieben Ameshaçpefttae, je nachdem Ahuramaadâo zu der Classe der Afi. çp. gezählt cf. It. 1, 36; 2, 1. 6 oder nicht gezählt wird cf. Spiegel's Einleitung zu seiner Avesta-Uebers. S. VII, sich auch in den jüdischen Schriften wiederholt. So nimmt das sogenannte Jerusalem. Targum zu Deuter. 34, 6 und das Buch Henooh c. 20, wo die Liste der „wachenden Engel" aufgerechnet ist — nur sechs; das Buch Tobias 12, 15 und B. Henoch с. 90, 21 sieben als Zahl der Engelfürsten an. Letzteres ist wohl die richtigere Annahme, der dann auch die christlichen sieben Erzengel âçiàyyelot entsprechen v. These. 4, 16; Ep. Jod. 9."

In dieser Anmerkung entdecken wir vielleicht schon den Grund für die chronologische Konstruktion mit 6 Erzengeln ohne die Sonne (= Michael, manchmal auch Raphael und bei den Juden sogar Gabriel!) statt der Sieben!

2000 : 6 = 333 1/3 Jahresrhythmus
2000 : 7 = 285,71 Jahressrhythmus

6 x 72 = 432 Zeitalter
7 x 72 = 504 Christus, die Sonne
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Aw: De septem secundeis ... 12 Jul 2011 20:34 #281

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Tuisto schrieb:

Es ist auch recht wahrscheinlich, dass die chronologische Erzengellehre von der siebenstufigen Zikkurrat namens Esagila in Babylon ausging und von deren Priesterastronomen erfunden wurde. Das ganze Akitufest ist im Grunde ein Vorläufer des christlichen Osterfestes. Und Babylon war nunmal das Tor Gottes! Auch wenn dies alles nur Fiktion ist.


Die gesamte Antike des Vorderen Orients kennt Engelsgestalten und das schon zu Zeiten, als die jüdische Religion noch nicht einmal im Begriff war, sich als monotheistischer Glaube zu formieren. Desgleichen verhält es sich mit der Beobachtung der Gestirne und dem Lauf der Planeten sowie der Berechnung von Kalendern. Nichts davon ist jedoch originär jüdisch.

Die jüdischen Priesterkasten verstanden es jedoch sehr gut, all diese uralten mesopotamischen Traditionen zu ihren eigenen Zwecken zusammen zu fassen. Daraus entstand dann widerum ein Substrat, genannt Altes Testament, die antike jüdische "Geschichtschreibung", was immer man davon halten mag.

Nachtrag: Die Juden im heidnischen Rom, Abraham Berliner
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 00:47 #282

Nun, ich wollte auch nur zeigen, dass wir nichts genaues wissen, weil die Überlieferungsstränge extrem unterschiedliche Aussagen zum Wirken der Juden im römischen Reich der Zeitenwende machen.
Abraham Berliner, den Sie dankenswerterweise hier eingestellt haben, kommt schließlich auch zu dem Urteil, dass vieles nicht belegt ist, aber man von dem Wenigen, was man glaubt sicher zu wissen, dennoch den Juden zur Zeit Cäsars und Augustus´ einen großen Einfluß in Rom zugestehen muss.

Man kann ihnen auch nicht vorwerfen, die mesopotamischen (und ägyptischen) Traditionen zu ihren eigenen Zwecken zusammengefasst zu haben. Schließlich schrieb ihnen der große Prophet Jesaja im Kapitel 19 über Ägypten genau dieses als Gottes Wille im letzten Satz ins Gesangsbuch:
"Denn der Herr der Heere wird sie segnen und sagen: Gesegnet ist Ägypten, mein Volk, und Assur, das Werk meiner Hände, und Israel, mein Erbbesitz."

Assur und Ägypten existieren nicht mehr, Israel, sein Erbbesitz hingegen schon!

Oder kann man es ihnen doch vorwerfen?
Man sieht, wie sich hier die Katze in den Schwanz beißt, denn schon Jesaja könnte im Hinblick auf die geplante Usurpation geschrieben worden sein.
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 02:01 #283

Ich versuche mit den „Zahlenspielereien“ fortzufahren, um einen Weg zu finden, auf das festgelegte Zeitfenster 2016 bis 2018 AD = 5776/5777/5778 jüdisch zu kommen.

Ich beginne zunächst erneut mit dem 72-jährigen Zyklus und dem darauf aufbauenden 792-jährigen Zyklus des Aitsingeri, der bis 5544 reicht. 792 = 11 x 72. Die 11 spielt wie gezeigt eine gewichtige Rolle, wegen der Differenz von 11 Tagen von 354 nach 365.

Aitsingeri kalibriert direkt über 0 AD, von 3960 = 5 x 792 oder 55 x 72 bis 1584 = 2 x 792 oder 22 x 72.

Der babylonische Rhythmus basiert auf -747 Nabonassar. 792 Jahre später haben wir 45 AD.
45 ist ADaM, auch Nostr-Adam-unser, gespiegelt -45 AD, wo der römische Kalender durch Schaltungen seine Neuordnung ab -44 (45 BC) als JK erfuhr.

Die Juden waren daran wie ich glaube nicht ganz unbeteilgt, denn es gilt:
3760 : 792 = 4,7474etc. Das ist eine Spiegelung von -747, wo der Sonnengeist seine 72-jährige Regierungszeit begann.

Es geht immer um die Analogie von Universum (hier die 6 oder 7 Planetenengel in der zwölfgeteilten Ekliptik) und das irdische Mond- oder Sonnenjahr.

Es gilt folgende Beziehung:
747 x 4,74 = 3540 = 10 x 354 kalendarische Mondjahre

In Bezug auf den Milleniumstartpunkt des Nostradamus gilt:
-3757 : 72 x 7 = 365,26 => Das Sonnenjahr!

-3757 + 6000 = 2243, das anaragonische Datum!

747 – 45 = 702 oder 54 sic! x 13.

3960 AM – 45 (JK) = 3915 AM + 2061 AD (hier startet wieder Saturn im babylonischen 72er Rhythmus) = 5976 AM.

5976 = 83 x 72 oder 8 x 747!
9 x 747 = 6723 – 2061 = 4662 oder 6 x 777. (siehe 5777 Jüd = 2017 AD)

3960 + 45 AD = 4005 (45 sic!) = 5 x Alpha und Omega 801 = 4005 + 2061 = 6066 oder 4005 + 2016 = 6021, eine Permutation.

Nehmen wir nun Aitsingeris 5544 und addieren dazu 2244 erhalten wir 7788.
7788 bringt uns wieder zum gewünschten Mondzirkel, denn 7788 = 22 x 354.
Ich erinnere, dass 22 x 72 = 1584 AD = 5544 AM war.
Aitsingeri gründet auf einen 33er Zirkel: 5544 – 2244 = 3300!
Wichtig: 2244 = 3x33x44, ein perfekte Jesuszahl!

Es bleibt noch Lilly übrig, der 1466 erwähnt und somit von -3982 aus rechnet, denn 3982 + 1466 sind 5448 Jahre : 19 (Mondzirkel) = 286,75 Jahre.
1466 + 777 = 2243, das anaragonische Jahr. (5777 Jüd = 2017 AD)
2016 ist von 1466 eben soweit entfernt wie die alte Olympiadenepoche -777 von 0 AD.

Diese Rechnungen, die allesamt zu den jahrhundertealten Berechnungen der kabbalistischen Admorim führen, ebenso zu denen der sephardischen Kabbalisten, gilt es nun mit Nostradamus abzustimmen. Das heißt, wir müssen herausfinden, welche umwälzenden Ereignisse er für 2016 bis 2018, die wir wahrscheinlich noch erleben werden, vorher sah und welche mit hoher Wahrscheinlich in die Jahre 2061, 2160 oder 2242 bis 2244 zu datieren sind.

Hier noch der astronomische Grund, weshalb man die 2 wichtigsten Sintflutdaten auf 1656 bis 1658 und 2242 bis 2244 legte.

Zunächst beträgt die Differenz 586 Jahre, soviel wie von der ersten Tempelzerstörung bis zum Jahr 0. Es folgen weitere 70 Jahre bis zur zweiten Tempelzerstörung, gesamt 656 Jahre.
656 ist der Zahlwert von Messias (griechisch) und von Shoshan, der Stadt Susa in der Daniel prophezeite und beerdigt wurde.

1948 war erneut das Jahr 1 für die Juden, denn Israel wurde gegründet. 70 Jahre später, das ist 2018, erwarten sie deshalb ihr Ereignis X!

Alles hängt mit dem Mond zusammen.
1947 : 66 (Gematrie von Allah) = 29,5 Tage des synodischen Monats. 19 und 47 regeln den Metonzyklus über 19 Jahre = 5 x 47 Monate.
1949 war das erste vollständige (christliche) Jahr für Israel.
1949 : 66 = 29,5303: in sehr guter Annäherung der tatsächliche Mondlauf.

So verhält es sich mit dem Sintflutdatum 2242 und 2244.
2242 : 29,5 = 76 = 4 x 19
2244 : 29,53 = 76.

1656 = 23 x 72, gespiegelt 27 x 32 = 864 oder 12 x 72.
Die Differenz ist 11 x 72 oder 792 Jahre des Aitsingeri!
2732 ist die 4 : Pi Kabbala!

Es sind die gleichen Zahlenspiele zur (biblischen) Chronologie, die wir von Nostradamus kennen!




.
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 18:20 #284

Was mich doppelt freute: Gerade waren 5400! Aufrufe zu verzeichen.
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 20:58 #285

  • UlrichM
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Tuisto schrieb:

Es sind die gleichen Zahlenspiele zur (biblischen) Chronologie, die wir von Nostradamus kennen!


Nostradamus hat allen ein bisschen Sand in die Augen gestreut, aber exzessiven Zahlenspielereien gab er sich nicht hin. Aus keinem anderen Grund schrieb er in der Epistel Henry:

(H, XXXII) Die ungerechten Zeiten aber, allergnädigster König, erfordern es, daß von solchen
verborgenen Ereignissen nur in rätselhafter Sprache gesprochen wird, die nur einen
einzigen Sinn und eine einzige Erklärung haben, ohne jegliche zweideutige oder verwirrende Berechnung:

Wer diesen Satz nicht beachtet, fällt immer in die gleiche Falle!
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 21:17 #286

@UlrichM,

Nostradamus hat allen ein bisschen Sand in die Augen gestreut, aber exzessiven Zahlenspielereien gab er sich nicht hin. Aus keinem anderen Grund schrieb er in der Epistel Henry:

(H, XXXII) Die ungerechten Zeiten aber, allergnädigster König, erfordern es, daß von solchen
verborgenen Ereignissen nur in rätselhafter Sprache gesprochen wird, die nur einen
einzigen Sinn und eine einzige Erklärung haben, ohne jegliche zweideutige oder verwirrende Berechnung:

Wer diesen Satz nicht beachtet, fällt immer in die gleiche Falle!

Sollte es bei Ihnen geklingelt haben oder wussten Sie es Vorher?
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 21:42 #287

  • UlrichM
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Ingwer schrieb:

Sollte es bei Ihnen geklingelt haben oder wussten Sie es Vorher?


Hat Ingwer diesen einfachen Satz in seinem ureigenen Kontext begriffen?
Wenn ja, dann stellt sich die Frage, wie er einen so banalen Kommentar verfassen kann!
Das tut hier aber nichts zur Sache...

Er sollte also mal anfangen, das darzulegen, was er zu sagen hat. Ansonsten macht eine Diskussion mit ihm keinen Sinn!
Letzte Änderung: von UlrichM.
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Aw: De septem secundeis ... 13 Jul 2011 21:48 #288

5447 : 286 = 19,0454545454545...

was ist daran erfreulich ?

voraussage
bei 500 beiträgen
werden wir uns bei ca 9500 aufrufen befinden
falls die 19 besucher das hier mitmachen
übrigens 19 : 2 = 9,5 permutation 5,9 -1 = 4,9
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Aw: De septem secundeis ... 14 Jul 2011 00:16 #289

die nur einen
einzigen Sinn und eine einzige Erklärung haben, ohne jegliche zweideutige oder verwirrende Berechnung:

Wo Nostradamus lügt, lügt er. So wahr war er halt.
Wenn er es hätte eindeutig haben wollen, hätte er nicht 2 verschiedene Chronologien im Brief an Henri II aufgezählt, bei deren Addition er nicht einmal das richtige Ergebnis ergibt.

1. Liste: 4757 Jahre bis Christus
2. Liste: 4091 Jahre bis Christus
Bei seienr Addition kommt er aber auf ungefähr 4173 Jahre, welches 540 Jahre von der Permutation und dem Beginn des julianischen Datums 4713 seines Erzfeindes Scaliger entfernt liegt.

Zufälligerweise ist die Differenz von 4757 - 4091 = 666.

Er vertauscht in der 2. Liste die masoretischen Bibeljahre 1056 von Adam bis Noah mit 1506 Jahren, genau 450 Jahre Differenz. Alles Permutationen, für diejenigen geschrieben, die die Spielregeln der Kabbala kennen und akzeptieren.

Die 4 : Pi Kabbala ist definiert als (1)273(24).
4713 - 273 = 4440 oder 1555 + 444 = 1999. 444 ist in der Kabbala der "halbe" Messias, der erst durch den zweiten Messias = 888 = Heerführer Israels erfüllt wird.

Beispielsweise hat Nolan den Vers 5/98 m.E. voraussichtlich beinahe richtig datiert: 21.7.2016.
Richtig wird wohl der 21.6.2016 JK = 4.7.2016 GK sein. Das Ende des Krebs kann nämlich rückläufig gemeint sein. Auch für diesen Vers gilt daher: Nichts Eindeutiges! Vorwärts oder Rückwärts? Trithemius zählte rückwarts. Anaragonisch bedeutet ebenfalls rückläufig!

Fazit: Nostradamus war zwei- und dreideutig und zudem in den meisten Versen so vieldeutig, dass sie wohl auf immer unentschlüsselt bleiben, selbst wenn man sie richtig zeitlich einordnen könnte. Auf jeden Fall aber liebte er chronologische Zahlenspiele!
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Aw: De septem secundeis ... 14 Jul 2011 01:27 #290

  • UlrichM
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Tuisto schrieb:

Wo Nostradamus lügt, lügt er. So wahr war er halt.
Wenn er es hätte eindeutig haben wollen, hätte er nicht 2 verschiedene Chronologien im Brief an Henri II aufgezählt, bei deren Addition er nicht einmal das richtige Ergebnis ergibt.


Nostradamus hat nicht gelogen. Nein - er hat aber das Notwendige getan, seine Perlen nicht den Säuen vor die Füsse zu werfen. Das bedeutet schlicht und ergreifend, dass man keine Chance hat, an sein "Eingemachtes" zu gelangen, wenn man seinen Spielregeln nicht folgt. Ob einem das in den Kram passt oder nicht...
Und ob er etwas "eindeutig" sagen wollte, habe ich in meinem Buch zur Genüge nachgewiesen.
Wollte er nämlich unbedingt... zwar etwas verklausuliert, aber doch unmissverständlich.
Aber er wollte mit Sicherheit nicht alles eindeutig überliefern. Warum? Das erklärt sich doch von selber!

Anaragonisch bedeutet ebenfalls rückläufig!


Wie das denn? Den Begriff "anaragonisch" werden Sie in keinem etymologischen Wörterbuch welcher Sprache auch immer auffinden - und schon gar nicht als astrologischen Fachbegriff. Dieser erklärt sich ausschliesslich in einem geschlossenen inhaltlichen Kontext, der wiederum ebenfalls nur zugänglich ist, wenn man die entsprechenden Parameter kennt und diesen folgt.

Fazit: Nostradamus war zwei- und dreideutig und zudem in den meisten Versen so vieldeutig, dass sie wohl auf immer unentschlüsselt bleiben, selbst wenn man sie richtig zeitlich einordnen könnte. Auf jeden Fall aber liebte er chronologische Zahlenspiele!


Von Verschlüsselung sollte an dieser Stelle überhaupt nicht erst die Rede sein, weil sich dieser Ansatz in über 450 Jahren als null und nichtig erwiesen hat.
Nostradamus' datierbare Botschaften mögen zwar sehr eigenwillig daher kommen, aber diese lassen immerhin erkennen, dass die Zukunft aus seiner Sicht bei weitem nicht so gestrickt sein wird, wie man das gerne hätte. Science-fiction ist nicht gefragt, wohl sehr viel mehr aber der Niedergang der heutigen industriellen Zivilisation. Alleine schon wegen dieser indirekten Ankündigung war es wert, dass sein prophetisches Werk all die Jahrhunderte überlebte. Und dass dieses überlebte, hat ausschliesslich mit der Art und Weise seiner Abfassung zu tun. Aus diesem einfachen Grund ist es als kurzsichtig zu werten, Nostradamus Lügen und weiss der Henker was noch alles zu unterstellen. Er hat getrickst, aber weiter auch nichts! Und weshalb sollte es nicht legitim sein, ein einzigartiges Werk mit den einfachsten, aber umso effektiveren Mitteln vor der frühzeitigen Zerstörung zu schützen?

Ist Ihnen beispielweise mal aufgefallen, dass Nostradamus' Prophezeiungen nie Eingang in den "index librorum prohibitorum" gefunden haben?

Autorenindex N

Weshalb? Weil selbst der Vatikan mit seinem Geheimarchiv Jahrhunderte zu beschränkt oder zu bescheuert war, seine Texte anhand seiner Spielregeln einer Analyse zu unterziehen, die eindeutige Aussagen zu Tage gefördert hätte. Ergo hielt man sein Werk für bedeutungs- und damit für wirkungslos. Wie sehr man sich doch täuschen kann...


Nach der "ersten Erschütterung der Menschhheit" werden alle Faktoren, die unsere Erde zu einem Schlachthaus und zu einer Müllkippe machen, nicht mehr vorhanden sein. Es wird bestimmt nicht das Paradies auf Erden ausbrechen, aber danach herrscht erstmal Ruhe. Wann aber ist mit diesem Supercrash zu rechnen? Wohl eher früher als später... je früher desto besser...! Meinetwegen auch zwischen 2016 und 2018. Aber in jedem Fall noch vor dem Jahresende 2020.

Beispielsweise hat Nolan den Vers 5/98 m.E. voraussichtlich beinahe richtig datiert: 21.7.2016.


Ray Nolan kenne ich nur durch seine Präsenz im Netz. Aber mich würde doch sehr interessieren wie und auf welcher Grundlage er das bewerkstelligte.


Ich schlage vor, Allrych und Berlinersalon einfach im Regen stehen zu lassen.
Denn der Moderator editiert sehr fair und prompt. Wozu sich noch mit Leuten rumärgern, die nichts weiter tun, als sich zum Kasper zu machen?
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Aw: De septem secundeis ... 14 Jul 2011 02:41 #291

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Tuisto schrieb:

... seines Erzfeindes Scaliger...


Ein allzu menschlicher und möglicher Grund für den schiefen Haussegen zwischen Nostradamus und Scaliger

Nostradamus vs Scaliger
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Aw: De septem secundeis ... 14 Jul 2011 21:49 #292

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@ Tuisto

Was halten Sie von der Aussage einiger bedeutender Bibliographen, dass Nostradamus' prophetisches Hauptwerk schon 1558 als Gesamtausgabe im Umlauf war - also acht Jahre vor seinem Tod? Ich habe diese Einlassung bis dato immer verworfen, da nie der Standort eines Exemplares benannt werden konnte.

Diese Einschätzung ist als höchstwahrscheinlich falsch zu werten, denn es gibt für die Richtigkeit der oben in Fage gestellten Aussage einen direkten Hinweis von jemandem, der Nostradamus alles andere als geneigt war!

Wie passt nun das Abfassungsdatum der Epistel Henry vom 27.06.1558 in Ihre computistischen und kabbalistischen Anschaungen?

Wo der Hinweis zu finden ist?

Google books ist kult
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Aw: De septem secundeis ... 14 Jul 2011 22:55 #293

Sicher muss man über die Google-Online Ressourcen dankbar sein!

Doch ein Lächeln kann ich mir auch zu "Unserer Dame" nicht verkneifen.
Dort wird immer so berichtet oder geschrieben, als ob die gute "Dame"
einige persönliche Schreiber oder Journalisten gedingt hätte, welche
fast jede Regung und Bewegung der "Dame" mitschrieben und anschliessend die
Wochenberichte in Druck gaben!
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 01:34 #294

Ich zitiere mal Ray Nolan:
„Scaliger beschimpfte Nostradamus später in öffentlichen Aufrufen „an das französische Volk“ als „nichtsnutzigen Juden“ und Scharlatan der übelsten Sorte. Er starb 74jährig, drei Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Nostradamus-Centurien (1558) . Bereits acht Jahre später folgte Nostgradamus seinem Erzfeind in die Welt des ewigen Schweigens (1566).

Sein Testament legt seine Natur sicherlich deutlicher offen, als all die beschönigenden Biographien, die später von seinem Sekretär und Cäsar geschrieben wurden: Nostradamus war ein pingeliger Erbsenzähler-Typ, autoritär, überdominant und selbst im Angesicht des Todes (das Testament wurde 16 Tage vor seinem Tod verfasst) noch bestrebt, seinem Ableben und dem Begräbnis etwas düster-Geheimnisvolles zu verleihen. Seine entsprechenden Anweisungen, wie und wo bestimmte Kerzen zu stehen haben, wie dick sie sein müssten, und dass sieben Bettler, je sieben Piaster zu bekommen hätten usw. kehren seinen Hang zur Selbstdarstellung eines „Wissenden“ doch sehr heraus.

Er starb als angesehener, gut situierter Millionär (im heutigen Sinne), aber gewiss nicht, als ein gern gesehener und geschätzter Zeitgenosse...“

Nostradamus war für viele Zeitgenossen und Spätere ein Lügner und Scharlatan.
Julius Scaliger, der ihn bestens kannte, hat dies in ganz Frankreich in seinem Schmähbrief verbreiten lassen. Übrigens waren sie beide stolze Streithähne und von ihrem Genie überzeugt. Deshalb ist es möglich, dass er zumindest die Centurien, die eine prophetische Schau vermuten lassen, überhaupt nicht selbst schrieb.

Ob der Vers I.35 tatsächlich vor dem Tod von Henry II. abgefasst wurde, bleibt fragwürdig.
Selbst wenn, deuten ihn Zweifler wie Adelung nicht auf dieses Turnier.
Nostradamus oder jene, die sich hinter ihm verbargen, war eben eindeutig zweideutig!

Nehmen wir zum besseren Verständnis sein Todesdatum: 1. auf 2. Juli 1566
Der erste auf den zweiten Juli ist der 182,5. Tag im Jahr, also genau das Halbjahr, auf das es den kabbalistischen Komputisten so sehr ankam, dass sie die Permutation 1582 zum zwingenden Jahr für die Einführung des GK erklärten, obwohl sich eigentlich keiner drum scherte.

1566 = 6 x 261.
261 ist eine Permutation von z.B. 126/ 216 und 1566 von 1656, dem masoretischen Sintflutdatum, welches in der LXX dem Jahr 2242 entspricht.
Daran sieht man, dass die angegebenen Sterbedaten irreal sind.

In einem weiteren, etwas schwerer verständlichen Gedankengang findet man:
1582 + 74 = 1656
1582 = 113 x 14 oder 7 x 226.
2242 – 226 = 2016.

Ray Nolan konnte nachweisen, dass Nostradamus ständig das Julianische Datum 4713, das Justus Scaliger, der berühmte Sohn von Julius Scaliger erst 1583, also lange nach seinem Tod veröffentlichte, permanent permutierte und als Schlüsselzahl in seine Verse einsetzte, in Kombination mit der damals allgemein verwendeten und bekannten FOX-Tabelle, das ist die lateinische Version der hebräischen Gematrietabelle.
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 15:24 #295

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Tuisto schrieb:

Nostradamus war für viele Zeitgenossen und Spätere ein Lügner und Scharlatan.
Julius Scaliger, der ihn bestens kannte, hat dies in ganz Frankreich in seinem Schmähbrief verbreiten lassen. Übrigens waren sie beide stolze Streithähne und von ihrem Genie überzeugt. Deshalb ist es möglich, dass er zumindest die Centurien, die eine prophetische Schau vermuten lassen, überhaupt nicht selbst schrieb.


Sondern Scaliger hat diese verfasst? Der selber im dringenden Verdacht steht, seine Biographie systematsich gefälscht zu haben, um mit einer adeligen Abstammung aufwarten zu können. Im übrigen liegt Scaliger im Müllhaufen der Geschichte vergraben, kaum jemand schert sich mehr um seinen Stellenwert als Gelehrter; von Nostradamus kann man das wohl nicht behaupten.
Aber sei's drum - in unserer Debatte sind einzelne Personen, deren Verhältnis zueinander sowie deren Biographien irrelevant. Denn im Mittelpunkt stehen Schriftwerke, die man nicht wegbeten kann.

Nehmen wir zum besseren Verständnis sein Todesdatum: 1. auf 2. Juli 1566
Der erste auf den zweiten Juli ist der 182,5. Tag im Jahr, also genau das Halbjahr, auf das es den kabbalistischen Komputisten so sehr ankam, dass sie die Permutation 1582 zum zwingenden Jahr für die Einführung des GK erklärten, obwohl sich eigentlich keiner drum scherte.


Das hört sich ja fast so an, als hätte Nostradamus seinen Todeszeitpunkt nach kabbalistischen Kritreien festgelegt. Und just zu diesem Zeitpunkt hat er sich dann vom Acker gemacht? Indiskutabel...! Und darüber hinaus hat er uns sein Werk mit weltliterarischer Bedeutung vermacht, an dem sich schon zig Generationen die Zähne ausbeissen. Der Mann muss echt Klasse gehabt haben!

Ray Nolan konnte nachweisen, ...FOX-Tabelle


Uninteressant, weil die gleiche Kategorie wie P. di Benuci alias Peter Kubina und viele andere mehr. Denn der modus operandi lautet bei diesen allen "Entschlüsselung!"

Aber bitte nochmal zu meiner Frage zurück... wie lässt sich das Abfassungsdatum der Epistel Henry kabbalistisch einordnen?
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 18:36 #296

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Ingwer schrieb:

Sicher muss man über die Google-Online Ressourcen dankbar sein!

Dort wird immer so berichtet oder geschrieben, als ob die gute "Dame"
einige persönliche Schreiber oder Journalisten gedingt hätte, welche
fast jede Regung und Bewegung der "Dame" mitschrieben und anschliessend die
Wochenberichte in Druck gaben!


Aha, diese Schreiber und Journalisten müssen aber erstaunlich lange gelebt haben. Noch erstaunlicher ist jedoch, dass diese gedungenen Schranzen noch Jahrhunderte nach dem Ableben "Unserer Dame" von dieser entlohnt wurden. Wenn da nicht mal so ein Unsterblichkeitspulver aus ihrer Hausapotheke im Spiel ist. Wenn Ingwer noch weiter gräbt, dann ist er auf dem besten Weg, eine Geheimgesellschaft auszuheben, die seit über 450 Jahren nur der einen Berufung nachgeht, alle Generationen kopfscheu zu machen und zum Narren zu halten.

Aber die wären mir allemal lieber als diese gottverfluchten skull and bones oder Bilderberg-Nazis.
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 18:57 #297

Aber die wären mir allemal lieber als diese gottverfluchten skull and bones oder Bilderberg-Nazis

Es wäre besser, wenn Sie Letztere hier nicht einbringen.
Bis jetzt ging es ganz gut ohne!

Aha, diese Schreiber und Journalisten müssen aber erstaunlich lange gelebt haben. Noch erstaunlicher ist jedoch, dass diese gedungenen Schranzen noch Jahrhunderte nach dem Ableben "Unserer Dame" von dieser entlohnt wurden. Wenn da nicht mal so ein Unsterblichkeitspulver aus ihrer Hausapotheke Spiel ist. Wenn Ingwer noch weiter gräbt, dann ist er auf dem besten Weg, eine Geheimgesellschaft auszuheben, die seit 450 Jahren nur der einen Berufung nachgeht, alle Generationen kopfscheu zu machen und zum Narren zu halten.

Ich hebe sicher keine Geheimgesellschaft aus!
Die Geschichtenmacher haben aber in einer Hinsicht meinen Respekt: Sie sind einfach gut!
Davon können Sie getrost ausgehen!
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 19:29 #298

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Ingwer schrieb:

Es wäre besser, wenn Sie Letztere hier nicht einbringen.


Aber das sind die aktuellen Geschichtemacher und es kommt doch fast einer "frohen Botschaft" gleich, wenn die begründete Hoffnung besteht, dass diese mit ihren one-world-Plänen ganz böse vor die Wand klatschen.

Die Geschichtenmacher haben aber in einer Hinsicht meinen Respekt: Sie sind einfach gut!
Davon können Sie getrost ausgehen!


Da müssen Hänsel und Gretel eben um einiges besser werden, wenn die ihr eigenes Geschichtsbuch zustande bringen wollen. Selbstverständlich wäre das dann die wahre Geschichte der menschlichen Wechsel- und Betriebunfälle.
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 20:36 #299

@UlrichM,

Da müssen Hänsel und Gretel eben um einiges besser werden, wenn die ihr eigenes Geschichtsbuch zustande bringen wollen. Selbstverständlich wäre das dann die wahre Geschichte der menschlichen Wechsel- und Betriebunfälle.


Vielleicht hat "Hänsel und Gretel" nur wenig Zeit gebraucht, um fündig zu werden.
Während Sie die besten Jahre ihres Lebens an "Unsere liebe Dame" verplempern!

Fast alle Teile sind verändert worden und findige Leute haben da noch ein paar
Centurien dazugemacht.

Wissen Sie überhaupt, was Centurien sind?
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Aw: De septem secundeis ... 15 Jul 2011 20:48 #300

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Ingwer schrieb:

Fast alle Teile sind verändert worden und findige Leute haben da noch ein paar
Centurien dazugemacht.


Und Sie wissen natürlich welche Leute das wann genau waren und die Kalküle, die dahinter stecken, kennen Sie bestimmt auch. Und wenn nur fast alle Teile, welche wurden dann nicht verändert?

Beweise oder Nachweise liefern, Ingwer... aber dieses Spielchen hatten wir doch schon ein paar Male. Wozu also Zeit verplempern?
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