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kaneh bosm - Ein bisher unbeachteter Faktor? 15 Mär 2020 09:59 #1

Liebes Forum

Ich lese hier seit Jahren von Zeit zu Zeit mit - was mich ursprünglich dazu bewogen hatte, waren die Parallelen in den Herrschaftsdynastien.
Sprich die "gespiegelten" Herrschaftszeiten in den verschiedenen Epochen.

Die Neugestaltung, mit den Slides zum Anfang, finde ich toll um das Themengebiet einfacher zugänglich zu machen.

Weswegen ich mich erneut in diesem Forum registriert habe, ist das "Kaneh Bosm" Thema.

Ich möchte eure Meinung dazu erfahren, denn dies ist aus meiner Sicht ein kompletter "game changer".

Kaneh Bosm, erstmals? aufgetaucht in der Tora im Kontext des heiligen Salbsöl (Holy anointing Oil).

Kaneh Bosm wird beispielsweise mit wohlriechendes Würzrohr oder Cannabis übersetzt. Darüber können sich Linguisten streiten.
Der Punkt ist, dem Öl werden viele medizinische Eigenschaft angedichtet, welche zu der aktuellen medizinischen Cannabis Forschung passen.
Cannabis ist eine der ältesten Kulturpflanze der Menschheit, Faser für Stoffe und Seile, Samen zum Essen, Harz für die Medizin.

Beispiel: Basilica Catedrale di Santa Maria Nouva di Monreale in Sicily, einfach mal die Mosaike anschauen
commons.wikimedia.org/wiki/File:Jesus_Healing_the_Blind.jpg

Die Theorie, dass Kaneh Bosm Cannabis ist, wird auch von den aktuellen Analyse der Mitren gestützt, wo gemäss chemischen Analysen Cannabis in schlecht belüfteten "Höhlen" als Ritual verbrannt wurde. Im modernen amerikanischen Sprachgebrauch redet man von Hotboxing.

Nun meine Überlegung:

Bestand das Salböl wirklich zu einem sehr grossen Teil aus Cannabis, muss davon ausgegangen werden, dass Cannabis eine unbekannt lange Zeit in der Vergangenheit ein "riesen Ding" gewesen sein muss. Und dies einen gewaltigen Einfluss auf die Elite sowie das normale Fussvolk gehabt haben muss.

Es wurden bekanntlich Geistliche, Könige, Kaiser und sonstige "Eliten" gesalbt.

Wenn dem tatsächlich so ist, vernachlässigt die "Geschichtsschreibung" sowie sämtliche vergangenheitsorientierte Forschung den Fakt, dass die frühere Elite (und wahrscheinlich auch das Fussvolk) grundsätzlich sehr gerne "stoned" war und das Thema Cannabis massiv war in der Vergangenheit.

Wenn dies tatsächlich der Realität entspricht, und es gibt sehr viele Indizien dafür, muss die gesamte kulturelle und geschichtliche Entwicklung der Menschheit auch unter diesem Aspekt neu beurteilt werden. Es wäre für mich auch eine gewisse Erklärung für die Vorliebe der "Zahlenspielereien" (schwer vereinfacht geschrieben).

Ich bin überaus gespannt ob Ihr diesen Aspekt bereits beleuchtet habt und zu welchen Schlüssen ihr gekommen seid.

Bin gespannt, beste Grüsse

Der Herr der Dinge (Nickname soll "Herr und Meister" über sein eigenes Schicksal hervorheben)

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kaneh bosm - Ein bisher unbeachteter Faktor? 16 Mär 2020 23:33 #2

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kaneh bosm - Ein bisher unbeachteter Faktor? 17 Mär 2020 17:35 #4

Vielen Dank Lemur für die Links

Leider bin ich der russischen Sprache nicht mächtig.
Ich habe die englischen Beitrage gelesen und kann Ihnen versichern, dass das Thema Cannabis keineswegs befriedigend abgedeckt wurde, es wurde nicht mal angekratzt.

Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass der Rauschaspekt sekundär ist.

Hashish und Cannabis sind nicht das selbe. Erstes ist das abgeschüttelte Harz der Pflanze, dieses Gut ist erst mit dem weltweiten Handel entstanden und deckt nur den "Rauschaspekt" der Pflanze, was dem Thema definitiv nicht würdig wird.

Ich verwende den Term Hanf, dieser zeigt die "3-Faltigkeit" dieser Pflanze auf. Wie bereits geschrieben: Faser für Seile, Stoffe etc. Samen als Nahrung und Blütenmaterial (oder dessen "Extrakt") als Rauschmittel.

Worauf ich hinaus will, in der ganzen "Geschichtsschreibung" ist Hanf praktisch inexistent.
Es gibt diverse Funde, beispielsweise in einem chinesischen Grab, datiert auf 2700 v.Chr., dann die Analysen aus dem Mythräen, Pfeiffen-Funde überall auf der Welt, welche mittels Massenspektrometrie asnalysiert wurden. Auch ein den (habe das Wort vergessen) Gefässen wo Weihrauch verbrannt wird, wurde festgestellt, dass Hash ein Bestandteil der Mischung war.

www.spektrum.de/news/mit-cannabis-ins-grab/975597
www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/w...en-auf-13746903.html

Die Pflanze hat sich von Tibet (vermuteter Ursprung) über die Zeit in die ganze Welt, zusammen mit der Menschheit, verbreitet.
Es ist davon auszugehen, dass Hanf eine der ersten Kulturpflanzen der Menschheit war, und wahrscheinlich die wichtigste überhaupt.

Hanfsamen decken einen sehr grossen Bedarf des menschlichen Nahrungsbedürfnisses, von Spurenelementen, Vitamine, Eiwiss und Fett.

Überall wo Menschen sind oder waren, wurde Hanf Kultiviert, dass war auch bis in den 20er Jahren weltweit der Fall.
Hanf war mit hoher Wahrscheinlichkeit der "Motor" der Menschheit, und dabei meine ich nicht den berauschenden Aspekt.

Auch die gesamte biblische Geschichte dreht sich zu einem grossen Teil um Hanf und dessen Kultivierung.
Wer mehr wissen möchte - Sula Benet
Aus dieser Perspektive macht es auch plötzlich Sinn, dass Herodes alle "Söhne" töten lässt - wenn er denn die Männlichen Pflanzen meinte, dies weil der Fokus von Nahrungsmittel (samen) zu Rauschmittel (Potente, unbefruchtete Weibliche Blüten) gewechselt wurde.

Auch die ganze 3-Faltigkeitsgeschichte fängt an Sinn zu machen, wenn man betrachtet, dass die Pflanze einen extrem hohen Stellenwert hatte.

Wenn ihr die vergangene "Realität" rekonstruieren wollt, kommt ihr auf keinen Fall an Hanf vorbei.

Das Thema steckt überall drin. Religion, Zivilisationsentwicklung, Schifffahrt, überall wo Seile gebraucht wurden, respektive gebaut wurde und wahrscheinlich überall, wo eine Kultur eine "spirituelle" Komponente hatte.

Und es wird komplett missachtet, dass elitäre Zirkel zugriff darauf hatten, der Rauschaspekt der Pflanze war in gewissen Zeiten der "Elite" vorenthalten.

Selbst das menschliche System ist mit der Pflanze verbandelt, der Mensch besitzt ein körpereigenes Endocannabinoid-System.
de.wikipedia.org/wiki/Endocannabinoid-System

Moderne Forschung vermutet, dass die Mehrzahl der Rezeptoren im Körper Endocannaboinoidrezeptoren sind, vertreten in Hirn, Haut, Darm etc.

Das System regelt beispielsweise in einem übergeordneten System den Cortisol-Haushalt. Der Körper schüttet bei stress Cortisol aus, Verzögerung hemmt das Endocannabinoid-System die Cortisol Ausschüttung, respektive setzt die Obergrenze an Cortisol im Blutspiegel fest.
Auch gibt es diverse Studien, die gewisse Krankheiten auf eine imbalance des natürlichen Endocannabinoid zurückführen, deshalb wahrscheinlich auch die medizinische Legitimation.

Versteht mich nicht falsch - ich will Hanf nicht auf ein Podest stellen oder jemanden zum Konsum anregen, keinesfalls!

Ich möchte euch einfach einen Blind-Spot aufzeigen. Denn wie auch immer die Geschichte/Chronologie war, Hanf war immer präsent und ist älter als die Menschheit.

Interessant für die Chronologie wären übrigens genetische Analysen der regional gezüchteten Hanf-Landrassen.

Hanf wächst überall auf der Welt, anhand der klimatischen Bedingungen entstanden Subtypen. Durch die bewusste Zucht (Samen für die nächste Saison von weiblichen Pflanzen mit wünschenswerten Eigenschaften) entstanden Pflanzen der Gattung Hanf, welche komplett andere Eigenschaften hatten.
Hier möchte ich auf die Nutzung als Rauschmittel eingehen.

In Nahrungsarmer Regionen wurden über die Jahrhunderte Pflanzen selektiert die einen hohen THCV Gehalt haben, der Konsum dieser Blüten schaltet den Hunger aus. Was komplett gegenläufig der allgemeinen Meinung zu Cannabis und Hunger ist.

In Gebieten, wo die Menschen stark zersiedelt sind, wurden vorwiegend Exemplare zur Zucht selektiert, welche eher müde und introvertiert machen.
In der Nähe von Ballungszentren wurden oftmals Exemplare weitergezüchtet, welche Anregen.

Alkohol kam irgendwann dazu - respektive das erlernen der Prozessicherheit bei der Herstellung von leicht alkoholhaltigen Getränken.
Ob Stonehehnge eine "moderne" Schnapsbrennerei war oder nicht ist ja auch noch ein offenes Thema...

Das Rauschmittel der Wahl war sehr lange Hanf oder Pilze mit einem Psylocibingehalt.

Ich hoffe, dass dies bei euch zu neuen Ideen und Ansätzen führt, denn Hanf war ein key Faktor der Menschheit und somit auch derer Geschichte und zwar bis zur Prohibition in den USA.
Und ich denke für euch am interessantesten, es gibt einen gewaltigen Gap zwischen "Hanf in der dokumentierten Geschichte" und den realen Tatsachen.

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Letzte Änderung: von Herr_Der_Dinge. Begründung: Kampf mit Autokorrektur

kaneh bosm - Ein bisher unbeachteter Faktor? 18 Mär 2020 19:44 #5

Warum schreiben Sie nicht die Wahrheit?

"Überall wo Menschen sind oder waren, wurde Hanf Kultiviert, dass war auch bis in den 20er Jahren weltweit der Fall.
Hanf war mit hoher Wahrscheinlichkeit der "Motor" der Menschheit, und dabei meine ich nicht den berauschenden Aspekt."

Natürlich war es genau der "berauschende Effekt", der aber nicht berauschend, sondern das Bewusstsein erweiternd war, der der Motor der Menschheit war.
Kein Schamanismus ohne halluzinogene Drogen. Kein Eleusis ohne diese Drogen. Keine Nacht im Pyramidensarg ohne Drogen.
Ich war oft genug in Indien und andern Ländern, und habe genügend eigene Erfahrung, um das mit absoluter Sicherheit sagen zu können.

Natürlich kann man aus Hanf sehr viel machen.
Aber der Motor für die Menschheit war und ist das THC.
Kein Silicon Valley ohne Hanf und bewusstseinserweiternde Drogen.
Depression und Drogen - ein unendliches Thema.

Vor allem aber beweisen Drogen eines:
Unsere Wahrnehmung von der sogenannten Realität kann sich jederzeit ändern.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

kaneh bosm - Ein bisher unbeachteter Faktor? 19 Mär 2020 08:27 #6

Tuisto schrieb: Vor allem aber beweisen Drogen eines:
Unsere Wahrnehmung von der sogenannten Realität kann sich jederzeit ändern.


Natürlich:
"Du siehst mit diesem Trank im Leibe bald Helenen in jedem Weibe."
oder: "Bauer Dümmel riecht nach Kümmel."

Kann man jetzt gut sehen: Die Regierenden sind alle so bekifft,
dass sie bereit sind im Namen von Husten Schnupfen Heiserkeit
alle Grundrechte außer Kraft zu setzen.
Und wo nicht, werden sie mit Online-Petitionen gezwungen.
Freiheit? nur noch in Ketten, bitte, äh... "on line".

So weit es bislang sichtbar ist, stecken hinter der Panik wohl
EDV-Fritzen wie Gates und hier Hopp, die mit ihren wohltätigen
Stiftungen in "Medizin" machen. Offenbar kaschieren diese alten Männer
ihre Angst vor dem Tode mit Allmachtsphantasien,
die ihnen Unsterblichkeit verleihen sollen.
Hat man auch bei Soros schon gesehen.

Aber zum Hanf: der war ja nicht überall zu haben:
Elefanten berauschen sich bekanntlich gern an gärigen MANGOS
Menschen nehmen auch Fliegenpilze, Branntwein usw.
Aus gärigem Honig macht man prima Met.
Einer meiner Vorfahren war Ziegeleibesitzer:
Ziegeleiarbeit war so hart, dass man sie nur mit Branntwein ertrug.
Wer nicht bei der Arbeit trank, wurde mit Sicherheit sterbenskrank
(kann aber auch so eine Einbildung gewesen sein, der Spruch
stammt von einem Betriebsarzt der Ziegeleigenossenschaft, also: Vorsicht).

Na, der Vorfahr verkaufte bald seine Ziegelei und wurde Destillateur in Berlin.
kaneh bosm war ihm mit Sicherheit unbekannt.

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Letzte Änderung: von prusak2.
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