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Verwirrung 25 Feb 2021 10:17 #1

  • Lukas
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Hallo zusammen, ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.

Wie ich gelesen habe kommen einige auch aus den neuen Bundesländern. Auch ich komme aus der Altmark.
Ich bin auf diesen Kanal gestoßen, schon vor Jahren, als es um die Schlacht im Teutoburger Wald ging. Die Argumentation ist für mich sehr schlüssig. Ich interessiere mich für die römische Zeit auch in Kroatien und für die Zeit der Tempelritter. Die Zeit der Römer ist relativ dokumentiert und man findet auch viel, aber nicht schlüssig. Über die Zeit der Tempelritter hingegen sind die Informationen sehr sparsam. Das Geschlecht der Anjou und die damit verbundenen Kreuzzüge ist mir nur teilweise zugänglich, besser gesagt schlecht.
Ich bin Dipl. Ing. und kenne mich mit Materialien sehr gut aus. Was mich so stutzig macht ist die Tatsache, dass die Römer (oder auch Kelten) über Verfahren der Herstellung verfügten, die erst viele Jahrhunderte später wieder zugänglich waren. Ich habe es bisher als dunkle Zeit bezeichnet. Es kann nicht allein die Völkerwanderung und deren Auswirkungen dazugeführt haben, dass das Wissen verloren gegangen sein soll. Hier kann irgend etwas nicht stimmen.
Somit bin ich dem Forum begetreten, um mehr Informationen zu bekommen.
Viele Grüße

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Verwirrung 04 Mär 2021 08:31 #2

Die Altmark ist ungefähr dort, wo auch ich wohne ;-)

Ich bin Dipl. Ing. und kenne mich mit Materialien sehr gut aus. Was mich so stutzig macht ist die Tatsache, dass die Römer (oder auch Kelten) über Verfahren der Herstellung verfügten, die erst viele Jahrhunderte später wieder zugänglich waren. Ich habe es bisher als dunkle Zeit bezeichnet. Es kann nicht allein die Völkerwanderung und deren Auswirkungen dazugeführt haben, dass das Wissen verloren gegangen sein soll. Hier kann irgend etwas nicht stimmen.
Somit bin ich dem Forum begetreten, um mehr Informationen zu bekommen.
Viele Grüße

Vielleicht geht es gar nicht um mehr Informationen.
Vielleicht sollten wir die "Zeit des Vergessens" einfach streichen.

In diesem Forum geht es selten darum, die Geschichte weiter auszuschmücken, indem Erklärungen für Ungereimtheiten gefunden werden.
Vielmehr führt das Aufdecken von "Ungereimtheiten" dazu, die zugrundeliegende Geschichte anzuzweifeln oder gänzlich in Frage zu stellen.

Mein Vorschlag?
Das Römische Reich und das Heilige Römische Reich waren ein und das Selbe.
Und auch das Heilige Römische Reich war etwas Anderes, als uns heute erzählt wird.
Folgende Benutzer bedankten sich: lemur++

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Verwirrung 04 Mär 2021 16:52 #3

  • Lukas
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Vielen Dank.
Ich habe schon verstanden worum es hier in dem Forum geht. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen, mich dem Chat anzuschließen. Sie sind alles kluge Köpfe, die viel hinterfragen und für mich schlüssige Resultate liefern.
Meiner Meinung nach ist es zu einfach ein paar Jahrhunderte aus der Geschichte zu streichen, das ist vielschichtiger zu sehen. Auf der einen Seite haben wir, wie hier gut dargelegt wurde, die Chronologie der Adelsgeschlechte, aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Gesellschaften, wie sie auch immer definiert werden. Es ist eine Tatsache, dass frühere Gesellschaftsformen in der Lage waren, Materialien herzustellen, Materialien voneinander zu trennen und Verfahren anzuwenden, die erst wieder in der jüngeren Vergangenheit möglich waren.
Man kann es auch gut an einem sehr populärem Thema der Münzprägung festmachen. Die gepägten Münzen wurde erst ab einem gewissen Datum (?) mit einer Dataierung versehen. Wie kann es dann sein, dass der Erhaltungszustand vermeindlich älterer Münzen deutlich besser ist (teilweise auch am gleichen Fundort).
Auch andere Artefakte zeigen Paralelen, deren Filigranität erst wieder in der Neuzeit erreicht wurde.
Das ist nicht mit einer Streichung von ein paar Jahrhunderten zu erklären. Vielmehr spricht es für einen quasi reset.

Viele Grüße
 

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Verwirrung 06 Mär 2021 17:26 #4

Da bin ich bei Dir Lukas.
Mit Illigs 300 Jahren kommen wir nicht weiter.
Wir haben nicht die geringste Vorstellung, wie die Welt vor 250 Jahren aussah.
Vieles spricht für einen Reset.
Aber wir haben das Problem, dass es für dieses Ereignis nichts in der schriftlichen Überlieferung gibt.
Wir wissen, dass ganz Nordasien völlig zerstört wurde und es gibt Hinweise, dass dies gerade einmal 200 Jahr her ist.
Wir wissen, das Afrika erst vor 200 Jahren neu entdeckt werden musste.
Nordwestamerika konnte erst vor 200 Jahren für uns erschlossen werden - warum?
Warum sind Rom und viele andere Städte Europas mit 10 Metern Schlamm bedeckt?
Offensichtlich kommt man nicht wieter, wenn man sich nur auf schriftliches stützt.

In der Altmark ist die Welt schon länger in Ordnung.
Hier haben wir ab etwa 1600 halbwegs verlässliches ;-)

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Letzte Änderung: von ron.

Verwirrung 14 Mär 2021 17:48 #5

  • Lukas
  • Lukass Avatar Autor
Hallo Ron, danke dir für deine Ansichten.
In meinen Beobachtungen gehe ich davon aus, dass wir eine Überlagerung von Ereignissen haben. Einmal eine eventuelle Naturkatastrophe und weiterhin eine Datenbereinigung. Wir wissen das es in der Geschicht viele Akte der Bücherverbrenngen gegeben hat. Wo viele antike Bücher die nicht religionskonform waren verbrannte oder vernichtet wurden. Dies zieht sich vielleicht auch bis in die Neuzeit hin, wie z.B. der Krieg gegen Jugoslawien. Hier wurden gezielt die Museen und Bibliotheken in Sarajevo oder Belgrad zerstört (auch bei you tube gibt es einige Dokumentationen darüber). Auch findet immer wieder eine Zensur in Wikipedia statt, bei der Namen einfach verschwinden.
Ich erwähnte eingangs das Thema der Tempelritter. Sehr interessant, wenn man das Offizielle ausblendet. Aufmerksam wurde ich darauf gemacht, dass ein altes Wappen bei Ausgrabungen gefunden und dieses dann als Marke für den Vertrieb von einem Produkt verwendet wurde. Dies wurde dann anwaltlich unterbunden. D.h. diese Kräfte sind noch immer am Wirken.
Die s.g. Naturkatastrophe, von der man ausgehen kann, auch dein Beispiel, dass viele Städte unter "Schamm". begraben sind. Oder warum liegen die alten Kirchen oder Burganlagen tiefer als die Umgebung. Auch gut zu sehen am Kloster unser lieben Frauen in Magdeburg. Weiter sind immer Ausgrabungen bzw. Baumaßnahmen fündig, die alte Befestigungsanlagen und Stadtmauern freilegen (Köln, Magdeburg). Für mich ist es auch sehr interessant warum viele Zufluchtsorte auf hohen Bergen zu finden sind (Keltenstadt bei Stuttgart). Ich habe einige Orte bereist, die nicht geschichtich erwähnt wurden, aber dennoch existieren. Eine Frage:"Haben die Römer im 4. oder 5. Jahrhundert Befestigungen oder Wohnanlagen auf Bergen errichtet?"
Die Altmark ist dagegen relativ gut nachvollziebar. Auch habe ich mit H.B. in meiner Schulzeit an einigen geologichen Ausgrabungen teilgenommen (Großsteingräber).
Viele Grüße

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