Neue Erkenntnisse zur Jesuskonstruktion

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10 Aug. 2021 09:31 - 10 Aug. 2021 09:32 #12451 von Tuisto
So warten denn all die Succubi,  Incubi und sonstigen Teufelchen auf CD, den wirkungsmächtigen Exorzisten, auf dass er sie austreiben möge und der Mensch wieder gottähnlich werde. Leider muss er noch bis 2235 warten, bis es dann endlich so richtig losgeht...

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26 Nov. 2021 16:43 - 03 Dez. 2021 22:58 #12471 von Tuisto
Zufälligerweise fiel mir nach über 10 Jahren ein Buch des Exorzisten CD wieder ein, worin er um 2008 die vergessene Kalenderreform von Cusanus - natürlich von ihm synochenmäßig interpretiert - neu herausgab. Ausgangspunkt für mich war ein Dialog mit Ulrich Voigt, wo es um die Frage ging, warum Hipparch das tropische Jahr nur um 1/300 bzw. um 1/304 kürzte, obwohl er eigentlich aufgrund von Beobachtungen des Frühlingspunktes über mehrere Jahrhunderte eher -1/150 hätte annehmen müssen. Ich erinnerte mich, dass Cusanus ebenfalls den Wert von Hipparch/Ptolemäus annahm, obwohl er es besser wusste.

Die Originaltexte:
Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie; das Zeitrechnungswesen der Völker : Ginzel, Friedrich Karl, 1850- : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive  (S. 390)
Des Claudius Ptolemus Handbuch der astronomie .. (sas.ac.uk)  (ab S. 144)

Ich fragte mich, weshalb Hipparch die Kürzung des 365,25 Tagejahres um 1/304 dem Mondlauf angepasst hat. Die Beobachtungen hätten doch über 300 Jahre 2 Tage Differenz zum 365,25 Tagejahr ergeben müssen. Gleiches gilt drei Jahrhunderte später für Ptolemäus. Wenigstens hätte die Beobachtung folgende ganztägige Berechnung für 304 Jahre = 3760 Monate ergeben müssen:
304 x 365,25 = 111.036 Tage
3760 X 29,53059 = 111.035 Tage,
diesen Wert nahm Hipparch - eigentlich unverständlicherweise - zugleich für das tropische Jahr.
Wenn aber die Beobachtung über rund 300 Jahre seit Meton (432 BC) oder Kallipus (330 BC) zwingend 2 Tage hätte ergeben müssen, hätte er noch 1 Tag abziehen müssen:
111.034 Tage für 304 tropische Jahre. => 365,24342 Tage mit einer Abweichung von ungefähr 0,00122 Tagen zum heute gemessenen Wert.
Man hätte erst nach rund 820 Jahren wieder schalten müssen.

Schließlich bewegt sich der Mond unabhängig vom tropischen Jahr.
Seine durchschnittliche synodische Umlaufzeit von ca. 29,53059 Tagen wird am 24-stündigen mittleren Sonnentag gemessen.
Das tropische Jahr hingegen ist die Differenz zwischen 2 Frühlingspunkten.

Chris Marx vertrat die Ansicht, dass möglicherweise tatsächlich nur 1 Tag gemessen wurde und dass das tropische Jahr wirklich etwa 365,25 - 1/304 dauerte. (=> 365,24671 Tage)
Erst im Zuge der mittelalterlichen Katastrophe, die er damals schon, wie Gunnar Heinsohn heute, in das 10. Jahrhundert setzte, wurde das Jahr auf etwa 365,2425 Tage verkürzt. Nach dem letzten großen Ruck um 1350, der mit der Pestepidemie einherging, hätte sich das Jahr auf ungefähr 365,2422 Tage eingependelt.

Auch bei Cusanus Vorschlag zur Kalenderreform, 1436 oder 1437 auf dem Basler Konzil vorgetragen, findet sich noch dieses Problem oder besser gesagt, diese Ungereimtheit. Wie konnte so ein gebildeter Mann den Wert -1/304 annehmen, wo er doch selbst 7 Tage seit Nicäa (bei ihm 340 AD) streichen wollte?
Das Äquinoktium gibt er für seine Zeit mit dem 12.3. an, ist sich aber nicht ganz sicher, ob nicht auch der 13.3. noch stimmt. Tatsächlich fiel das Äquinoktium von 1433 bis 1440 mehrfach schon auf den 11. März!

Jedenfalls käme nach Auslassung von 7 Tagen nach seiner Ansicht die Tag-und-Nachtgleiche in Richtung 19.3. oder vielleicht sogar 20.3. ab 1440 AD, womit wieder die Nähe zum 21.3. hergestellt wäre. Von 340 bis 1440 sind 1100 Jahre verflossen.
Die 7 Tage entsprächen 157 Jahren je 1 Tag Reduktion, also in etwa genau den 150 Jahren, die er als Mittelwert der verschiedenen Angaben hervorhebt. Er kannte aber den sehr genauen Wert der alfonsinischen Tafeln von geringfügig mehr als 365,2425 Tagen. Folglich hätte er auf ca. 134 Jahre je Tag Abweichung seine Berechnungen bezüglich der Anzahl der zu überspringenden Tage abstellen müssen. Diese Differenz von 134 Jahren zum Julianischen Kalender war schließlich schon den Erstellern der alfonsinischen Tafeln um 1250 klar! 365,2425 Tage wurden noch  als Grundlage für die GK-Reform verwendet, statt der neuen prutenischen Tafeln.

Cusanus wörtlich (in der Übersetzung von CD):
"...dass nach einer gewissen Zeit die Antizipation einen vollständigen Tag ausmacht, nämlich gemäß Ptolemäus in 300 Jahren, Nach Johannes de Sacrobosco in 288 Jahren, nach Alfons in annähernd 134 Jahren und nach Albategni in 100 Jahren. Soweit man aufgrund von Beobachtungen einen angenäherten Mittelwert erhalten kann, so rücken in 150 Jahren die Äquinoktien und Solstitien um einen Tag vor". Däppen S. 41

Sinnvollerweise hätte er daher 8 oder besser 9 Tage streichen müssen, um wieder in die unmittelbare Nähe des 21. März zu kommen. Nun kann man gut verstehen, dass er auch wegen der damit einhergehenden, möglichen Verschiebung der Wochentage, nur 7 Tage im Jahr 1439 streichen wollte. Zumal 1440, im neuen Adams- (Adam = 1-4-40) und Epochenjahr, am Freitag, dem 18.3. Vollmond war bzw. auch nach damaliger Berechnung gewesen wäre. Eine solche Berechnung liegt von ihm zwar m.W. nicht vor, dürfte aber in astronomischen Tabellen vorgelegen haben. Schließlich lief ja nicht nur die Sonne, sondern auch der Mond aus dem Ruder.  

Abgesehen davon, dass er schrieb, dass die Lateiner den 18.3. zur Zeit von Nicäa als Frühlingspunkt akzeptierten, (man beachte hierzu auch die Ostertafel des Hippolyt auf dem 1551 gefunden Marmorstuhl, die ebenfalls als frühesten Vollmond den 18.3. ausweist, Cusanus verweist auf seine 16-jährige Ostertafel mit Beginn "Jahr 1 Alexander") wäre durch die 7 Tage der Vollmond nun auf Freitag, den 25.3. gefallen. Das neue Äquinoktium wäre exakt der 18. März gewesen. Das entspricht der kirchlichen Lehre, wonach Jesus am Freitag, den 25.3. bei Vollmond gekreuzigt wurde und am Sonntag, dem 27.3. auferstand.

Der übersetzte Originaltext von Eusebius (angeblich um 340 AD) zur Mondtafel des Hippolyt:

"Sechstes Buch 22. Kap.
Die auf uns gekommenen Schriften Hippolyts.
Damals verfasste auch Hippolyt neben zahlreichen anderen Schriften das Buch über das Osterfest.
In demselben gibt er eine Chronologie und stellt einen 16jährigen Osterkanon auf, worin er die Zeitbestimmung mit dem ersten Jahre des Kaisers Alexander beginnt." 
Bibliothek der Kirchenväter (unifr.ch)

Obwohl die jährlichen Vollmonde von 1435 AD, dem wahrscheinlichen Abfassungsdatum seines Kalenderreformvorschlages, bis 1440 AD über die Epakten nicht genau zu berechnen waren, hätte er über die Epakten mit -5 x 11 = -55 Tage, von denen wiederum 30 Tage abgezogen werden müssen, den 18. März als Vollmond getroffen. 1435 war am 13.4. Vollmond. Abzüglich 25 Tage (-55 + 30 = -25) kam er zum 18. März.
(Die Oster-Vollmonde waren am: vom 12.4. auf den 13.4.1435 um Mitternacht !, 1.4., 22.3.,10.4.,30.3., =>18.3.1440)

Nur, wie konnte Cusanus, trotz besseren Wissens, dann doch für nur -1/304 plädieren?
Also für nur -3 Tage in Zukunft statt -7 Tagen in je ca. 900 Jahren?
Das ist mir ein Rätsel!

Anmerkung:
Cusanus spricht von einer bis dato ungeklärten Verschiebung des Mondzirkels in das Jahr 20 oder 21 BC.
Meines Erachtens bezieht er sich auf Abbo von Fleury, der wegen der im Zeitraum von 28 bis 34 AD unauffindbaren fides catholica eine Neuberechnung vornahm, die die Geburt Jesu in das Jahr 21 BC legt.

Die fides catholica, das katholische Glaubensbekenntnis im Hinblick auf  die Geburts- und Kreuzigungsdaten, sind:
"Kreuzigung am 25.3., Auferstehung am 27.3.", worauf auch Cusanus größten Wert legt, siehe seine neue Epoche 1440 und seine Angabe "VI Aprilis", die eine wunderbare Doppeldeutigkeit ist. Als VI. Cal. Aprilis ist der 27.3., der zweite Zeugungs- und Auferstehungstermin von Jesus gemeint, aber als 6. April die erste Zeugung von Jesu,  abends gegen 18 Uhr vom 5.4. auf den 6.4.(532 = 0 AD, lt. Exiguus) und die Geburt am 6.1.(533 = 1 AD, lt. Exiguus) Ab S.63:
Time and Eternity The Medieval Discourse (Auszüge).pdf 
Verbist, Peter, Duelling with the Past: Medieval Authors and the Problem of the Christian Era (c. 990-1135). - Free Online Library (thefreelibrary.com)
und
Duelling with the Past: Medieval Authors and the Problem of the Christian Era (c. 990-1135) (review) (researchgate.net)

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14 Apr. 2023 14:44 - 14 Apr. 2023 15:10 #12589 von Tuisto
Der De Pascha Computus von 243 hält viele Überraschungen bereit. Soeben ist es mir gelungen, ein altes Rätsel zu lösen.

Der Computus lag in 2 Fassungen vor: Codex Cottonianus und Codex Remensis (leider seit 1870 verschollen).
Glücklicherweise hat W. Hartels beide Texte gekannt, verglichen und etwa 1871 drucken lassen.
Der Codex Cottonianus legt die Schöpfung auf Sonntag, den 22. März und Mittwoch entsprechend auf den 25. März.

Erste Erkenntnis: Folglich wurde Adam im Codex Cottoninus am Freitag, dem 27.3. erschaffen, das Datum, an dem analog Jesus am Sonntag, dem 27.3.1 bei Vollmond gezeugt wurde. Auferstehungssonntag war dogmatisch daher ebenfalls der 27.3. (real 9.4.30 oder 5.4.33) in Anlehnung an die 10 siderischen Monate oder 273 Tage der Schwangerschaft.

Der Codex Remensis nennt für die Schöpfung Sonntag, den 25. März und, für die Erschaffung von Sonne und Mond, Mittwoch, den 28. März.

Beide Codizes nennen allerdings kein Schöpfungsjahr, sondern nur die Schöpfungstage mit lunaren Angaben.
Das war auch nicht notwendig, denn beide Schöpfungsjahre waren durch Hippolytus und Africanus spätestens seit etwa 221 AD bekannt:
Jesus wurde danach 5500 oder 5501 Jahre nach der Schöpfung gezeugt.

Das führt zu 2 Retrokalkulationen:
-5502 und -5500, Zeugung Jesu -1 oder +1 AD.
Unabhängig davon haben sowohl Africanus als auch Hippolytus -5502 als Schöpfungsjahr.
Genau diesen doppelten, himmlisch-kalendarischen Sachverhalt erklären uns die beiden Codizes des "De Pascha Computus" mit den unterschiedlichen Schöpfungszeitpunkten Sonntag 22. März versus Sonntag, 25. März.

Lösung 1; Codex Remensis:
nennt Sonntag, den 25.3. und von mir retrokalkuliert das Jahr -5502 als ersten Schöpfungstag und den Tag der Erschaffung von Sonne und Mond, Mittwoch, den 28.3.-5502 bezeichnet er als Luna XIV, die jedoch erst am Donnerstag, dem 29.3.-5502 als Vollmond und Luna XV in Erscheinung trat. Das stimmt mit der Mondtafel des Hippolyt überein, die ebenfalls Do, den 29. März -5502 als Vollmond ausweist, basierend auf der Ursprungs-Oktaeris von 216 bis 223 mit 8 tatsächlichen Vollmonden, hier konkret auf dem Jahr 218 AD und zyklisch auf dem Jahr 101 (= 322 AD) des Pinax, gerechnet über 52 x 112 = 5.824 Jahre; abzüglich 5502 = 322.

Strobel S.63 Texte zur Geschichte des frühchristlichen Osterkalenders:
„Nach Ps.-Cyprian geschah die Erschaffung des Mondes (fiktiv als Luna XIV) am Abend des Mittwoch (28. März) und zwar 11 ¼ Stunden nach der Erschaffung der Sonne, somit eine ¾ Stunde bevor diese erstmals unterging. Er trat aber al Luna XV in Erscheinung, wobei der 29. März (als Nacht-Tag-Hälfte) mit Luna XV in anzusetzen ist.“ (Es folgt die Berechnungstechnik der Oktaeteris)

Lösung 2; Codex Cottonianus:
Neumond war am Samstag, dem 21. März -5500! (-5500 wurde von mir ebenfalls retrokakuliert).
Hier tritt JHVH als Chronos/Saturn in Erscheinung, wie bei der Epoche Cäsars am Samstag, dem 2.1.-44 Neumond.
Schöpfungssonntag war der 22. März bei Neulicht.Jesus wurde am Mittwoch, dem 25. März -5500 präkonfiguriert, zusammen mit Sonne und Mond, ohne dass in diesem Fall Vollmond war.

Zweite Erkenntnis:
Die Komputisten erklären uns, dass die Jahre -5502 bis -5500 in der Schöpfungslehre koinzidieren.
Da wenige Jahre früher (um 160 AD) die jüdische Epoche -3760 und -3758 von Jose ben Halafta berechnet wurde, mit analogen julianischen Kalender- und Monddaten - wegen des Schaltjahres -3760 aber vermutlich ohne den Schalttag gerechnet oder, was hier ab und an diskutiert wurde, mit einer zweijährigen Verschiebung des julianischen Schaltzyklus - ist damit zugleich das Rätsel um die Zweijahresdifferenz bei der Schöpfungsgeschichte gelöst.   

Die Mondtafel des Hippolytus, die auf der Oktaeteris basiert, wurde aufgrund von Beobachtung für die Jahre 216 bis 223 mit realen Oster-Vollmonden konstruiert.
Sie hat 2 Saltus und damit 2 komputistische Anfänge: 21. März 216 und 5. April 220.
Dass der reale Mond 8 Jahre lang mit 2 Saltus den Zyklus abbildet, ist extrem selten. 
Da am 21. März 216 zugleich Äquinox war, hat man eine achtjährige Periode, die vermutlich einmalig in Jahrtausenden war.
Der Vollmond 5. April 220 korrespondiert mit dem Vollmond 5. April -5500 und der Vollmond am 29. März 218 findet seine Analogie im 29. März -5502.
Epoche der auf einem Marmorstuhl 1551 eingravierten Tafel ist Samstag, der 13. April 222, das Jahr der Kaiserkrnung von Alexander Severus, dem die Tafel gewidmet ist.

Da der oben beschriebene "De Pascha Computus" das Jahr des Exodus spiegelbildlich in das Jahr -1551 legt, könnte es sich bei beiden Mondtafeln um ein renaissancezeitliches, geniales Machwerk handeln. Beide Mondtafeln basieren auf der doppelten Oktaeteris und haben eine Länge von 112- Jahren. Der De Pascha Computus wurde 241 gestartet, 19 Jahre nach der Epoche 222 der Hippolytustafel. Dies lässt den Verdacht aufkeimen, dass der 19-jährige Zyklus bekannt war. Allerdings setzt der Pseudo-Cyprian genannte Autor den Vollmond nicht auf den 13. April, was danach richtig gewesen wäre und den Vollmond auch getroffen hätte, sondern auf den 12. April. Doch das soll hier nicht weiter beleuchtet werden. (241 AD + -1551 Exodus = 1792 Jahre; 1792 = 16 x 112, worin erneut die Konstruktionszahl 16 auftaucht. 1792 = 7 x 16 x 16!)

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14 Apr. 2023 17:50 #12590 von Allrych
Wer liest diese Ausführungen über den "Computus Paschalis"? - Niemand! - Weil niemand das Zeug versteht.

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14 Apr. 2023 18:21 #12591 von Tuisto
Ei der Daus, Du lebst ja noch!
Da bei Dir Geschichte maximal 50 Jahre zurückreicht, bist Du der Erste, der vor Anno Mundi geboren wurde.
Mein Glückwunsch!
PS: Wer den Computus nicht versteht, hat in der Chronologiekritik auch nichts verloren.
Dafür mag so jemand über Geschichte und Histörchen von Burgen dichten so viel er will.
Erzählungen werden noch immer gerne gelesen, braucht man dafür doch keinen Grips, allenfalls Durchhaltevermögen.

 

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14 Apr. 2023 21:41 - 14 Apr. 2023 21:47 #12592 von Tuisto
Ich hatte vergessen auf den seltsamen Umstand hinzuweisen, dass Anno Mundi -5502 bis Exodus -1551 eine Differenz von 3951 Jahren hat. Das aber ist als 18.03.-3951 (3952 BC) das Anno Mundi des Beda Venerabilis, oder der 1.1.1 AM Beda. 

Worum geht es? 

-3952 ist das Jahr 0 AM, in Analogie zum Jahr 0 des Dionysius oder des Jahres -38 der ERA.
-3952 war am Mittwoch, dem 5. April Neumond.-5502 war am Mittwoch, dem 5. April Vollmond.
-1551 (Exodus) war am Samstag (=JHVH) 27. März Vollmond, analog zur Zeugung Jesu am Sonntag, dem 27.03.1, Vollmond.
Heutige Juden setzen den Exodus in das Jahr -1312, mit Vollmond am 25. März, analog dem römischen Dogma im Hinblick auf Zeugung und Kreuzigung Jesu, andere setzen 1 Jahr später auf -1311, mit Vollmond Sonntag, 12. April bis Montag,  13. April, analog zur Epoche des Hippolytus 222 und zur römischen supputatio mit Kopfdatum 13. April 298.
-1311 Exodus und -311 Epoche der Seleukiden waren für die Juden zahlenmäßig immer eins.
-3951 war jedenfalls komputistisch am Sonntag, dem 25. März Neumond, wenn man über die Epakte 11 rechnet. (Tatsächlich fiel der Neumond auf den 26. März, wie bei Dionysius der Vollmond im Jahr 533, den er gleichfalls auf den 25. März 533 setzt.) 

Beda setzte auf ein Spiegelbild zum Vollmond oder er war der Ansicht, dass die Schöpfung zwischen Vollmond am Sonntag, dem 11. März und Neumond, am Sonntag, dem 25. März stattfand, weshalb er sein Schöpfungsdatum 18. März -3951 (3952 BC) setzte, wie Jesus zwischen Sonne/Vollmond und Mond/Neumond.

3952 = 13 x 16 x 19, das ist die Kombination von doppelter Oktaeteris mit dem Cyclus Decemnovenalis und der Einheit 13. (Achad = Einheit = 1-8-4 =13)
3952 = 26 x 8 x 19, das ist JHVH, der Schöpfer als 26, die unendliche 8 der Oktaeteris  (Jesous = 888)  und die lunisolare Zahl 19, die zugleich das unendliche Dezimalsystem generiert.

Beda wusste offensichtlich mehr, als wir uns gemeinhin vorstellen. Er griff offensichtlich auf die Lehre der Valentinianer zurück, die zahlenmystisch von dem Magier und Weiberheld Marcus/Markus/Markos optimiert wurde. Überliefert durch Irenäus von Lyon und Hippolytus, der die Oktaeteris für seine Mondtafel wählte!

Valentinianismus – Wikipedia
Valentinus – Wikipedia
Marcus Magus - Mystici Corporis (katholischglauben.info)
Die ganze Geschichte:  Bibliothek der Kirchenväter (unifr.ch)


  

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16 Apr. 2023 08:05 - 16 Apr. 2023 08:16 #12593 von Basileus
Ja, sehr interessant.

Nach offizieller Geschichte soll ja im 8. Jahrhundert Beda Venerabilis, der Vulgata-Bibel folgend (Übersetzung Hieronymus), 3952 v. Chr. für den Zeitpunkt der Erschaffung der Welt berechnet haben. Dort knüpfte dann etwas über 800 Jahre später, im 16. Jahrhundert, Joseph Justus Scaliger mit drei Jahren Unterschied an: 3949 v. Chr.

Die bekanntesten Weltanfänge (von denen es noch ein paar andere mit wenigen Jahren Abweichung gibt) lassen sich einfach mit Hilfe der beiden babylonischen Zeitrechnungen (Nabonasser 747 und Seleukos 311 v.Chr. - 2) und der Zahlen 1000 und 500 ineinander umrechnen.
Mit der Konstruktionszahl 529 geht das auch, aber mit der Korrektur der Nabonasser-Ära und nicht der Seleukos-Ära um 2 Jahre.
Das belegt natürlich deren Konstruktion am Schreibpult bzw. deren nachträgliche Umdatierung.

 
 Siehe zum Vergleich verschiedener Weltären auch meinen Artikel: “Die Konstruktion der Zeitrechnungen“

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16 Apr. 2023 14:02 - 16 Apr. 2023 14:30 #12595 von Tuisto
Eigentlich kaum zu glauben, dass die Historiker die konstruktiven Zusammenhänge nicht oder nur in Einzelfällen sehen wollen.
Es existieren bei den Ären und Epochen noch weitere Zusammenhänge, z.B. über die 16-jährige Mondzyklik des Hippolytus und des Pseudo-Cyprian, obwohl doch die Oktaeteris nach allgemeiner Lehrmeinung die Berechnung des Ostermondes sofort ins Absurde führt, während der 19-jährige Zyklus präzise ist. Das stimmt, aber jeweils nur für einen bestimmten Zeitraum.

Der 19-jährige Mondzirkel hat nach 304 Jahre (= 16 x 19!) eine Abweichung von -1 Tag. Es dauert 30 x 304 = 9120 Jahre, bis wieder Übereinstimmung mit dem Anfangszyklus herrscht. Folglich ist dieser in der kirchlichen Komputistik etwa seit dem 8. Jahrhundert ausschließlich verwendete Zyklus nur für maximal 300 Jahren zu gebrauchen, danach muss er neu justiert werden.

Anders hingegen der 16-jährige Zyklus, der auf dem achtjährigen aufbaut. Nach 16 Jahren erscheint der Vollmond 3 Tage später.
Nach 304 + 16 = 320 Jahren folglich -1 + 3 = +2 Tage später. 
Daraus folgt, dass sich der Mond nach 320 : 2 = 160 Jahren um 1 Tag verspätet.
Nach 3 x 160 = 480 Jahren haben wir wieder 3 Tage Verspätung.
Also ziehen wir 16 Jahre ab und kommen so zu 0 Tagen Verspätung nach 464 Jahren.
Die doppelte Oktateris führt also bereits nach 464 Jahren zur Anfangsphase zurück und ist damit für langfristige Mond-Prognosen wesentlich besser geeignet.
Darum ging es aber bei der Fixierung der Ären, die Jahrtausende von 0, 220 und 532 zurückliegen.

Wie ich noch beweisen werde, spielen auch die gleichen Voll- und Neumonde bei den Epochen der Ären eine gewaltige Rolle.

Schauen wir nun, wie diese Kenntnis der doppelten Oktaeteris von den Konstrukteuren der Ären genutzt wurde, indem sie oft auch 2 Startjahre benutzten.
Beispiele:
Die Byzantinische Ara hat 2 Epochen: 1.9.-5508 (5509 BC) und 1.9.-5507 (5508 BC) (Konstruktionsjahr ca. 650 AD)
Die alexandrinische Ära hat ebenfalls mind. 2 Epochen: 29.08.-5492 (5493 BC) und 25.3.-5491 (5492 BC). (Konstruktionsjahr 412 AD)
Das Chronicon Paschale nennt noch den 21.3.-5506 (5507 BC).
Die Differenz 5508 zu 5492 beträgt 16 Jahre.

Ausgangspunkt ist bei diesen Ären nicht das Jahr 0, sondern das Jahr 220 des Hippolytus.
220 + 5508 = 5728 = 358 x 16 (358 ist die Gematrie von Moshiach/Messias)
220 + 5492 = 5712 = 357 x 16

Älter soll das Anno Mundi 5500 von Africanus und Hippolyt sein. Es harmoniert aber nur mit Dionysius Exiguus Startpunkt 532 AD. (Konstruktionsjahr um 220)
532 + 5500 = 6032 = 377 x 16 = 13 x 29 x 16.

5199/5200 haben Eusebius und Hieronymus für die Geburt Christi. -5200 ist analog zum Jahr 0, mit Frühlingsvollmond am 7. April. (Konstruktionsjahr um 325 und um 378)
5200 = 325 x 16; Eusebius lebte in der Zeit von Nicäa 325 AD, zudem ist 325 eine Permutation von 235, 253 und 532.

3952 ist das Anno Mundi von Beda Venerabilis. -3952 ist sein Jahr 0 bzw. nach 3952 Jahren wird Jesus im Jahr 1 geboren. (Konstruktionsjahr um 725)
3952 = 247 x 16 oder 13 x 19 x 16.

3760 = 235 x 16, Die jüdische Ära greift die Zahl 235 auf, da 235 Monate = 19 julianische Jahre sind. (Konstruktionsjahr um 180)

1552 = 97 x 16 Exodus, 1551 vor 0 oder eben 1552 vor 1 AD. (Konstruktionsjahr 243 AD)

  752 = 47 x 16, Rom (Konstruktionsjahr erstes Jahrhundert BC)





 

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28 Apr. 2023 22:44 #12596 von *CD
Tuistos Episoden erinnern mich immer wieder an den Film Groundhog Day -mit dem Unterschied, dass der Film lustig war...
 

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29 Apr. 2023 09:23 - 29 Apr. 2023 14:10 #12597 von Tuisto

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