Die Königinnen von Frankreich im Hochmittelalter


 



Bei einem nicht konstruierten Ablauf der Geschichte wäre davon auszugehen, dass kein Zusammenhang zwischen den Namen der Königinnen und den Namen der Könige eines Landes besteht.

Die Wahl der zukünftigen Königin durch den König (oder dessen Eltern) geschah nach Quellenlage niemals unter dem Gesichtspunkt, dass es eine Dame mit einem bestimmten Namen sein muss. Die dynastische und regionale Herkunft der zukünftigen Königinnen ist zudem in Frankreich derartig unterschiedlich, dass darin auch keine Ursache für immer gleiche Namen gesehen werden kann.

D.h., es ist absolut unwahrscheinlich (im Klartext: unmöglich), dass bestimmte, wenige Namen von Königinnen über einen Zeitraum von Jahrhunderten hinweg gehäuft ausschließlich bei bestimmten Namen von Königen vorkommen, sonst aber nie.


Genau dies trifft aber für die Namen der Königinnen und Könige von Frankreich in der Zeit von 1060 bis 1322 zu. Bei diesen beiden Jahreszahlen fällt einem sofort das Wohlstrukturierte Mittelalter Frankreichs ein, mit seinen 2 x 131 Jahren von 1060 bis 1322. In dieser Zeit gab es, abweichend von der Zeit zuvor und danach, nur Könige mit den Namen Philipp und Ludwig, und zwar in jeweils genau abwechselnder Abfolge (mit Ausnahme von Johann I. 1316, der nur wenige Tage lebte und sich daher verständlicherweise auch keine Königin suchen konnte).

 

Französisches Hochmittelalter


Abb. 1: Das System der französischen Königsnamen. Zu Details siehe: http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=112:die-systeme-der-namen-der-roemisch-deutschen-und-franzoesischen-koenige-des-hochmittelalters&catid=30:2008-11-15-18-07-26&Itemid=116 unter Punkt 2.) 

 

 

Und jetzt zum eigentlichen Thema, den Königinnen Frankreichs im Hochmittelalter:

Königinnen Frankreich
Abb. 2: Die verheirateten Könige und Königinnen Frankreichs im Hochmittelalter in den 2 x 131 Jahren von 1060-1322, geordnet nach den beiden Königsnamen dieser Zeit. Aufgeführt sind hier auch Pippin III. bei den Philipps und Ludwig V. bei den Ludwigs, aus Gründen, die sich aus dem folgenden Text ergeben.

 

 

Die Ehefrauen Philipps I. hießen 1. Bertha und 2. Bertrada. Bertha wird teilweise (nach offizieller Geschichte "irrtümlicherweise") auch als Bertrada bezeichnet.


Die Frauen aus 1. Ehe bei Philipp II. und Philipp III. hießen Elisabeth (Isabelle). Elisabeth (Isabelle) ähnelt sehr "Bertha" (heutige slawische Kurzformen z.B. "Beta"). Das paßt dann zu Philipp I.


Die Frauen aus letzter (3. bzw. 2.) Ehe bei Philipp II. und Philipp III. hießen Maria.


Die Frauen aus 1. Ehe bei Philipp IV., V. und VI. hießen Johanna, wobei nur Philipp VI. (König ab 1328, also nach 1322) danach noch eine weitere Ehe einging, mit einer Blanche.


Blanche ist das Stichwort für die Ludwigs.


Die Frauen aus letzter (2. bzw. 3.) Ehe bei Ludwig VI. und Ludwig VII. hießen Adelheid.


Die einzige Ehefrau von Ludwig VIII. hieß Blanche.


Auch der Name der 1. Ehefrau von Ludwig VI., Lucia, ist von der Bedeutung her ("die Leuchtende") identisch mit Blanche. Blanc/blanche kommt vom germanischen blank/blangkaz, was "leuchtend" bedeutet (nach offizieller Geschichte über den Umweg des spätlateinischen blancus).


Die Frauen aus 1. Ehe bei Ludwig IX., X. und XI. hießen Margarethe.

 



Zusammenfassend: Die genannten Königinnen mit den Namen  Bertha/ Bertrada/ Elisabeth, Maria und Johanna haben als Ehegatten nur Könige mit Namen Philipp. Und die genannten Königinnen mit den Namen Blanche/ Lucia, Adelheid und Margarethe haben als Ehegatten nur Könige mit Namen Ludwig. Sowohl drei Könige mit Namen Philipp nacheinander als auch drei Könige mit Namen Ludwig nacheinander haben zudem mit Johanna und Margarete drei Königinnen mit identischen Namen. Darüber hinaus sind auch alle anderen Namen der Königinnen ausschließlich entweder bei Königen mit Namen Philipp oder Ludwig anzutreffen.

Ein solcher Zusammenhang ist in der Realität ausgeschlossen. Dazu kommt, dass diese unmögliche Konstellation gerade in der Zeit von 1060-1322 auftritt, die ja auch durch die Abfolge der einzigen Königsnamen Philipp und Ludwig gekennzeichnet ist. 

Wenn man noch Ludwig V. (König 986/987, also vor 1060) dazunimmt, dann stellt man fest: Seine einzige Ehefrau hieß Adelheid-Blanche, was perfekt zu den anderen Ludwigs passt.

Interessant sind auch die Parallelen von Philipp I. (1052-1108) und Pippin III.  (714-768), dem Vater von Karl dG, insbesondere was die Ehefrau(en) betrifft. Für Pippin III. wurden ganz offensichtlich die Ehefrauen von Philipp I. kopiert, oder umgekehrt. 

 

640px-Basilica di saint Denis Berthe 726-783
 

Abb. 3: Bertha und Pippin III. (714-768) in St. Denis
Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/54/Basilica_di_saint_Denis_Berthe_%28726-783%29.JPG/640px-Basilica_di_saint_Denis_Berthe_%28726-783%29.JPG
Autor: Sailko, Lizenz: CC BY 2.5

 

Warum nur sieht Pippin III. genauso aus wie Philipp I. ?

 

Philippe Ier

Abb. 4: Philipp I. (1052-1108) von Jean Du Tillet (16.Jh.)
Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d5/Philippe_Ier.jpg

 

Pippin ist m.A.n. ganz einfach eine altfranzösische Kurzform von Philipp. Bekannt sind die ganz ähnlichen italienischen Kurzformen Pippo von Philipp und Pippa von Philippa. Die französische weibliche Form ist Philippine. Da ist es zu Pippin nicht weit.


Philipp I. war zunächst mit Bertha von Holland (teilweise auch Bertrada genannt) und später mit Bertrada von Montfort verheiratet. Die einzige Ehefrau von Pippin III. wird in den Quellen entweder Bertha oder Bertrada genannt. Einige Quellen geben aber an, daß Pippin zuvor schon einmal verheiratet war (mit einer gewissen Leutberga), und mit der ersten Ehefrau fünf Kinder hatte. Philipp I. hatte nun mit seiner ersten Ehefrau auch fünf Kinder.


Das Lebensalter von 54 und 56 Jahren bei Philipp I. und Pippin III. ist natürlich auch recht ähnlich. Beide hatten auch einen Sohn mit Namen Karl mit einer Ehefrau Bertha. Der angebliche Karl vom Philipp verstirbt jedoch schon als Kind. Wenn man Karls dG Geburt 747 ansetzt (das neben 742 meist angenommene Geburtsjahr), dann wird der Karl von Philipp I. ebenso 33 Jahre nach seinem Vater geboren wie Karl dG.


Nach der Version mit Pippins erster Ehefrau soll diese von ihm verstoßen worden sein, und zwar einige Zeit nach der Geburt von Karl dG (was aber nicht zu der Version ohne Leutberga passt). Auch Philipp verstieß seine erste Ehefrau einige Zeit nach der (angeblichen) Geburt seines Sohnes Karl.


Auch das Verwandtschaftsverhältnis zu seiner Ehefrau ist sowohl bei Pippin III. als auch bei Philipp I. problematisch. Philipp trennte sich von seiner ersten Frau mit der Begründung, daß sie zu nahe verwandt wären. In Wirklichkeit waren es aber wohl Probleme mit den Liegemöbeln. Die Bertha soll nämlich so dick geworden sein, daß das Bett nicht mehr für beide reichte: "quad illa praepinguis corpulentiae esset, a lecto removit". Die Bertha vom Pippin ist zumindest als "Bertha mit dem großen Fuß" bekannt. Nach der  idealisierenden Abbildung 3 zu urteilen, war Pippins Bertha zumindest übergewichtig, wenn nicht mehr, und auch recht groß. Pippin und seine Frau heirateten zunächst nicht, weil es wegen der zu nahen Verwandtschaft rechtlich unzulässig gewesen wäre. Erst nach der Geburt des Großkarls erfolgte die Heirat.


Das ist jedoch noch nicht alles. Sowohl die Königin Bertha von Pippin III. als auch die Königin Bertha von Philipp I. hatten einen Vater mit Namen Floris. Bei Pippins Bertha ist es der Floris aus der Sage von Flor(is) und Blancheflor.

Diese und andere Sagen um Karl dG, seine Taten und Vorfahren, waren im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit  weit verbreitet. Die neuerdings in der Geschichtswissenschaft bekannten Urkunden, nach denen die Bertha von Pippin III. einen gewissen Heribert als Vater hatte (Heribert von Laon), kannte seinerzeit offensichtlich noch niemand. Warum hätte man sonst einen kompletten Sagenkreis um diese Figuren erschaffen sollen oder können (ähnlich wie die Sagen um die Nibelungen oder König Artus und seine Tafelrunde), wenn zu dieser Zeit eine nahezu komplett andere Version (die heutige offizielle Geschichtsversion mit dem "Vater Europas") schon schwarz auf weiß existiert hätte?

 

Floris ende Blancefloer Lg 68

 

Abb. 5: Floris und Blancheflor, der Sage nach die Großeltern von Karl dG, von Jan van Doesborch (ca. 1517)
Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Floris_ende_Blancefloer_Lg_68.jpg

 

Insgesamt sind es von 1060-1322 sowohl neun Königinnen bei den Philipps als auch neun Königinnen bei den Ludwigs.

 
Außerdem: Bei den fünf verheirateten Philipps und fünf verheirateten Ludwigs zwischen 1060-1322 gibt es auch Philipp-Ludwig-Paare wie bei den Amtszeiten (folgt im Anschluss):


1 x verheiratet: jeweils zwei Philipps und zwei Ludwigs,
2 x verheiratet: jeweils zwei Philipps und zwei Ludwigs,
3 x verheiratet: jeweils ein Philipp und ein Ludwig.


Philipp VI. und Ludwig XI. danach waren auch beide zweimal verheiratet.


Bei den Namen der Kinder wird auch nur aus einem begrenzten Namensvorrat geschöpft, so daß hier auch häufig Wiederholungen auftreten.


Bei den Königen mit Namen Karl (ab dem 14. Jh.) gibt es diese Regelmäßigkeiten übrigens nicht. Auch die späteren Ludwigs folgen dem Muster nicht mehr. Wie üblicherweise zu erwarten, tragen bei diesen die Königinnen unterschiedliche Namen.

 


Weiter geht´s ...


Die Philipp-Ludwig-Paare mit identischer Amtszeit zwischen 1059-1316 (ja, wieder die selbe Zeit!)
- Philipp I. und Ludwig VII.: 49 Jahre
- Philipp II. und Ludwig IX.: 44 Jahre
- Philipp IV. und Ludwig VI. 29 Jahre
haben mich zu einer weiteren spannenden Entdeckung geführt. 


Auch die danach liegenden Philipp VI. und Ludwig XI. sind jeweils für die gleiche Zeit König, nämlich jeweils 22 Jahre. Nimmt man die Zeit bis 1515 dazu, als Ludwig XII. ohne Nachkommen stirbt und es nach ihm für lange Zeit keine Könige mit Namen Philipp und Ludwig gibt, dann stellt man folgende erstaunliche Tatsache fest:


Es gibt in diesen Jahren zwischen 1059-1515 insgesamt jeweils sieben Könige mit Namen Philipp und Ludwig. Sowohl alle Philipps zusammen als auch alle Ludwigs zusammen sind insgesamt jeweils genau 166 Jahre König, also in der Summe jeweils gleich lang. In dieser Zeit (ab 1316) gibt es außerdem auch Könige mit anderen Namen, und zwar auch sieben (Johann I.-II. und Karl IV.-VIII.). 73 (+/- 1) Jahre zuvor beginnt die Kapetinger-Dynastie und 73 (+/- 1) Jahre danach endet die Herrschaft des Hauses Valois, einem Nebenzweig der Kapetinger, und die Bourbonen kommen an die Macht.

 

Frankreich Philipp-Ludwig Paare 1059-1515

Abb. 6: Philipp-Ludwig-Paare 1059-1515

 

Dies sind alles absolut unmögliche Regelmäßigkeiten, die nicht durch Zufall erklärbar sind. Die Konstrukteure der offiziellen Geschichte haben die Königinnen Frankreichs ziemlich lieblos zusammenkopiert. Auch die Anordnung der Könige folgt einem klar erkennbaren Konstruktionsschema.


Darüber hinaus hat es Frankreich nach offizieller Geschichte als einziges Land im Universum über einen Zeitraum von 328 Jahren fertiggebracht, dass jeweils immer der älteste lebende Sohn des amtierenden Königs dessen Nachfolger wird. Das ist die Zeit von der Gründung der Kapetinger-Dynastie 988 (Robert II., der Sohn von Hugo Capet) bis 1316 (der als Einziger aus der Namensreihe fallende Johann I. le Posthume).


Das ist vollkommen absurd und nur eine Idealvorstellung einer absolutistischen Monarchie, zurückprojiziert als erfundene Geschichte.

 

 

 

 

 

Literatur:

Auf eine Literaturliste wird an dieser Stelle verzichtet. Alle genannten Namen und Daten findet der interessierte Leser bei Wikipedia.

 

 

 

Mario Arndt, 14.2.2015

 

 

 

 

 

Wer war Karl der Große wirklich?

zuletzt geändert: Donnerstag, den 12. Juni 2014 um 14:58 Uhr (Text zu  Abb. 2 ergänzt)

 

 

"Nur die kleinen Geheimnisse müssen gewahrt werden, die großen bewahren sich selbst aufgrund öffentlichen Unglaubens."

Marshall McLuhan (1911-1980)

 

 

 

 Einleitung

  

Im Jahre 1328 kommt nach offizieller Geschichte in Frankreich eine neue Dynastie an die Macht. Mit Philipp VI. wird der erste Herrscher aus dem Hause Valois (Val d`Oise in Nordostfrankreich nahe Belgien), einem Nebenzweig der Kapetinger, gekrönt. Dieser wird nur durch das Salische Recht, das Frauen von der Erbfolge ausschließt, König.

Schön für Philipp, daß man das im Salischen Recht über 800 Jahre vorher so aufgeschrieben hatte. Zum ersten Male überhaupt in der Geschichte kam diese Regelung nämlich bei Philipp zum Einsatz.

  

Philipp VI. Ist auch der erste König nach dem französischen System der Königsnamen [Arndt 2010].

Karl III. => 3 x 131 Jahre karlslose Zeit => Karl IV.

Sehr schön ist dann auch, daß im Zeitraum, der die Jahre 1328-1589 umfaßt, also wiederum 2 x 131 Jahre, in Frankreich das Haus Valois an der Macht war.

Französisches Hochmittelalter

 Abb. 1: Das System der französischen Königsnamen. Man beachte, daß in der Antike und im Mittelalter die Abstände nicht nur mit den heute üblichen Differenzen gebildet wurden, sondern auch nach der Inklusivzählung, bei der das erste Jahr mitgezählt wird (gilt auch für Deutschland)

 

 

Das französische System der Königsnamen ist ja praktisch zeitgleich zum römisch-deutschen System [Arndt 2010]:

911: Ludwig (IV.)

=> 31 Könige mit 13 Namen ohne Ludwigs bis 1313

(und darin enthalten wohlstrukturierte 3 x 113 Jahre).=>

1314: Ludwig IV.

Deutsches Hochmittelalter2

Abb.2: Das System der römisch-deutschen Königsnamen. K steht für den Namen Konrad, H für Heinrich und L für Lothar. Es gilt die Reihenfolge der Krönungen, wenn es keine gab, die der Wahl. In der Salierzeit sind zwei Könige von den 4 in der Mitte keine Salier, und in der Stauferzeit ist ein König von den 5 in der Mitte kein Staufer. 

Jahresanfänge waren in Antike und Mittelalter nicht einheitlich. Bei einem einem rechnerischen einheitlichen Jahresanfang am 25.3. sind es exakt 113 Jahre von der Erhebung von Konrad I. (911) bis zur Krönung von Konrad II. (1024), von Konrad II. bis zur Krönung von Konrad III. (1137), und von Konrad III. bis zum Tod von Friedrich II. (1250), dem letzten der gekrönten römisch-deutschen Stauferkönige [Heinrich (VII.) war schon vorher verstorben]. Zu dieser Zeit ist auch Konrad IV. König (gewählt, aber nicht gekrönt).

Von 1250 sind es dann genau 3 x 113 Jahre bis 1589, dem Ende des Hauses Valois in Frankreich. Rückwärts gerechnet vom Anfang im HRR und in Frankreich 911-113 = 798 = 929-131. Beides zeigt die Zusammengehörigkeit beider Systeme, was natürlich auch durch das wiederholte Auftreten der Mirpzahl 13/31 offensichtlich ist.

Zu diesem konstruierten System gehören auch die Kaiser und ihre Namen: In der Zeit von 911-1313 gab es 13 vom Papst gekrönte Kaiser.
Die Anzahl der Kaiser insgesamt von Karl dem Großen (dem ersten vom Papst gekrönten Kaiser 800) bis zu Karl V. (dem letzten vom Papst gekrönten Kaiser 1530) ist auch 31. Diese 31 Kaiser hatten auch 13 verschiedene Namen.
In Aachen, Karls des Großen neuem Jerusalem mit dem neuen Salomo-Tempel (siehe folgenden Text) wurden seit Otto I. (936) insgesamt 33 ostfränkische und römisch-deutsche Könige gekrönt bzw. setzten sich danach symbolisch zum Zeichen, daß die Herrschaftsübernahme damit abgeschlossen war, auf Karls Thron. Der letzte war Ferdinand I. am 11.1.1531.  Diese 33 Könige hatten 18 verschiedene Namen. Das macht 33 x 18 = 594. Und von 936-1531 sind es 595 Jahre. Bei einem späteren Jahresanfang würde es auch hier exakt passen (dann liegt der 11.1 noch im Jahre 1530 und das Jahr der letzten Kaiserkrönung durch einen Papst ist identisch mit dem der letzten Königskrönung in Aachen).

 

 

  

 

  

  

Zweimal Herzog Ludwig von Bayern als König

und die Münzen

  

Der römisch-deutsche König Ludwig IV. der Bayer (1314-1347) prägt Münzen, die Duplikate französischer Münzen sind. Das geschieht über 400 Jahre, nachdem beide Reiche nach offizieller Geschichte getrennt wurden. Die Münzen Ludwigs IV. (und anderer Könige seiner Zeit sowie der Päpste in Avignon) sehen zudem wie eine direkte Fortsetzung von Münzen aus, die den Karolingern zugeschrieben werden, nur in besserer Qualität. Französische Münzen, die der Zeit zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert. zugeordnet werden, sind rar.

  

Münze, die dem französischen König Ludwig IX. (1226-1270) zugeschrieben wird

 

Abb. 3: Münze, die dem französischen König Ludwig IX. (1226-1270) zugeschrieben wird

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Louis_IX_gros_1266.jpg

Attribution: Classical Numismatic Group, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

Dazu identische Münze des römisch-deutschen Königs Ludwig IV. des Bayern

Abb. 4: Dazu identische Münze des römisch-deutschen Königs Ludwig IV. des Bayern (1314-1347)

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Louis_Bavaria_1314.jpg

Attribution: Classical Numismatic Group, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

Münze, die dem westfränkischen König Karl II. dem Kahlen (843-877) zugeschrieben wird

Abb. 5: Münze, die dem westfränkischen König Karl II. dem Kahlen (843-877) zugeschrieben wird

Quelle:   http://en.wikipedia.org/wiki/File:Denier_de_Charles_II_le_Chauve.jpg

Autor: cgb.fr, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

(Folgende Münze bitte anklicken!) 

  http://ww2.smb.museum/ikmk/object.php?id=18205316&size=0&content=0&side=1 

In typisch karolingischem Stil auch die ersten päpstlichen Münzen aus Avignon im. 14. Jh. (nachdem angeblich bereits von ca. 790-980 die Päpste in Rom Münzen geschlagen hatten. Erste Münzen in Rom danach, aber nicht päpstlich, werden 1203 geprägt, mit den Inschriften "Roma Caput Mundi" oder "S.P.Q.R"). Aus der Zeit, in der die Päpste angeblich den Höhepunkt ihrer Macht hatten, gibt es also keine päpstlichen Münzen.

 

 

Nach der Teilung des Frankenreiches 843 regiert ein bayerischer Herzog Ludwig als ostfränkischer König 33 Jahre lang, mit einem Nachfolger Karl. Und ab 1314 regiert ein bayerischer Herzog Ludwig als römisch-deutscher König 33 Jahre lang, mit einem Nachfolger Karl.

Da drängt sich einem förmlich der Verdacht auf, daß es sich bei den beiden bayerischen Herzögen und Königen Ludwig um ein und dieselbe Person handeln könnte (darüber hinaus sind weitere Parallelen wichtig - diese werden nachfolgend behandelt). Die Ähnlichkeit der Porträts ist unübersehbar. Die Front- und die Seitenansicht passen zueinander. Man beachte auch das für Ludwig typische lockige Haar.

  

Siegel des ostfränkischen Königs Ludwig II. des Deutschen (840/843-876)Grabplatte des römisch-deutschen Königs Ludwig IV. des Bayern (1314-1347) von 1468

  

 

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Abb. 6: Siegel des ostfränkischen Königs Ludwig II. des Deutschen

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ludwig_der_Deutsche.jpg

und

Abb. 7: Grabplatte des römisch-deutschen Königs Ludwig IV. des Bayern von 1468

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ludovico_il_Bavaro.jpeg

Autor: Giorces, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

  

  

  

Eindeutige Parallelen mit gleichem Zeitabstand

  

Betrachtet man jeweils die Zeit davor, so erkennt man verblüffende Übereinstimmungen im gleichen und ähnlichen Zeitabstand zu 843/1314 (471 Jahre):

  

1)

König Karl I. aus Franken, auch genannt “der Große“, stirbt 814, und

König Karl I. von Anjou, auch genannt “der Große“, auch Regent von Frankreich, stirbt 1285

    • Abstand 471 Jahre

  

2)

König Karl I. aus Franken, auch genannt “der Große“, wird Weihnachten 800 vom Papst in Rom gekrönt, und

König Karl I. von Anjou, auch genannt “der Große“, auch Regent von Frankreich, wird (orthodoxes) Weihnachten 1266 vom Papst in Rom gekrönt

    • Abstand 466 Jahre

Parallelen Ludwig3

Abb. 8: Die Parallelen im Abstand von 466/471 Jahren im 8.-10. und 13.-14. Jahrhundert. Oben Rom/Italien und Frankenreich, unten Rom/Italien und Heiliges Römisches Reich

 

 

Nach Karl dem Großen hatte es in Frankreich und Deutschland über 400 Jahre gedauert, bis ein anderes Herrschergeschlecht den Namen Karl übernahm, bis zu Karl I. von Anjou (1226-1285, König von Sizilien) aus der französischen Kapetinger-Dynastie (Ausnahme: Angeblich soll König Philipp I. um 1085 seinen dritten Sohn Karl genannt haben. Dieser verstirbt jedoch schon als Kind. Na ja, wer´s glaubt …).

Erster König mit Namen Karl ist in Frankreich wie in Deutschland (Heiliges Römisches Reich) ein Karl IV. im 14. Jahrhundert.

  

 

Beim gemeinen Volk ist Karl der Große aber offensichtlich erst im 17. Jahrhundert angekommen. Eine wachsende Beliebtheit des Namens Karl kann nämlich erst seit dieser Zeit festgestellt werden. Und dies, obwohl es seit Jahrhunderten üblich war, daß bei der Namensvergabe Namen von Herrschern und Heiligen einen hohen Stellenwert hatten und nach offizieller Geschichte Karl der Große sowohl ein berühmter Herrscher als auch ein Heiliger war. Z.B. findet man unter den 1000 Studenten der Universität Köln im 14. und 15. Jahrhundert keinen einzigen Karl [Bach, S. 351].

  

 

Was den Zeitabstand von 466 Jahren im Zusammenhang mit dem Papst in Rom darüber hinaus interessant macht, ist folgende Übereinstimmung bei den Päpsten [siehe auch Arndt 2012b]:

  

1.)

Erster gotischer Papst Bonifatius II. 530,

Erster deutscher Papst Gregor V. 996

  • Abstand 466 Jahre

  

2)

Zweiter gotischer Papst Pelagius II. 579,

Zweiter deutscher Papst Clemens II. 1046

- Abstand 467 Jahre

  

Darüber hinaus gibt es weitere auffällige Übereinstimmungen im ähnlichen Zeitabstand [Arndt 2012a, S. 145 ff.], auch in der äthiopischen Geschichte. Für diese hatte bereits O.Neugebauer festgestellt, daß sich in der äthiopischen Geschichte Herrscherdaten im Abstand von 456 Jahren wiederholen.

“Of central importance is the fact that one finds for many Ethiopic reigns two widely differing dates, always 456 years apart.“

[Neugebauer, S. 55; siehe auch Topper 1994, Abschnitt "Äthiopien"]

  

  

 

  

Die Karolinger und das biblische Israel

  

Was jetzt die äthiopische Geschichte für Karl den Großen und die Karolinger so interessant macht, ist die Tatsache, daß neben der ähnlichen zeitlichen Differenz dort auch die Bezugnahme auf das biblische Israel eine entscheidende Rolle spielt, genauso wie bei den Karolingern.

Der äthiopische König Yekuno Amlak (auch "Tasfa Jesus" genannt) gilt als Begründer oder Wiederhersteller der Salomonischen Dynastie. Je nachdem, ob man von der Antike in die Zukunft rechnet oder aus der Neuzeit zurück, liegt Yekuno Amlak entweder in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert oder im 8. Jahrhundert, mit namensidentischen Vorgängern und Nachfolgern.

Es gibt unter den Königslisten zwei mit einer königslosen Zeit von 250 Jahren vor Yekuno Amlak. Neugebauer [S.123] übersetzt den Text mit

"kingdom taken away for 250 years,

restored by the Lord, remembering David, through Yekuno Amlak".

  

Das Königtum wurde also in Erinnerung an (den alttestamentlichen König) David wiederhergestellt.

  

Sein Nachfolger war König Salomon I., so wie im biblischen Israel auf David Salomon folgt.

  

Jedoch wurden die in die Vergangenheit projizierten äthiopischen Könige nicht mit weiteren "Quellen" ausgestattet, so daß heute keiner daran zweifelt, daß es sich um ein und dieselben Personen handelt, und die Verdopplung nur ein Chronologiefehler ist. Neugebauer nimmt hier einen Fehler durch einen kompletten Osterzyklus (532 Jahre) in Kombination mit einer Verwechslung der Diokletian- mit der Gnadenära (76 Jahre) an.

  

Die Konstruktion mit der Bezugnahme auf das biblische Israel ist aber genauso offensichtlich wie bei den Karolingern. Der Zeitraum der ersten drei karolingischen Könige Pippin, Karl und Ludwig ist von den alttestamentlichen Büchern Samuel und 1. Könige inspiriert worden, und damit den ersten drei Königen von Israel vor der Teilung, Saul, David und Salomo.

  

 

Bereits Fomenko hatte die Könige der Reiche Israel und Juda nach der Teilung Israels ca. 931 v.Chr. und die Könige des Heiligen Römischen Reiches vom 10.-13. Jh. miteinander verglichen. Die Karolinger-Zeit davor hat er jedoch nicht behandelt bzw. nur im Zusammenhang mit der antiken Römerzeit gesehen [Fomenko 2003, S. 280 ff.].

  

Daß Karl der Große die Franken mit den alten Israeliten verglichen, und sich selbst als neuen David gesehen haben soll, ist nicht neu [für einen Überblick siehe z.B. Knauer]. Die tatsächlichen Parallelen gehen aber darüber hinaus, und sehen eher wie eine Geschichtskonstruktion aus.

  

 

Als erster Herrscher Israels wird Saul vom höchsten Priester gesalbt. Die ersten drei Könige Israels waren Saul, David und Salomo (=der Friedfertige). Danach folgte die Teilung des Reiches.

Als erster Herrscher der Karolinger wird Pippin vom höchsten Priester (Papst) gesalbt. Bei den Karolingern waren die ersten drei Könige Pippin, Karl und Ludwig der Fromme. Danach folgte die Teilung des Reiches.

  

Tabelle 1

Tab. 1: Vergleich Israels mit dem Karolingerreich und dem Heiligen Römischen Reich.

  

  

  

  

Karl I. von Anjou und Karl I. von Valois

  

 

Die "karolingische Erneuerung" des 13. Jh., beginnend mit Ludwig dem Löwen (wenn es den überhaupt gab), der den ersten Karl nach den Karolingern zeugt (Karl I. von Anjou), entspricht dann der "karolingischen Erneuerung" des 8.Jh.

Einen weiteren Karl gibt es zu dieser Zeit mit Karl I. von Valois. Dieser ist Stammvater des Hauses Valois, und damit aller Könige von Frankreich von 1328 (Philipp VI.) bis 1589. Er war nach offizieller Geschichte (Titular-)Kaiser von Konstantinopel, (Titular-)König von Aragon, zeitweise Regent von Frankreich sowie Statthalter in Italien usw. Er führte gerne und oft Krieg in allen genannten Territorien. Das verbindet ihn mit Karl dem Großen. Das Sammeln von Titeln schien eine Art Hobby von ihm zu sein, oder seine Hauptbeschäftigung.

  

Die Urgroßmutter von Karl I. von Valois hieß übrigens Blanche und kam aus Spanien (wobei sowohl Großvater als auch Urgroßvater den gleichen Namen Ludwig tragen). Der Sage von "Flor und Blancheflor" nach war Blancheflor die Großmutter von Karl dem Großen und stammt aus Spanien.

Blanche von Kastilien war die Frau von König Ludwig dem Löwen (1187-1226), mit dem nach offizieller Geschichte die karolingische Erneuerung begann – und er zeugte den ersten Karl. Sie ist die Mutter von Karl I. von Anjou, dem ersten Karl nach den Karolingern, welcher damit Großonkel von Karl I. von Valois ist. Karl Martell als erster Karolinger war Großvater von Karl dem Großen.

  

 

Diese Statue von Karl I. von Valois (1270-1325) paßt ausgezeichnet zu den Carolus-Münzen:

  

Kopf der Statue von Karl I. von Valois in St. Denis (Grab)

Silberpfennig, Abbildung von KAROLUS IMP AVG (Karl dem Großen zugeschrieben)

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Abb. 9: Kopf der Statue von Karl I. von Valois in St. Denis (Grab)

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Basilica_di_saint_Denis_Carlo_di_Valois_01.JPG

Autor: Sailko, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

und

Abb. 10: Silber-Denier, Abbildung von KAROLUS IMP AVG (Karl dem Großen zugeschrieben)

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Charlemagne_denier_Mayence_812_814.jpg

Autor: PHGCOM, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

Karl von Dürer

Abb. 11: Karl der Große von Albrecht Dürer (1510). Dieses Bild unterscheidet sich noch von späteren Phantasie- und Idealbildern, entspricht aber perfekt den Porträts auf den Münzen, die Karl dem Großen zugeschrieben werden, sowie der Statue von Karl von Valois

Quelle: http://www.fantomzeit.de/wp-content/uploads/fried011.jpg

 

  

 

Karl I. von Anjou (1227-1285) dagegen sieht Karl Martell täuschend ähnlich. Er hat ein kantiges Gesicht im Gegensatz zum runden Gesicht von Karl I. von Valois und Karl I. dem Großen. Auch die Nase und das Kinn haben praktisch die gleiche Form, wenn man sich den Bart wegdenkt. Interessanterweise ist sogar der Haarschnitt identisch.

  

Statue Karl von Anjous von Arnolfo di Cambio

Kopf der Statue von Karl Martell in St. Denis (Grab)

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Abb. 12: Statue von Karl von Anjou

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karl_von_Anjou.JPG

und

Abb. 13: Kopf der Statue von Karl Martell in St. Denis (Grab)

Quelle:   http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karl_Martell.JPG

Autor: J. Patrick Fischer, Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

  

  

  

  

  

  

Dazu paßt, daß es im 13. Jh. auch noch einen weiteren Karl von Anjou gab, Karl Martell (1271-1295), nach offizieller Geschichte Enkel von Karl I. (vielleicht mit diesem identisch ?). Er war auch König von Sizilien und gekrönter König von Ungarn, konnte sich dort aber nicht durchsetzen, so daß er heute nur als ungarischer Titularkönig gilt.

  

 

Der König (REX) und Kaiser (IMP AVG) Karl I. von Valois (1270-1325), der Stammvater aller französischen Könige nach ihm bis 1589, entspricht also Karl dem Großen. Sein Großonkel Karl I. von Anjou (der erste französischstämmige König mit Namen Karl) ist das Modell für Karl Martell, dem ersten Karl überhaupt und Großvater von Karl dem Großen.

Die Rückprojektion der Daten von Karl I. von Anjou und Karl I. von Valois auf Karl Martell und Karl den Großen erfolgte nicht immer 1:1 (bekanntermaßen werden auch in der Geschichtsschreibung Karl Martell und Karl der Große nicht immer scharf getrennt). Zwei wichtige Lebensdaten von Karl I. von Anjou passen in das Raster 466/471 Jahre Differenz zu Karl dem Großen, die Krönung und der Tod. Vom Aussehen her ist er allerdings Karl Martell äußerst ähnlich, während gleichzeitig Karl I. von Valois dem großen Karl auf den Münzen und dem Dürerbild von 1510 verblüffend ähnlich sieht und auch nur als Kaiser (IMP AVG) in Frage kommt.

  

Der Vater von Kaiser Karl I. von Valois hieß Philipp, ebenso sein ältester Sohn. Der Vater von Karl dem Großen hieß Pippin, ebenso sein ältester Sohn. Pippin ist m.A.n. ganz einfach eine altfranzösische Kurzform von Philipp, vgl. auch ital. Kurzform Pippo, bzw. Pippa zu Philippa, und weibl. Philippine. Karl I. von Valois hat zudem eine Mutter mit Namen Elisabeth (Isabella), was "Bertha", der Mutter von Karl dem Großen ziemlich ähnelt (heutige slawische Kurzformen z.B. "Beta"). (Ur-)Großmutter Blanche(flor) aus Spanien bei beiden wurde ja bereits erwähnt. Bei den nicht ganz buchstaben-identischen Namen muß man beachten, daß die Namensschreibung früher nicht standardisiert war (z.B. findet man für Lothar auch die Schreibweisen Luther, Lutter, Chlotar, Clotaire usw. und Personen mit Namen Arnulf werden woanders Arnold geschrieben usw.).

  

Tabelle 2

Tab. 2: Die Zusammensetzung der Lebensdaten von Karl dem Großen

  

  

Somit wäre die von H. Illig seinerzeit aufgeworfene Frage Hat Karl der Große je gelebt?“ sowie die damit zusammen hängende Frage, wem dann die ihm derzeit zugeordneten Überreste gehören sollen, beantwortet. Die Krone und das Schwert von Karl dem Großen sind ja schon seit langem als Fälschungen entlarvt bzw. als einer anderen Zeit zugehörig befunden worden. Das Wenige, was an Gebäuden überhaupt noch in Frage kommt, kann der Römerzeit bzw. dem Hoch- bis Spätmittelalter zugeordnet werden, wie schon andere Autoren ausführlich erörtert haben. Was die Münzen betrifft, so ist die Einordnung in die Zeit des 13./14. Jahrhunderts naheliegend und schlüssig, wie bereits zu Anfang dargestellt wurde (dies wird vom Autor noch vertieft werden). Mit den “Grandes Chroniques de France“, des entscheidenden mittelalterlichen Werkes zur französischen Geschichte, wurden dann die Quellen für diese Zeit zusammengestellt.

  

  

  

  

  

  

  

  

Dies ist ein etwas umgearbeitetes Kapitel aus der Neuauflage und endgültigen Endversion des “Wohlstrukturierten Mittelalters“, die wohl noch dieses Jahr erscheint.

Mario Arndt (28.05.2014)

  

  

  

  

Literatur

  

Auf eine ausführliche Liste wird an dieser Stelle verzichtet.

Arndt, Mario (2010): Die Systeme der Namen der römisch-deutschen und französischen Könige des Hochmittelalters : http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=112:die-systeme-der-namen-der-roemisch-deutschen-und-franzoesischen-koenige-des-hochmittelalters&catid=30:2008-11-15-18-07-26&Itemid=116 

Arndt, Mario (2012a): Das wohlstrukturierte Mittelalter; Norderstedt

Arndt, Mario (2012b): Die wohlstrukturiete Papstliste :   http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=128:die-wohlstrukturierte-papstliste&catid=30:2008-11-15-18-07-26&Itemid=116

Bach, Adolf (1943): Die deutschen Personennamen; Berlin

Fomenko, Anatoli (2003-2006): History: Fiction or Science, Paris/London/New York

Illig, Heribert (1996): Das erfundene Mittelalter – Hat Karl der Große je gelebt?; München

Knauer (2014): Das Christentum und die politische Ordnung :   http://www.st-paulus-dom.info/dombibliothek/kdg/politische_ordnung.htm

Neugebauer, Otto (1989): Chronography in ethiopic sources; Wien

Topper, I.U (1994): 300 Jahre Phantomzeit ? :   http://unterhaltung.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/41030x030A/rewrite/geschichte/l2-wahl/l2-autoren/l3-ilya-topper/phantomjahre.html

 

 

 

Mario Arndt, 28.5.2014

 

 

 

 

 

Die Entschlüsselung des Konstantinopel-Codes

zuletzt geändert: Samstag, den 4. August 2012 um 8:10 Uhr

 

 

 

Die Herrschaft der Flavier

 

Byzantion, das spätere Konstantinopel, wurde erst unter dem ersten Flavier-Kaiser Vespasian (69-79) Teil des Römischen Reiches. Zuvor war es eine freie Stadt (civitas libera et foederata). So ist es auch interessant, daß Constantius (Chlorus) I. (Kaiser 293-306), der Vater von Konstantin dem Großen, als erster nach den Flaviern aus Italien wieder den Namen "FLAVIVS" (lateinisch "flavus" = blond) angenommen hat: Marcus Flavius Valerius Constantius Herculius Augustus. (Der griechische Ηρακλης ist identisch mit dem lateinischen Hercules. Daher ist auch Ηρακλειος = Herculius. Auch ein anderer Kaiser führte den Namen Herculius: Maximian[286-305]). Es gibt zwischen Vespasians Sohn Domitian (ermordet 96 AD) und Constantius I. keinen einzigen Kaiser mit Namen Flavius.

Konstantin der Große verlegte dann nach offizieller Geschichte die Hauptstadt von Rom in Italien nach Byzantion. Nach seinem Tod im Jahre 337 AD wird nach offizieller Geschichte das Römische Reich aufgeteilt. Den Namen Flavius trugen nach ihm alle Kaiser von Konstantinopel bis einschließlich Heraklios (610-641). Ohne Heraklios und seine mehr oder weniger gleichnamigen Söhne (die zudem auch wieder den Namen Konstantin o.ä. tragen) endet also die Liste der Flavier im Jahre 610.

 

Es könnte daher

a) der Flavier-Kaiser Vespasian (und seine beiden Söhne) nur ein Ableger aus dem Osten gewesen sein, der das Reich nur zeitweise vereinigte (Vierkaiserjahr 69 AD), oder/und

b) es könnte eine Kontinuität im Osten folgender Art bestehen: Vespasian oder Domitian => Constantius I. oder Konstantin I..

Dieser Vespasian, der der Namensgeber aller Kaiser ab Constantius I. bis Heraklios ist (mit 2-3 unbedeutenden Ausnahmen im Westen), war ein Teufelskerl [siehe auch Pfister: Die Matrix der alten Geschichte] ! Sein Vater war in der Provinz Asien im Staatsdienst und zuerst diente er in der Armee im Osten. Auch war er an der Eroberung Britanniens unter Claudius beteiligt. Vespasians Aufstieg begann mit Unterstützung des Heeres aus dem Osten. Zuerst wurde er von den Truppen in Judaea und Ägypten zum Kaiser ausgerufen. Vespasian hat nicht nur Byzantion annektiert, sondern gleichzeitig auch um Jerusalem gekämpft. Er und sein vollkommen gleichnamiger Sohn Titus (beide hießen: TITVS FLAVIVS CAESAR VESPASIANVS AVGVSTVS) sollen dort den Jüdischen Aufstand niedergeschlagen haben. Da fällt einem doch sofort Fomenkos Gleichsetzung von Konstantinopel mit Jerusalem ein, das zudem auch (Neu-) Rom sein soll !

Wenn man die frühe Kaiserzeit um 19 Jahre verschiebt, so liegt das Ende von Vespasians Herrschaft nicht mehr im Jahre 79, sondern im Jahre 98 AD. Dafür sprechen u.a. zwei dann exakt datierbare Sonnenfinsternisse nach Cassius Dio:

a) die SoFi von Kaiser Augustus kurz vor seinem Tode. Er starb am 19. 8. 14 AD. Es gab eine SoFi am 14. 8. 733, und

b) die SoFi vom 3. Juni 3 oder 2 v. Chr. (= 3. Juni 718 u.Z.) unter dem Konsulat von Cornelius Lentulus (Prokonsul in der römischen Provinz Africa) und Valerius Messala.

Für dieses Sonnenfinsternispaar von Cassius Dio gibt es im gesamten Zeitraum der Antike und des Mittelalters nur zwei Möglichkeiten, entweder die genannte, um 700 + 19 Jahre verschobene, oder die Eklipsen auf den Tag genau 521 Jahre zuvor aufgrund der Periodizität der Finsternisse. Die offizielle Geschichte kann zu diesen beiden Daten keine passenden Lösungen anbieten.

 

 

 

 

 

Das wohlstrukturierte Mittelalter des Byzantinischen Reiches

Auch die byzantinische Geschichte kennt ein ähnlich wohlstrukturiertes Mittelalter wie auch der Rest Europas. Den Beginn und das Ende markieren zwei Kaiser Michael, Michael III. (bis 867) und Michael VIII. Dukas Komnenos Palaiologos (ab 1261). Das gesamte System geht also von 867-1204 (1204-1261 gibt es keine Kaiser von Konstantinopel während der Besetzung durch die Kreuzfahrer). Ein Untersystem besteht in den 190 (2 x 95) Jahren von 867-1056 während der Makedonischen Dynastie. Es wird von einer Kaiserin/Regentin Theodora (nicht legitim) und einem nachfolgenden Kaiser Michael "eingerahmt". Auch die Mutter des letzten Kaisers, Michael VIII., hieß Theodora.

Dieser Zeitraum von 867-1204 umfaßt 338 Jahre. Es regieren in dieser Zeit 29 Kaiser mit 12 verschiedenen Namen. 29 x 12 = 348. Die Länge ist genau um 10 Jahre kürzer als das Ergebnis.

(Theodora =>) Michael
867:  Basileios
2 Kaiser
Konstantin
Romanos
(Romanos)
963 (Ablauf von 95 Jahren, danach Wiederholung des 1. Teils):
Basileios
2 Kaiser
Konstantin
Romanos
1034 (Ablauf von 168 = 2 x 84 Jahren):
Michael => weiterer Kaiser
Konstantin
1056 (Ablauf von 190 = 2 x 95 Jahren):
(Theodora =>) Michael => weiterer Kaiser
Konstantin
Michael => weiterer Kaiser
1078:Nikephoros Phokas
1081:Alexios        (37 Jahre)
Johannes     (25 Jahre)
Manuel        (37 Jahre)
1180:6 Kaiser
1204:Besetzung Konstantinopels
1261 (Mutter: Theodora) Michael

(Weitere Details zur Makedonischen Dynastie hatte ich bereits hier beschrieben, da dies für die Anhänger der "Konstantin-VII.-hat-alles-erfunden"-Theorie von besonderem Interesse sein dürfte:
http://www.fantomzeit.de/?page_id=239/personalien/konstantin-vii/ )

Zwischen 1034-1078 wiederholt sich die Sequenz "Michael => weiterer Kaiser => Konstantin" zweieinhalb mal.

Nach dem Ende der Makedonischen Dynastie 1056 vergehen 149 Jahre bis 1204.
In den ersten 25 Jahren (1056-1081) regieren 6 Kaiser.
Dann folgen 99/100 Jahre mit den überlangen Herrschaftszeiten gleich dreier Kaiser hintereinander: Alexios I. (37 Jahre), Johannes II. (25 Jahre) und Manuel I. (37 Jahre).
Danach folgen weitere 25 Jahre bis 1204, in denen wieder 6 Kaiser herrschen.
25 => 37 => 25 => 37 => 25

Erst mit dem Jahre 1204, der Besetzung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer, ist die deutliche Strukturierung der byzantinischen Geschichte beendet. Das läßt darauf schließen, daß wesentliche Teile davon erst nach 1204 geschrieben wurden. Die byzantinische Geschichte unterscheidet sich insofern nicht von der Geschichte der anderen Länder Europas.

 

 

Der Konstantinopel-Code

 

Die Reihenfolge der Namen der 78 legitim herrschenden Kaiser von Konstantinopel (324-1453, Konstantin I.-Konstantin XI.) ist wohlstrukturiert, und zwar um den Namen Konstantin herum. Die Kaiser von Nikäa während der Besetzung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer von 1204-1261 werden nicht behandelt.

Sowohl unmittelbar nach dem ersten Konstantin als auch vor dem letzten Konstantin herrschen jeweils 19 Kaiser mit anderen Namen. Zwischen den einzelnen insgesamt 10 Konstantins gibt es jeweils die folgende Anzahl von Kaisern mit anderen Namen (Konstantin II. war ein weströmischer Kaiser):

324 AD: Konstantin I.

 19

2

7

1

10

5

3

2

19

1453 AD: Konstantin XI.

 

Man erkennt drei Gruppen mit je 10 Kaisern, die anders heißen als Konstantin:

2 + 7 + 1 = 10, in der Mitte 10, und 5 + 3 + 2 = 10.

Das sind mit den benachbarten Konstantins insgesamt 38 Kaiser, genausoviel wie 19 + 19, die Anzahl der Kaiser davor und danach. Das ist alles sehr regelmäßig strukturiert. Dazu kommen noch Konstantin I. am Anfang, und Konstantin XI. am Ende, so daß es insgesamt 78 Kaiser sind. Mit dem 2. Konstantin im Westen wären es 79 Kaiser.

 

 

 

Die drei Zehner-Gruppen in der Mitte dauern jeweils gleich lang. Damit ist zusammen mit den anderen Merkmalen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit klar, daß die Kaiserliste nicht auf "natürliche´m" Wege entstanden sein kann.

 

1) 2+7+1:

641 (Heraklonas) => 780 (Tod von Leo IV.): 139 Jahre

 

2) 5+3+2:

920 (Romanos I.) => 1059 (Tod von Isaak I.): 139 Jahre

 

Auch der Zeitraum dazwischen hat praktisch die gleiche Länge:

3) 10:

780 (nach Leo IV.) => 920 (Machtübernahme von Romanos I.): 140 Jahre

 

Insgesamt sind es 418 Jahre von 641-1059. 418 ist durch 19, den Metonzyklus, teilbar.

 

(Für den letzten Abschnitt des Artikels ist folgendes interessant:

Das Endjahr 1059 + 19 = 1078.

418 + 57 = 475. 57 ist die Zeit von 1204-1261.)

 

Das System kann man damit auch so schreiben:

21 + (12 + 12 + 12) + 21 = 78

 

Die jeweils 19+2=21 Kaiser vorher und nachher haben auch jeweils praktisch die gleiche Länge, wenn man hinten die Zeit von 1204-1261 sowie 19 Jahre abzieht:

324 => 641 = 317 Jahre

1059 => 1453 = 394 Jahre, -57 -19 = 318 Jahre

 

Sehr interessant ist, daß das auch funktioniert, wenn man die vier Konstantine wegläßt, die vorne wie hinten jeweils zusammen 13/14 Jahre herrschen:

337 => 641 = 304 Jahre

1067 => 1448 = 381 Jahre, -57 -19 = 305 Jahre

 

In beiden Fällen ist das letztere Ergebnis um genau 1 höher, was auf die Umrechnung durch unterschiedliche Jahresanfänge zurückgeführt werden kann. Und 304 ist ebenfalls wie 418 durch 19 teilbar (Differenz 114 Jahre).

 

Interessant ist auch folgendes:

641 => 1059 = 418 Jahre

1059 => 1453 = 394 Jahre

418 + 395 = 813

271 + 10 + 532 = 813

 

Sowie:

813 + 19 = 832 (die Mitte in der Kaiserliste: 39 vorher, 39 nachher)

1059 + 19 = 1078 (Nikephoros III., 39 aller Kaiser mit anderen Namen liegen zwischen Phokas => Nikephoros III. )

 

 

 

Liest man nun in diesen drei 10er Gruppen die Anzahl der Kaiser, die nicht Konstantin heißen, als Jahreszahlen im Dezimalsystem, so sieht man:

271 => 10 => 532

2 x 271 = 10 + 532

271 + 10 + 532 = 813

Das ist verblüffend. Das Jahr 813 AD ist genau das Jahr, bis zu dem Theophanes der Bekenner (760-818) die Weltchronik seines Zeitgenossen Georgios Synkellos fortsetzt. Für die Zeit nach 602 (ab Kaiser Phokas) ist Theophanes die wichtigste, teilweise auch die einzige Quelle. In der Abfolge der Kaisernamen liegt das Jahr 813 im 10er Block in der Mitte. 37 Kaiser liegen davor und 41 dahinter. Der letzte Kaiser bei Theophanes ist Michael I., der als erster byzantinischer Herrscher Karl den Großen als Kaiser im Westen anerkennt. Interessanterweise ist der 39. Kaiser ebenfalls ein Michael, der II., der auch wie der andere Michael einen Sohn Theophil[akt]os hat, der auch Kaiser wird. Hier wäre Theophanes ganz genau in der Mitte platziert. Ob da etwa jemand nachträglich etwas verändert hat ?

Die Chronik des Theophanes beginnt mit Diokletian im Jahre 284/285, dort wo Georgios Synkellos' Chronik endet. Von 284-813 sind es nun 529 Jahre, recht nahe an der Jahreszahl 532.

Auch die 271 ist eine bekannte Jahreszahl. Von 270-274 vereinigt Kaiser Aurelian das Römische Reich wieder und beendet die Reichskrise des 3.Jh. Er schlug u.a. eine Reihe von ins Römische Reich eingedrungenen Barbarenstämmen und besiegte die Separatistenreiche im Osten und im Westen, das Reich von Palmyra und das Imperium Galliarum. Vom römischen Senat erhielt er dafür den Titel "Restitutor Orbis" ("Wiederhersteller des Erdkreises"). Endgültig wird die Reichskrise von Diokletian überwunden, bei dem die Chronik des Georgios endet, und die des Theophanes beginnt.

In dieser Zeit führte Aurelian auch den Kult des "Sol Invictus" als offizielle Staatsreligion ein, nachdem er nach einer Vision mit der Unterstützung des "Sol Invictus" die abtrünnigen orientalischen Provinzen zurückerobert hatte. Am 25. 12. 274 wurde das erste Mal der "Geburtstag" des Herrn, diesmal des Sonnengottes, offiziell gefeiert, und der Kaiser widmete ihm einen Tempel in Rom.

Den "Dies Solis" (Sonntag) machte dann einige Jahrzehnte später Konstantin I. zum Feiertag.

Die Jahre 273/274 entsprechen den Jahren 311/312 nach Spanischer Ära. Der Kundige erinnert sich bestimmt: Im Jahre 312 AD gewann Kaiser Konstantin I. den Krieg gegen seinen Rivalen im Reich, angeblich mit Unterstützung des Christengottes, auch nach einer Vision ("ein Kreuz aus Licht über der Sonne").

 

 

 

Die Struktur der römisch-byzantinischen Kaiserviten

 

Für den hier betrachteten Zeitraum sind drei entscheidende Werke der Geschichtsschreibung wichtig:

1) Sueton beschreibt in seinen Kaiserbiographien („De vita Caesarum“) die 12 römischen Herrscher von G. Julius Caesar (geb. 100 v.Chr.) bis Domitian (Tod 96 AD).

2) Die „Historia Augusta“ („Kaisergeschichte“) knüpft bewußt an Sueton an. Ein unbekannter Autor beschreibt darin 30 Kaiser von 117 bis 285. Die offiziell gelehrte Entstehungsgeschichte der Historia Augusta mit ihren sechs verschiedenen Autoren wurde bereits 1889 von H. Dessau [Über Zeit und Persönlichkeït der Scriptores historiae Augustae] als Fälschung entlarvt. Sämtliche darin zitierten Dokumente und Briefe sind Fälschungen, die Reden sowieso.

3) Daran schließt sich die bereits erwähnte Chronik des Theophanes bis 813 an.

 

Suetons Werk geht über 196 Jahre = 2 x 79 + 19 + 19 Jahre,

die Historia Augusta über 168 Jahre = 2 x 84 Jahre,

und Theophanes' Chronik über 528/9 Jahre.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch folgende Beziehungen:

542 = 700 – 79 – 79,

532 = 700 – 84 – 84 , und

2 x 84 + 19 - 10 = 177 = 2 x 79 + 19.

Schließt man die Lücke zwischen 96 und 117 (19 + 2 Jahre), so decken die drei Werke einen Zeitraum von 196 + 19+2 + 168 + 528 = 911+2 Jahren ab. Das Ende markiert also genau das Jahr, in dem die 297jährige Phantomzeit nach Illig [Das erfundene Mittelalter] endet, und das 403jährige System der römisch-deutschen Königsnamen beginnt.

Weil Caesars Geburt aber nach heutiger Chronologie im Jahre 100 v.Chr. war, und nicht am Beginn unserer Zeitrechnung [siehe auch Carotta: War Jesus Caesar ?], entsteht eine Lücke von 100 Jahren. Da sich eine Reihe von Jahreszahlen der Geschichtsschreibung durch die Umstellung von Julianischem auf Gregorianischen Kalender um 2 Jahre verändert haben [z.B. war der Tod des Augustus in Schriften der frühen Neuzeit im Jahre 16 anstatt wie heute im Jahre 14, und der Ausbruch des Vesuv im Jahre 81 anstatt im Jahre 79], nehmen wir hier (und nur dieses einzige Mal !) das Geburtsjahr 98 v. Chr. an. Es entsteht dann also eine Lücke von 98 = 79 + 19 Jahren, zwangsläufig vor dem Jahre 911,  direkt nach 813 (Theophanes) (911 – 98 = 813).

 

 

 

Die Entschlüsselung des Codes

 

Nun kommen wir zur Entschlüsselung des Codes, in dem in der Anzahl der Kaiser Jahreszahlen verschlüsselt sind.

Die gesamte Reihe der Kaiser geht vom ersten bis zum letzten Konstantin, mithin von 324 bis 1453. Das sind 1129 Jahre.

Die Addition aller Jahreszahlen im obigen Schema der Anzahl der Kaiser ohne die Konstantins ergibt 19 + 271 + 10 + 532 + 19 = 851. Benutzen wir jetzt unsere oben gewonnene Kenntnis (siehe die beiden Sonnenfinsternisse), daß die Jahreszählung um 19 Jahre verschoben ist, so lassen wir eine 19 weg, und erhalten 19 + 271 + 10 + 532 = 832.

Die Differenz zwischen 1129 und 832 ist nun genau 297 Jahre, die Dauer der Phantomzeit nach Illig.

Das Jahr 832 markiert nicht nur die Länge, sondern auch genau die Mitte der Reihe aller Kaiser. Im Mittelblock liegen genau 5 Kaiser davor und 5 danach, und insgesamt liegen 39 Kaiser davor und 39 danach (exaktes Jahr 829: Michael II./Theophilos). Dies bekräftigt den artifiziellen Chrakter der Kaiserliste. (Zwischen 324-832 liegen 508 Jahre und zwischen 832-1453 liegen 621 Jahre. Die Differenz zwischen 621 und 508 ist 113.)

Wenn wir zum Anfangsjahr der Liste, dem Antritt der Alleinherrschaft von Konstantin I. im Jahre 324, 19 + 271 Jahre dazuaddieren, so erhalten wir 614, das Anfangsjahr der Illigschen Phantomzeit (19 + 324 + 271 = 614). Wenn wir vom Endjahr der Liste, dem Todesjahr von Konstantin XI., 532 und 10 Jahre nach obigem Schema abziehen, erhalten wir das Endjahr der Illigschen Phantomzeit (1453 - 532 - 10 = 911).

Die Jahre 614 und 911 ergeben sich also, wenn man unsere heutigen Jahreszahlen für den Beginn der Alleinherrschaft Konstantins I. (324) und den Fall Konstantinopels und damit des Todes Konstantins XI. (1453) einsetzt. Sie stimmen mit dem Beginn und Ende der Phantomzeit nach Illig überein.

(Eine Verringerung der Gesamtlänge um 59+19=76 Jahre wie oben würde 1129-76=1053 Jahre ergeben. Und für die Länge der Phantomzeit 297-76=221 Jahre.  911-76=835, was dann das Endjahr bedeuten würde. Übrigens ist auch 1453-76=1377, das  Jahr, in dem der Umzug des Papstes von Avignon nach Rom abgeschlossen ist. Diese interessante Variante sollte man daher im Auge behalten, auch wenn sie aufgrund der anderen Indizien zunächst unwahrscheinlich erscheint.)

Bei einem anderen Jahr für Konstantin I. ergibt sich auch eine andere Phantomzeit. Im letzten Abschnitt wurde die mögliche Kontinuität des Namens “Flavius“ beschrieben. Das Jahr 79 ist das Todesjahr des Kaisers Vespasian, des ersten römischen Flavier-Kaisers. In diesem Jahr ereignet sich auch der bekannte Ausbruch des Vesuv, bei dem Pompeji verschüttet worden sein soll. Im Jahre 96 AD stirbt sein Sohn Domitian, der letzte Flavier-Kaiser im Westen, auf den der nächste Flavier-Kaiser (im Osten) nach offizieller Geschichte erst über 200 Jahre später folgt.

Das Todesjahr von Vespasian zuzüglich der 19-Jahres-Differenz, also 79 + 19 = 98, stimmt nun genau mit der Länge der Lücke zwischen 813 und 911 überein [identisch mit der Verschiebung von Cäsar]. Es gibt nun zwei Lösungen für den Beginn der Zeitrechnung, je nachdem, ob diese Lücke von 79 Jahren  dazugezählt oder abgezogen wird.

 

 

 

Erste Lösung für das Jahr 542

 

Würde Konstantin (324) bereits im Jahre 79 folgen, so erhielte man nach dem obigen Kaiserschema für den Beginn der Phantomzeit:

19 + 79 + 271 = 369.

Die Länge der Phantomzeit wäre dann: 911 – 369 = 542 [532 + 10] Jahre.

Interessanterweise ist nun 369 + 532 + 10 = 911 = 1453 - 532 – 10.

Das paßt zu gut zusammen, um Zufall zu sein.

Auch ist 324 (Konstantin I.) + 79 = 403 (die Länge des Systems der römisch-deutschen Königsnamen im Hochmittelalter), und von 403 bis 614 vergehen 211 Jahre. 403 und 297 ergeben zusammen ja 700.

Konstantin liegt dann also im Jahre 621 u.Z., und der Beginn der heutigen christlichen Zeitrechnung wäre im Jahre 542 u.Z. [Die Zeitrechnung des ersten christlichen Reiches, Armenien, beginnt genau 10 Jahre später, im Jahre 552]. Von 324 AD (=621) bis 614 AD (= 911) vergehen dann 290 Jahre. Zusammen mit der Phantomzeit von 614 bis 911 u.Z. (297 Jahre) sind es insgesamt 587 Jahre. Das sind 113 Jahre weniger als 700.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweite Lösung für das Jahr 700


 

Würde Konstantin (324) im Jahre 0 liegen, dann wäre die Rechnung nach dem Kaiserschema ohne weitere Korrekturen:

19 + 0 + 271 = 290

für den Beginn der Phantomzeit mit einer Länge von 911 – 290 = 621 Jahren. Der Beginn unserer Zeitrechnung läge dann im Jahre 621, dem Anfang der Hedschra, der islamischen Zeitrechnung.

Kommen wir jetzt auf die im vorigen Abschnitt beschriebene Struktur der römisch-byzantinischen Kaiserbiographien zurück. Es werden nun also vom Anfang der Phantomzeit die Jahre abgezogen, die nachträglich zwischen 813 und 911 eingefügt wurden (98), und zwar 79 Jahre, da die Zählung sowieso um 19 Jahre verschoben ist, wie bereits festgestellt wurde: 290 – 79 = 211 [In der 1. Lösung wurden diese 79 Jahre gleich dem Beginn der Zeitlücke hinzugezählt].

Dies ist dann der Beginn der Phantomzeit. Der Anfang unserer Zeitrechnung ist dann im Jahre 700, denn 911 - 211 = 700 !

Bzw.: 297 + 324 + 79 = 700

Beginn und Ende der Zeitlücke stimmen also nur bei diesem Jahr für den Beginn unserer Zeitrechnung (700) überein, womit die Zeitlücke verschwindet. Es sind 113 Jahre sowohl von 98 (79 + 19) bis 211 als auch von 211 bis 324. Der 113 sind wir im hochmittelalterlichen System der römisch-deutschen Königsnamen schon begegnet, als Länge der drei ersten Abschnitte von 3 x 113 = 339 Jahren Länge. Es sei noch ergänzend erwähnt, daß von 700 bis zum Ende der Berichterstattung des Theophanes im Jahre 813 ebenfalls 113 Jahre vergehen. Von 813 bis 911 sind es dann genau 98 (79 + 19) Jahre, wie bereits erwähnt.

Also:
98 + 113 = 211,
211 + 113 = 324, und
798 + 113 = 911.
[Darauf folgen dann 3 x 113 Jahre im System der römisch-deutschen Königsnamen:
911 + 113 = 1024
1024 + 113 = 1137
1137 + 113 =1250 ]

D.h., Konstantin I. beginnt seine Alleinherrschaft anstatt im Jahre 324 AD entweder im Jahre 621 u.Z. oder im Jahre 798 u.Z. Die Differenz zwischen 798 und 324 beträgt 474 Jahre. Die Differenz zwischen 621 und 324 ist die bekannte Illigsche Phantomzeit von 297 Jahren. Zwischen der traditionellen Datierung Konstantins 324 und 98 liegen 226 Jahre (2 x 113), abzüglich 19 Jahren sind es 207 Jahre.

Weiterhin: Augustus' Tod wäre anstatt 14 AD im Jahre 733 (700 + 14 + 19) u.Z., und das Fünfkaiserjahr 192/3 AD wäre das Jahr 911 u.Z. (700 + 192 + 19 bzw. 700 + 211). Bis zu diesem Jahr stammen fast alle Kaiser aus Rom oder der näheren Umgebung. Danach gibt es nur noch vier völlig unbedeutende Kaiser aus der Gegend um Rom bis 276, deren Biographien zudem auch umstritten sind.

 

 

Das Römische Reich hat 337 (Tod Konstantins I.) fast wieder dieselben Grenzen wie 117 zum Zeitpunkt des Todes von Trajan (mit Ausnahme Mesopotamiens, das sofort nach seinem Tode verlorenging), da sich eine Reihe von Gebietserwerbungen ca. 220 Jahre später wiederholen. Die Eroberungen unter Trajan (wird 64 Jahre alt) und Konstantin (wird ca. 65) ähneln sich: Germanien, Dakien, Armenien.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/RomanEmpire_117_de.svg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Costantino_nord-limes_png.PNG

 

Konstantin I. ahmt Trajan, den "optimus princeps", in vielem nach, von Münzinschriften bis zu seinem Einzug in Rom.

 

Das alles kann daran liegen, daß Geschichtsschreiber dieselben Motive wiederholt in ihren Geschichten verwendet haben, wie die klare Strukturierung der römisch-byzantinischen Zeit nahelegt. Es könnte aber auch daran liegen, daß zwei getrennte Zeitperioden in Wirklichkeit parallel liefen. Das bleibt noch zu klären.

 

 

 

 

 

 

Die endgültige Rekonstruktion - ein Modell

 

Dies würde allerdings eine chronologisch korrekte Überlieferung voraussetzen. Da die gesamte römische Kaiserzeit durchstrukturiert ist, muß man wohl von dieser Vorstellung Abstand nehmen, zumindest für die meisten Daten. Wichtig ist vielmehr zu überprüfen, ob man angesichts des Ablaufs des byzantinischen wohlstrukturierten Mittelalters und seines Endes um 1204/1261 weitere Regelmäßigkeiten feststellen kann, mit deren Hilfe eine teilweise Rekonstruktion möglich wäre. Auch die Möglichkeit des Ablaufs der Ereignisse ohne eine direkte Verbindung der Flavier nach Vespasian mit der zweiten Flavischen Dynastie ab Konstantin muß geprüft werden, dann mit einer Zeitkürzung zwischen ihnen.

Wenn man in Betracht zieht, daß der Fehler durch eine Kombination folgender Faktoren zustande gekommen ist,
1) Unterschiede der einzelnen Zeitrechnungen, vor allem ab der Schöpfung der Welt,
2) Fehlinterpretationen der damals vorliegenden Quellen,
3) bewußte Fälschungen und Konstruktionen,

dann lohnt es, sich folgende Differenzen anzusehen:
Zwischen der Byzantinischen, christlichen Weltära und der Schöpfung nach der Bibel-Version der Septuaginta liegen genau 309 Jahre (5508 - 5199). Zwischen der Jüdischen Ära und der Vulgata nach Hieronymus/Beda liegen 191 Jahre (3952 - 3761). Scaliger weicht mit 3949 v.Chr. nur drei Jahre davon ab. 309+191=500.

 

Wichtig für unsere Untersuchung ist, ob man bereits in der Römerzeit fiktive, eingefügte Zeit erkennen kann. Nun ist es bekannt, daß die Anzahl archäologischer Funde und nachgewiesener Neubauten, regional unterschiedlich ausgeprägt, nach dem 4. Jh. deutlich abnimmt. Weiterhin gibt es, ebenfalls regional unterschiedlich, Lücken. Eine Kontinuität ist erst ab dem Hochmittelalter, dem 11./12. Jh., festzustellen.

 

Werfen wir z.B. einen Blick in das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin: http://www.smb.museum/ikmk/filter_timeline.php?lang=de

 Für den Zeitraum ab dem 1. Jh. v.Chr. werden dort folgende Zahlen für die vorhandenen Objekte angegeben:

-1. Jh.: 2098

1. Jh.: 2105

2. Jh.: 708

3. Jh.: 1249

4. Jh.: 529

5. Jh.: 178

6. Jh.: 360

7. Jh.: 442

8. Jh.: 220

9. Jh.: 91

10. Jh.: 106

11. Jh.: 138

12. Jh.: 504

13. Jh.: 349

14. Jh.: 316

15. Jh.: 384

Nicht zu übersehen ist ein deutlicher Einbruch im 2. Jh. In diesem Jh. herrschten die römischen Adoptivkaiser mit ihren überlangen Regierungszeiten und relativen Frieden. Ab dem 4. Jh. beginnt dann die Anzahl der Objekte rapide zu sinken, mit einem ersten Minimum im 5.Jh. Ein zweites Minimum gibt es vom 8.-11. Jh. Erst ab dem 12. Jh. sind dann die Münzfunde bis in die frühe Neuzeit hinein in etwa auf dem gleichen Niveau.

 

 

Eine Geschichte mit zwei um ca. 200 Jahren verschobenen Strängen, wie im vorigen Abschnitt beschrieben, könnte sich dann wie folgt auswirken:

2. (+ 4. Jh.) AD: 708 + 529 = 1237

3. (+ 5. Jh.) AD: 1249 + 178 = 1427

Sehr schön kann man sehen, wie die Einbrüche im 2. und 5. Jh. die Münzfunde des 3. und 4. Jh. ergänzen.

 

 

6. bis 12. Jh. AD: 1861

Die Verteilung könnte z.B. so aussehen:

11. Jh. u.Z.: 1200

12. Jh. u.Z.: 661

 

 

Eine Streichung von 700 Jahren könnte dann folgende Änderungen haben:

bislang: 2.-12. Jh.: 4525 Objekte in 11 Jahrhunderten

danach: 4525 / 4 = durchschnittlich 1131 Objekte in 4 Jahrhunderten

Diese könnten wie oben verteilt sein, oder auch z.B. so:

2. Jh.: 1800

3. Jh.: 1200

4. Jh. = 11. Jh.: 864

5. Jh. = 12. Jh.: 661


Die vorhandenen Funde lassen sich also sehr gut mit einer verkürzten Chronologie in Übereinstimmung bringen. Nicht übersehen darf man aber, daß die an sich fundarmen Jahrhunderte im Museum teilweise mit deutlich minderwertigeren Objekten repräsentiert sind als die fundreichen - man muß ja irgendetwas zeigen ! Daher würde bei einer Verkürzung der Chronologie die Gesamtzahl für die betroffene Zeit wohl sinken.

 

Sieht man sich die Liste der römischen Präfekten von Ägypten an ( http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pr%C3%A4fekten_von_%C3%84gypten ), so fällt auf, daß die Liste vor ca. 285 nahezu lückenlos ist, es aber ab dem 4., vor allem aber im 5. und 6. Jh. zahlreiche Lücken gibt. Es gibt im 5./6. Jh. mindestens 141 Jahre, für die kein Präfekt für Ägypten überliefert ist. D.h. nur für höchstens 59 Jahre dieser Zeit sind uns die Präfekten bekannt. Insgesamt summiert sich die Anzahl der fehlenden Jahre bis zum Beginn unserer Zeitrechnung auf ca. 190 auf.

Es gibt 12 Jahre nach 614, in denen es keinen überlieferten byzantinischen Präfekten gab, da dort Persien angeblich von 616-628 kurzzeitig die Macht übernommen hatte. Mit diesem Perser-Krieg sind eine Reihe von Merkwürdigkeiten verbunden. Wären diese 12 Jahre erfunden, so würden die 297 Jahre Phantomzeit nicht 614, sondern bereits 12 Jahre früher, im Jahre 602 beginnen. In diesem Jahr übernahm Phokas, der erste vollbärtige byzantinische Kaiser seit Diokletian (Ausnahme: Julian) mit dem ersten erfolgreichen Putsch des Byzantinischen Reiches die Macht.

Eine Phantomzeit von 297 Jahren macht ohne weitere Zusatzannahmen keinen Sinn - sehr wohl aber eine von 309 Jahren ! Dies ist nämlich die Differenz zwischen der Schöpfung nach byzantinischer Weltära (5508 v.Chr.) und der Schöpfung nach der Bibel-Version der Septuaginta (5199 v.Chr.).

Oder anders herum gesehen: Beginnt die Phantomzeit eigentlich 602, und beläßt man die Perser 12 Jahre in Ägypten, so würde sie 309 Jahre dauern. Mit dieser Annahme ergeben sich verblüffende Konsequenzen, die ich im folgenden näher beschreibe.

Bei den bisher entdeckten Konstruktionen war zu erkennen, daß die Schöpfer großen Wert auf die mehrmalige Wiederholung gleicher Elemente und Symmetrie gelegt haben. Dies könnte uns bei der weiteren Entschlüsselung helfen.

Die Zahl 832 ist die wesentliche Zahl des Konstantinopel-Codes. Sie ist in der symmetrischen Anordnung aller Kaiser mit anderen Namen als Konstantin enthalten: 19+271+10+532=832. Ebenso markiert sie die genaue Mitte der Abfolge der Kaiser von Konstantinopel, mit 39 davor und 39 danach. Die gesamte Länge der Kaiser von 324 bis 1453 (1129 Jahre) abzüglich 832 ergibt 297, die Phantomzeit nach Illig. Es ist daher naheliegend, auf weitere Zusammenhänge mit der Zahl 832 zu achten, bzw. auf den um 19 höheren Wert 851.

1453-832=621, und 1453-851=602.

Das Ende des wohlstrukturierten Mittelalters in Konstantinopel ist 1204 = 602 + 602.

Wenn man alle Kaiser zählt, die nicht Nikephoros/Phokas heißen, so liegen zwischen den Kaisern Phokas (602-610) und Nikephoras III. (1078-1081) mit 39 genau die Hälfte aller 78 Kaiser von Konstantinopel. Von 602-1078 sind es 476 Jahre (siehe auch http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=127:die-wohlstrukturierte-antike&catid=29:2008-11-15-18-07-02&Itemid=115 , Abschnitt 9)

Nikephoras III. beginnt seine Herrschaft im Jahre 1078. Das sind 167 Jahre nach 911. Ebenso liegt 1078 in der Mitte zwischen 700 und 1453, dem Ende des Byzantinischen Reiches: 602 + 375 + 3 = 1078, und 1078 + 375 = 1453.

Nun ist 700 = 309 + 191 + 167 + 33.

309 fiktive Jahre liegen zwischen 602-911 (die traditionelle Phantomzeit +12 Jahre).
167 fiktive Jahre liegen zwischen 911-1078.
191 fiktive Jahre liegen verteilt zwischen 0-602, vor allem im 5./6. Jh.
Es bleiben 33 Jahre übrig, die interessanterweise genau der Zeit zwischen Geburt und Tod Jesu Christi entsprechen. Diese liegen dann auch zwischen 0-602, so daß es insgesamt 191+33=224 Jahre sind (Es taucht auch hier die Kombination 474/476 und 226/224 Jahre auf).

 

Zusammen ist 700 = 309 + 224 + 167.

Nun sind 700, 308, 224 und 168 durch 28 teilbar, d.h., die Wochentage wiederholen sich immer exakt nach diesen Zeiträumen. Also:

700 = 308 + 224 + 168.

Natürlich ist auch 476 (602 => 1078) durch 28 teilbar, und 308 + 224 = 532, ein großer Osterzyklus. 532 ist ebenso wie 475 (=476 - 1) durch 19 teilbar, den Metonzyklus.

 
Die 183 Jahre zwischen 1078-1261 entsprechen dann den geschichtlichen Jahren zwischen 602-1261 AD. D.h., ab 1078 folgt Phokas (traditionell 602-610), danach die "Armenier" (die Herakleische/Makedonische Dynastie), dann die Dukai, Komnenen und Angeloi - natürlich nicht alle von ihnen und nicht alle so lange wie laut offizieller Geschichte. 

 

Das Jahr 1064 u.Z. könnte mit dem Jahr 532 AD übereinstimmen (Differenz 532 Jahre).

Der Ablauf der römisch-byzantinischen Geschichte ist also auch mit diesem beschriebenen Modell vorstellbar, ohne daß Konstantin der Große direkt an die erste Flavische Dynastie anknüpft. Zwar wird dadurch das Problem des ca. 200jährigen Fehlens des Namens Flavius auf dem Kaiserthron nur verringert (da jetzt weniger Zeit dazwischen vergeht), aber es werden keine neuen Probleme geschaffen, die sonst entstehen könnten. Ich halte es daher für plausibler.

Damit ist der Konstantinopel-Code geknackt. Die Zweifel, ob die Jahreszahlen der römisch-byzantinischen Geschichte vor dem 13. Jh. irgendeine chronologische Realität besitzen, und nicht nur eine Fiktion darstellen, sind größer als je zuvor.

 

 

Mario Arndt, 7.1.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Die wohlstrukturierte Papstliste

zuletzt geändert: Samstag den 6. Dezember 2014 um 13:40 Uhr

Grund: Grafiken eingefügt


1)
Einleitung

Bereits Fomenko ([2] Band 1, S. 270) hat die Papstliste untersucht, und dabei festgestellt, daß zwei Abschnitte hinsichtlich der Dauer der Amtsperioden miteinander korrelieren. Es sind dies die Jahre von 141-314 und 314-532. Vermutlich ist hier der erste Zeitraum von der Fälschung betroffen, da auch andere Indizien darauf hinweisen. Aber auch der zweite Zeitraum weist eine im Vergleich zu den Jahren zuvor und danach ausgeprägte Ungewöhnlichkeit auf.

Vor 314 (Silvester I.) stammt nur weniger als die Hälfte der Päpste aus Rom und der näheren Umgebung. Mehr als die Hälfte kam aus Süditalien und dem Osten des Römischen Reiches. Im Zeitraum nach Silvester I. bis Bonifatius III.  (607) wird als Herkunftsort der meisten Päpste Rom und Mittelitalien genannt.

Ab 608 (Bonifatius IV.) stammen bis 752 (Zacharias) die meisten Päpste wieder aus Süditalien und dem Osten, deutlich abweichend von der Zeit davor und danach. Ca. 700 Jahre später (1309) wird der Papstsitz für 68 Jahre Avignon (Umzug nach Rom 1376/77). Alle Päpste dieser Zeit stammen aus Frankreich. Und ebenfalls ca. 700 Jahre später (1453) fällt Konstantinopel, und das Byzantinische Reich endet. 1455 endet dann die wohlstrukturierte Papstliste und der spanische Borgia-Papst Kalixt III. tritt sein Amt an.

Ich werde im Folgenden anhand der Analyse der Namensstrukturen der Päpste zeigen, daß die Papstliste von 685-1455 AD ganz offensichtlich aus Kopien vorangegangener Abschnitte sowie Konstruktionen besteht. Dies umfaßt einen Zeitraum von 770 Jahren.

Die kopierten bzw. konstruierten Abschnitte haben jeweils eine Länge von 10 (einmal), 14 (dreimal), 18 (dreimal) bzw. 21 (einmal) Päpsten.

Päpste mit Namen Theodor (o.ä.) werden bei den Kopien nicht berücksichtigt (wie u.a. auch schon bei den Merowinger-Königen, siehe [1] S. 33 ff. und S. 145 ff.). Natürlich führe ich sie aber hier auf, wie alle anderen Päpste. Ich lasse keinen aus.

Gegenpäpste werden nicht berücksichtigt, mit Ausnahme von Johannes XVI. Philagathos, dem Lehrer von Kaiser Otto III. (er könnte aber auch ohne großen Verlust weggelassen werden). Die Bewertung als "Gegenpapst" scheint allerdings neu zu sein, denn in der Papstliste folgt auf diesen Johannes XVI. ein Johannes XVII. - die Nummerierung wird also fortgeführt, als wenn es kein Gegenpapst wäre. Erst viel später wird dann
ein Johannes ausgelassen - es gibt keinen Johannes XX. Johannes XXI. folgt auf Johannes XIX.

(Gegen-)Päpste mit Namen Anastasius ("der Auferstandene") spielen eine interessante Rolle, indem sie mehrmals Anfang und/oder Ende der konstruierten Abschnitte markieren. Neben Anastasius (dreimal) ist es der Name Johannes, der ebenfalls zweimal zwischen den einzelnen Teilen angeordnet ist (der XIV. und der XXI.). Dies sind dann auch zwei zentrale Figuren im Christentum: Johannes (der Täufer) und der Auferstandene.

Daneben gibt es nur zwei andere Päpste mit anderen Namen zwischen den einzelnen Teilen: Lando (913-914) und Eugen III.  (1145-1153), aber nur jeweils zusammen mit Päpsten mit Namen Anastasius. Nie sind mehr als zwei Päpste zwischen den Teilen angeordnet.

Lando und Eugen III. sind Ausnahmen in jeder Hinsicht. Über Lando ist nicht viel bekannt. Er war aber der letzte Papst überhaupt, dessen Name später nicht wieder von anderen Päpsten angenommen wurde. Außerdem war er der letzte Papst mit einem neuen Namen (Johannes Paul I., 1978 für 33 Tage Papst, hatte einen neuen zusammengesetzten Namen, dessen Teilnamen aber bereits zuvor vergeben wurden). Also, alle Päpste nach ihm tragen ausschließlich Namen, die vorher schon von anderen Päpsten getragen wurden.

Eugen III. war der der erste Papst des Zisterzienserordens. Er war kein Bischof - ungewöhnlich für einen Papst seiner Zeit. Mehrere Male wurde er aus Rom vertrieben, so daß er sich während seines Pontifikats kaum in Rom aufhielt. Eugen war ein Schüler des Heiligen Bernhard von Clairvaux und hatte Verbindungen zum Templerorden.


Insgesamt umfaßt die gesamte wohlstrukturierte Papstliste von 685-1455 acht Teile.

1) 685 - 752
2) 752 - 858
Anastasius III. (Gegenpapst)
3) 844 - 911
Anastasius III.
Lando
4) 914 - 983
Johannes XIV.
5) 984 - 1048
6) 1046 - 1145

Eugen III.
Anastasius IV.
7) 1154 - 1276
Johannes XXI.
8) 1277 - 1455


Im Zeitraum von 1046-1455 sind genau 400 Jahre wohlstrukturiert.
Dies sind 100 Jahre von 1046-1145 und 300 Jahre von 1154-1455 (122+178 Jahre).
Dazwischen liegen 9-10 Jahre.

Für die anderen Zeiträume (314-685) kann mit den vorhandenen Methoden keine Aussage darüber getroffen werden, inwiefern hier auch eine Fälschung vorliegt. Das bedeutet natürlich nicht automatisch, daß sie richtig sind. Dies betrifft vor allem die Abschnitte 523-607 und  607-685.
Besonders problematisch ist hier der letztgenannte Zeitraum.





685-752

Hier scheint der Abschnitt von 523-607 (14 Päpste) zum ersten Mal für eine Kopie verwendet worden zu sein. Die anderen beiden Abschnitte sind die von 914-983 und 984-1048. Dort sind auch wesentlich deutlichere Anzeichen einer Kopie erkennbar.

Der Zeitraum zwischen Johannes II.-Johannes III. wird auch in einer anderen Kopie abweichend behandelt. Von 914-983 entsprechen den vier Päpsten auch vier Päpste. Von 984-1048 sind es aber sieben. Auch von 685-752 weicht lediglich die Anzahl in diesem Zeitraum von 523-607 ab - zwischen den beiden Päpsten Johannes liegt hier kein weiterer Papst.


685--------------------------523
Johannes V.-----------Johannes I.
Konon---------------------Felix III.
Sergius I.-----------------Bonifatius II.
Johannes VI.---------Johannes II.
----------------------------- 4 Päpste
Johannes VII.--------Johannes III.
Sisinnius----------------Benedikt I.
Constantinus I.---------Pelagius II.
Gregor II.---------------Gregor I.
Gregor III.----------------Sabinianus
Zacharias----------------Bonifatius III.





752 - 858

Dieser Abschnitt wurde als variierte Kopie des Abschnitts 607-685 erstellt und umfaßt 14 Päpste.

Dieser Abschnitt beginnt mit jeweils 2+1 gleichnamigen Päpsten, hat teilweise (fast) gleichnamige Päpste parallel, und wird mit Päpsten mit Namen Leo und Benedikt beendet.


752-------------------------607
Stephan (II.)----------Bonifatius III.    
Stephan II.------------Bonifatius IV.

Paul I.-------------------Adeodatus I.    
Stephan III.-----------Bonifatius V.
Hadrianus I.----------Honorius I. (HNRS/HDRNS)
Leo III.-------------------Severinus     
Stephan IV.-----------Johannes IV.    
---------------------------Theodor I.
Paschalis I.------------Martin I.     
Eugen II.---------------Eugen I.
Valentin ---------------Vitalian (VTLN/VLTN)
----------------------------Adeodatus II.  (=Theodor)   
Gregor IV.--------------Donus        .
Sergius II.---------------Agatho    
Leo IV.-------------------Leo II.
Benedikt III.------------Benedikt II.

Nach der Krönung des letzten Papstes folgt 855 ein Gegenpapst mit Namen Anastasius ("der Auferstandene").

Die Frage, ob nicht bereits der Zeitraum von 607-685 selbst erfunden ist (so wie auch der von 523-607), kann so nicht beantwortet werden. Es ist aber auffällig, dass die Päpste von 608-752 überwiegend aus Süditalien und dem Osten stammen,  abweichend von der Zeit davor und danach, wie schon eingangs erwähnt wurde.





844 - 911

Dieser Abschnitt ist teilweise eine Konstruktion (Anfang und Ende) und teilweise eine gering variierte Kopie des 418 (!) Jahre später beginnenden Abschnitts 1276-1334, der eindeutig konstruiert ist (wie unten gezeigt wird). Es sind 18 Päpste enthalten.


844--------------------1276
Sergius II.
Leo IV.
Benedikt III.


Nikolaus I.--------Hadrianus V.
Hadrianus II. ---Johannes XXI.
Johannes IX.----Nikolaus III.


Mar(t)inus I.------Martin II.
Hadrian III. -------Honorius IV. (HNRS/HDRNS) wie oben
Stephan V.---------Nikolaus IV.
Formosus----------Coelestin V.
Bonifatius VI.---Bonifatius VIII.
Stephan------------Benedikt XI.
Romanus----------Clemens V.
Theodor
Johannes IX ---Johannes XXII.

Benedikt IV.
Leo V.
Sergius III.


Nach diesem Abschnitt folgt 911 ein Papst mit Namen Anastasius ("der Auferstandene") (sowie Papst Lando).

 

Päpste844-911
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

914 - 983

Dieser Teil umfaßt 14 Päpste.Hier liegt eine variierte Kopie des Abschnitts vom 523-590 sowie eine Konstruktion vor. Schema:
1) Johannes
2) zwei weítere Päpste, zu Anfanfg 2x Leo+Stephan, dann Leo+Benedikt, dann 2x Benedikt

Die beiden Ausnahmen sind an der selben Stelle genau in der Mitte platziert.


914-------------------523
Johannes X.-----Johannes I.
Leo VI.--------------Felix III.
Stephan VII.------Bonifatius II.

Johannes XI.-----Johannes II.
Leo XII.--------------Agapitus I.
Stephan VIII.------Silverius

Marinus II.-----------Vigilius
Agapitus II.----------Pelagius I.

Johannes XII.----Johannes III.
Leo VIII.-------------Benedikt I.
Benedikt V.--------Pelagius II.

Johannes XIII.
Benedkt VI.
Benedikt VII.

------------------------
Johannes XIV.





984 - 1048

Eine weitere Variation des Abschnitts von 523-608, ebenfalls mit 14 Päpsten.

Dieser Abschnitt ist um die Päpste Gregor V. als ersten deutschen Papst (Pendant: Bonifatius II. als erster germanischer Papst) und Clemens II. als zweiten deutschen Papst (Pendant: Pelagius II. als zweiter germanischer Papst) strukturiert. Beide Päpste haben einen zeitlichen Abstand von 466 Jahren (siehe [1] S. 145 ff.).

Offensichtlich ist die Papstliste um 466 Jahre verschoben, und nicht um 462 (Ottonen) oder 470 Jahre (Karolinger).

Nach den ersten sechs deutschen Päpsten im 10./11.Jh. folgt der siebente, und bis vor kurzem letzte, deutsche Papst (Hadrian VI.) 464 Jahre nach dem sechsten, 1058 => 1522.

Dies wird bestätigt durch Karl I. von Anjou (König von Sizilien/Neapel, zeitweise Regent von Frankreich und mächtigster Herrscher Europas, der möglicherweise die Vorlage für Karl den Großen lieferte. Karl I. starb 1285, 471 Jahre nach Karl dem Großen (814). Er wurde Weihnachten 1266 (orthodox 6. Januar) vom Papst in Rom gekrönt, 466 Jahre nach Karl dem Großen.

Exkurs:
Zuvor war er schon zum Senator von Rom gewählt worden, hatte auch den Papst nach einer Flucht aus Rom retten müssen, und war sogar im Heiligen Land (diese Geschichrte über Karl den Großen wird heute von der offiziellen Geschichte nicht für wahr gehalten).  Auch sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Zufälligerweise gab es auch byzantinische Kaiser mit Namen Michael zu dieser Zeit wie zu Zeiten Karls des Großen und kurz danach. In meinem Buch ([1] S. 148) hatte ich schon beschrieben, daß sich die Königsnamen Ludwig und Karl ab 1313, 470 Jahre nach dem Vertrag von Verdun 843, wiederholen, sogar mit gleicher Regentschaftszeit. Es gibt 1310 sogar analog zu 840 eine Sonnenfinsternis im gleichen Gebiet (http://eclipse.gsfc.nasa.gov/SEatlas/SEatlas1/SEatlas0821.GIF und http://eclipse.gsfc.nasa.gov/SEatlas/SEatlas2/SEatlas1301.GIF, natürlich auch 300 Jahre minus 46 Tage früher, 1010, entsprechend der Periodizität der SoFis, bzw. 170 Jahre später: http://eclipse.gsfc.nasa.gov/SEatlas/SEatlas2/SEatlas1001.GIF ;-) Weitere Elemente für die Zeit Karls des Großen sind dann aus der Zeit ca. 309 Jahre nach seinem fiktiven Leben (um 1100) entnommen. Z.B. byzantinische Kaiserinnen mit Namen Irene, Walahfridus Strabus als Pendant zu Wibaldus Stabulensis (Tod 309 Jahre nach dem ersteren) usw.
Ende Exkurs


984-------------------530
Bonifatius VII.-----Bonifatius II.
Johannes XV.----Johannes II.

Gregor V. (= Bonifatius II. 466 Jahre zuvor)
Johannes XVI. Philagathos----- Agapitos
Silvester------------Silverius

21 Jahre------------24 Jahre
(4 Päpste)

Johannes XIX.---Johannes III.
Benedikt IX.-------Benedikt I.

Silvester III. (Giovanni di Sabina)
Gregor VI.
Clemens II.---------Pelagius II. (466 Jahre Abstand)
--------------------------Gregor I.
--------------------------Sabinianus

Man kann hier sehen, daß die Päpste vor Clemens II. (Silvester III., Giovanni di Sabina, und Gregor VI.) den Päpsten nach Pelagius II. (Gregor I. und Sabinianus) entsprechen.





1046 - 1145

Dieser Teil umfaßt 100 Jahre, 18 Päpste, und ist klar konstruiert. Er wird bestimmt von den "II.", zu Beginn noch abgewechselt von den "IX.". Genau in der Mitte liegen zwei Päpste mit abweichenden Nummerierungen.


Clemens II.
Benedikt IX.
Damasus II.
Leo IX.
Viktor II.
Steohan IX.
Nikolaus II.
Alexander II.
------------------
Gregor VII.
Viktor III.
------------------
Urban II.
Paschalis II.
Gelasius II.
Calixt II.
Honorius II.
Innozenz II.
Coelestin II.
Lucius II.

Nach diesem Teil folgt Eugen III. (1145-1153), und danach Anastasius IV. (1153-1154).

Päpste1046-1145



1154 - 1276

Direkt davor liegt ein Papst mit Namen Anastasius. Dieser Teil hat eine Länge von 122 Jahren und umfaßt auch 18 Päpste. Jeweils am Anfang und am Ende liegt ein Papst mit Namen Hadrian (Hadrian IV. = Nikolaus Breakspear). Dieser Teil wird von den "III." und "IV" bestimmt.

Die Konstruktion ist etwas komplizierter. Man sucht zuerst eine auffällige, ungefähre Mitte (wie im gerade beschriebenen Teil) und sortiert die Päpste nach der Anzahl ihres Auftretens. Es gibt zwei Päpste, die einmal erscheinen, und zwei Päpste, die dreimal erscheinen. Die restlichen fünf Namen gibt es je zweimal. Die jeweils dritten Innozenz` und Gregors sind rund um die Mitte Honorius III. angeordnet (siehe auch oben:  zweimal Hadrianus=Honorius), direkt davor und danach die beiden Coelestins. 


Hadrian IV.
Alexander III.
Lucius III.
Urban III.
Gregor VIII.
Clemens III.
------------------
Coelestin III.
Innozenz III.
Honorius III.
Gregor IX.
Coelestin IV.
------------------
Innozenz IV.
Alexander IV.
Urban IV.
Clemens IV.
Gregor X.
Innozenz V.
Hadrian V.


Die Mitte von Coelestin III.-Coelestin IV. läßt man außen vor, ebenso den nur einmal vertretenen Lucius. Dann hat man jeweils zwei Päpste mit gleichem Namen. Diese sind nach folgendem Schema angeordnet:
1.) Alexander
2.) Urban
3.) Gregor / Clemens
4.) Clemens / Gregor
5.) Innozenz


1154-1276Eins

 Darin ist also ein weiteres Muster erkennbar, wenn man zuerst dies sieht:

1154-1276Zwei

 

 Und man sieht das beschriebene Schema:

Päpste 1154-1276Drei

 


1277 - 1455

Dieser Teil hat eine Länge von 178 Jahren und 21 Päpste. Jeweils am Anfang und am Ende liegt ein Papst mit Namen Nikolaus.

Direkt davor liegt noch außer der Reihe Johannes XXI. (1276-1277).

Auch hier fällt auf, daß die meisten Namen, nämlich sieben, zweimal vorkommen. Einen Namen gibt es dreimal und vier Namen einmal. Zum Finden des Konstruktionsprinzips geht man genauso vor wie eben. Jeweils zwei gleichnamige Päpste folgen aufeinander. Es ist aber noch ein wenig komplizierter. Man sucht zuerst einen "ungewöhnlichen" Papst ungefähr in der Mitte. Dies ist Johannes XXII. mit einer völlig aus dem Rahmen fallenden Nummerierung. Er ist der erste Papst, der seine Amtszeit in Avignon beginnt,
nach zweieinhalb Jahren Papstlosigkeit. Gregor XII. verlegt dann 1376/77 seinen Sitz wieder von Avignon nach Rom.

Direkt davor und danach liegen nacheinander zwei Päpste mit Namen Benedikt und Clemens. Damit ist das Prinzip vorgegeben. Vor Benedikt XI. liegt ein Bonifatius, und nach Clemens VI. ein Innozenz. Diese würden ohne die Päpste in der Mitte direkt aufeinander folgen. Ebenso direkt aufeinander folgen Bonifatius IX. und Innozenz VII.

Ohne diese beiden Bonifatius IX. und Innozenz VII. würden Urban VI. und Gregor XII. aufeinander folgen. Urban V. und Gregor XI. folgen auch direkt aufeinander.

Ebenso folgen aufeinander Martin IV. und Nikolaus IV., sowie Martin V. und Nikolaus V., wenn wie im vorigen Teil (1154-1276) die nur einmal auftretenden Papstnamen Honorius und Eugen ignoriert werden. Das war`s dann auch schon !


Nikolaus III.
Martin IV.
Honorius IV.
Nikolaus IV.
Coelestin V.
Bonifatius VIII.
-----------------
Benedikt XI.
Clemens V.
Johannes XXII.
Benedikt XII.
Clemens VI.
-----------------
Innozenz VI.
Urban V.
Gregor XI.
Urban VI.
Bonifatius IX.
Innozenz VII.
Gregor XII.
Martin V.
Eugen IV.
Nikolaus V.

 

Päpste1277-1455


1455 folgt Alfonso Borgia als Kalixt III. Es fällt auf, dass nach diesem mit Pius II. und Paul II. zwei Päpste mit einer II.er Nummerierung folgen, etwas, das nach der II.er Flut von 1046-1145 nicht wieder vorgekommen war (Pius I. 140-155 und Paul I. 757-767). Es folgen in den nächsten Jahrzehnten weitere Päpste mit Namen, die seit über einem Jahrtausend nicht mehr getragen wurden, neben weiteren Pauls und Pius`:
Sixtus IV. (1471-1484) - zuletzt 432-440
Julius II. (1503-1513) - zuletzt 337-352
Marcellus II. (1555) - zuletzt 308-309

Marcellus II. ist dann auch der letzte Papst mit einer echten II.-Nummerierung in der Geschichte der Päpste (Johannes Paul II., 1978-2005, trug ja eigentlich einen zusammengesetzten Namen, so wie sein direkter Vorgänger).

Mit Kalixt III. verändert sich das Wesen des Papsttums nach offizieller Geschichte entscheidend. Machtgier, Nepotismus, Mordlust und Kriegsführung der Päpste erreichen einen bislang ungekannten Grad.
Im Vergleich dazu dürfte die Fälschung von sieben Jahrhunderten Papstgeschichte (oder gar noch mehr) zur besseren Legitimation des Machtanspruchs fast ein Kavaliersdelikt sein. Ein weiterer Papst aus dem Hause Borgia ist Alexander VI. 1492-1503.

Nikolaus Machiavelli verherrlicht in seinem Werk "Der Fürst" (1513) die skrupellose Machtpolitik der Borgias in der Person Cesare Borgias, des Sohnes von Papst Alexander VI. Machiavelli arbeitete auch für die einflußreche Familie Medici, die im 16./17. Jh. vier Päpste stellte. Im Auftrag des Medici-Papstes Clemens VII. schrieb er u.a. ein Werk über die Geschichte von Florenz ("Istorie fiorentine"), veröffentlicht postum 1532. Machiavelli war dann aber bald so gefährlich für die Papstkirche, daß seine Werke 1559 auf den "Index Librorum Prohibitorum" gesetzt wurden, womit der Vernichtung aller nicht genehmen Schriften nichts im Wege stand.






2)

Die Borgias und Medici des 15./16. Jh. haben sich in der Papstliste des Mittelalters mit den Grafen von Tusculum [stammt ebenso von "Tusci" wie Toskana] verewigt, die im 10./11. Jh. Papst wurden. Deren Pontifikate liegen (fast) genau 500 Jahre davor, beginnend mit
1) Johannes XII. (955.964) => Kallixt III. (1455-1458).
2) Dabei ist außerdem Silvester II. (999-1003), der nicht Graf von Tusculum ist =  Alexander VI. (1492-1503). Silvester II. lebte lange im (damaligen) Aragonien, dem Herkunftsland der Borgias, wo er seine Ausbildung erhielt und studierte.
3) Benedikt VIII. (1012-1024) => Leo X. (1513-1523).
4) Johannes XIX. (1024-1032) => Clemens VII. (1523-1534).
5) Benedikt IX. (1032-1048) => Paul III. (1534-1549), der mit dem Borgia-Papst Alexander VI. verschwägert war
6) Benedikt X. (1058-1060) => Pius IV. (1559-1565)





Es gibt auch eine Korrelation der Amtszeiten der Päpste im Sinne Fomenkos in den Jahren von 687-891 im Vergleich zu 384-530, von ihm wohl übersehen. In Klammern steht die Dauer der Amtszeit.


687----------------------------------384 (Differenz: 303 Jahre)
Sergius I. (14)(Syrier)----------Siricus (14)
Johannes VI. + VII. (3+3)-------Anastasius I. (3)
Constantinus I. (7)----------------Zosimus + Bonifatius I. (6)----Reihenfolge mit Innozenz I. vertauscht
Gregor II.(16)----------------------Innozenz I. (14)
Gregor III. (11)--------------------Coelestin I. (10)
Zacharias (10)--------------------Sixtus III. (8)
752----------------------------------440 (Differenz: 312 Jahre)

752-795: 43 Jahre eingeschoben

795----------------------------------440 (Differenz: 355 Jahre)
Leo III. (20)------------------------Leo I. (21)
[Stephan IV. (<1)]
Paschalis I. (7)--------------------Hilarius (6)
[Eugen II. (3)]
[Valentin (<1)]
Gregor IV. (17)--------------------Simplicius (15)
[Sergius II. (3)]
Leo IV. (8)--------------------------Felix II. (9)
Benedikt III. (3)--------------------Gelasius I. (5)

855----------------------------------496 (Differenz: 359 Jahre)
Anastasius III. (Gegenpapst)-Anastasius II.
Nikolaus I.+Hadrian II. (15)-----Symmachus (15)
Johannes VIII. (10)---------------Hormisdas (9)
Marinus I.+Hadrian III. (3)------Johannes I. (3)
Stephan V. (6)---------------------Felix III. (4)
891----------------------------------530 (Differenz: 361 Jahre)


[Einen ähnlichen Vergleich für das 4.-9. Jh. hat bereits H.-E. Korth aus der Fantomzeitler-Perspektive vor einiger Zeit einmal vorgenommen. Seine Ergebnisse weichen jedoch fast alle von meinen ab, außer bei fünf Päpsten.]



Damit ergibt sich zusammen mit Fomenkos zu Anfang zitiertem Ergebnis und den Ergebnissen meiner Namensanalyse, daß der Zeitraum von 384-607 mehrfach als Grundlage für Kopien diente. (+700 = 1084-1307 ?)

Mit Bonifatius IV. (608–615) begann noch im 16.Jh. (bis zu Scaliger) das Papsttum in Rom (und damit die Papstliste) aufgrund eines Dekretes von Kaiser Phokas.
Bonifatius IV. bekam angeblich von Kaiser Phokas das Pantheon geschenkt, das dann zu einer christlichen Kirche wurde.
Auf ihn geht die Gleichung 754 a.u.c. = 1 n.Chr. zurück.

Bonifatius IV. war Benediktiner, italienisch: Benedetto.

Bonifatius VIII. (1294–1303) hieß vor seinem Pontifikat Benedetto.

Die Geburtsorte von Bonifatius IV. und dem VIII. liegen nach offizieller Geschichte nur wenige Kilometer voneinander entfernt (Provinzen Aquila und Frosinone nördlich von Rom) - das genaue Geburtsjahr oder der Geburtstag beider Päpste ist unbekannt.

Bonifatius VIII. war der letzte Papst vor dem Exil in Avignon, der ständig in Rom residierte
[Benedikt XI., 1303/04 - acht Monate, wurde mehrmals aus Rom vertrieben und residierte daher in Perugia. Clemens V., 1305–1314, war niemals in Rom und verlegte den Papstsitz nach Avignon. Während seiner Amtszeit wurde der Templerorden vernichtet.]

Beide Päpste liegen ca. 700 Jahre auseinander.



.
In der Geschichte der Entstehung des "Liber pontificalis", in dem die Biographien der Päpste chronologisch aufgeführt sind, gibt es einige markante Eckpunkte. Diese wiederholen sich interessanterweise nicht nur in der Geschichte des Druckes dieser Papstliste, sondern in frappierend exakter Weise auch in den Eckpunkten der von mir entdeckten und oben beschriebenen Strukturen der Papstliste. Ein Vergleich lohnt sich !

1) 384: Alle Biographien vor 384 (Siricus) soll Hieronymus geschrieben haben - so meinte man im Mittelalter. (Papst vor Siricus: Damasus I.)
2) 496: Ab Papst Anastasius II. sollen die Inhalte deutlich zuverlässiger und "historisch korrekter" sein als vorher.
3) 530: Erweiterung der Papstliste bis Felix III. [durch einen unbekannten Autor]. Die Papstliste bis hierhin wird als ein geschlossenes Werk angesehen.
4) 607: Auch hier sieht die offizielle Geschichte einen deutlichen Sprung in der "historischen Korrektheit"
5) 687: Erweiterung bis  Konon [durch einen unbekannten Autor]
6) 752-757 (Stephan II.): Eine Ausnahme unter den Papst-Biographien dieser Zeit, da der Autor dieser Einzel-Biographie bekannt ist.
7) 858-867 (Nikolaus I.) Erweiterung durch den früheren Gegenpapst Anastasius III. Diesem wurden noch im 16./17. Jh. alle Biographien von 384-867 zugerechnet, also nach Hieronymus.
8) 891: Erweiterung bis Stephan V. [durch einen unbekannten Autor]. Bis dahin soll der "ursprüngliche" Liber pontificalis gehen.
9) 1049: Erst ab Leo IX. sind wieder detaillierte Einzel-Biographien überliefert, aber nicht als Fortsetzung des Liber pontificalis. (Papst vor Leo IX.: Damasus II.)
10) Um 1150: Fortsetzung des Liber pontificalis durch Kardinal Boso, Neffe von Papst Hadrian IV. (Papst ab 1154). Boso war päpstlicher Schreiber seit Papst Eugen III. (1145-1153). Parallel zu Boso setzt ein gewisser Petrus Guillermi den Liber pontificalis fort.
11) 1281-1285: Ein unbekannter Autor verwendet vorliegende Biographien, um den Liber Pontificalis aus dem 12. Jh. bis Papst Martin IV. (1281-1285) zu erweitern.
12) 1328: Derselbe unbekannte Autor setzt selbst den Liber Pontificalis bis Johannes XXII. (1316-1334) fort.
13) Um 1450: Weitere Fortsetzungen reichen dann bis Papst Martin V.(1431), Eugen IV. (1447) und Pius II. (1464). Ende.

Der Liber Pontificalis wurde erstmals 1602 gedruckt (in Mainz) unter dem Titel "Anastasii bibliothecarii Vitæ seu Gesta. Romanorum Pontificum". Die Papstliste ging in dieser Erstausgabe nur bis Nikolaus I. (858-867). Ein Jahrhundert später (1718) wurden bei Nachdrucken die Päpste bis Stephan V. (891) hinzugefügt. 1750 (Muratori) endet die Liste bei Johannes XXII. (1316-1334). Erst 1886 wird der Liber pontificalis vollständig gedruckt (Duchesne).







3)
Anmerkung

Im Zusammenhang mit der Beschäftigung mit den Päpsten habe ich (leider jetzt erst) auch etwas mehr vom herausragenden Historiker und Chronologiekritiker Edwin Johnson gelesen. Dessen Schwerpunkt war  Religionsgeschichte. Auch er hat schon die Erfindung von ca. 600-700 Jahren Geschichte (von ca. 700-1400 AD) vermutet. Seine religionsgeschichtlichen Argumente werden sehr gut durch die Egebnisse meiner Analyse der Namensstrukturen der Päpste unterstützt.

Hier meine Arbeitshypothese, die den geringstmöglichen Aufwand an Fälschungen berücksichtigt, aber höchstmögliche Übereinstimmung mit den Überlieferungen der Vergangenheit (insbesondere materieller Natur) anstrebt:

1) Wie die Analyse der Namensstrukturen der europäischen Herrscher bereits gezeigt hat, kann es vor dem 14. Jh. keine verläßliche Überlieferung geben. Dies hat Kammeier auch schon so erkannt und diese Texte als "Geschichtsdichtung" bezeichnet. In einzelnen Ländern geht die klar nachweisbare Konstruktion der Herrschernamen bis ins 16. und 17. Jh. Diese Muster sind weder subjektiver Natur noch (Zahlen-)Mystik, sondern objektiv vorhanden und mathematisch nachweisbar (Ich werde dies später an anderer Stelle detailliert zeigen). Der nicht direkt auf diese Weise erkennbare Umfang der Fälschungen auch in späterer Zeit (nach dem 14. Jh.) wird daher ebenfalls immens sein.

2) In der Chronologie gibt es 700 Jahre zu viel zwischen den antiken und den mittelalterlichen Geschichtsteilen.
Dies wird belegt durch
a) die genau 700 Jahre später (aber sonst nie) passenden römischen Überlieferungen zum antiken Osterstreit,
b) die implizite Angabe des Jahres 258 für die Gründung Roms in der Chronik des Lupus Protospatharius Barensis,
c) die Untersuchungen Robert R. Newtons zur Umdrehungs-Rate der Erde,
d) eine Reihe von Sonnenfinsternissen, die so besser mit den Überlieferungen übereinstimmen als nach offizieller Geschichte.
Darüber hinaus sind eine Reihe weiterer Indizien stratigrafischer, archäologischer sowie bau-, technik- und kunstgeschichtlicher Art vorhanden.

In der Papstliste sind entweder ca. 700 Jahre erfunden (7.-14.Jh. oder 752-1455) oder die gesamte Papstliste wurde erst Ende des 15./Anfang des 16. Jh. erfunden (Dies wird Gegenstand einer späteren, detaillierten Analyse sein). Die überlieferten, genau um 700 Jahre ins Mittelalter verschobenen römischen Daten des antiken Osterstreites sprechen für die Authentizität eines Teils der antiken Liste.

Die deutsche Geschichte scheint im 11./12. Jh. u.Z. (auch archäologisch) weitgehend problemlos an das 4./5. Jh. AD der Antike anzuknüpfen. In dieser Zeit sind auch die Franken (Merowinger, Salier, vielleicht Karolinger) einzuordnen. Das nachfolgende Mittelalter ist aber (Kammeier folgend) weitgehend gefälscht und nachträglich konstruiert.
Die später literarisch überhöhten Karolinger hat man später dazwischen geschoben, mit der Folge, daß sie architektonisch und in der Anbindung an Ostrom/Italien in der Zeit um 1100 passen (siehe z.B. Illigs Aachen-Buch). Möglicherweise liegen sie aber auch erst direkt vor 1313 u.Z.
Damit wird die künstlich verdoppelte Bildung der Stammesherzogtümer und die damit verbundene Territorialisierung in deutschen Landen jeweils einmal vor und einmal nach den Karolingern wieder "vereinfacht".

In Frankreich und England überlagern sich möglicherweise zeitweise zwei um 700 Jahre verschobene Zeitrechnungen bis ins 15./16. Jh. (z.B. Gregor von Tours 6. Jh. = 13.Jh., Beda um 700 AD = 1400 u.Z., englische Osterdaten bis 878 AD = 1578 u.Z.). Da auch in England die Antike Anfang des 5. Jh.endet, knüpft die mittelalterliche Geschichte dort ab etwa dem 11./12. Jh. u.Z. an.

Im Byzantinischen Reich entspricht wohl das 11.-13. Jh. u.Z. dem 4.-13. Jh. AD. Angesichts der spärlichen Ausbeute an Überresten aus der Vergangenheit nach Konstantin I. liegt nichts näher, als den Zeitraum, der heute das 4.-6. Jh. umfaßt, als künstlich verlängert anzuerkennen. Das 4.-6. Jh. dauert damit nicht 300 Jahre, sondern nicht viel länger als ca. 100 Jahre. An die Konstantinische/Valentinianische/Theodosianische Dynastie (4. Jh. AD = 11. Jh. u.Z., 311 AD = 1011 u.Z.), schließen sich wohl die Feldherren/Imperatoren/Kaiser/Usurpatoren an, die laut offizieller Geschichte im 5./6.Jh. herrschten (z.B. gibt es Justin und Justinian u.a. auch als Generäle). Diesen folgen die "Armenier" (Herakleische und Makedonische Dynastie), die sich an die Macht geputscht haben, indem sie die herrschenden Kaiser ermordet und deren Dynastien beseitigt haben. Unter ihnen vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel. Danach die Dukai, Komnenen und Angeloi. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer (was auch immer da konkret passiert sein mag) erfolgt vom 13.-16. Jh. die Konstruktion der erfundenen Geschichte seit der Antike.

So enthält z.B. der bekannte Mardin-Hort Münzen von Anastasios I. (traditionell ab 491 AD) über die justinianischen und andere byzantinische Kaiser hinweg bis zu seldschukischen Herrschern der ersten Hälfte des 13. Jh.. Da große Münzhorte in der Regel Münzen aus max. 100-150 Jahren, selten mehr, umfassen,  würde dies Anastasios I. frühestens in die Mitte des 11. Jh., ca. 200 Jahre vor den letzten Münzen, versetzen. Dies wird bestätigt durch islamische Gegenstempel auf vielen Münzen aus dem 12. Jh., beginnend bei Justin I. (traditionell 518-527).

In Italien scheint es zwei Linien zu geben, im Abstand von ca. 200 Jahren. Dies hat auch schon U.Topper im Zusammenhang mit der italienischen Renaissance, insbesondere Dante und Petrarca, bemerkt.
Dies liegt wohl an der Verbindung zum Oströmischen Reich. Erstens entspricht wohl das 6.Jh. AD dem 11. Jh. u.Z. (Differenz ca. 500 Jahre), z.B. Justinians "Codex Iustinianus", der im 11. Jh. in Norditalien "wiedergefunden" wird. Andererseits entsprechen die Gotenkriege des 6. Jh. den Kämpfen zwischen Staufern und Römern des 13. Jh. (Differenz 700 Jahre) recht gut. Die Folge ist jeweils ein neues Zeitalter, das Ende der Spätantike bzw. der Beginn der Renaissance. Je nachdem, wie man aus der Gegenwart zurückrechnet, kommt man dann auf ca. 200 Jahre Unterschied.

Ost- und Nordeuropa beginnen ihre tatsächliche schriftlich nachweisbare Geschichte erst im 11./12. Jh. u.Z. und haben keine (schriftliche) antike Geschichte. Stratigrafisch liegen antike Überreste direkt unter den hochmittelalterlichen  Siehe z.B. Yarmal-Pipeline-Bau in Polen, wo es eine Lücke von ca. 700 Jahren zwischen Funden gibt, die dem 4. und dem 11. Jh. zugeordnet werden. Zugleich entsprechen die Merkmale der Funde des 11. Jh. gleichartigen Funden in Westrußland, die dort (chronologisch an Byzanz angebunden) auf das 7. Jh. AD datiert werden. Dies entspricht genau der oben schon beschriebenen Situation bei den Münzen des Mardin-Hortes.









Literatur

Auf eine ausführliche Liste wird an dieser Stelle verzichtet. Für die Papstliste kann die aktuelle Literatur der Wahl genutzt werden.
Für einen schnelen Überblick:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_P%C3%A4pste

[1] Arndt, Mario (2012): Das wohlstrukturierte Mittelalter; Norderstedt
[2] Fomenko, Anatoly T. (2003-2006): History: Fiction or Science; Paris/London/New York

 

 

 

Mario Arndt, 10.8.2012

 

 

 

 

Von den Merowingern bis zu Karl V. und darüber hinaus - die Systeme der Königsnamen

Dies ist eine Fortsetzung des Artikels Die Systeme der Namen der römisch-deutschen und französischen Könige des Hochmittelalters .

 

Gesamtinhalt:

1. Das römisch-deutsche System der Königsnamen von 911 bis 1313
1.1. Das System
1.2. Weiteres zur inneren Struktur des Systems
1.3. Die Könige vor und nach dem System
1.4. Ein paar wichtige Zahlen, aber keine Mystik
2. Das französische System der Königsnamen von 929 bis 1322
2.1. Das System
2.2 Die Struktur innerhalb des Systems


3. Die Erweiterung auf 768 bis 1493 und darüber hinaus
3.1. Die formale Struktur des Systems von 911-1313
3.2. Die Erweiterung in die Zukunft bis 1493
3.3. Die Erweiterung in die Vergangenheit bis 768
3.4. Die Gesamtstruktur des Systems von Karl Martell bis zu Karl V.
3.5. Ein 8. Abschnitt bis 1740
3.6. Eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das System von 911-1313
4. Das System der Namen der Merowinger-Könige 428-752
4.1. Die Struktur des Systems
4.2. Die Einbettung in ein Gesamtsystem von 428-1740

 

 

3. Die Erweiterung auf 768 bis 1493 und darüber hinaus

3.1. Die formale Struktur des Systems von 911-1313

Das Muster (engl. pattern) des analysierten Systems der Königsnamen von 911-1313 in ostfränkischen und römisch-deutschen Landen, das sich viermal wiederholt, sieht wie folgt aus:

a) Konrad
b) Heinrich
c) Liste beliebiger Namen der Länge x, wobei x-1 die Länge des vorherigen Abschnitts ist, mit x1=3.
d) Heinrich

Kürzt man den Namen Konrad mit "K", und den Namen Heinrich mit "H" ab, so erhalten wir folgende kompakte Darstellung des Systems (die einzige Ausnahme Lothar III. genau in der Mitte wird hier außen vor gelassen):

911
1) KH(3)H
2) KH(4)H
3) KH(5)H
4) KH(6)H
1313

Das schreit ja förmlich nach nach einer Erweiterung um 2 und 1 bei den Königen des mittleren Teils in die Vergangenheit, und um 7 in die Zukunft. Wir werden sehen, daß das System noch wesentlich größer ist als bisher erkannt, und werden feststellen, daß die einzige Ausnahme, König Lothar (auch Luther geschrieben), exakt in der Mitte angeordnet ist.

Dazu ist eine weitere Abstraktion nötig. Da es außerhalb von 911-1313 keine Könige mit Namen Konrad oder Heinrich mehr gibt, wird die Eigenschaft Heinrichs wichtig, immer der jeweils zweite und der jeweils letzte Name eines in seiner Länge genau definierten Abschnitts zu sein. Die Funktion der Namen Konrad und Heinrich übernehmen also andere Namen.

 

3.2. Die Erweiterung in die Zukunft bis 1493

Nach dem letzten König des 4. Abschnitt (Heinrich VII., 1313) ist der erste König Ludwig IV., der den bisherigen Part des Konrad übernimmt. Zweiter gewählter und gekrönter König ist Friedrich der Schöne (Gegenkönig). Da der 4. Abschnitt insgesamt 9 Könige umfaßte (davon 6 im Mittelteil), muß der 5. Abschnitt 10 Könige umfassen (davon 7 im Mittelteil). Die Reihenfolge der 10 Könige nach 1313 ist wie folgt:

Ludwig IV.
Friedrich der Schöne
Karl IV.
Günther von Schwarzburg
Wenzel von Luxemburg
Ruprecht von der Pfalz
Jobst von Mähren
Sigismund
Albrecht II
Friedrich III.

Der 10. und letzte König hat dann auch tatsächlich den Namen Friedrich, Friedrich III.. Somit ist das System bis 1493, dem Jahr seines Todes, erweitert worden.

 

3.3. Die Erweiterung in die Vergangenheit bis 768

Im Jahre 911, dem bisherigen Beginn des Systems, starb der andere Ludwig IV., vor Konrad I.. Der Name Ludwig übernimmt also vor 911 die Rolle des Heinrichs danach. Da der Abschnitt mit Konrad I. bis Heinrich II. 6 Könige umfaßte (davon 3 im Mittelteil), muß der Abschnitt davor 5 umfassen (davon 2 im Mittelteil). Und wir sehen:

Karl
mann (ab 876 König)
Ludwig III.
Karl III. der Dicke
Arnulf von Kärnten
Ludwig IV.

Und tatsächlich, der Name Ludwig taucht wieder als zweiter Name des 5 Namen umfassenden Abschnittes von 876-911 auf, mit dem Namen Karl als erster Position anstelle des Konrad.

Geht man noch einen Schritt weiter zurück – Abschnitt mit insgesamt 4 Königen, davon 1 im Mittelteil, so muß man Folgendes beachten: Da der Herrschaftsbereich von fränkischen Königen (rex) außer Karl dem Großen vor der Teilung des Reiches 843 (Vertrag von Verdun) regional begrenzt war, muß die Person genommen werden, die Herrscher des Gesamtreiches war. Das war in dieser Zeit der Kaiser (imperator). Da die späteren ostfränkischen und römisch-deutschen Könige, auch die Gegenkönige, immer Herrscher des Gesamtreiches waren (jedenfalls dem Anspruch nach), ist das die einzig sinnvolle Vorgehensweise – sonst müßte man ja z.B. auch die Könige von Böhmen innerhalb des HRR mitzählen.
Wir sehen also:

Karl I., der Große….........(ab 768 König)
Ludwig I………………...(ab 813/14 Kaiser)
Lothar I………………….(ab 817/40 Kaiser)
Ludwig II., "der Deutsche"(ab 843 König des Ostfränkischen Reiches)

Auch hier ist wieder der Name Karl der erste, und der Name Ludwig der zweite und letzte des in der Länge genau definierten Abschnitts.

 

3.4. Die Gesamtstruktur des Systems von Karl Martell bis zu Karl V.

Das gesamte bisher beschriebene System mit insgesamt 7 Abschnitten beginnt also im Jahre 768 (Karl der Große wird König), und endet 1493 (Friedrich III. stirbt).

Rein formal geschrieben: Bezeichnet man mit A den Namen des jeweils ersten Königs eines Abschnitts, und mit B den Namen des jeweils zweiten und letzten, so sieht das gesamte System so aus:

Karl Martell -> Pippin der Kleine ->
AB(1)B -> AB(2)B -> AB(3)B -> AB(4)B -> AB(5)B ->AB(6)B -> AB(7)B
-> Maximilian -> Karl V.

Kurz eine Bemerkung zu den "Karlmanns" vor der Reichsteilung 843. Es gibt jeweils einen Karlmann als Bruder von Pippin dem Kleinen, dem Vater Karls des Großen, und einen Karlmann als Bruder Karls des Großen. Beide werden am selben Tag wie ihre Brüder gekrönt, und sterben wenige Jahre später. Auch Karl der Große hat einen Sohn namens Karlmann in Italien. Dieser wird später unter dem Namen Pippin König von Italien. Wir lassen daher die seltsamen Brüder Karls des Großen und Pippins des Kleinen namens "Karlmann" außen vor.

Beginnend von der Krönung Karls des Großen, 768, sind es 356 Jahre bis Lothar III. 1125 König wird. Er stirbt im Jahre 1137, genau 356 Jahre vor dem Tod des letzten Königs des Systems, Friedrich III. im Jahre 1493. Somit wurde die einzige Ausnahme exakt in der Mitte platziert.

Vor Karl dem Großen (768) herrschte im Frankenreich sein Vater Pippin der Kleine, davor war faktisch seit 717 Karl Martell als "dux et princeps Francorum" der politische Führer des Landes. Karl Martell gilt als der 1. Karolinger.

Nach 1493 (Tod Friedrichs III.) herrschte im HRR Maximilian I.. Der Name Maximilian(der Größte) ist ein Antonym zu Pippin dem Kleinen, der vor 768 König war. Nach diesem Gegensatz klein/groß kommt vor Pippin Karl Martell, der 1. Karolinger, und nach Maximilian Karl V.. Es ist daher anzunehmen, daß das ganze System entweder frühestens während seiner Herrschaft (1520-1556) entworfen wurde, oder zumindest in wesentlichen Teilen erweitert wurde.

Die Geschlossenheit des Systems von 768-1493 zeigt sich daran, daß
1) Lothar III., die einzige Ausnahme, genau in der Mitte angeordnet ist, und daß
2) der erste und der letzte König, Karl der Große und Friedrich III., auch der erste und letzte König waren, die vom Papst in Rom zum Kaiser gekrönt wurden. Sie bedurften daher offensichtlich einer anderen Herrschaftslegitimation als die Herrscher der Antike und die Herrscher der Neuzeit

 

3.5. Ein 8. Abschnitt bis 1740

Nach Friedrich III. hatten die römisch-deutschen Könige alle den Titel "Erwählter Römischer Kaiser" (außer Ferdinand IV., der vorher starb), ohne Legitimation durch den Papst. Auch Karl V. trug diesen Titel bereits seit 10 Jahren, als er sich 1530 in Bologna noch einmal, als letzter römisch-deutscher Kaiser überhaupt, die Krone vom Papst aufsetzen ließ.

Zählte man also ab Maximilian I. nur die Kaiser, so würde sich folgender 8. Abschnitt nach dem beschriebenen System ergeben (gleichsam ein Neubeginn nach den 7 Tagen der Schöpfung), der insgesamt 11 Herrscher umfassen muß, und dann bis zum Jahre 1740 reicht:

Maximilian I.
Karl V.
-> 8 Kaiser
Karl VI. (bis 1740)

 

3.6. Eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das System von 911-1313

Einige Eigenschaften des beschriebenen römisch-deutschen Systems von 911-1313, eingerahmt von einem Ludwig IV. direkt davor und direkt danach, lassen sich recht einfach formalisieren, so daß zumindest für diesen Teil eine Wahrscheinlichkeit konkret berechnet werden kann. Wir hatten dieses System oben so dargestellt:

911
1) KH(3)H
2) KH(4)H
3) KH(5)H
4) KH(6)H
1313

Der leichteren Verständlichkeit wegen wird auf eine Gewichtung der einzelnen Namen verzichtet. Es werden nur drei Gruppen gebildet, wobei sich bei einer genauen Gewichtung die Größenordnung des Ergebnisses nicht verändert:

K – Konrad (insgesamt 5mal)
H – Heinrich (insgesamt 10mal)
A – Alle anderen Namen außer Lothar (insgesamt 15mal)

Je Abschnitt gibt es drei Positionen, die jeweils von einer der drei Namensgruppen belegt werden können. Insgesamt gibt es daher 3³ = 27 Möglichkeiten je Abschnitt, z.B.:

KK()K, HA()K, AH()H usw.

Die Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich ein gegebenes beliebiges Muster des 1. Abschnitts im 2. Abschnitt wiederholt (d.h. zufällig genauso ist), ist:

1 : 3³ = 1 : 27.

Die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein gegebenes beliebiges Muster des 1. Abschnitts sowohl im 2., 3. als auch im 4. Abschnitt genauso wiederholt ist somit

1 : 3³ x 3³ x 3³ =1 : 19683

Also ca. 1 : 20000, d.h. 0.005 %.

Da es darüber hinaus noch weitere Regelmäßigkeiten gibt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit noch wesentlich weiter.

 

4. Das System der Namen der Merowinger-Könige 428-752

4.1. Die Struktur des Systems

Im Folgenden wird das System der Namen der fränkischen Könige der Merowinger-Dynastie (428-737 und 743-752) beschrieben.
Für eine Schnellübersicht der Merowinger-Könige: [wikipedia, 
en.wikipedia.org/wiki/List_of_French_monarchs ]

Die Analyse ergibt, daß auch die Namen der Könige der fränkischen Merowingerzeit nach einem System konstruiert wurden. Die überlieferte Abfolge der Namen kann aufgrund von Wahrscheinlichkeits-Überlegungen nicht auf natürlichem Wege zustande gekommen sein.

Es sind zunächst zu streichen:
a) die drei Könige mit Namen Chlothar. (Lothar war bereits im System der römisch-deutschen Könige eine Ausnahme und ist es auch hier.)
b) die zwei Könige mit Namen Theuderic. (= Theoderich, der "Doppelgänger" Ottos des Großen)

Folgendes Namensmuster wiederholt sich zweimal:

0. zwei beliebige Namen
1. Childeric
2. Clovis
3. Childebert
4. (Chari-/Dago-)bert
5. Chilperic

Die Königsnamen sind dann in der überlieferten Reihenfolge folgende:

ca. 428:
Chlodio
Merovech

1. Childeric I.
2. Clovis I.
3. Childebert I.
4. Charibert I.
5. Chilperic I.
---------------------------

629:
Dagobert I.
Clovis II.

1. Childeric II.
2. Clovis IV.
3. Childebert III.
4. Dagobert III.
5. Chilperic II.
--------------------------

737:
(Karl Martell als Herrscher)
(Pippin der Kleine als Herrscher)

1. Childeric III.

4.2. Die Einbettung in ein Gesamtsystem von 428-1740


Der zweite Teil ab 629, mit König Dagobert I., beginnt 200 Jahre nach dem Anfang des 1. Teils (ca. 428), und genau 300 Jahre vor dem System der französischen Königsnamen des Mittelalters im Jahre 929 (Tod Karls III., des Einfältigen).

Zusammen mit dem durchgehenden System der Namen der fränkischen/ostfränkischen/römisch-deutschen Könige bis 1740 ergibt sich insgesamt ein Zeitraum von 428-1740. Das sind 1312 Jahre.
1312 v.Chr.: Errettung/Erlösung aus der Knechtschaft in Ägypten
1312 : Heinrich VII. wird der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches




 

Literatur:

Auf eine ausführliche Liste wird an dieser Stelle verzichtet. Alle genannten Daten sind verfügbar in der 
-
"Monumenta Germaniae Historica", entsprechende Einträge,
- MGH digital = http://bsbdmgh.bsb.lrz-muenchen.de/dmgh_new/
- wikipedia-Artikel

 

 

Mario Arndt, 14.12.2010