Die Entschlüsselung des Konstantinopel-Codes PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Basileus   
Samstag, den 07. Januar 2012 um 03:34 Uhr

zuletzt geändert: Samstag, den 4. August 2012 um 8:10 Uhr

 

 

 

Die Herrschaft der Flavier

 

Byzantion, das spätere Konstantinopel, wurde erst unter dem ersten Flavier-Kaiser Vespasian (69-79) Teil des Römischen Reiches. Zuvor war es eine freie Stadt (civitas libera et foederata). So ist es auch interessant, daß Constantius (Chlorus) I. (Kaiser 293-306), der Vater von Konstantin dem Großen, als erster nach den Flaviern aus Italien wieder den Namen "FLAVIVS" (lateinisch "flavus" = blond) angenommen hat: Marcus Flavius Valerius Constantius Herculius Augustus. (Der griechische Ηρακλης ist identisch mit dem lateinischen Hercules. Daher ist auch Ηρακλειος = Herculius. Auch ein anderer Kaiser führte den Namen Herculius: Maximian[286-305]). Es gibt zwischen Vespasians Sohn Domitian (ermordet 96 AD) und Constantius I. keinen einzigen Kaiser mit Namen Flavius.

Konstantin der Große verlegte dann nach offizieller Geschichte die Hauptstadt von Rom in Italien nach Byzantion. Nach seinem Tod im Jahre 337 AD wird nach offizieller Geschichte das Römische Reich aufgeteilt. Den Namen Flavius trugen nach ihm alle Kaiser von Konstantinopel bis einschließlich Heraklios (610-641). Ohne Heraklios und seine mehr oder weniger gleichnamigen Söhne (die zudem auch wieder den Namen Konstantin o.ä. tragen) endet also die Liste der Flavier im Jahre 610.

 

Es könnte daher

a) der Flavier-Kaiser Vespasian (und seine beiden Söhne) nur ein Ableger aus dem Osten gewesen sein, der das Reich nur zeitweise vereinigte (Vierkaiserjahr 69 AD), oder/und

b) es könnte eine Kontinuität im Osten folgender Art bestehen: Vespasian oder Domitian => Constantius I. oder Konstantin I..

Dieser Vespasian, der der Namensgeber aller Kaiser ab Constantius I. bis Heraklios ist (mit 2-3 unbedeutenden Ausnahmen im Westen), war ein Teufelskerl [siehe auch Pfister: Die Matrix der alten Geschichte] ! Sein Vater war in der Provinz Asien im Staatsdienst und zuerst diente er in der Armee im Osten. Auch war er an der Eroberung Britanniens unter Claudius beteiligt. Vespasians Aufstieg begann mit Unterstützung des Heeres aus dem Osten. Zuerst wurde er von den Truppen in Judaea und Ägypten zum Kaiser ausgerufen. Vespasian hat nicht nur Byzantion annektiert, sondern gleichzeitig auch um Jerusalem gekämpft. Er und sein vollkommen gleichnamiger Sohn Titus (beide hießen: TITVS FLAVIVS CAESAR VESPASIANVS AVGVSTVS) sollen dort den Jüdischen Aufstand niedergeschlagen haben. Da fällt einem doch sofort Fomenkos Gleichsetzung von Konstantinopel mit Jerusalem ein, das zudem auch (Neu-) Rom sein soll !

Wenn man die frühe Kaiserzeit um 19 Jahre verschiebt, so liegt das Ende von Vespasians Herrschaft nicht mehr im Jahre 79, sondern im Jahre 98 AD. Dafür sprechen u.a. zwei dann exakt datierbare Sonnenfinsternisse nach Cassius Dio:

a) die SoFi von Kaiser Augustus kurz vor seinem Tode. Er starb am 19. 8. 14 AD. Es gab eine SoFi am 14. 8. 733, und

b) die SoFi vom 3. Juni 3 oder 2 v. Chr. (= 3. Juni 718 u.Z.) unter dem Konsulat von Cornelius Lentulus (Prokonsul in der römischen Provinz Africa) und Valerius Messala.

Für dieses Sonnenfinsternispaar von Cassius Dio gibt es im gesamten Zeitraum der Antike und des Mittelalters nur zwei Möglichkeiten, entweder die genannte, um 700 + 19 Jahre verschobene, oder die Eklipsen auf den Tag genau 521 Jahre zuvor aufgrund der Periodizität der Finsternisse. Die offizielle Geschichte kann zu diesen beiden Daten keine passenden Lösungen anbieten.

 

 

 

 

 

Das wohlstrukturierte Mittelalter des Byzantinischen Reiches

Auch die byzantinische Geschichte kennt ein ähnlich wohlstrukturiertes Mittelalter wie auch der Rest Europas. Den Beginn und das Ende markieren zwei Kaiser Michael, Michael III. (bis 867) und Michael VIII. Dukas Komnenos Palaiologos (ab 1261). Das gesamte System geht also von 867-1204 (1204-1261 gibt es keine Kaiser von Konstantinopel während der Besetzung durch die Kreuzfahrer). Ein Untersystem besteht in den 190 (2 x 95) Jahren von 867-1056 während der Makedonischen Dynastie. Es wird von einer Kaiserin/Regentin Theodora (nicht legitim) und einem nachfolgenden Kaiser Michael "eingerahmt". Auch die Mutter des letzten Kaisers, Michael VIII., hieß Theodora.

Dieser Zeitraum von 867-1204 umfaßt 338 Jahre. Es regieren in dieser Zeit 29 Kaiser mit 12 verschiedenen Namen. 29 x 12 = 348. Die Länge ist genau um 10 Jahre kürzer als das Ergebnis.

(Theodora =>) Michael
867:  Basileios
2 Kaiser
Konstantin
Romanos
(Romanos)
963 (Ablauf von 95 Jahren, danach Wiederholung des 1. Teils):
Basileios
2 Kaiser
Konstantin
Romanos
1034 (Ablauf von 168 = 2 x 84 Jahren):
Michael => weiterer Kaiser
Konstantin
1056 (Ablauf von 190 = 2 x 95 Jahren):
(Theodora =>) Michael => weiterer Kaiser
Konstantin
Michael => weiterer Kaiser
1078:Nikephoros Phokas
1081:Alexios        (37 Jahre)
Johannes     (25 Jahre)
Manuel        (37 Jahre)
1180:6 Kaiser
1204:Besetzung Konstantinopels
1261 (Mutter: Theodora) Michael

(Weitere Details zur Makedonischen Dynastie hatte ich bereits hier beschrieben, da dies für die Anhänger der "Konstantin-VII.-hat-alles-erfunden"-Theorie von besonderem Interesse sein dürfte:
http://www.fantomzeit.de/?page_id=239/personalien/konstantin-vii/ )

Zwischen 1034-1078 wiederholt sich die Sequenz "Michael => weiterer Kaiser => Konstantin" zweieinhalb mal.

Nach dem Ende der Makedonischen Dynastie 1056 vergehen 149 Jahre bis 1204.
In den ersten 25 Jahren (1056-1081) regieren 6 Kaiser.
Dann folgen 99/100 Jahre mit den überlangen Herrschaftszeiten gleich dreier Kaiser hintereinander: Alexios I. (37 Jahre), Johannes II. (25 Jahre) und Manuel I. (37 Jahre).
Danach folgen weitere 25 Jahre bis 1204, in denen wieder 6 Kaiser herrschen.
25 => 37 => 25 => 37 => 25

Erst mit dem Jahre 1204, der Besetzung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer, ist die deutliche Strukturierung der byzantinischen Geschichte beendet. Das läßt darauf schließen, daß wesentliche Teile davon erst nach 1204 geschrieben wurden. Die byzantinische Geschichte unterscheidet sich insofern nicht von der Geschichte der anderen Länder Europas.

 

 

Der Konstantinopel-Code

 

Die Reihenfolge der Namen der 78 legitim herrschenden Kaiser von Konstantinopel (324-1453, Konstantin I.-Konstantin XI.) ist wohlstrukturiert, und zwar um den Namen Konstantin herum. Die Kaiser von Nikäa während der Besetzung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer von 1204-1261 werden nicht behandelt.

Sowohl unmittelbar nach dem ersten Konstantin als auch vor dem letzten Konstantin herrschen jeweils 19 Kaiser mit anderen Namen. Zwischen den einzelnen insgesamt 10 Konstantins gibt es jeweils die folgende Anzahl von Kaisern mit anderen Namen (Konstantin II. war ein weströmischer Kaiser):

324 AD: Konstantin I.

 19

2

7

1

10

5

3

2

19

1453 AD: Konstantin XI.

 

Man erkennt drei Gruppen mit je 10 Kaisern, die anders heißen als Konstantin:

2 + 7 + 1 = 10, in der Mitte 10, und 5 + 3 + 2 = 10.

Das sind mit den benachbarten Konstantins insgesamt 38 Kaiser, genausoviel wie 19 + 19, die Anzahl der Kaiser davor und danach. Das ist alles sehr regelmäßig strukturiert. Dazu kommen noch Konstantin I. am Anfang, und Konstantin XI. am Ende, so daß es insgesamt 78 Kaiser sind. Mit dem 2. Konstantin im Westen wären es 79 Kaiser.

 

 

 

Die drei Zehner-Gruppen in der Mitte dauern jeweils gleich lang. Damit ist zusammen mit den anderen Merkmalen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit klar, daß die Kaiserliste nicht auf "natürliche´m" Wege entstanden sein kann.

 

1) 2+7+1:

641 (Heraklonas) => 780 (Tod von Leo IV.): 139 Jahre

 

2) 5+3+2:

920 (Romanos I.) => 1059 (Tod von Isaak I.): 139 Jahre

 

Auch der Zeitraum dazwischen hat praktisch die gleiche Länge:

3) 10:

780 (nach Leo IV.) => 920 (Machtübernahme von Romanos I.): 140 Jahre

 

Insgesamt sind es 418 Jahre von 641-1059. 418 ist durch 19, den Metonzyklus, teilbar.

 

(Für den letzten Abschnitt des Artikels ist folgendes interessant:

Das Endjahr 1059 + 19 = 1078.

418 + 57 = 475. 57 ist die Zeit von 1204-1261.)

 

Das System kann man damit auch so schreiben:

21 + (12 + 12 + 12) + 21 = 78

 

Die jeweils 19+2=21 Kaiser vorher und nachher haben auch jeweils praktisch die gleiche Länge, wenn man hinten die Zeit von 1204-1261 sowie 19 Jahre abzieht:

324 => 641 = 317 Jahre

1059 => 1453 = 394 Jahre, -57 -19 = 318 Jahre

 

Sehr interessant ist, daß das auch funktioniert, wenn man die vier Konstantine wegläßt, die vorne wie hinten jeweils zusammen 13/14 Jahre herrschen:

337 => 641 = 304 Jahre

1067 => 1448 = 381 Jahre, -57 -19 = 305 Jahre

 

In beiden Fällen ist das letztere Ergebnis um genau 1 höher, was auf die Umrechnung durch unterschiedliche Jahresanfänge zurückgeführt werden kann. Und 304 ist ebenfalls wie 418 durch 19 teilbar (Differenz 114 Jahre).

 

Interessant ist auch folgendes:

641 => 1059 = 418 Jahre

1059 => 1453 = 394 Jahre

418 + 395 = 813

271 + 10 + 532 = 813

 

Sowie:

813 + 19 = 832 (die Mitte in der Kaiserliste: 39 vorher, 39 nachher)

1059 + 19 = 1078 (Nikephoros III., 39 aller Kaiser mit anderen Namen liegen zwischen Phokas => Nikephoros III. )

 

 

 

Liest man nun in diesen drei 10er Gruppen die Anzahl der Kaiser, die nicht Konstantin heißen, als Jahreszahlen im Dezimalsystem, so sieht man:

271 => 10 => 532

2 x 271 = 10 + 532

271 + 10 + 532 = 813

Das ist verblüffend. Das Jahr 813 AD ist genau das Jahr, bis zu dem Theophanes der Bekenner (760-818) die Weltchronik seines Zeitgenossen Georgios Synkellos fortsetzt. Für die Zeit nach 602 (ab Kaiser Phokas) ist Theophanes die wichtigste, teilweise auch die einzige Quelle. In der Abfolge der Kaisernamen liegt das Jahr 813 im 10er Block in der Mitte. 37 Kaiser liegen davor und 41 dahinter. Der letzte Kaiser bei Theophanes ist Michael I., der als erster byzantinischer Herrscher Karl den Großen als Kaiser im Westen anerkennt. Interessanterweise ist der 39. Kaiser ebenfalls ein Michael, der II., der auch wie der andere Michael einen Sohn Theophil[akt]os hat, der auch Kaiser wird. Hier wäre Theophanes ganz genau in der Mitte platziert. Ob da etwa jemand nachträglich etwas verändert hat ?

Die Chronik des Theophanes beginnt mit Diokletian im Jahre 284/285, dort wo Georgios Synkellos' Chronik endet. Von 284-813 sind es nun 529 Jahre, recht nahe an der Jahreszahl 532.

Auch die 271 ist eine bekannte Jahreszahl. Von 270-274 vereinigt Kaiser Aurelian das Römische Reich wieder und beendet die Reichskrise des 3.Jh. Er schlug u.a. eine Reihe von ins Römische Reich eingedrungenen Barbarenstämmen und besiegte die Separatistenreiche im Osten und im Westen, das Reich von Palmyra und das Imperium Galliarum. Vom römischen Senat erhielt er dafür den Titel "Restitutor Orbis" ("Wiederhersteller des Erdkreises"). Endgültig wird die Reichskrise von Diokletian überwunden, bei dem die Chronik des Georgios endet, und die des Theophanes beginnt.

In dieser Zeit führte Aurelian auch den Kult des "Sol Invictus" als offizielle Staatsreligion ein, nachdem er nach einer Vision mit der Unterstützung des "Sol Invictus" die abtrünnigen orientalischen Provinzen zurückerobert hatte. Am 25. 12. 274 wurde das erste Mal der "Geburtstag" des Herrn, diesmal des Sonnengottes, offiziell gefeiert, und der Kaiser widmete ihm einen Tempel in Rom.

Den "Dies Solis" (Sonntag) machte dann einige Jahrzehnte später Konstantin I. zum Feiertag.

Die Jahre 273/274 entsprechen den Jahren 311/312 nach Spanischer Ära. Der Kundige erinnert sich bestimmt: Im Jahre 312 AD gewann Kaiser Konstantin I. den Krieg gegen seinen Rivalen im Reich, angeblich mit Unterstützung des Christengottes, auch nach einer Vision ("ein Kreuz aus Licht über der Sonne").

 

 

 

Die Struktur der römisch-byzantinischen Kaiserviten

 

Für den hier betrachteten Zeitraum sind drei entscheidende Werke der Geschichtsschreibung wichtig:

1) Sueton beschreibt in seinen Kaiserbiographien („De vita Caesarum“) die 12 römischen Herrscher von G. Julius Caesar (geb. 100 v.Chr.) bis Domitian (Tod 96 AD).

2) Die „Historia Augusta“ („Kaisergeschichte“) knüpft bewußt an Sueton an. Ein unbekannter Autor beschreibt darin 30 Kaiser von 117 bis 285. Die offiziell gelehrte Entstehungsgeschichte der Historia Augusta mit ihren sechs verschiedenen Autoren wurde bereits 1889 von H. Dessau [Über Zeit und Persönlichkeït der Scriptores historiae Augustae] als Fälschung entlarvt. Sämtliche darin zitierten Dokumente und Briefe sind Fälschungen, die Reden sowieso.

3) Daran schließt sich die bereits erwähnte Chronik des Theophanes bis 813 an.

 

Suetons Werk geht über 196 Jahre = 2 x 79 + 19 + 19 Jahre,

die Historia Augusta über 168 Jahre = 2 x 84 Jahre,

und Theophanes' Chronik über 528/9 Jahre.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch folgende Beziehungen:

542 = 700 – 79 – 79,

532 = 700 – 84 – 84 , und

2 x 84 + 19 - 10 = 177 = 2 x 79 + 19.

Schließt man die Lücke zwischen 96 und 117 (19 + 2 Jahre), so decken die drei Werke einen Zeitraum von 196 + 19+2 + 168 + 528 = 911+2 Jahren ab. Das Ende markiert also genau das Jahr, in dem die 297jährige Phantomzeit nach Illig [Das erfundene Mittelalter] endet, und das 403jährige System der römisch-deutschen Königsnamen beginnt.

Weil Caesars Geburt aber nach heutiger Chronologie im Jahre 100 v.Chr. war, und nicht am Beginn unserer Zeitrechnung [siehe auch Carotta: War Jesus Caesar ?], entsteht eine Lücke von 100 Jahren. Da sich eine Reihe von Jahreszahlen der Geschichtsschreibung durch die Umstellung von Julianischem auf Gregorianischen Kalender um 2 Jahre verändert haben [z.B. war der Tod des Augustus in Schriften der frühen Neuzeit im Jahre 16 anstatt wie heute im Jahre 14, und der Ausbruch des Vesuv im Jahre 81 anstatt im Jahre 79], nehmen wir hier (und nur dieses einzige Mal !) das Geburtsjahr 98 v. Chr. an. Es entsteht dann also eine Lücke von 98 = 79 + 19 Jahren, zwangsläufig vor dem Jahre 911,  direkt nach 813 (Theophanes) (911 – 98 = 813).

 

 

 

Die Entschlüsselung des Codes

 

Nun kommen wir zur Entschlüsselung des Codes, in dem in der Anzahl der Kaiser Jahreszahlen verschlüsselt sind.

Die gesamte Reihe der Kaiser geht vom ersten bis zum letzten Konstantin, mithin von 324 bis 1453. Das sind 1129 Jahre.

Die Addition aller Jahreszahlen im obigen Schema der Anzahl der Kaiser ohne die Konstantins ergibt 19 + 271 + 10 + 532 + 19 = 851. Benutzen wir jetzt unsere oben gewonnene Kenntnis (siehe die beiden Sonnenfinsternisse), daß die Jahreszählung um 19 Jahre verschoben ist, so lassen wir eine 19 weg, und erhalten 19 + 271 + 10 + 532 = 832.

Die Differenz zwischen 1129 und 832 ist nun genau 297 Jahre, die Dauer der Phantomzeit nach Illig.

Das Jahr 832 markiert nicht nur die Länge, sondern auch genau die Mitte der Reihe aller Kaiser. Im Mittelblock liegen genau 5 Kaiser davor und 5 danach, und insgesamt liegen 39 Kaiser davor und 39 danach (exaktes Jahr 829: Michael II./Theophilos). Dies bekräftigt den artifiziellen Chrakter der Kaiserliste. (Zwischen 324-832 liegen 508 Jahre und zwischen 832-1453 liegen 621 Jahre. Die Differenz zwischen 621 und 508 ist 113.)

Wenn wir zum Anfangsjahr der Liste, dem Antritt der Alleinherrschaft von Konstantin I. im Jahre 324, 19 + 271 Jahre dazuaddieren, so erhalten wir 614, das Anfangsjahr der Illigschen Phantomzeit (19 + 324 + 271 = 614). Wenn wir vom Endjahr der Liste, dem Todesjahr von Konstantin XI., 532 und 10 Jahre nach obigem Schema abziehen, erhalten wir das Endjahr der Illigschen Phantomzeit (1453 - 532 - 10 = 911).

Die Jahre 614 und 911 ergeben sich also, wenn man unsere heutigen Jahreszahlen für den Beginn der Alleinherrschaft Konstantins I. (324) und den Fall Konstantinopels und damit des Todes Konstantins XI. (1453) einsetzt. Sie stimmen mit dem Beginn und Ende der Phantomzeit nach Illig überein.

(Eine Verringerung der Gesamtlänge um 59+19=76 Jahre wie oben würde 1129-76=1053 Jahre ergeben. Und für die Länge der Phantomzeit 297-76=221 Jahre.  911-76=835, was dann das Endjahr bedeuten würde. Übrigens ist auch 1453-76=1377, das  Jahr, in dem der Umzug des Papstes von Avignon nach Rom abgeschlossen ist. Diese interessante Variante sollte man daher im Auge behalten, auch wenn sie aufgrund der anderen Indizien zunächst unwahrscheinlich erscheint.)

Bei einem anderen Jahr für Konstantin I. ergibt sich auch eine andere Phantomzeit. Im letzten Abschnitt wurde die mögliche Kontinuität des Namens “Flavius“ beschrieben. Das Jahr 79 ist das Todesjahr des Kaisers Vespasian, des ersten römischen Flavier-Kaisers. In diesem Jahr ereignet sich auch der bekannte Ausbruch des Vesuv, bei dem Pompeji verschüttet worden sein soll. Im Jahre 96 AD stirbt sein Sohn Domitian, der letzte Flavier-Kaiser im Westen, auf den der nächste Flavier-Kaiser (im Osten) nach offizieller Geschichte erst über 200 Jahre später folgt.

Das Todesjahr von Vespasian zuzüglich der 19-Jahres-Differenz, also 79 + 19 = 98, stimmt nun genau mit der Länge der Lücke zwischen 813 und 911 überein [identisch mit der Verschiebung von Cäsar]. Es gibt nun zwei Lösungen für den Beginn der Zeitrechnung, je nachdem, ob diese Lücke von 79 Jahren  dazugezählt oder abgezogen wird.

 

 

 

Erste Lösung für das Jahr 542

 

Würde Konstantin (324) bereits im Jahre 79 folgen, so erhielte man nach dem obigen Kaiserschema für den Beginn der Phantomzeit:

19 + 79 + 271 = 369.

Die Länge der Phantomzeit wäre dann: 911 – 369 = 542 [532 + 10] Jahre.

Interessanterweise ist nun 369 + 532 + 10 = 911 = 1453 - 532 – 10.

Das paßt zu gut zusammen, um Zufall zu sein.

Auch ist 324 (Konstantin I.) + 79 = 403 (die Länge des Systems der römisch-deutschen Königsnamen im Hochmittelalter), und von 403 bis 614 vergehen 211 Jahre. 403 und 297 ergeben zusammen ja 700.

Konstantin liegt dann also im Jahre 621 u.Z., und der Beginn der heutigen christlichen Zeitrechnung wäre im Jahre 542 u.Z. [Die Zeitrechnung des ersten christlichen Reiches, Armenien, beginnt genau 10 Jahre später, im Jahre 552]. Von 324 AD (=621) bis 614 AD (= 911) vergehen dann 290 Jahre. Zusammen mit der Phantomzeit von 614 bis 911 u.Z. (297 Jahre) sind es insgesamt 587 Jahre. Das sind 113 Jahre weniger als 700.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweite Lösung für das Jahr 700


 

Würde Konstantin (324) im Jahre 0 liegen, dann wäre die Rechnung nach dem Kaiserschema ohne weitere Korrekturen:

19 + 0 + 271 = 290

für den Beginn der Phantomzeit mit einer Länge von 911 – 290 = 621 Jahren. Der Beginn unserer Zeitrechnung läge dann im Jahre 621, dem Anfang der Hedschra, der islamischen Zeitrechnung.

Kommen wir jetzt auf die im vorigen Abschnitt beschriebene Struktur der römisch-byzantinischen Kaiserbiographien zurück. Es werden nun also vom Anfang der Phantomzeit die Jahre abgezogen, die nachträglich zwischen 813 und 911 eingefügt wurden (98), und zwar 79 Jahre, da die Zählung sowieso um 19 Jahre verschoben ist, wie bereits festgestellt wurde: 290 – 79 = 211 [In der 1. Lösung wurden diese 79 Jahre gleich dem Beginn der Zeitlücke hinzugezählt].

Dies ist dann der Beginn der Phantomzeit. Der Anfang unserer Zeitrechnung ist dann im Jahre 700, denn 911 - 211 = 700 !

Bzw.: 297 + 324 + 79 = 700

Beginn und Ende der Zeitlücke stimmen also nur bei diesem Jahr für den Beginn unserer Zeitrechnung (700) überein, womit die Zeitlücke verschwindet. Es sind 113 Jahre sowohl von 98 (79 + 19) bis 211 als auch von 211 bis 324. Der 113 sind wir im hochmittelalterlichen System der römisch-deutschen Königsnamen schon begegnet, als Länge der drei ersten Abschnitte von 3 x 113 = 339 Jahren Länge. Es sei noch ergänzend erwähnt, daß von 700 bis zum Ende der Berichterstattung des Theophanes im Jahre 813 ebenfalls 113 Jahre vergehen. Von 813 bis 911 sind es dann genau 98 (79 + 19) Jahre, wie bereits erwähnt.

Also:
98 + 113 = 211,
211 + 113 = 324, und
798 + 113 = 911.
[Darauf folgen dann 3 x 113 Jahre im System der römisch-deutschen Königsnamen:
911 + 113 = 1024
1024 + 113 = 1137
1137 + 113 =1250 ]

D.h., Konstantin I. beginnt seine Alleinherrschaft anstatt im Jahre 324 AD entweder im Jahre 621 u.Z. oder im Jahre 798 u.Z. Die Differenz zwischen 798 und 324 beträgt 474 Jahre. Die Differenz zwischen 621 und 324 ist die bekannte Illigsche Phantomzeit von 297 Jahren. Zwischen der traditionellen Datierung Konstantins 324 und 98 liegen 226 Jahre (2 x 113), abzüglich 19 Jahren sind es 207 Jahre.

Weiterhin: Augustus' Tod wäre anstatt 14 AD im Jahre 733 (700 + 14 + 19) u.Z., und das Fünfkaiserjahr 192/3 AD wäre das Jahr 911 u.Z. (700 + 192 + 19 bzw. 700 + 211). Bis zu diesem Jahr stammen fast alle Kaiser aus Rom oder der näheren Umgebung. Danach gibt es nur noch vier völlig unbedeutende Kaiser aus der Gegend um Rom bis 276, deren Biographien zudem auch umstritten sind.

 

 

Das Römische Reich hat 337 (Tod Konstantins I.) fast wieder dieselben Grenzen wie 117 zum Zeitpunkt des Todes von Trajan (mit Ausnahme Mesopotamiens, das sofort nach seinem Tode verlorenging), da sich eine Reihe von Gebietserwerbungen ca. 220 Jahre später wiederholen. Die Eroberungen unter Trajan (wird 64 Jahre alt) und Konstantin (wird ca. 65) ähneln sich: Germanien, Dakien, Armenien.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/RomanEmpire_117_de.svg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Costantino_nord-limes_png.PNG

 

Konstantin I. ahmt Trajan, den "optimus princeps", in vielem nach, von Münzinschriften bis zu seinem Einzug in Rom.

 

Das alles kann daran liegen, daß Geschichtsschreiber dieselben Motive wiederholt in ihren Geschichten verwendet haben, wie die klare Strukturierung der römisch-byzantinischen Zeit nahelegt. Es könnte aber auch daran liegen, daß zwei getrennte Zeitperioden in Wirklichkeit parallel liefen. Das bleibt noch zu klären.

 

 

 

 

 

 

Die endgültige Rekonstruktion - ein Modell

 

Dies würde allerdings eine chronologisch korrekte Überlieferung voraussetzen. Da die gesamte römische Kaiserzeit durchstrukturiert ist, muß man wohl von dieser Vorstellung Abstand nehmen, zumindest für die meisten Daten. Wichtig ist vielmehr zu überprüfen, ob man angesichts des Ablaufs des byzantinischen wohlstrukturierten Mittelalters und seines Endes um 1204/1261 weitere Regelmäßigkeiten feststellen kann, mit deren Hilfe eine teilweise Rekonstruktion möglich wäre. Auch die Möglichkeit des Ablaufs der Ereignisse ohne eine direkte Verbindung der Flavier nach Vespasian mit der zweiten Flavischen Dynastie ab Konstantin muß geprüft werden, dann mit einer Zeitkürzung zwischen ihnen.

Wenn man in Betracht zieht, daß der Fehler durch eine Kombination folgender Faktoren zustande gekommen ist,
1) Unterschiede der einzelnen Zeitrechnungen, vor allem ab der Schöpfung der Welt,
2) Fehlinterpretationen der damals vorliegenden Quellen,
3) bewußte Fälschungen und Konstruktionen,

dann lohnt es, sich folgende Differenzen anzusehen:
Zwischen der Byzantinischen, christlichen Weltära und der Schöpfung nach der Bibel-Version der Septuaginta liegen genau 309 Jahre (5508 - 5199). Zwischen der Jüdischen Ära und der Vulgata nach Hieronymus/Beda liegen 191 Jahre (3952 - 3761). Scaliger weicht mit 3949 v.Chr. nur drei Jahre davon ab. 309+191=500.

 

Wichtig für unsere Untersuchung ist, ob man bereits in der Römerzeit fiktive, eingefügte Zeit erkennen kann. Nun ist es bekannt, daß die Anzahl archäologischer Funde und nachgewiesener Neubauten, regional unterschiedlich ausgeprägt, nach dem 4. Jh. deutlich abnimmt. Weiterhin gibt es, ebenfalls regional unterschiedlich, Lücken. Eine Kontinuität ist erst ab dem Hochmittelalter, dem 11./12. Jh., festzustellen.

 

Werfen wir z.B. einen Blick in das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin: http://www.smb.museum/ikmk/filter_timeline.php?lang=de

 Für den Zeitraum ab dem 1. Jh. v.Chr. werden dort folgende Zahlen für die vorhandenen Objekte angegeben:

-1. Jh.: 2098

1. Jh.: 2105

2. Jh.: 708

3. Jh.: 1249

4. Jh.: 529

5. Jh.: 178

6. Jh.: 360

7. Jh.: 442

8. Jh.: 220

9. Jh.: 91

10. Jh.: 106

11. Jh.: 138

12. Jh.: 504

13. Jh.: 349

14. Jh.: 316

15. Jh.: 384

Nicht zu übersehen ist ein deutlicher Einbruch im 2. Jh. In diesem Jh. herrschten die römischen Adoptivkaiser mit ihren überlangen Regierungszeiten und relativen Frieden. Ab dem 4. Jh. beginnt dann die Anzahl der Objekte rapide zu sinken, mit einem ersten Minimum im 5.Jh. Ein zweites Minimum gibt es vom 8.-11. Jh. Erst ab dem 12. Jh. sind dann die Münzfunde bis in die frühe Neuzeit hinein in etwa auf dem gleichen Niveau.

 

 

Eine Geschichte mit zwei um ca. 200 Jahren verschobenen Strängen, wie im vorigen Abschnitt beschrieben, könnte sich dann wie folgt auswirken:

2. (+ 4. Jh.) AD: 708 + 529 = 1237

3. (+ 5. Jh.) AD: 1249 + 178 = 1427

Sehr schön kann man sehen, wie die Einbrüche im 2. und 5. Jh. die Münzfunde des 3. und 4. Jh. ergänzen.

 

 

6. bis 12. Jh. AD: 1861

Die Verteilung könnte z.B. so aussehen:

11. Jh. u.Z.: 1200

12. Jh. u.Z.: 661

 

 

Eine Streichung von 700 Jahren könnte dann folgende Änderungen haben:

bislang: 2.-12. Jh.: 4525 Objekte in 11 Jahrhunderten

danach: 4525 / 4 = durchschnittlich 1131 Objekte in 4 Jahrhunderten

Diese könnten wie oben verteilt sein, oder auch z.B. so:

2. Jh.: 1800

3. Jh.: 1200

4. Jh. = 11. Jh.: 864

5. Jh. = 12. Jh.: 661


Die vorhandenen Funde lassen sich also sehr gut mit einer verkürzten Chronologie in Übereinstimmung bringen. Nicht übersehen darf man aber, daß die an sich fundarmen Jahrhunderte im Museum teilweise mit deutlich minderwertigeren Objekten repräsentiert sind als die fundreichen - man muß ja irgendetwas zeigen ! Daher würde bei einer Verkürzung der Chronologie die Gesamtzahl für die betroffene Zeit wohl sinken.

 

Sieht man sich die Liste der römischen Präfekten von Ägypten an ( http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pr%C3%A4fekten_von_%C3%84gypten ), so fällt auf, daß die Liste vor ca. 285 nahezu lückenlos ist, es aber ab dem 4., vor allem aber im 5. und 6. Jh. zahlreiche Lücken gibt. Es gibt im 5./6. Jh. mindestens 141 Jahre, für die kein Präfekt für Ägypten überliefert ist. D.h. nur für höchstens 59 Jahre dieser Zeit sind uns die Präfekten bekannt. Insgesamt summiert sich die Anzahl der fehlenden Jahre bis zum Beginn unserer Zeitrechnung auf ca. 190 auf.

Es gibt 12 Jahre nach 614, in denen es keinen überlieferten byzantinischen Präfekten gab, da dort Persien angeblich von 616-628 kurzzeitig die Macht übernommen hatte. Mit diesem Perser-Krieg sind eine Reihe von Merkwürdigkeiten verbunden. Wären diese 12 Jahre erfunden, so würden die 297 Jahre Phantomzeit nicht 614, sondern bereits 12 Jahre früher, im Jahre 602 beginnen. In diesem Jahr übernahm Phokas, der erste vollbärtige byzantinische Kaiser seit Diokletian (Ausnahme: Julian) mit dem ersten erfolgreichen Putsch des Byzantinischen Reiches die Macht.

Eine Phantomzeit von 297 Jahren macht ohne weitere Zusatzannahmen keinen Sinn - sehr wohl aber eine von 309 Jahren ! Dies ist nämlich die Differenz zwischen der Schöpfung nach byzantinischer Weltära (5508 v.Chr.) und der Schöpfung nach der Bibel-Version der Septuaginta (5199 v.Chr.).

Oder anders herum gesehen: Beginnt die Phantomzeit eigentlich 602, und beläßt man die Perser 12 Jahre in Ägypten, so würde sie 309 Jahre dauern. Mit dieser Annahme ergeben sich verblüffende Konsequenzen, die ich im folgenden näher beschreibe.

Bei den bisher entdeckten Konstruktionen war zu erkennen, daß die Schöpfer großen Wert auf die mehrmalige Wiederholung gleicher Elemente und Symmetrie gelegt haben. Dies könnte uns bei der weiteren Entschlüsselung helfen.

Die Zahl 832 ist die wesentliche Zahl des Konstantinopel-Codes. Sie ist in der symmetrischen Anordnung aller Kaiser mit anderen Namen als Konstantin enthalten: 19+271+10+532=832. Ebenso markiert sie die genaue Mitte der Abfolge der Kaiser von Konstantinopel, mit 39 davor und 39 danach. Die gesamte Länge der Kaiser von 324 bis 1453 (1129 Jahre) abzüglich 832 ergibt 297, die Phantomzeit nach Illig. Es ist daher naheliegend, auf weitere Zusammenhänge mit der Zahl 832 zu achten, bzw. auf den um 19 höheren Wert 851.

1453-832=621, und 1453-851=602.

Das Ende des wohlstrukturierten Mittelalters in Konstantinopel ist 1204 = 602 + 602.

Wenn man alle Kaiser zählt, die nicht Nikephoros/Phokas heißen, so liegen zwischen den Kaisern Phokas (602-610) und Nikephoras III. (1078-1081) mit 39 genau die Hälfte aller 78 Kaiser von Konstantinopel. Von 602-1078 sind es 476 Jahre (siehe auch http://de.geschichte-chronologie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=127:die-wohlstrukturierte-antike&catid=29:2008-11-15-18-07-02&Itemid=115 , Abschnitt 9)

Nikephoras III. beginnt seine Herrschaft im Jahre 1078. Das sind 167 Jahre nach 911. Ebenso liegt 1078 in der Mitte zwischen 700 und 1453, dem Ende des Byzantinischen Reiches: 602 + 375 + 3 = 1078, und 1078 + 375 = 1453.

Nun ist 700 = 309 + 191 + 167 + 33.

309 fiktive Jahre liegen zwischen 602-911 (die traditionelle Phantomzeit +12 Jahre).
167 fiktive Jahre liegen zwischen 911-1078.
191 fiktive Jahre liegen verteilt zwischen 0-602, vor allem im 5./6. Jh.
Es bleiben 33 Jahre übrig, die interessanterweise genau der Zeit zwischen Geburt und Tod Jesu Christi entsprechen. Diese liegen dann auch zwischen 0-602, so daß es insgesamt 191+33=224 Jahre sind (Es taucht auch hier die Kombination 474/476 und 226/224 Jahre auf).

 

Zusammen ist 700 = 309 + 224 + 167.

Nun sind 700, 308, 224 und 168 durch 28 teilbar, d.h., die Wochentage wiederholen sich immer exakt nach diesen Zeiträumen. Also:

700 = 308 + 224 + 168.

Natürlich ist auch 476 (602 => 1078) durch 28 teilbar, und 308 + 224 = 532, ein großer Osterzyklus. 532 ist ebenso wie 475 (=476 - 1) durch 19 teilbar, den Metonzyklus.

 
Die 183 Jahre zwischen 1078-1261 entsprechen dann den geschichtlichen Jahren zwischen 602-1261 AD. D.h., ab 1078 folgt Phokas (traditionell 602-610), danach die "Armenier" (die Herakleische/Makedonische Dynastie), dann die Dukai, Komnenen und Angeloi - natürlich nicht alle von ihnen und nicht alle so lange wie laut offizieller Geschichte. 

 

Das Jahr 1064 u.Z. könnte mit dem Jahr 532 AD übereinstimmen (Differenz 532 Jahre).

Der Ablauf der römisch-byzantinischen Geschichte ist also auch mit diesem beschriebenen Modell vorstellbar, ohne daß Konstantin der Große direkt an die erste Flavische Dynastie anknüpft. Zwar wird dadurch das Problem des ca. 200jährigen Fehlens des Namens Flavius auf dem Kaiserthron nur verringert (da jetzt weniger Zeit dazwischen vergeht), aber es werden keine neuen Probleme geschaffen, die sonst entstehen könnten. Ich halte es daher für plausibler.

Damit ist der Konstantinopel-Code geknackt. Die Zweifel, ob die Jahreszahlen der römisch-byzantinischen Geschichte vor dem 13. Jh. irgendeine chronologische Realität besitzen, und nicht nur eine Fiktion darstellen, sind größer als je zuvor.

 

 

Mario Arndt, 7.1.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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