E. Gabowitsch.: Mein Kommentar zum Artikel "Von der Notwendigkeit einer „neuen Chronologie“". PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 16. August 2009 um 18:31 Uhr
Eine sehr kluge und im Großen und Ganzen sehr überzeugende Analyse. Die wenigen Stellen, wo ich gern disputiert hätte, wie die Behauptung,

Ø  die kleinen geschichtswissenschaftlichen Revolten, die von Illig in Deutschland und von Fomenko in Russland angezettelt bzw. angeführt wurden


die ich etwas anders formuliert hätte (m. E. nicht Fomenko und Illig, sondern Morozov und Christoph Marx haben die Revolten in den Gang gesetzt), ändern dabei nichts.

Vom Wort Kritik Abstand zu nehmen ist für uns nicht leicht, aber ich habe, wie mir scheint, ein Schrittchen in diese Richtung gemacht, als ich für meine Bücher – nach Absprache mit Garry Kasparow, die Titel mit den Worten hinterfragt gewählt:

Ø  Geschichte hinterfragt,
Ø  Vorgeschichte hinterfragt, ...

Noch mehr wurde dabei im inhaltlichen Bereich gemacht: bei der Klärung der wichtigsten Begriffe wie Geschichte und Vergangenheit, Chronologie der Vergangenheit und Chronologie der Geschichte, aber auch beim Versuch die Geschichte der Geschichte und der Chronologie neu zu beleuchten.

In diese Richtung gehe ich auch in Vorgeschichte hinterfragt, wo ein Teil der frühen Geschichte der Kalender gewidmet ist.

Ähnliche Tendenzen sehe ich auch bei Uwe Topper, der in den letzten Jahren immer mehr sich für die alten Kalender und die Entwicklung der Astronomie interessiert.

Auch Herr Däppen forsch in diesem Stil und so ist sein Beitrag ganz harmonisch mit den neuen Erkenntnissen zu verbinden, die er in seinen zwei letzten Büchern gewonnen hat.

Übrigens sehe ich ähnliche Tendenzen auch bei einigen russischen Autoren wie Kesler und Gerasimov. Dabei stammen viele metahistorischen Ideen dieser Art von den russischen Klassikern Morozov und Fomenko.
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